Alkoholfrei durch die Schwangerschaft

Was, wenn der Verzicht schwer fällt?

Alkoholfrei durch die Schwangerschaft
In einer Gesellschaft, in der ein Glas Wein zum Abendessen oder ein Feierabendbier zum Alltag dazu gehören, fällt eine Alkoholabstinenz nicht immer leicht. Schwangere, die wehmütig an den kleinen Schwips auf der tollen Party vor ein paar Monaten zurückdenken, brauchen deswegen kein schlechtes Gewissen zu haben.

Sie sollten sich aber unbedingt ins Gedächtnis rufen, wie positiv sich ein konsequenter Verzicht auf die Gesundheit ihres Babys auswirkt. Jede Entscheidung gegen ein alkoholisches Getränk ist daher genau die richtige Entscheidung. Dafür kann man sich dann zum Beispiel mit einer gesünderen Leckerei belohnen, wie etwa einem fruchtigen Smoothie oder einer heißen Schokolade.

Hilfreich ist es für viele Schwangere auch, wenn sich der Partner solidarisch zeigt und ebenfalls auf Alkohol verzichtet. Dadurch fühlt man sich auch als werdende Mama bei Feierlichkeiten nicht außen vor gelassen, wenn man nicht mittrinkt. Die Schwangerschaftsmonate sind außerdem eine gute Gelegenheit, mehr Zeit miteinander zu verbringen und sowohl gemeinsam als auch alleine neue Freizeitaktivitäten auszuprobieren.

Trotz aller Bemühungen gelingt es nicht jeder schwangeren Frau, abstinent zu bleiben. In der bundesweiten KiGGS-Studie 2007 gaben 14 Prozent der befragten Frauen an, dass sie in ihrer Schwangerschaft gelegentlich Alkohol getrunken hatten. Die Hemmschwelle, sich jemandem anzuvertrauen, ist dabei groß. Wenn man das Gefühl hat, nicht aus eigener Kraft auf Alkohol verzichten zu können, sollte man sich aber nicht von Scham- und Schuldgefühlen davon abhalten lassen, Unterstützung zu suchen – dem Baby zuliebe. Frauenärzte, Hebammen, aber auch das örtliche Frauengesundheitszentrum oder Beratungsstellen wie Pro Familia stehen gerne für persönliche Gespräche bereit. Eine telefonische Beratungshotline bietet auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Darüber hinaus können sich Schwangere jederzeit anonym auf der Beratungsplattform „IRIS“ anmelden und an einem 12-Wochenprogramm teilnehmen, das sie dabei unterstützt, ihren Alkoholkonsum Schritt für Schritt zu reduzieren.

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