Fehlgeburt & Abort: Ursachen, Anzeichen, Arten

Trauriges Ereignis Fehlgeburt

Fehlgeburt
Eine Fehlgeburt ist nichts Außergewöhnliches und trotzdem jedes Mal ein trauriges Ereignis: 15 bis 20 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt, auch Abort genannt. Meist findet eine Fehlgeburt in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen statt, selten auch später. Bei einer Fehlgeburt nach der 24. Schwangerschaftswoche spricht man dann von einer Totgeburt.

Gründe für eine Fehlgeburt

Es gibt viele Gründe für eine Fehlgeburt, doch nur selten ist es möglich, die Ursachen hierfür zweifelsfrei zu klären. Der häufigste Grund für eine Fehlgeburt sind Störungen im Chromosomensatz des Fötus. Das heißt: Die Natur sorgt in diesem Fall dafür, dass aufgrund der Fehlgeburt ein krankes oder nicht lebensfähiges Kind gar nicht erst ausgetragen wird. Auch eine Gelbkörperschwäche seitens der Mutter kann zu einem Abort führen. Denn das Gelbkörperhormon (Progesteron) ist dafür zuständig, dass die Gebärmutter sich für das ungeborene Baby ausdehnt und wächst. Manchmal sind auch Fehlbildungen der Gebärmutter (Verwachsungen, Tumore oder Myome) schuld daran, wenn sich ein Ei nicht richtig in der Gebärmutter einnisten kann. Auch Krankheiten der werdenden Mutter wie z.B. Diabetes, eine Schilddrüsenüberfunktion oder Infektionen wie z. B. Chlamydien können eine Fehlgeburt auslösen. In sehr seltenen Fällen kommt es nach Unfällen oder Stürzen der Mutter zu einem Abort. Auch wenn die Mutter regelmäßig Alkohol Drogen und Zigaretten konsumiert, steigt das Risiko für eine Fehlgeburt.

Fehlgeburt durch Fruchtwasseruntersuchung?

Auch invasive („in den Körper eindringende“) pränatale Diagnoseverfahren (dazu zählen neben der Fruchtwasseruntersuchung auch die Chorionzottenbiopsie und die Nabelschnurpunktion) bergen ein Risiko für eine Fehlgeburt. Doch dies ist äußerst gering: Je nach Zeitpunkt und Art des Eingriffs sowie der Erfahrung des durchführenden Arztes liegt das Fehlgeburts-Risiko hier bei 0,5 bis 2 Prozent.

Fehlgeburt: Anzeichen und Symptome

Bei folgenden Anzeichen sollten schwangere Frauen immer sofort ihren Arzt oder ihre Hebamme kontaktieren, denn manchmal kann mit Hilfe von Medikamenten oder einer anderen Behandlung eine drohende Fehlgeburt noch abgewendet werden.

  • Blutungen
  • Starke Unterleibsschmerzen
  • Krämpfe


verschiedene Arten der Fehlgeburt

Es gibt verschiedene Formen der Fehlgeburt, sie werden danach unterschieden, ob der Fötus von alleine abgeht oder nicht bzw. wie weit der Embryo entwickelt ist. Ganz am Anfang der Schwangerschaft entstehen häufig so genannte Molenschwangerschaften. Davon wird gesprochen, wenn sich zwar die Fruchthülle entwickelt, nicht jedoch der Fötus. Lesen Sie hier mehr über diese Art der Fehlgeburt: Windei & Blasenmole: Alles über Molenschwangerschaft Bei einem so genannten verhaltenen Abort stirbt der Embryo im Mutterleib ab, wird jedoch noch nicht vom Körper abgestoßen. Folglich kommt es nicht zu Blutungen. Lesen Sie hier mehr über die verhaltene Fehlgeburt (medizinisch: missed abortion) als eine Art der Fehlgeburt.

Hebammenantworten zum Thema Fehlgeburt

Die neuesten Kommentare zu diesem Thema:
Kommentar vom 04.12.2009 15:27
hallo alle zu sammen ich habe am freitag lezter woche mein baby in der 9 ssw verloren musste zur not op ins kh ich bin fertig mit den nerven ich habe mir das kind soooo seht gewünscht :-(
Kommentar vom 14.05.2010 21:37
auch ich hatte nun inzwischen die 2. F. in der Frühschwangerschaft. Die letzte ist schon länger zurück. Es ist sehr frustrierend und zwingt mich langsam mit etwas abzuschließen, was ich mir wünsche, aber eben nicht bekomme. Ich habe noch versucht mit Ernährungsumstellung (bin Vegetarierin), Magnesium, Ei, speziellen Vitaminsäften, Folsäuretabletten schnell was auszurichten, nichts zu machen. Vielleicht hätte ich mit einfach nur gleich ins Bett legen sollen, als stärkere Blutungen einsetzten. Dann hätte ich wohl alles getan, was ich hätte machen können. Meine letzte F. ist jetzt auch ganz frisch bzw. die Mitteilung, dass da mit 30 HCG WErt nichts mehr sein kann außer einer Zyste und einem Rest. Ich mag es kaum glauben und trage noch Wunschhoffnungen, dass es vielleicht bereits gleich schon wieder zu einer neuen SS gekommen sein könnte und deswegen noch der HCG Wert von 30. Übel ist für mich, wenn ich dann schwangere sehe, die z.B. rauchen, sich kaum zu kümmern scheinen und ein Kind kriegen und meiner eine muss leer ausgehen... . Überhaupt ist es bitter auf Dauer nun mit schreienden Babys und Kinderkarren konfrontiert zu werden, finde ich. Neulich konnte ich einen Weinanfall kaum noch unterdrücken, als ich eine Bekannte mit ihrem Baby traf... .
Aber, es sollte wohl so sein und dann ist es immer besser so, warum auch immer, auch wenn ich dieses Kind so sehr wollte... .

Viel Glück, dass es ein andermal gut läuft für dich!!!
Kommentar vom 09.12.2010 19:41
hello leute! bin heute mal dazugekommen und wollte vlt leute kennen lernen die das gleiche durchgemacht oder durchmachen wie ich!!! ich bin noch jung und hatte aber in meinem leben schon 2 fehlgeburten!! dass war für mich ein schlag ins gesicht! ich weiß manchmal gar nicht wie ich damit umgehen soll! noch dazu habe ich erfahren, dass ich eine geteilte gebährmutter habe, weiß aber leider icht genau was dass alles für risiken mitnimmt! vlt kann mir wer helfen....wäre sehr dankbar darüber!

lg denise
Kommentar vom 07.02.2011 06:35
Hallo zusammen,

ich habe bereits eine Tochter und hatte gestern eine Notop in der 9. SSW. In der Nacht von Freitag auf Samstag ging es mir sehr schlecht. übelstes erbrechen und Bauchschmerzen. Am nächsten morgen dann noch leicht blutigen Ausfluß. Ich rief beim ärztlichen Notdienst an, welcher mich ins KH schickte. Ich machte mir eigentlich keine Sorgen, denn ich wusste das ganz leichte Blutungen sein können. Als die Ärztin dann Ultraschall machte und ich noch nicht auf den Bildschirm schauen konnte, wurde mir schon ganz komisch zumute. Als ich dann das Bild sah, sie mir erklärte, dass sie leider keinen Herzschlag feststellen kann, ich auch keinen sah, dann noch die Oberärztin dazu kam und dies ebenfalls bestätigte, brach für mich eine Welt zusammen. Wir vereinbarten, dass ich nochmal mit meinem Mann nach Hause gehe, das in aller Ruhe verarbeite und am Sonntag morgen wieder komme, um ein erneutes Ultraschall zu machen und gegebenenfalls eine OP durchgeführt wird. Tja, leider kam es dann auch so. Eine dritte Ärtin wurde hinzu gezogen um die Diagnose "kein Herzschlag" nochmal zu bestätigen, dann wurde ich zur op vorbereitet. Bin jetzt zu Hause. Kann überhaupt nicht schlafen. Immer wenn ich die Augen schließe, erscheint das Ultraschallbild ohne Herzschlag. Der Schmerz ist so extrem, ich weiß gar nicht, wie ich damit umgehen soll. Jetzt sitze ich am PC um mich abzulenken, dann stoß ich auf einen Bericht, wo geschrieben ist, dass evtl. noch hätte abwarten sollen mit der OP. Manchmal sieht man den Herzschlag noch nicht. Jetzt mache ich mir den Kopf, ob dies alles falsch war. Aber der Embrio war schon so deutlich zu sehen und bei meiner ersten Tochter sah man in der 7. SSW Woche schon einen wahnsinns Herzschlag. Mache ich mich unnötig verrückt? War es falsch, hätte ich nochmal zu meiner Frauenärztin sollen?

LG samikue
Kommentar vom 23.02.2011 14:39
Hallo samikue,

tut mir sehr leid, dass du deinen kleinen Stern verlohren hast. Mir ist das zum Glück nicht passiert. Ich glaube 3 Ärtze können sich nicht täuschen. Es war schon richtig so. Ich hoffe, du schaffst das alles zu verarbeiten. Es ist sehr schwer. Ich fühle mit dir.

Liebe Grüße

verraph

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