Kopfschmerzen Schwangerschaft

Wenn der Kopf brummt

Kopfschmerzen Schwangerschaft
In der Schwangerschaft muss sich der gesamte Körper umstellen. Besonders zu Beginn können deshalb oft Kopfschmerzen auftreten. Wir erklären euch, warum es zu Kopfschmerzen in der Schwangerschaft kommt, wann es sich um Migräne handelt, was ihr gegen die Beschwerden tun und wie ihr ihnen vorbeugen könnt.

Ursachen für Kopfschmerzen in der Schwangerschaft

Der Östrogenhaushalt (Östrogene sind weibliche Geschlechtshormone, die unter anderem den Zyklus steuern) wird in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft komplett umgestellt. Diese Hormonumstellung hat häufig Kopfschmerzen zur Folge. Ab dem vierten Monat stabilisiert sich der Östrogenhaushalt jedoch und die Kopfschmerzen verschwinden meist von ganz allein.

Es gibt aber auch andere Faktoren, die zu Kopfschmerzattacken führen können:

  • Stress
  • Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • falsche Ernährung und zu niedriger Blutzuckerspiegel
  • Flüssigkeitsmangel – wenn zu wenig getrunken wird, werden die Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was zu Kopfschmerzen führen kann
  • Überanstrengung
  • zu wenig Sauerstoff
  • zu wenig Bewegung
  • Schwangerschaftserkrankungen wie Eklampsie (Eklampsie führt zu Krampfanfällen)
  • Erkältungskopfschmerzen
  • Migräne

Migräne in der Schwangerschaft

Es gibt insgesamt über 200 Arten von Kopfschmerzen. Dabei ist Migräne neben Spannungskopfschmerzen eine der häufigsten Formen. Es lässt sich leicht unterscheiden, unter welcher dieser zwei Arten man leidet. Während Bewegung an der frischen Luft sehr gut gegen Spannungskopfschmerzen hilft, brauchen Menschen mit Migräne eher Ruhe und Entspannung. Bewegung verschlechtert ihren Zustand meist. Auch am Schmerz selbst lassen sich beide Arten auseinander halten. Spannungskopfschmerzen betreffen den ganzen Kopf, während die Migräne in der Regel nur einseitig auftritt. Spannungskopfschmerzen sind häufig dumpf und drückend, die Migräneschmerzen dagegen pochend und pulsierend. Außerdem hat die Migräne typische Begleiterscheinungen wie erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit, die sich oft schon einige Zeit vor dem Auftreten der eigentlichen Migräne zeigen.

Die Ursachen für Migräne sind nicht genau bekannt. Man weiß, dass es unter anderem eine genetische Veranlagung oder eine Art Entzündung der Hirnhaut bzw. des Hirngewebes sein kann. Häufig spielen bestimmte Faktoren als Auslöser, sogenannte Trigger, eine Rolle, z.B. Stress oder Schlafmangel. Diese Trigger sind aber von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

In der Schwangerschaft geht die Migräne meist zurück, denn der Östrogenspiegel steigt an. Dies hat einen entspannenden Effekt, wodurch bei den meisten Frauen, die vor der Schwangerschaft unter Migräne litten, die Schmerzen abnehmen. Nach der Geburt sinkt der Hormonspiegel allerdings wieder, so dass die Migräne zurückkommen kann. Stillen jedoch hilft, den Östrogenspiegel konstant zu halten und schützt die Frau so über die Schwangerschaft hinaus.

Was tun bei Kopfschmerzen in der Schwangerschaft?

Eine Schwangere sollte immer erst einmal mit natürlichen Mitteln gegen Kopfschmerzen vorgehen, denn die Medikamente können auf das Kind übergehen und so die Entwicklung beeinträchtigen.

Gegen Kopfschmerzen in der Schwangerschaft hilft:

  • Trinken – häufig wird nicht genug getrunken, deshalb sollte bei den ersten Anzeichen von Kopfschmerzen sofort ein Glas Wasser getrunken werden
  • Entspannung – Methoden wie autogenes Training, Yoga oder Muskelentspannung können helfen, die Beschwerden zu lindern
  • Ätherische Öle wie Pfefferminzöl (2 Tropfen) mit etwas Olivenöl (1 Esslöffel) mischen und auf Stirn und Nacken reiben
  • warme Füße – ein wärmendes Fußbad regt den Stoffwechsel an, wirkt entspannend und hilft besonders bei Migräne
  • kalter oder warmer Waschlappen – je nachdem, was als angenehm empfunden wird, kann ein kalter oder warmer Waschlappen auf den Kopf gelegt werden
  • Massagen
  • Akupunktur

Kopfschmerzen in der Schwangerschaft vorbeugen

Man kann Kopfschmerzen sehr gut vorbeugen. Diese Maßnahmen helfen euch:

  • viel Trinken, am besten zwei Liter am Tag
  • Bewegung: Viel Bewegung kann sich positiv auf den Körper auswirken und so helfen, dass erst gar keine Kopfschmerzen entstehen. Dabei tut sowohl Sport als auch ein Spaziergang an der frischen Luft gut
  • Sauerstoff: Schwangere sollten möglichst oft an die frische Luft. Dies stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern wirkt auch vorbeugend gegen Kopfschmerzen. Wer den ganzen Tag im Büro sitzt, sollte immer wieder mal Stoßlüften
  • regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus: besonders wer unter Migräne leidet, sollte darauf achten, einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus zu haben
  • Stress vermeiden
  • immer wieder bewusst Entspannungsinseln schaffen oder Entspannungsmethoden wie Autogenes Training anwenden
  • um einem niedrigen Blutzuckerspiegel entgegen zu wirken, der Kopfweh zur Folge haben kann, sollte die Schwangere regelmäßig kleine und gesunde Snacks zu sich nehmen

Achtung! Werden die Kopfschmerzen so stark, dass sie mit schwerem Erbrechen einhergehen, sollte die Schwangere dringend ihren Arzt aufsuchen. Mit ihm kann besprochen werden, ob zum Schutz von Mutter und Kind doch bestimmte Medikamente verschrieben werden können.

Besondere Vorsicht ist außerdem geboten, wenn plötzlich heftige Kopfschmerzen auftreten. Dies könnten Anzeichen eines gefährlich erhöhten Blutdrucks, einer sogenannten Präeklampsie, sein.

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