Taufe

Wie aus Babys Täuflinge werden

Taufe, Taufkarten
Auch wenn die Zahlen bei den Taufen rückläufig sind, stellen sie auch heute noch für viele Eltern einen wichtigen Meilenstein im Leben ihres Kindes dar. Für den christlichen Ritus müssen allerdings nicht wenige Voraussetzungen erfüllt sein. Wir werfen einen Blick auf diese und widmen uns zudem aktuellen Zahlen.

Bei der Taufe handelt es sich um einen christlichen Ritus mit langer Tradition, der in der Regel bei Säuglingen im ersten Lebensjahr vollzogen wird. Im Leben von Christen markiert sie einen wichtigen Punkt, da sie der Eingliederung in die Gemeinschaft entspricht, wobei es bei Babys die Eltern oder Taufpaten sind, welche der Taufe stellvertretend zustimmen. "Einfach so" tauft der Pfarrer der Gemeinde allerdings kein Kind, denn sowohl die Eltern als auch die Taufpaten müssen einige Voraussetzungen erfüllen. Je nach Konfession gibt es dabei zudem Unterschiede. Wir möchten im Folgenden näher auf die Voraussetzungen für eine evangelische und eine katholische Taufe eingehen – schließlich gehört mit insgesamt 57,4 Prozent ein Großteil der Menschen in Deutschland einer dieser beiden Religionsgemeinschaften an.

Wer sich bereits für die Taufe seines Kindes entschieden hat, sollte über die Vorbereitungen nachdenken, um das große Ereignis im Leben des Babys zu planen. Besonders wichtig ist dabei der richtige Zeitpunkt für die Einladung zur Taufe. Meist bietet sich dafür der Zeitraum zwischen dem dritten und achten Lebensmonat an. Mindestens einen Monat vor dem gewählten Termin sollten auch die Einladungskarten verschickt werden. Schöne und individuelle Einladungskarten können zum Beispiel online bei Meine Kartenmanufaktur gestaltet werden. Diese können auch schon gebastelt, wenn das Kind noch gar nicht auf der Welt ist. Der Entwurf wird dann abgespeichert und zum passenden Zeitpunkt fertiggestellt. Bei der Planung des Gottesdienstes ist es wichtig, sich über den Taufspruch einig zu werden. Wenn es gewünscht wird, hält meist der Geistliche eine kurze Predigt und integriert den gewählten Taufspruch in seine Ansprache. Nach der kirchlichen Zeremonie trifft man sich meist zu einer Tauffeier. Auch hierfür sollte sich rechtzeitig um eine passende Lokalität sowie um Dekoration und Essen gekümmert werden.

Eltern & Taufpaten: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Eltern, die einen Taufpaten bestimmen möchten, sollten sich diese Entscheidung gut überlegen. Der Grund: Mit dem Patenamt sind wichtige Aufgaben und Pflichten verknüpft, zu denen neben der Näherbringung des christlichen Glaubens auch die Begleitung auf dem Lebensweg zählt. Besonders kniffelig wird die Entscheidung aufgrund der Tatsache, dass längst nicht jeder liebe Mensch aus dem persönlichen Umfeld, welcher grundsätzlich für diese Aufgaben geeignet wäre, auch letztendlich bei der Zeremonie als Taufpate auftreten darf. Wie für die Eltern selbst gelten auf für Taufpaten bestimmte Voraussetzungen.

Eltern

  • Evangelische Kirche: In der evangelischen Kirche ist eine Taufe auch ohne Kirchenmitgliedschaft beider Elternteile nicht ausgeschlossen – jede Landeskirche setzt hier jedoch eigene Regelungen fest. Eltern, die den Wunsch haben, ihr Baby taufen zu lassen, sollten sich daher mit der zuständigen Gemeinde in Verbindung setzen. Im Idealfall ist jedoch mindestens ein Elternteil evangelisch getauft und Kirchenmitglied.
  • Katholische Kirche: Mindestens ein Elternteil muss Mitglied in der katholischen Kirche sein. Gehören die Elternteile unterschiedlichen Konfessionen an, müssen sie ein glaubhaftes Interesse an der Taufe sichtbar machen – dies gilt aber eigentlich für alle katholischen Taufen.

Taufpaten

  • Evangelische Kirche: Grundsätzlich wäre eine Taufe auch ohne Taufpaten gültig, jedoch lautet die Empfehlung an Eltern, mindestens zwei Taufpaten für ihr Kind zu benennen. Hierbei müssen Taufpaten über 14 Jahre alt und Mitglied einer christlichen Kirche sein, wobei im Idealfall mindestens ein Taufpate evangelisch ist. Die Patenschaft endet formal nach der Konfirmation.
  • Katholische Kirche: Die Eltern müssen einen oder zwei Taufpaten benennen, wobei das Mindestalter 16 Jahre beträgt. Als Taufpaten kommen dabei nur Personen infrage, die selbst Mitglied in der katholischen Kirche sind. Protestanten können hingegen lediglich Taufzeugen sein. Die Patenschaft endet übrigens nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Wie beliebt ist die Taufe in der heutigen Zeit?

In den europäischen Königshäusern gehört es auch heute noch zum guten Ton, seine Kinder taufen zu lassen – der letzte berühmte Täufling war die süße Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana of Cambridge. Und auch wenn die Taufe auch hierzulande für Menschen mit christlichem Glauben immer noch einen wichtigen Stellenwert einnimmt, werden in Deutschland immer weniger Babys getauft.

Die wichtigsten Gründe hierfür sind im Wesentlichen der demografische Wandel und das Wachstum der Mitglieder anderer Religionsgemeinschaften, aber auch die sinkende Zahl der Kirchenmitglieder sowie auch persönliche Gründe spielen offenbar eine Rolle, wie die Zahlen der evangelischen Kirche andeuten. So stellt etwa das Statistische Bundesamt in einer Publikation zur Entwicklung der Kirchenmitglieder in Deutschland fest, dass der Anteil der evangelischen Taufen an allen Geburten mittlerweile auf ungefähr 25 Prozent gesunken ist. Zum Vergleich: In den 1960er Jahren kamen noch fast 50 Prozent der Babys in den Genuss einer evangelischen Taufe. In den römisch-katholischen Gemeinden zeigt sich im Übrigen eine ähnliche Entwicklung.

Wer sich näher mit den aktuellsten Statistiken der Religionsgemeinschaften befassen will, kann dies in den Veröffentlichungen der evangelischen und der katholischen Kirche tun.

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