Nabelschnurpunktion

Die Cordonzentese

Nabelschnurpunktion
Die Nabelschnurpunktion oder Cordozentese (Chordozentese) dient der Erkennung von Infektionen (z.B. Ringelröteln) oder einer Blutgruppenunverträglichkeit zwischen Mutter und Kind (Rhesus-Inkompatibilität) und kann ab der 18.-20. Schwangerschaftswoche vorgenommen werden.
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So läuft die Nabelschnurpunktion ab

Der Arzt entnimmt mit einer feinen Nadel eine geringe Menge Blut aus der Nabelschnurvene. Eine örtliche Betäubung der Mama ist für diesen Eingriff nicht nötig. Die Untersuchung erfolgt unter ständiger Ultraschallkontrolle und dauert in der Regel nur wenige Minuten. Die im Blut befindlichen kindlichen Zellen werden anschließend im Labor auf mögliche Erkrankungen untersucht. Bis die Untersuchungsergebnisse vorliegen, vergehen wenige Tage. In manchen Fällen dauert es sogar nur wenige Stunden. Sollten dem Ungeborenen Medikamente oder Bluttransfusionen infolge von einer Ringelröteln-Infektion oder einer Blutgruppenunverträglichkeit zugeführt werden müssen, ist dies ebenfalls mit einer Nabelschnurpunktion möglich.

Die Untersuchung wird selten durchgeführt und nur dann angewandt, wenn eine vorangegangene Fruchtwasseruntersuchung keine ausreichenden Informationen über die Gefährdung des Kindes erbracht hat. Die Fehlgeburtsrate beträgt bei dieser Untersuchungsmethode etwas mehr als ein Prozent, hängt jedoch auch immer von der Erfahrung des durchführenden Arztes ab. Wird die Nabelschnurpunktion auf Anraten des Arztes durchgeführt, kommen die Krankenkassen für die Kosten auf.

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