Verhütung nach der Geburt

Stillen als Verhütungsmethode?

Stillen bietet keinen sicheren Schutz vor einer Schwangerschaft. Zwar setzt der Zyklus in der Stillzeit meist aus, denn der weibliche Körper produziert das Hormon Prolaktin. Dieses sorgt dafür, dass der Eisprung unterdrückt wird, allerdings nur unter folgenden Voraussetzungen:



  • Das Baby wird voll gestillt, es erhält keine andere Nahrung außer Muttermilch.
  • Das Kind wird mindestens alle vier Stunden angelegt.
  • Die einzelnen Stillmahlzeiten dauern mindestens zehn Minuten.
  • Das Baby bekommt weder einen Schnuller noch Teefläschchen.

In den ersten Monaten treffen bei vielen Frauen diese Bedingungen tatsächlich zu und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, liegt dann auch statistisch gesehen nur bei ca. 2 Prozent. Dennoch fühlen sich die meisten Frauen sicherer, wenn sie zusätzlich verhüten. Außerdem merken die meisten Frauen gar nicht, wann ihre Eierstöcke wieder eine Eizelle heranreifen lassen – die Periode findet ja erst zwei Wochen später statt. Somit kann es sein, dass eine Frau schwanger wird, bevor die erste Monatsblutung wieder eingesetzt hat.

Also: Besser auch in der Stillzeit verhüten. Denn gerade in der stressigen Babyphase kann der Gedanke an ein weiteres Baby einfach nur ein Lustkiller sein. Übrigens: Das beim Stillen ausgeschüttete Prolaktin wirkt bei vielen Frauen eher lusthemmend. Es ist also ganz normal, wenn der Wunsch nach Sex und körperlicher Zweisamkeit erst einmal in den Hintergrund rückt.

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