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Pränatale Diagnostik

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  • Pheline
    Juniorclubber (39 Posts)
    Eintrag vom 27.01.2010 17:06
    Hallo zusammen,

    hat jemand Erfahrungen mit pränataler Diagnostik gemacht, speziell mit Fruchtwasserentnahme? Es würde mich interessieren, wie ihr den Eingriff empfunden habt und wie ihr darauf gekommen seid ihn durchführen zu lassen? Hat man Euch dazu geraten oder war es Euer eigener Wunsch? Raten die Ärzte eher davon ab oder befürworten sie es, sofern es der Patientenwunsch ist?
    Ich selbst spiele mit dem Gedanken eine solche Untersuchung bei mir durchführen zu lassen, da in meiner letzten SS nicht zu verachtende Chromosomenstörungen aufgetreten sind. Ich kann keine Ruhe für mich finden und lebe in der ständigen Angst, dass wieder etwas schief laufen könnte. Ich wünsche mir einfach, dass ich mich freuen kann über unser Kind und die SS, dass ich zur Ruhe komme und somit auch dem Ungeborenen eine gewisse Sicherheit zukommen lassen kann. Ich denke, dass es meine Unruhe spürt und finde das gar nicht gut. Ich habe etwas Angst davor meiner Gynäkologin gegenüber den Wunsch nach einer solchen Diagnostik zu äußern, da ich nicht weiß auf welche Reaktion dieser Wunsch bei Ihr trifft. Ich bin nicht in dem Alter in dem man von einer Risikoschwangerschaft spricht und auch sonst spricht eigentlich nichts für diesen Eingriff.
    Dennoch, wäre es egoistisch den Eingriff machen zu lassen, nur damit ich Ruhe finde? Sollte ich mehr an das Kind denken und daran, dass das Risiko für eine Fehlgeburt dabei 0,03 - 1% beträgt. Hinzu kommt, dass ich egal wie das Ergebnis ausfällt, nicht abtreiben würde. Es geht wirklich nur darum, die SS etwas mehr genießen zu können! Ich weiß, es ist ein zweischneidiges Schwert. Wie seht ihr das?

    Vielen Dank für's lesen und beantworten!

    Eure Pheline
    Antwort
  • sternchen397
    Superclubber (111 Posts)
    Kommentar vom 28.01.2010 11:35
    Hallo Pheline,
    ich hatte zwar keine Fruchtwasseruntersuchung, sondern nur eine Nackenfaltenmessung, aber ich kann deine Ängste sehr gut verstehen!

    Es ist schwierig, dir von etwas abzuraten oder zuzustimmen, da das ein heikles Thema ist. Natürlich kann jederzeit was passieren, allerdings kann ich verstehen, dass du deine SS genießen willst.
    Bevor du dich total verrückt machst und nur unter stress stehst, würde ich es machen, da der Stress deinem Baby nur schadet.

    Trotzdem würde ich erstmal versuchen, mich zu beruhigen. Immerhin hast du doch jetzt keinerlei Risiko,oder?
    Versuch es erstmal so, aber wenn du merkst, dass du es gar nicht aushältst, dann mach es.
    Andererseits: wieso solltest du jetzt wegen deinen Ängsten ein kerngesundes Baby gefährden? Das musst du selbst entscheiden, aber ich würde mich an deiner Stelle über die SS freuen und versuchen, mich zu entspannen. Sofern das möglich ist. Du hast ja schließlich einiges durchgemacht.

    Lg
    Antwort
  • Rabahhn
    Superclubber (109 Posts)
    Kommentar vom 28.01.2010 13:37
    hallo pheline,

    ich habe ma 25.1. eine frühfeindiagnostik machen lassen, also die sogenannte nackenfaltenmessung und den hormonspiegel mittels blutentnahme.
    ich habe vorher auch viel darüber nachgedacht, ob ich eine fruchtwasseruntersuchung machen lassen würde. und nein, es ist nicht egoistisch.
    dem kind schadet es nicht und die geafhr das etwas schief gehen "KÖNNTE" liegt bei vielleicht 1%
    ich habe die fruchtwasseruntersuchung abhängig gemacht von dem ergebnis der nackenfaltenmessung.

    das muss auch jeder für sich entscheiden, gerade weil evtl. ein kind behindert sein könnte.

    du hast für dich die entscheidung doch schon getroffen, egal wie das ergebnis; abtreibung kommt für dich nicht in frage. aber dann brauchst du dir doch keine gedanken machen *sorry*
    wenn es für dich ok ist, ein evtl. behindertes kind aufzuziehen??!!

    wenn das ergebnis negativ wäre, machst du dich den rest der ss völlig verrückt.

    viele grüße aus thüringen

    ALLES WIRD GUT!!!
    Antwort
  • Pheline
    Juniorclubber (39 Posts)
    Kommentar vom 28.01.2010 14:37

    Vielen Dank für die Antworten, Ihr zwei! Es ist so schön, dass es dieses Forum gibt und man sich austauschen kann!
    Es ist ein ständiges Auf und Ab. Natürlich besteht eine Hohe Wahrscheinlichkeit, dass es dieses mal gut geht. Aber wenn man sich erst mal in Sorgen hinein gesteigert hat, dann ist es eben immer schwierig sich selbst zu beruhigen. Ich schwanke immer zwischen, dass ich mir sage "hab doch mal etwas Vertrauen in die Dinge und dass alles gut geht" und eben diesen blöden Ängsten. Dann denke ich immer, dass ich ja diese Untersuchungen einfach machen kann, denn die gibt es ja nicht nur, um eine Behinderungswahrscheinlichkeit zu diagnostizieren, sondern vielleicht auch um diese auszuschließen. Und das wäre eben meine Sehnsucht, zu wissen, dass alles ok ist und dann zur Ruhe zu kommen. Dann gibt's Momente, da fange ich wieder an mich selbst total ab zu werten, weil ich finde, dass das fast eine Art Kontrollzwang ist. Und ich mag mich selbst nicht dafür. Wie dem auch sei, vielleicht muss ich lernen damit umzugehen. Ich werd mal mit meiner FA darüber sprechen. Sind erst frisch umgezogen und ich möchte mir jemanden neues suchen, um lange Fahrten zu vermeiden. Aber am in wenigen Tagen hab ich einen Termin bei der "alten" und werde es ansprechen. Sie ist sehr verständnisvoll. Hab nur ein bisschen die Angst, dass die "neue" (die es ja noch nicht gibt) mir die Option zur invasiven Diagnostik verweigert. man wird sehen...

    Pheline
    Antwort
  • Rabahhn
    Superclubber (109 Posts)
    Kommentar vom 28.01.2010 14:57
    liebe pheline, sprich mit deinem arzt darüber, man muss denen leider vertrauen :-)
    aber ich glaube nicht, dass deine evtl. neue ärztin dir dies verweigert. das ist bei risikopatienten mit in den kassenuntersuchungen drin. selbst wenn du es selber zahlen würdest...... verweigern wird dies niemand. :-) allerdings ist die aufklärung für diesen eingriff haare sträubend, also nicht gerade beruhigend :-)

    alles gute! :-)
    Antwort

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