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Erfahrungsaustausch: Fehlgeburten (MA)

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  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Eintrag vom 31.08.2007 08:15
    Hallo zusammen! Da ich hier im Forum immer wieder lese, dass es einigen so geht wie mir, würde ich gerne einmal eine Art Erfahrungsaustausch zum Thema Fehlgeburten bzw. MA starten. Ich selber hatte im Dezember letzten Jahres eine MA und jetzt vor einer Woche wieder. Das erste Mal in der 9. SSW und jetzt in der 10. SSW. Nun bin ich natürlich ziemlich verzweifelt und habe Angst vorm "nächsten Mal". Wer hat ähnliches erlebt und welche "Maßnahmen" habt ihr ergriffen? Über Tipps und Ratschläge von Gleichgesinnten würde ich mich sehr freuen! Bin übrigens 32 Jahre alt und es wäre mein erstes Kind. Sowohl mein Partner als auch ich haben uns bereits beim FA bzw. Urologen untersuchen lassen und von demher ist eigentlich alles i.O.. LG, die gewitterhexe
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  • rikenitsche@gmx.de
    Superclubber (130 Posts)
    Kommentar vom 31.08.2007 10:49
    Hallo gewitterhexe, erstmal tut es mir leid das du das baby verloren hast. Voll scheisse!!! Darf ich mal fragen was MA ist? Ich kenne mich leider nicht damit aus. Wünsche mir auch schon seit über einem jahr ein baby aber es will nicht klappen deswegen frage ich neugierig nach. Lg. Mareike
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 31.08.2007 14:11
    Hallo Mareike! MA steht für Missed Abortion - also verhaltene Fehlgeburt. Wir "üben" jetzt alles in allem schon seit eindreiviertel Jahren und - wie man sieht - hat es letztendlich auch noch nicht geklappt. :-( Nehme schon fast zwei Jahren Folsäure und habe vor meiner letzten SS in der ersten Zyklushälfte Pulsatilla-Globuli zur Anregung des Eisprungs genommen. Aber wie man sieht, ist das auch kein Garant. Deshalb bin ich ja auf der Suche nach weiteren Tipps, was man tun kann. Als nächstes gehe ich erst einmal in einen "Entspannungskurs", damit ich auch gedanklich mal etwas ruhiger und gelassener werde. Nimmst du denn auch Folsäure o.ä.? LG, die gewitterhexe.
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  • uhlmichaela@online.de
    Gelegenheitsclubber (18 Posts)
    Kommentar vom 31.08.2007 19:19
    hallo alle zusammen,
    ich weiß auch nicht ob ich mein baby behalten darf..............ich bin in der 16 SSW und letzte Woche wurde bei mir festgestellt das ich zwei Babys im bauch habe.......eines davon nicht lebensfähig und ohne Kopf aber es wird von dem gesunden mitversorgt....................
    Antwort
  • marina_klispie@yahoo.de
    Gelegenheitsclubber (25 Posts)
    Kommentar vom 31.08.2007 22:08
    hallo ihr lieben. ich hatte auch eine fehlgeburt vor ca. 11 tagen war aber erst in der 6 ssw und ich muss sagen das es mir soweit besser geht auch wenn ich die ersten paar tage sehr darunter geliten hatte. @gewitterhexe ich finde schon sehr schlimm wenn einem so etwas passiert aber das es dir gleich zweimal passieren musste. das tut mir sehr leid. ich hoffe das es dir/euch beim naechsten mal gelingt, man sagt ja alle guten dinge sind immer drei mal. und @benlena ich wuensch dir auch alles gute aber geb die hoffnung nicht auf solange dein anderes baby noch gesund ist. die aerzte werden schon wissen was sie machen. ist schon eine schwere zeit wo du jetzt durch musst aber das schaffst du und deine baby bestimmt. liebe gruesse marina
    Antwort
  • rikenitsche@gmx.de
    Superclubber (130 Posts)
    Kommentar vom 01.09.2007 14:38
    Hallo gewitterhexe, also ich nehme schon seit wir uns für ein baby entschieden haben folsäure. Also jetzt knapp 1 jahr jetzt!
    Ich habe am Montag ein termin bei meinem FA und da werde ich erstmal tabletten bekommen damit meine männlichen hormone weg gehen. Mal sehen was das bringt!!!
    @ benlena, tut mir leid was da mit dem einen baby ist, sowas habe ich noch nie gehört das ein baby im bauch keinen kopf hat, das es überhaupt sowas gibt ist schon heftig und traurig. Aber wenn es dem einen baby gut geht dann freu dich darauf. Wünsche dir alles gute. L.g. Mareike
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 03.09.2007 13:47
    Hallo zusammen! @benlena: Ich drücke dir auf jeden Fall ganz, ganz doll die Daumen, dass bei dir weiterhin alles gut verläuft und wenigstens das eine Baby durchkommt! @Mareike: Das mit der Folsäure ist wohl wirklich sehr wichtig! Soll angeblich auch gegen Fehlgeburten helfen... - Hat bei mir in dem Fall ja nicht wirklich was gebracht, leider. :-( Aber die Ärzte im KH meinten schon, dass ich ja wenigstens schon mal den großen Vorteil hätte, dass ich überhaupt schwanger werde... Ob das ein wirklicher Trost ist, weiß ich nicht... Ich weiß nicht, was schlimmer ist: wenn man erst gar nicht schwanger werden kann oder wenn man sein Kind zweimal innerhalb von einem Dreivierteljahr in der 9., 10. SSW verliert? Wie machen sich denn zu viele männliche Hormone bemerkbar (*indiskret frag*)? LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • enke-weida@t-online.de
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 03.09.2007 21:04
    Hallo Gewitterhexe, ich habe auch zu viele männliche Hormone. Sind gerade beim "Basteln" unseres zweiten Kindes.Mein FA erklärte mir, das Frauen mit zu vielen männlichen Hormonen mehr maskulin aussehen, sozusagen die "Mannsweiber" sind.Er grinst dabei und meinte, dass ich eigentlich gar nicht so aussehen dürfte, wie ich nunmal aussehe, da ich doch sehr weiblich bin. Das einzige eo ich es merke ist, an einem kleinen Damenbart, der aber nicht so super sichtbar ist. Über meiner Oberlippe sind mehere helle Häarchen als bei amderen Frauen und ich muss mich an den Beinen öfter rasieren, da dort dunkle Haare schnell nachwachsen. Ich hoffe das klang nicht zu abschreckend.
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 04.09.2007 08:17
    Hallo Nadin! Ich überlege gerade, ob deine Erklärung über männliche Hormone evtl. auf mich zutreffen könnte?! Damenbart habe ich eigentlich nicht und wenn auch nur helle Härchen. Da ich nicht weiß, wie oft sich Frauen, die "normale" Hormone haben, an den Beinen rasieren müssen, kann ich nicht beurteilen, ob ich mir die Beine öfter rasieren muss. Hmm... Ich weiß nur, dass ich als Kind immer ein Junge sein wollte, lieber mit Autos als mit Puppen gespielt habe und mich gefreut habe, wenn ich von fremden Leuten auch als einer behandelt wurde ("Der junge Mann ist als nächstes dran." ;-)) Aber ob das ein Indiz sein könnte? Wie stellt man das denn fest, auch durch Blutuntersuchungen? Oh Mann, mein Freund würde jetzt wieder sagen "Mach dir nicht so viele Gedanken, lass es doch einfach auf die zukommen und warte es ab!" Recht hat er ja, aber wir Frauen wollen nunmal wissen, woran es liegen kann, dass es einfach nicht klappt. Und wir Frauen sind es, die (wie in meinem Fall) ihr Kind früh verlieren und viel mehr trauern als die Männer, weil eine ganz andere, tiefere Beziehung zu dem kleinen Wurm da war! Ich finde es einfach nur traurig, dass es bei den Frauen, die sich so sehr ein Kind wünschen, einfach nicht klappen will... Das ist doch ganz schön ungerecht. LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • enke-weida@t-online.de
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 04.09.2007 12:00
    Hallo gewitterhexe, mein FA hat mir das mit den zuvielen männlichen Hormonen gesagt, als ich bei ihm als junges Mädchen eine Blutgruppenanalyse machen lies. Sowas kann man nur durch eine Blutuntersuchung feststellen. Kannst ja deinen FA beim nächsten Mal darauf ansprechen. Ich bin immer noch am rechnen, warum ich sooft meine Regel in letzter Zeit bekomme. Es waren immer gerade mal 13 und 9 Tage dazwischen. Naja, ich muss mich glücklich schätzen, ich habe eine gesunde süße Tochter. Sie möchte UNBEDINGT große Schwester werden und fragt nun immer, wann denn das Baby in meinen Bauch krabbelt. Wenn´s so einfach wäre. Alles Liebe Nadin.
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 04.09.2007 13:51
    Das mit deiner Mens ist ja wirklich ziemlich seltsam. So oft? Hmmm... Wie alt ist denn deine "Große"? LG
    Antwort
  • suhnolum@web.de
    Gelegenheitsclubber (25 Posts)
    Kommentar vom 05.09.2007 14:17
    hallo gewitterhexe, habe dir unter @gewitterhexe was geantwortet.lieben gruß vom suhnolum
    Antwort
  • enke-weida@t-online.de
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 05.09.2007 14:36
    Hallo gewitterhexe, meine Tochter Lara ist im Juni 3 Jahre geworden. Ich selbst frage mich oft wo diese 3 Jahre hin sind. Seit dem sie da ist vergeht die Zeit fast doppelt so schnell. Lieben Gruss Nadin
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 06.09.2007 08:35
    Hallo ihr Lieben! Also, ich war gestern nochmal im KH, um feststellen zu lassen, ob nochmal nachkurretiert werden muss: gottseidank nicht! Das Blutgerinnsel hat sich aufgelöst und ich bin geheilt! ;-) Allerdings habe ich ein längeres Gespräch mit der FÄ dort geführt. Sie hat mir geraten, noch keine humangenetische Beratung oder sonstige Behandlungen in Angriff zu nehmen. Das würde nur zusätzlich verunsichern und man macht sich unnötig Stress. Sie würde die zwei FG noch unter "Schicksal" abstempeln. Außerdem hat sie mir geraten, mir nicht so viele Gedanken zu machen, nicht jeden Zyklus zu kontrollieren, Temperatur zu messen, Ovulationstests zu machen oder, oder, oder... Sondern einfach "zu leben" und nicht daran zu denken, dass ich mir ja eigentlich nichts sehnlicher wünsche als bald wieder ss zu werden. Das war natürlich im ersten Moment harter Tobak. Wie soll ich denn meine Gedanken abstellen? Und wie lange soll ich denn noch warten, wenn ich nichts mehr kontrolliere und es "auf blauen Dunst" versuche"? Wir üben doch schon fast zwei Jahre... :-( Ich habe mir schon vorgenommen, ihren Rat zu befolgen, denn Recht hat sie ja im Prinzip, aber leicht wird das nicht, nicht ständig "daran" zu denken. Ich bin gespannt, wie lange ich das durchhalte, bis ich wieder anfange, meine Tempi zu messen oder den LH-Wert zu testen... Meinem Freund würde ich das natürlich nicht sagen, denn der fühlte sich durch den Ratschlag der FÄ natürlich bestätigt ("Siehste, hab ich dir doch gesagt!" *grins*). Ich habe nur Angst, dass ich es weiterhin versuche und es wieder nicht klappt und dann wird erst getestet, woran es liegen kann. Und wer weiß, wieviel Zeit (Monate, Jahre?) bis dahin wieder vergangen sind? Ich frage mich nur, warum das alles so kompliziert sein muss, warum kann man nicht einfach so schwanger werden und alles ist gut? ;-) LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • enke-weida@t-online.de
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 06.09.2007 11:11
    Hallo gewittterhexe, die Frage, warum man nicht einfach ganz leicht schwanger werden kann ,stellen sich sicher viele Frauen, bei denen es nicht klappt. Ich stelle es mir auch ganz doll schwer vor, ide Gedanken an ein Baby nach hinter zu drängen und einfach zu leben, so wie es dir dir FÄ geraten hat.
    Einfach zu leben . das ist leichter gesagt als getan. sie hat sicher schon ein Kind und kann das gar nicht so nachfühlen. ich bin ja auch ganz glücklich über meine Tochter, umso mehr wünsche ich dir, dass du die vielen Glücksgefühle die man hat, wenn man ein Baby in sich trägt und wenn es dann erst da ist, auchh bald hast. es ist einfach wunderbar. ich schaue meine Tochter sooft an und denke: "mein gott wie liebe ich sie." So eine tiefe Liebe kann man, glaube ich, nur zum eigenen Kind spüren. Ich sage ihr natürlich auch bganz ost, wie lieb ich sie habe und wenn dann zurück kommt: "Ich habe dich auch lieb, Mama." muss ich aufpassen, dass mir nicht gleich die Tränen kommen. Oh, sorry, ich schwärme dir hier was vor. Ein Sprichwort sagt:Woran immer du glaubst, du kannst es erreichen. Also denke ruhig an ein Baby und glaube daran, umso mehr wird es im Unterbewußtsein gespeichert und das hat doch angeblich ganz viel zu sagen.Alles Liebe. Nadin
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 07.09.2007 13:32
    @Nadin: die FÄ, die mich im Krankenhaus untersucht hat, ist zur Zeit im 7. Monat schwanger!!! Umso leichter reden hat sie natürlich. Und einen Sohn von vier Jahren hat sie auch schon. Ja, und jetzt ist sie 39 Jahre und "wie Sie sehen, auch dann kann man noch problemlos Kinder kriegen, Sie mit Ihren 32 können ohne weiteres noch 3-4 Kinder bekommen, und Angst hat man als Mutter immer, auch wenn das Kind da ist, bleibt diese Angst, bla bla bla..." Für jemanden wie unsereins, der innerhalb von 10 Monaten zweimal ein Kind verloren hat, kommen solche Bemerkungen schon sehr unglaubwürdig - fast ironisch - rüber. Obwohl ich schon denke, dass sie es mich einfach nur beruhigen wollte, das war schon ernst gemeint. Aber trotzdem doof: Du sitzt da vor deiner Ärztin, die eine dicke Kugel vor sich herschiebt und dir sowas erzählt... Na ja, auch das habe ich überlebt und hoffe, dass ich auch irgendwann einmal dieses Glücksgefühl erleben darf, mein Kind in den Armen zu halten und in seine leuchtenden Augen zu sehen. Und ich bin mir ganz, ganz sicher, dass dieser Wunsch in Erfüllung gehen wird! LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • scheitz@web.de
    Gelegenheitsclubber (13 Posts)
    Kommentar vom 08.09.2007 06:20
    Hallo Gewitterhexe!
    Ich kann dich gut verstehen. Hatte im Aug.06 in der 10.Woche und im Dez. 06 in der 7.Woche eine FG mit AS.Beim 2. mal wurde mir von meinem FA gesagt, dass es vielleicht am kurzen Abstand zur 1. FG lag. Er konnte sonst keine Auffälligkeiten von dem eingeschickten Gewebe feststellen. Ich bin 31 und wir verhüten bis jetzt mit Kondom, weil ich ziemliche Angst habe, dass es wieder passiert. Mein Mann sagt auch zu mir, grübel nicht so viel, aber das ist leicht gesagt oder? Ich habe bereits einen Sohn von 6 Jahren und die Meinungen einiger Leute (sei froh, du hast doch ein gesundes Kind) k..... mich wirklich an. Ich weiß auch noch nicht, wann wir es und ob ich es noch einmal versuchen möchte, da die Angst vor einer erneuten AS bei mir richtig doll ist. lg minke
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 10.09.2007 08:16
    Hallo Minke! Die Angst, die du hast, kenne ich nur zu gut! Mein Partner und ich müssen ja jetzt erst mal noch eine Zwangspause von 2 Monaten einlegen. Aber wenn wir dann wieder anfangen zu üben, werde ich wahrscheinlich noch mehr Angst haben. Wobei ja genau das auch nicht richtig ist. Durch diese Angst versetzt man sich wieder nur unnötig (?) in Stress und das ist für eine SS ja auch keine gute Voraussetzung. Wie gesagt, im Moment habe ich noch gut reden, die zwei Monate sind ja noch nicht um. Aber ich weiß jetzt schon, dass ich danach wieder anfange zu rechnen und zu hoffen, mich selbst unter Druck zu setzen und dann total enttäuscht bin, wenn die Mens kommen und es nicht geklappt hat. Ich kann nicht verstehen, wie man nach zweijähriger Übungszeit noch "cool" bleiben kann und sich nicht so viele Gedanken machen kann. Mit 20, Mitte 20 vielleicht, aber mit 32 ist das schon schwieriger (finde ich)... Dass dich die Sprüche der anderen von wegen "ihr habt doch schon ein gesundes Kind" nerven, verstehe ich nur zu gut. Ist ja bei uns nicht viel anders. Wir haben zwar noch kein Kind, aber die Sprüche sind ähnlich. "Bei denen und denen hat es auch so lange gedauert", "Die und die hatte sogar sieben Fehlgeburten, bis es endlich geklappt hat", "Ihr habt doch noch Zeit, macht euch mal keinen Stress" und und und... Es nervt! Im Moment weiß ich leider auch noch nicht, was ich tun soll, damit ich mir nicht so viele Gedanken mache. Ob ich mich wirklich mal humangenetisch beraten lassen soll oder erst mal nicht. Habe nächsten Montag nochmal einen Kontrolltermin bei meiner FÄ, da werde ich noch mal ein ausführliches Gespräch mit ihr führen. Vielleicht hat sie ja noch einen guten "Tipp" für mich?! Wünsche dir auf jeden Fall auch weiterhin die nötige Gelassenheit :-) & LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • sonjanaujoks@gmx.de
    Superclubber (327 Posts)
    Kommentar vom 11.09.2007 13:19
    Hallo ihr Lieben,
    möchte gerne meine Erfahrung mit meiner FG mitteilen. Ich entschuldige mich jetzt schon mal, da es lang werden könnte ;-)

    Hatte im Juni 2004 eine FG in der 11./12. SSW mit AS.
    Die FG hat mir eh schon den Boden unter den Füßen gerissen, aber was ich dann erleben mußte, war echt nicht zu überbieten!
    Die AS wurde von meinem Frauen in einer anderen Praxis ambulant gemacht. Es war so furchtbar, denn mein damaliger Freund wurde bereits am Eingang von der Schwester weggeschickt und ich wurde wie Vieh zur Schlachtbank gebracht. Im sogenannten Aufwachzimmer mußte ich erstmal warten und es kamen noch zwei Frauen hinzu, die zur Abtreibung dort waren. Was sollte das? Ich habe mein Kind verloren und die wollten ihres nicht haben....ich war schockiert. Ich sollte als zweites dran sein. Während die erste Frau im OP-Raum war, konnte ich alles mitanhören. Diese schrecklichen Aussauggeräusche. Ein Leben einfach so weggesaugt und ausgespült. Habe hysterische Anfälle bekommen. Konnte leider nicht weg, da ich ein Beruhigungsmittel bekam. Ich war wie gelähmt. Noch heute packt mich das Gruseln, wenn ich an den Gyn.Stuhl denke, an den ich quasi gefesselt wurde, bei fast vollem Bewußtsein und der Frauenarzt mir die Unterhose auszog. Dann rammte mir der Narkosearzt die Spritze in den Arm und ich habe nichts mehr mitbekommen.
    Dieses Erlebnis hat mich so fertig gemacht, daß ich mich nach einiger Zeit in psychologischer Behandlung begeben mußte. Ich habe versucht mich zu Tode zu hungern. Einen Monat später hat mich dann mein Freund verlassen, mit den Worten, es wäre ihm zu anstrengend mit mir und auch sonst habe ich die komplette Palette an "gut gemeinten" Sprüchen zu spüren bekommen. Am besten war der Spruch, ich solle mich nicht so anstellen, von einer Person, die zweimal abgetrieben hat. Es ging so richtig bergab mit mir. Nur meine besten Freunde haben zu mir gehalten und mich wieder aufgepäppelt. Ich habe z.B. auch richtig Abschied genommen von meinem kleinen Wurm. Habe kleine Botschaften auf Zettelchen geschrieben und diese per Luftballons auf die Reise geschickt. Außerdem hat die Psychologin ganze Arbeit geleistet.
    Gute sieben Monate später lernte ich meinen Jetzigen Freund kennen und lieben und genau ein Jahr nach meiner FG war ich wieder schwanger. Die SSW war eigentlich absolut problemlos, aber die ersten sechs Monate bin ich fast wöchentlich bei meiner neuen Frauenärztin gewesen, aus purer Angst.
    Heute ist meine kleine Tochter 19 Monate alt und ich bin so unsagbar dankbar für jeden einzelnen Tag mit ihr.
    So, das war jetzt ganz schön lang.
    LG
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 11.09.2007 13:42
    Hallo Sonja! Das ist ja einfach nur super schrecklich, was du erleben musstest! Das klingt ja fast nach Folterkammer aus dem Mittelalter! Ich bin entsetzt, dass es so etwas heutzutage überhaupt noch gibt!!! Ich selber wollte meine erste AS auch unter örtlicher Betäubung machen lassen (aus Ahnungslosigkeit und weil ich gedacht habe, das wäre halt einfacher als eine Vollnarkose). Mir hat man im Krankenhaus dringend davon abgeraten - WEGEN der Geräusche und der damit verbundenen, psychischen Belastung! Ich kann verstehen, dass es dir nach dem "Erlebnis" grottenschlecht gegangen ist! Umso schöner finde ich es, dass du da wieder raus gekommen bist und es dir jetzt wieder gut geht! Und dass du den richtigen Partner gefunden hast, mit dem du gemeinsam eine süße, kleine Tochter hast!!! Und deswegen glaube ich auch weiterhin ganz fest daran, dass es nach einer schlechten Zeit immer wieder bergauf gehen wird und man irgendwann auch wieder ganz viel Glück hat - so wie du es auch erlebt hast! LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • sonjanaujoks@gmx.de
    Superclubber (327 Posts)
    Kommentar vom 11.09.2007 14:09
    Huhu,

    ja, natürlich geht es einem wieder gut irgendwann und man blickt auch wieder positiv in die Zukunft. Es wird uns Sternenmamis aber verdammt schwer gemacht, da uns nicht erlaubt wird, unser Erlebtes publik zu machen. Es ist ein Tabuthema. Noch immer, leider. Es ist so verdammt wichtig, zu trauern. Und das betrifft natürlich auch sämtliche Schicksalsschläge. Jeder hat da seine eigene Zeit, sein eigenes Tempo. Niemand hat das Recht uns vorzuschreiben, wie lange wir brauchen, um uns wieder zu sammeln. So ein Erlebnis, ich denke, alles was mit Tod und Trauer zu tun hat, wird man nie vergessen. Es wird aber irgendwann nicht mehr zum Hauptthema, ist aber dennoch immer da und gehört zum eigenen Leben. Das hat auch nichts mit Selbstmitleid zu tun, wie vieleicht viele "Außenstehende" denken, sondern ist ein einschneidendes Erlebnis, das in dividuell verarbeitet werden muß.
    Ich habe seitdem das Gefühl, daß ich viel sensibler auf meine Umwelt reagiere, als vorher.
    Gewitterhexe, ich hoffe sehr für Dich und Deinen Partner, daß Eure Welt wieder rund wird und bald ein neuer Erdenbürger seinen Platz findet. Das gilt übrigens für alle hier ;-)
    Nehmt Euch viel Zeit für Euch. Weint, wenn ihr wollt, schreit, wenn ihr wollt und lacht ganz laut, wenn euch danach zu Mute ist. Den eigenen Sarkasmus darf man nicht unterschätzen ;-)
    Laßt Euch fallen und kommt wieder hoch.
    Hoffe, ich konnte etwas Mut machen.
    LG
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 12.09.2007 08:23
    Guten Morgen Sonja! Du hast einfach nur verdammt recht mit dem, was du schreibst! Ich bin fast ein wenig ergriffen, wenn ich das lese - genau das ist es nämlich! Ein solches Erlebnis wird man zwar verarbeiten, aber niemals vergessen. Und auch die Trauer muss gelebt werden - und da ist halt jede anders. Im Moment meine ich, dass ich das erlebte schon fast verarbeitet habe. Aber es gibt Tage, da kommt es immer wieder hoch (ist ja auch erst drei Wochen her...). Ich versuche im Moment, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind. Es sind Tatsachen. Ich kann sie nicht ändern (auch wenn ich das 1000 Mal möchte!), also muss ich sie akzeptieren. Klar, dass das nicht immer gelingt, aber mir hilft es, wenn ich mir das in Gedanken sage. Was hilft es, Vergangenem hinterher zu trauern, es ändert ja nichts. Natürlich ist das nicht leicht. Ganz besonders schwer fällt mir das z.B. wenn ich im Moment Schwangere sehe (und zur Zeit meine ich zumindest, gibt es da wieder sehr viele). Auch wenn der 9jährige Sohn aus erster Ehe von meinem Freund alle zwei Wochen bei uns ist und ich sehe, wie liebevoll mein Partner mit ihm umgeht, bricht es mir manchmal das Herz. Aber das ist ja nicht böse gegen meinen Freund oder seinen Sohn gemeint. Die Gefühle kommen einfach hoch... Im Moment träume ich auch öfter von Schwangeren oder - noch schlimmer - dass ich selber schwanger bin. Das hatte ich vorher auch nie. Klar, sind das beim Wachwerden keine schönen Träume. Wenn man wieder in der Realität ist und feststellt, dass es nur ein Traum war... Aber vielleicht ist das auch eine Reaktion des eigenen Körpers - oder vielmehr der traurigen Seele - das Erlebte zu verarbeiten - auch wenn es in dem Moment weh tut. Ach, jetzt habe ich mir hier mal wieder meine ganzen Gedanken von der Seele geschrieben. Ich hoffe, es nervt euch nicht zu sehr? Aber auch das hilft einem, das ganze zu verarbeiten. Und wenn wir dann irgendwann ein neues Forum aufmachen, in dem wir uns freuen, dass es geklappt hat und alles in Ordnung ist, dann haben wir auch wieder einen "schönen Anlass", uns unsere Erlebnisse und Erfahrungen zu berichten. Und darauf freue ich mich jetzt schon - wann immer das auch sein wird!!! LG, eure gewitterhexe
    Antwort
  • sonjanaujoks@gmx.de
    Superclubber (327 Posts)
    Kommentar vom 12.09.2007 13:25
    Huhu,

    ich muß da noch was loswerden.
    Vieleicht ging es hier ja noch jemandem ähnlich.
    Ich hatte damals kurz bevor ich die FG hatte einen merkwürdigen Traum. Darin hat sich mein Baby verabschiedet. Es hat gewunken und ist dann im Nichts verschwunden. Als ich wach wurde fühlte ich mich unheimlich leer, dabei wußte ich eigentlich noch nichts von der FG...
    Dann, einige Monate später träumte ich, ich wäre schwanger und habe auch tatsächlich im Traum entbunden. Mit den dazugehörigen "Schmerzen". Ich wurde wach, hatte meine Mens bekommen, aber ich fühlte mich merkwürdig befreit. Dann war ich ja irgendwann, wie schon erwähnt, tatsächlich schwanger und hatte während der Geburtsphase überhaupt keine Angst mehr, denn irgendwie hatte ich es doch schon erlebt. Klingt doch irgendwie abgefahren, oder?

    Heute morgen hat meine beste Freundin ihren Sohn geboren übrigens, und sie hatte vorher auch leider eine Fehlgeburt in der 8. Woche. Mir sind vorhin erstmal die Tränen gekommen.
    LG
    Antwort
  • gewitterhexe75@web.de
    Superclubber (212 Posts)
    Kommentar vom 14.09.2007 08:37
    Wow... Dass du das noch alles weißt! Ich habe, wie gesagt, auch schon ein paar Mal in letzter Zeit geträumt, ich wäre schwanger bzw. habe von anderen (unbekannten) schwangeren Frauen geträumt. Aber wann das war und ob es kurz bevor ich erfahren habe, dass mein kleiner Wurm nicht mehr lebt, wüsste ich jetzt nicht mehr... Ich finde das echt faszinierend, wie die Psyche einem manchmal "hilft"! ...oh, meine Kollegin kommt! Bis später mal! LG, die gewitterhexe
    Antwort
  • zeuss@aushannover.de
    Powerclubber (77 Posts)
    Kommentar vom 14.09.2007 10:26
    hallo gewitterhexe.habe mir mal eben deine bericht durchgelesen.tut mir wirklich leid.ich habe eine süsse kleine tochter,hatte allerdings schon mal eine eileiterschwangerschaft.darf ic hdir mal was ans herz legen:hör auf,daran zu denken,schwanger zu werden.du weisst doch,dass es klappen kann.ich schwöre dir,ehe du dich versiehst,-bingo-.so war es bei mir.wird schwer werden,aber ich habe mir gesagt,ich werde die nächsten 2 jahre sowieso nicht schwanger.von wegen...ich kann dich verstehen.aber kannst doch mal die folsäure weglassen,dadurch wirst du doch jeden tag daran erinnert,und setzt dich automatisch unter druck.ist nur lieb gemeint von mir.lg
    Antwort
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