Fehlgeburt ohne Ausschabung

Alternativen zur Küretagge

Fehlgeburt ohne Ausschabung
Sobald die traurige Diagnose „Fehlgeburt“ gestellt ist, erfolgt meist der ärztliche Rat zu einer Ausschabung. Doch es gibt auch Alternativen. Je nach dem, wie die Frau mit der Situation umgeht und wie sie sich fühlt, ist auch ein natürlicher Abgang oder eine medikamentöse Einleitung möglich.

Natürlicher Abgang

Manche Frauen wollen den Verlust der Schwangerschaft schnell hinter sich bringen und wählen daher nach einer Fehlgeburt die Ausschabung. Andere wiederum wünschen sich noch ein wenig Zeit und ziehen einen natürlichen Abgang der Ausschabung vor.

Bei einem natürlichen Abgang wird abgewartet, bis der Körper durch das Absinken des Schwangerschaftshormons HCG den Schwangerschaftsabbruch registriert und die nötigen Prozesse in Gang setzt. Bis der natürliche Abgang stattfindet, können einige Tage oder Wochen vergehen. Dabei hat die Frau Zeit, sich mit ihrem Körper auseinanderzusetzen und die Veränderungen bewusst wahrzunehmen. Vielen Frauen hilft das bei der Trauer und der psychischen Verarbeitung einer Fehlgeburt.

Ein natürlicher Abgang äußerst sich körperlich mit Bauchkrämpfen und Blutungen, die denen einer Regelblutung gleichen oder etwas stärker sind. Hin und wieder sind kleine Reste einer Fruchtblase oder Ähnlichem zu erkennen. Je nach dem, wie weit die Schwangerschaft fortgeschritten war, fallen die Symptome und Anzeichen mehr oder weniger stark aus.

Ein natürlicher Abgang läuft neben den Schmerzen und den Blutungen meist problemlos ab. Sollten die Blutungen jedoch sehr stark sein, länger als zehn Tage andauern oder mit Fieber einhergehen, muss dringend ein Arzt aufgesucht werden. Oftmals sind das Anzeichen dafür, dass Schwangerschaftsreste zurückgeblieben sind, die zu Entzündungen und anderen Komplikationen führen können. In solchen Fällen ist eine Ausschabung meist unvermeidbar.

Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich auch bei einem natürlichen Abgang von einer Hebamme oder einem Arzt begleiten zu lassen.

Medikamentöse Einleitung

Um den Vorgang eines natürlichen Abgangs gezielt in Gang zu bringen, ist eine medikamentöse Einleitung möglich. Dabei werden der Frau Medikamente verabreicht, die dabei helfen, Schwangerschaftsreste auszustoßen. Wie bei einem natürlichen Abgang, kann das jedoch einige Tage dauern. Eine Begleitung sowie die Nachkontrolle durch einen Arzt, sind bei der medikamentösen Einleitung unumgänglich.

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