Energie sparen mit Energiespartipps

CO2 sparen im Alltag

Die Klimabelastung senken und ein Plus in der Haushaltskasse verbuchen? babyclub.de zeigt, wie man mit vielen kleinen Tipps im Alltag – beispielsweise beim Autofahren, Heizen oder Kochen – jede Menge CO2 einspart und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel entlastet.
©iStock.com/ hansslegers

Unsere Lebensweise trägt täglich dazu bei: Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas verursacht hohe Kohlenstoffdioxid-Mengen. Das hat zur Folge, dass sich das Klima auf der Erde wandelt und die Durchschnittstemperatur ansteigt. Auch der Einzelne kann mit seinen Einsparungen einen Teil zur CO2-Entlastung beitragen.

Energiespartipps beim Kühlen und Einfrieren

  • Die optimale Kühlschranktemperatur beträgt sechs bis acht Grad.
  • Küche möglichst nicht heizen, damit der Kühlschrank nicht die Energie, die vorher in die Heizung gesteckt wurde, wieder herunterkühlen muss.
  • Türdichtungen regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls erneuern, damit keine kalte Luft entweicht und das Gerät so mehr Energie aufwenden muss, um die Lebensmittel zu kühlen.
  • Vor der Fahrt in den Urlaub den Kühlschrank ausräumen und abstellen. Die paar übrigen Lebensmittel lieber verschenken. Das kommt billiger, als zwei Wochen lang zu kühlen. Wichtig: Die Tür offen stehen lassen, da sich sonst Schimmel bildet.
  • Damit möglichst wenig warme Luft in den Kühlschrank strömt, immer nur kurz die Kühlschranktür öffnen. Ansonsten muss der Kühlschrank wieder mehr Energie aufwenden, um ausreichend kühlen zu können.
  • Den Kühlschrank regelmäßig abtauen, denn Vereisungen vermindern die Kühlwirkung und „fressen“ deshalb unnötig Energie. In der Regel ist eine bis zu einem Zentimeter dicke Eisschicht nicht schlimm.
  • Bei kühlen Temperaturen spart das Gerät Energie, da es weniger Leistung erbringen muss. Deshalb die Gefriertruhe in den Keller stellen, da dort die Temperatur niedriger ist als beispielsweise in der Küche. Achtung: nicht jede Gefriertruhe ist für den Keller geeignet. Geräte, die „kellertauglich“ sind, sind in der Regel durch die Klasse SN gekennzeichnet.
  • Beim Kauf eines neuen Kühlschranks auf die Energieeffizienzklasse A+++ achten. Die Anschaffung eines solchen Geräts ist zwar teurer, dafür ist aber der Stromverbrauch niedriger und somit macht sich das unterm Strich auf der Stromrechung bemerkbar. Gegenüber einem Gerät aus dem Jahr 2002 spart man im Jahr rund 60 Euro Strom.
  • Gefriertruhen sind sparsamer im Energieverbrauch als Gefrierschränke, aus denen beim Öffnen die Kaltluft regelrecht auf den Boden abfließt.
  • Tiefkühl-Lebensmittel im Kühlschrank auftauen lassen. Das Eingefrorene wirkt nämlich wie ein Kühlakku in einer Kühltasche. Während des Auftauens braucht der Kühlschrank folglich weniger Strom, um den Inhalt zu kühlen. So wird die Energie, die zum Einfrieren gebraucht wurde, wieder an das Innere des Kühlschranks abgegeben.
  • Keine warmen oder heißen Speisen in den Kühlschrank stellen, da sonst zuviel Energie zum Kühlen der anderen Lebensmittel benötigt wird.

Energie sparen beim Waschen

  • Vorwäsche ist nur bei sehr schmutziger Wäsche notwendig.
  • Waschmaschine nur komplett befüllt laufen lassen.
  • Im Sommer ruhig die Sonne nutzen und die Wäsche auf der Leine trocknen.

Energiespartipps beim Kochen

  • Lieber das Brötchen auf dem Toaster anstatt im Backofen aufwärmen. So ist es schneller fertig.
  • Ein Schnellkochtopf macht lange Garzeiten überflüssig.
  • Auf den Wasserkocher und nicht die Herdplatte zurückgreifen. Vor allem beim Tee-Zubereiten spart das viel Energie.
  • Ein Eierkocher spart im Gegensatz zum Kochtopf 50 Prozent Strom.
  • Wenn der Warmwassererhitzer nicht mehr gebraucht wird, gilt: abschalten.
  • Bei Pfannen und Töpfen darauf achten, dass sie dem Durchmesser der Herdplatte entsprechen. Sonst wird unnötig Wärme an den Raum abgegeben.
  • Herdplatte abschalten und Restwärme nutzen, um so das Gericht fertig zu garen.
  • Der Backofen verbraucht deutlich mehr Strom als die Herdplatte. Deshalb gilt: Falls die Wahl zwischen Herd und Backofen besteht, den Herd nutzen.
  • Auf Töpfe und Pfannen beim Kochen einen Deckel legen. So wird der Kochvorgang verkürzt und Strom gespart, weil keine Hitze entweicht.
  • Backofen nicht vorheizen. In Rezepten und Kochanweisungen steht dieser Zusatz in der Regel nur, weil jeder Backofen unterschiedlich schnell aufheizt.
  • Spülmaschine lediglich voll beladen im Sparprogramm laufen lassen. Nur stark verschmutztes Geschirr vorspülen.

Energie sparen beim Heizen

  • Damit die Heizung ihre volle Leistung bringen kann, sollte sie regelmäßig entlüftet werden.
  • Die Heizung darf nicht verhängt, verkleidet oder zugestellt sein. Sonst kann sich die warme Luft nicht ausreichend im Raum verteilen.
  • Nachts die Temperatur auf 18 Grad absenken.
  • Roll- oder Fensterläden vor dem Schlafengehen schließen. Dadurch kommt es zu einem niedrigeren Energieverlust. Zudem wird so Zugluft durchs Fenster vermieden.
  • Darauf achten, dass Fugen bei Fenstern und Türen dicht sind. Bei Türen kann ein Zugluftstopper Abhilfe schaffen.
  • In ungenutzten Räumen die Temperatur absenken.

Energiespartipps beim Autofahren

  • Kurzstrecken nach Möglichkeit vermeiden und lieber zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Da freut sich die Umwelt und frische Luft ist gut für den Körper.
  • Auf ausreichend hohen Reifendruck achten. Dadurch wird der Rollwiderstand gesenkt und Sprit gespart. Bereits beim Reifenkauf sollte ein Modell mit geringem Rollwiderstand bevorzugt werden.
  • Klimaanlage und Heckscheibenheizung wirklich nur bei Bedarf einschalten, denn sie verbrauchen jede Menge Strom bzw. Sprit.
  • Unnötigen Ballast wie beispielsweise Wasserflaschen oder Altpapier aus dem Auto entfernen. Umso schwerer das Auto, desto öfter muss getankt werden.
  • Ist ein Ampelhalt in Sicht gilt: auf unnötiges Abbremsen verzichten und den Wagen ausrollen lassen. Vorausschauendes Fahren spart Kraftstoff, da auf diese Weise anschließend nicht wieder beschleunigt werden muss.
  • Der frühzeitige Wechsel in einen höheren Gang spart Kraftstoff.
  • Das Halten einer konstanten Geschwindigkeit schont die Umwelt und spart bares Geld – vor allem bei Autobahnfahrten. Falls das Auto einen Tempomat hat, kann dieser beim Halten der Geschwindigkeit behilflich sein.
  • Den Motor abstellen, sobald ein längerer Halt absehbar ist.
  • Werden Fahrräder in den Urlaub oder zu einem Ausflug mitgenommen, verbraucht das Auto mehr Sprit, wenn sie auf dem Dach anstatt im Kofferraum oder auf der Anhängerkupplung befestigt werden. Der erhöhte Luftwiderstand führt nämlich zu einem erhöhten Kraftstoff-Verbrauch. Fahrradträger oder die Skibox sollten deshalb abmontiert werden, wenn sie nach dem Urlaub nicht mehr gebraucht werden.
  • Sind die Fensterscheiben des Autos im Winter vereist, auf das Warmlaufen des Motors beim Eiskratzen verzichten. Das schadet nicht nur der Umwelt, sondern auch dem Motor, weil im Leerlauf die Ölversorgung nicht vollständig abläuft.
  • Beim sogenannten Öko-Fahrertraining gibt es jede Menge Tipps, wie man beim Fahren effektiv Benzin oder Diesel sparen kann.

Energie sparen beim Einkaufen

  • Frisches Obst und Gemüse aus der Region spart Energie beim Anbau und bei der Kühlung. Zudem fallen lange Transportwege weg, was wiederum CO2 einspart.
  • Öfter mal auf Fleisch verzichten. Der hohe Futtermittelbedarf, lange Transportwege und eine intensive Kühlung sorgen für hohe CO2-Emissionen.
  • Den Rindfleisch-Konsum reduzieren und stattdessen auf Geflügel oder Schweinefleisch zurückgreifen, denn vor allem Rinder tragen im Vergleich zu anderen Nutztieren von Natur aus durch den höheren Ausstoß von Körpergasen mehr zum Treibhauseffekt bei.
  • Beim Fleischkauf auf Ware vom heimischen (Bio-)Bauer oder Metzger zurückgreifen. Das reduziert den CO2-Ausstoß, da keine Transportwege anfallen.
  • Anstatt an der Kasse eine Plastiktüte zu kaufen, lieber einen Korb oder einen Beutel zum Einkaufen mitnehmen.

Weitere Tipps

  • Treibhaus-Emissionen lassen sich durch konsequentes Recycling von beispielsweise Papier, Dosen, ausgedienten Elektrogeräten oder Batterien senken. Rohstoffe und Herstellungsenergie werden dadurch eingespart.
  • Bleiben Fernseher, Computer, Hifi-Anlage und Co. im Stand-By-Modus, wird unnötig Strom verschwendet. Das Gleiche gilt für Handy-Ladekabel, Fön oder andere Elektro-Geräte, die ans Netz angeschlossen sind. Deshalb alle Elektrogeräte, die nicht unmittelbar im Gebrauch sind, abschalten und den Stecker ziehen.
  • Das Licht beim Verlassen des Raumes ausschalten.
  • Beim Neukauf von Haushaltsgeräten und Co. auf energiesparende Geräte setzen.
  • Hilfreiche Stromkostenchecks zu TV-Geräten, Kühlgeräten, Waschen & Spülen sowie Trocknern gibt es unter www.stromeffizienz.de.
  • Bei www.ecotopten.de gibt es praktisch nutzbare Produktempfehlungen für den Alltag.

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