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Nach 1 schrecklichen Geburt warten auf zweite

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  • jenny.scholtbach@freenet.de
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Eintrag vom 10.10.2006 10:57
    Hallo,

    vielleicht kann mir hier jemand helfen, meine Angst vor der nächsten Geburt zu nehmen.

    Mein erster Sohn ist gerade 3 Jahre alt geworden und ich habe das erste Geburtserlebnis bis heute noch nicht richtig verdaut. Es fing damit an, dass mitten in der Nacht meine Fruchtblase platzte (4 Uhr), drei Wochen vor errechnetem Geburtstermin. Da ich dadurch aus dem Schlaf gerissen wurde, war ich in dem Moment so erschrocken, dass ich am ganzen Körper zitterte und mich erst mal beruhigen musste. Mein Mann hatte davon nichts mitbekommen, obwohl nun das halbe Schlafzimmer unter Wasser stand. Noch auf der Toilette sitzend rief ich ihn, da das Fruchtwasser immer noch nachlief. Natürlich rief ich sofort im Krankenhaus an, doch da ich keine Wehen hatte, sagte man mir ich könne mir Zeit lassen und warten bis Wehen auftreten. In der Zeit haben wir uns noch einen Film angesehen. Mein Mann frühstückte, aber ich mochte vor Aufregung nichts Essen. Da uns das dann doch alles irgendwann zu viel wurde, sind wir gegen 10 Uhr ins Krankenhaus gefahren. Dort wurde ich untersucht und mir wurde gesagt, dass die Fruchtblase doch noch intakt sei. Ich kam mir ein bisschen veralbert vor, da mindestens ein halber Eimer meinen Bauch bereits verlassen hatte. So ging es dann zur Ultraschalluntersuchung bei der schon fast nichts mehr zu sehen war wegen des fehlenden Fruchtwassers. Nach dem ein Zugang in die Hand gelegt wurde und ich einen Einlauf bekam durfte ich dann noch etwas im Krankenhauspark umherlaufen, in der Hoffnung das nun die Wehen einsetzen würden. Nach 2 Stunden umherlaufen hatte sich allerdings immer noch nichts großartiges getan, also wurde ein Wehentropf gelegt und ich bekam noch eine andere Infusion. Der Zugang in der Hand tat mir die ganze Zeit weh und die Infusion lief überhaupt nicht in meinen Arm, da der Zugang nicht richtig lag. Nach dem 3. Versuch einen Zugang zu legen, hatte der Arzt wohl endlich Glück und es klappte mal. Ich hatte allerdings schon die Nase voll. Der Wehentropf wurde immer wieder hochgedreht und die Schwester kam alle halbe Stunde und fragte ob es noch auszuhalten ist. Vom Arzt wurde mir dann eine PDA regelrecht aufgedrängelt. Da die Schmerzen schon ziemlich stark waren willigte ich dann auch ein. Der Wehentropf wurde dann wieder abgedreht und ein Anästesist kam und erklärte mir, dass er heute bei mir das erste mal eine PDA legt. Toll! Mein Mann sollte mich in der Zeit von vorne stützen. Die Spritzen waren auch gar nicht so schlimm. Nach kurzer Zeit merkte ich, dass die Hände meines Manes lockerer wurden. Ich rief Ihn noch, aber Sekunden später lag er vor mir auf dem Boden. Alle Ärzte und Schwestern kümmerten sich sofort um ihn. Der Arzt zog die angesetze Nadel wieder heraus und meinte, wir versuchen es gleich noch mal. Mein Mann bekam erst mal etwas zu Essen von den Schwestern und währenddessen stützte mich ein Pfleger beim zweiten Versuch. Das klappte nun auch. Der Wehentropf wurde wieder hochgedreht und es kamen auch super Wehen, von denen ich kaum etwas spürte. Allerdings ließ die Wirkung der PDA nach 2 Stunden nach und ich bat meinen erholten Mann den Arzt zu rufen, damit der nachspritzt. Der war erst nicht aufzufinden und später in einer Ultraschalluntersuchung die er nicht unterbrechen wollte. Die Schmerzen waren schrecklich und ich meckerte die ganze Zeit meinen Mann an er sollte den Arzt zu mir schleifen (Mein Mann fast 2 Meter, ich 1,60m und 47 kg, bei der Geburt 52,5 kg). Nach ca. 1 Stunde kam er dann auch mal und spritze nach. Dann ging es mir wieder etwas besser. Der Muttermund war dann auch schon gut geöffnet und die Hebamme meinte ich könne jetzt mitpressen. Ich presste und presste, aber nichts tat sich. Dann wurden verschiedene Positionen versucht, auch ein Gebärhocker der auf das Bett gestellt wurde, das war so wackelig das konnte nicht gehen. Nach ca. 2 Stunden fragte mich die Hebamme ob ich denn nicht mal mitmachen will, worauf hin mir dann alles zu viel war. Ich war so wütend auf diese Frau mir liefen dann nur noch die Tränen. Die Hebamme meinte es muß eine Saugglocke verwendet werden. So wurde dann der Arzt gerufen. Er meine allerdings die Schwester sollte von oben schieben. Sie legte sich nun auf meinen Bauch und drückte aber mehr auf meinen Magen als das Baby heraus. Nun übernahmen das der Arzt und die Hebamme zusammen. Beide lagen auf meinem Bauch (wie angenehm). Aber das half wohl. Die Hebamme leerte noch meine Blase und dann kam dann wohl auch das Köpfchen. Nun wurde ein Dammschnitt gemacht, der Dank der PDA nicht schlimm war. Der Kopf kam heraus und das Baby wurde herausgezogen. In dem Moment dachte ich mir werden alle Organe mit herausgezogen. Mein kleiner Schatz war endlich da. (21.11 Uhr).Er wurde untersucht und ich eine dreiviertel Stunde genäht. Danach hatten wir noch eine Stunde für uns bevor wir auf unser Zimmer gebracht wurden. Nach meiner Frage, wann die PDA entfernt wird, wurde mir gesagt, dass der Anästesist nach Hause gegangen sei und er sie entfernt wenn er am nächsten Tag wieder kommt, da nur der Arzt die PDA entfernen darf der sie auch gelegt hat. So war ich nun einen ganzen Tag ans Bett gefesselt, durfte nicht mal zur Toilette und konnte mich auch nicht richtig um mein Baby kümmern, bis der Arzt am nächsten Tag kam. Der brauchte tatsächlich ca. 10 Sekunden die PDA zu entfernen. Und das konnte dann kein anderer machen? Nach 3 Tagen habe ich dann darauf bestanden das Krankenhaus schnellstmöglich zu verlassen.

    Das sind meine Erinnerungen an die letzte Geburt, die mir noch ein ganzes Jahr danach Albträume bescherten und bei denen ich mich jetzt noch an jedes Detail erinnern kann. Soviel zu dem Spruch "wenn das Baby da ist, ist alles vergessen". Nun in der 26. SSW hoffe ich auf eine bessere Geburt. Wie kann ich so positiv auf die nächste Geburt eingestellt sein? Für Tips bin ich sehr dankbar. Ich hatte auch vorher einen Geburtsvorbereitungskurs, Himbeerblättertee getrunken und vorbereitende Akupunktur.
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  • Kadipiro
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Kommentar vom 10.10.2006 16:53
    Hallo Hexe62! Es tut mir sehr leid, daß Du ein so schreckliches Geburtserlebnis hattest, aber so wie sich das für mich anhört, ist das die Schuld der Ärzte und Hebammen der Klinik gewesen. Meiner Meinung nach bringen Dir Akupunktur und Tees nichts, da Du Dich zuerst mal von dem Erlebnis Deiner ersten Geburt befreien mußt. Jede Geburt ist ein einmaliges Erlebnis und nur weil Du schon eine nicht so schöne Geburt hattest, muß es nicht zwangsläufig so sein, dass Deine nächste genauso wird. Ich kann Dir eigentlich nur empfehlen Dir eine sehr gute Hebamme zu suchen mit der Du eine Hausgeburt machen kannst oder geh in ein Geburtshaus, wenn es eines in Deiner Nähe gibt. Wenn Du das nicht willst, dann such Dir auf jeden Fall eine andere Klinik und schau sie Dir vorher an, aber in der Klinik wo Du warst, würde ich auf gar keinen Fall nochmal hingehen. Ich denke das Wichtigste ist einfach dass Du einen Ort hast wo Du gebären kannst wie DU willst und wo Du Dich wohl fühlst und Du vor allem Deine Angst besiegst, dass die Geburt schlimm wird. Versuch Dich zu entspannen und rede vor allem über Deine Ängste! Und frage Dich vor allem, vor was Du eigentlich Angst hast. Bei mir war es ähnlich wie bei Dir, ich hatte auch einen Wehentropf aufgrund Wehenschwäche und es wurden alle möglichen Stellungen ausprobiert. Am Ende lag ich dann doch auf dem Bett und bei mir haben sie auch über den Bauch mitgedrückt. Ich hatte aber keine PDA., ich hatte das Glück, dass ich sehr liebe Hebammen hatte. Deswegen mein erster Satz am Anfang. Du hattest einfach sehr sehr viel Pech mit den Ärzten und Hebammen aus der Klinik. Wie Du siehst, es geht auch anders. Alles Gute für Deine Geburt und freue Dich einfach darauf, denn egal wie es wird, danach hast Du Dein Baby!
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  • racheengel_23@lycos.de
    Gelegenheitsclubber (5 Posts)
    Kommentar vom 10.11.2006 16:42
    hallo...naja ich finde so schlimm klingt das nicht gibt weit aus schlimmere geburten eine frage hab ich dann doch noch ich hatte auch 1 ganzen tag die pda drin und konnte alles machen da die schläuche fest geklebt wurden sehr seltsam du solltest das krankenhaus wechseln....
    Antwort
  • streifenschmerle@gmx.de
    Superclubber (453 Posts)
    Kommentar vom 12.11.2006 11:14
    hatte auch noch über nacht und den nächsten tag den PDA-schlauch im rücken und konnte auch alles machen... komisch komisch, hexe... vielleicht hat sich da was in den letzten 3 jahren geändert? oder KH wechseln; genau! lg peggy
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  • Joy-HH
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Kommentar vom 29.01.2007 20:40
    Hallo hexe,
    mittlerweile solltest du deinen Schatz in den Armen halten. Ich hoffe von ganzem herzen, dass die 2. Geburt besser betreut wurde, als die 1.
    Ich finde diese Vorgehensweise wirklich sehr schlimm. Das krankenhaus hätte mich nicht mehr gesehen! Sämtliche Dinge, die ich von dir gelesen habe, habe ich auch in Büchern gelesen, oder von Hebammen gehört, aber eher unter der Überschrift: Das sollte nicht sein.
    Ich sage nur: 2 Personen liegen auf dem Körper und pressen das Kind raus... , 1 - 2 h auf weitere Schmerzmittel warten.,, ach da gabs soviel Ungereimtheiten. Wie gesagt, hoffe es ist alles super verlaufen.
    LG
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