Babypause

Was nach der Geburt zu tun ist

Wiedereinstieg in den Beruf
Wenn das Baby da ist, dann gilt in den ersten Wochen die komplette Aufmerksamkeit dem neuen Erdenbürger. Doch wer in den Beruf zurück möchte, der sollte auch während der Babypause einige Vorbereitungen treffen.
Fachlich dranbleiben – auch in der Babypause

Wer sich dazu entschließt, für eine bestimmte Zeit aus dem Beruf auszusteigen und eine Babypause einzulegen, sollte dennoch weiterhin über fachliche und organisatorische Veränderungen unterrichtet sein. Dabei hilft zum Beispiel, in den abteilungsinternen E-Mail-Verteiler aufgenommen zu werden. Mama sollte ihrem Chef signalisieren, dass sie sich auch während der Babypause für Weiterbildungen interessiert. Der Wiedereinstieg nach der Elternzeit ist entspannter, wenn man nicht alles Neue auf einmal lernen muss. Die meisten Firmen sind dankbar, wenn sie in der Urlaubszeit Unterstützung bekommen. Wer sich nicht vorstellen kann, schon nach kurzer Zeit wieder regelmäßig zu arbeiten, kann durch Vertretungen während der Babypause signalisieren: Es gibt mich noch! Eine Woche Kinderbetreuung am Stück lässt sich meistens leichter organisieren.

Kontakt halten

Wer sich ab und zu im Betrieb sehen lässt – auch mit Kind – der gerät nicht in Vergessenheit. Gute Anlässe: Betriebsausflug, Sommerfest, Geburtstage. Dort erfährt man am besten, wie die Stimmung im Büro ist. Ein verlässlicher Pate, der die Mama und ihren Job gut kennt, jemand, der ehrlich informiert, ist besser als zehn vage Kontakte. Wer während der Babypause regelmäßig alle vier bis sechs Wochen mit Kollegen telefoniert, bleibt auf dem Laufenden. Hilfreich ist es auch ein Netzwerk aufzubauen, mit Kolleginnen, die ebenfalls gerade in der Babypause oder wieder frisch eingestiegen sind. Dann erfährt man aus erster Hand, wie andere den Wiedereinstieg nach der Babypause hingekriegt haben.

Wiedereinstieg mit Teilzeitarbeit nach der Babypause

Wenn Mama in die Babypause geht, gilt es zu entscheiden, ob sie während der Elternzeit ganz zu Hause bleibt, oder 15 bis 30 Stunden wöchentlich in Teilzeit weiterarbeiten möchte. Eine gewünschte Teilzeitarbeit während der Elternzeit ist sieben Wochen vor Arbeitsantritt schriftlich beim Arbeitgeber zu beantragen. Der Arbeitgeber muss dem Antrag zustimmen, wenn die Mutter mindestens sechs Monate im Unternehmen beschäftigt ist, er mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt und keine wichtigen, betrieblichen Gründe dagegen sprechen. Wer weniger als 15 Stunden pro Woche arbeiten möchte, braucht eine ausdrückliche Zustimmung des Arbeitgebers.
War Mama vor der Elternzeit in Vollzeit beschäftigt, während der Elternzeit in Teilzeit und möchte diese Teilzeitbeschäftigung beibehalten, ist erneut ein schriftlicher Antrag erforderlich.
Auch wer während der gesamten Elternzeit zu Hause war, kann einen Antrag auf Teilzeitarbeit stellen – hier gelten die gleichen Bestimmungen wie während der Elternzeit. Wichtig: Der Antrag muss dem Arbeitgeber drei Monate vor Ende der Elternzeit vorliegen.

Stillen

Mamas, die noch stillen, wenn sie wieder ins Berufsleben einsteigen, müssen sich darüber Gedanken machen, wie sie Job und stillen vereinbaren, und Details mit dem Arbeitgeber absprechen.

Kinderbetreuung

Wer beruflich wieder durchstarten will, der muss die Betreuung seines Babys bereits in der Babypause organisieren. Sobald Mama weiß, wie sie ihr Familienleben und die Berufstätigkeit gestalten möchte, sollte sie sich auf die Suche nach einer Betreuungsmöglichkeit begeben.

Krippe/Kita
Wer sein Kind in eine Krippe geben möchte, muss jetzt ganz schnell sein. Denn in vielen Krippen gibt es lange Wartelisten. Also: auf zur Anmeldung. Bei der Wahl der Krippe oder Kita spielen nicht nur die Räumlichkeiten und das Beschäftigungsangebot eine Rolle. Wichtig ist auch die Lage der Kita (auf dem Weg zur Arbeit oder nahe am Wohnort), die Öffnungszeiten und eventuelle Ferienzeiten. Wer sich für eine Kita entscheidet, der muss allerdings überlegen, was passiert, wenn das Kleine einmal krank wird und das mit dem Arbeitgeber besprechen.

Verwandte, Freunde und Nachbarn
Ein Idealfall ist es, wenn Verwandte in der Nähe wohnen und sich während der Arbeitszeiten um das Kind kümmern. Eine Alternative sind Betreuungsgemeinschaften – basierend auf Gegenseitigkeit – mit zuverlässigen Nachbarn oder Freunden. Auch hier muss sich die berufstätige Mama für Notfälle rüsten. Wird die Oma beispielsweise krank, gibt es einen Notfallpaln? Darf das Kind dann mit zur Arbeit oder springt jemand anderes ein?

Tagesmutter und Au-Pair
Eine professionelle Tagesmutter ist teuer. Der Vorteil ist, dass sie eine Pflegeerlaubnis hat und über eine pädagogische Qualifikation verfügt. Wer eine Tagesmutter sucht, kann sich an das zuständige Jugendamt wenden. Die Betreuung durch ein Au-Pair-Mädchen oder einen Au-Pair-Jungen ist eine günstigere Variante. Das Kind kann dann in seiner vertrauten Umgebung bleiben, allerdings ist die Aufenthaltsdauer des Au-Pair begrenzt und das Kleine muss sich dann wieder auf eine neue Person einstellen.

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