Chorionzottenbiopsie

Die Plazentauntersuchung

Chorionzottenbiopsie
Die Chorionzottenbiopsie, auch Plazentauntersuchung genannt, kann bereits zwischen der elften und zwölften Schwangerschaftswoche durchgeführt werden. Diese invasive Methode dient dazu, verschiedene Chromosomenveränderungen oder genetisch bedingte Krankheiten beim Baby festzustellen. ©iStock.com/liseykina

Ablauf der Chorionzottenbiopsie

Vor der Untersuchung erfolgt eine gründliche Ultraschalluntersuchung des Embryos. Zur Entnahme des kindlichen Gewebes, die unter sterilen Bedingungen stattfindet, wird der Schwangeren unter Ultraschallkontrolle eine dünne Punktionsnadel durch die Bauchdecke gestochen und bis in die Plazenta geführt. Aus ihr werden einige Zellen entnommen. Der Eingriff dauert ungefähr eine halbe Minute. Die ersten Ergebnisse liegen bereits nach ein bis zwei Tagen vor. Zur Kontrolle wird eine Langzeitkultur angelegt, deren Ergebnisse nach rund zwei Wochen vorliegen. Die Untersuchung ist für das Ungeborene allerdings nicht ganz risikofrei. Es gibt eine Fehlgeburtsrate von 0,5 bis 2 Prozent. Sind in der Frühschwangerschaft Blutungen oder Kontraktionen aufgetreten, sollte diese Untersuchung nicht durchgeführt werden.

Übrigens:
Die Fehlgeburtsrate bezieht sich immer darauf, wie oft der jeweilige Arzt die Untersuchung durchgeführt hat. Fragt also nach, welche Erfahrungen euer Frauenarzt bisher gesammelt hat.

Wann eine Chorionzottenbiopsie durchgeführt werden kann

Zur Feststellung von:

  • Chromosomenveränderungen (z. B. Down-Syndrom) und Erbkrankheiten
  • Stoffwechselstörungen (z. B. Mukoviszidose)
  • Immundefekte
  • Muskelerkrankungen
  • geschlechtsgebundene Krankheiten (z. B. Bluterkrankheit)
Untersucht werden können Schwangere,

  • die älter als 35 Jahre sind
  • die bereits eine Schwangerschaft mit Chromosomenstörungen hatten
  • bei denen eine Veranlagung für vererbbare Erkrankungen besteht

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