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Kind ist da! Trotzdem nicht gllücklich?!

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  • canan5528
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Eintrag vom 19.09.2010 12:26
    Hallo,

    ich muss jetzt mal ein nicht sehr schönes Thema ansprechen, vielleicht gibt es ja die Eine oder Andere, die auch das Gleiche durchgemacht hat und seine Erfahrung mit mir teilen möchte. Also, ich habe eine 2 Monate alte Tochter, ein ganz süßes Mädchen. Nur bin ich unbedingt nicht sehr glücklich, ich kann mich einfach an die Umstellung nicht gewöhnen. Vorher war ich arbeiten, hab den Haushalt gemacht, war einkaufen, hab mich um Rechnungen und so gekümmert. Und, nun bin ich nur zuhause und muss mich um das Baby kümmern. Ich weiß nicht, irgendwie fehlen mir auch die Muttergefühle, glaub ich.. Aber natürlich kümmere ich mich liebevoll um meine Tochter. Vielleicht sind das ja auch Muttergefühle, ich weiß es nícht. Es fällt mir sehr schwer mich an die neue Situation zu gewöhnen, ich kann nicht mehr spontan sein und kann mich nicht in Ruhe auf die Couch legen usw.
    Mit iraus traue ich mich auch nicht so, also ich gehe zwar raus und mach eine Runde um den Block bei uns, aber das ist eigentlich nicht unbedingt was, was mir Spaß macht. Ich hoffe sehr, dass wenn sie groß wird alles besser sein wird. Gibt es Jemanden, der ähnliche Erfahrung gemacht hat?
    Antwort
  • lionalil
    Powerclubber (85 Posts)
    Kommentar vom 21.09.2010 04:35
    Hallo, ich schreib jetzt einfach mal was, weil immer noch keiner geantwortet hat. Das liegt glaub ich daran, dass in das "Plauderforum" nie einer guckt.
    So, ich hab zwar noch kein Kind, aber ich sag dir jetzt mal folgendes dazu:
    Bei einer Freundin war das auch so, sie hatte große Schwierigkeiten nach der Geburt ihres Sohnes, sich umzustellen und hatte für eine Weile auch die berüchtigten Wochenbettdepressionen. Und jetzt?
    Ihr Sohn wird im Oktober 5, wird von seiner Mama von Herzen geliebt und ist das coolste und wohlerzogendste Kind, das mit je über den Weg gelaufen ist! (Natürlich nur, bis dann mein eigenes da ist... ;) )
    Hat sich also alles wieder gelegt, keine Sorge, und das mit den Muttergefühlen ist auch alles so, we es sein sollte.

    Zu dem zweiten Punkt, der Umstellung zu Hause zu bleiben, will ich sagen: Ich kann dich so gut verstehen! Ich bin im März zu meinem Mann gezogen und seitdem nur zu Hause weil ich hier leider nicht arbeiten kann. Mir fällt derart die Decke auf den Kopf! Vorher hab ich immer was gemacht, sogar die Uniferien waren mir immer zu lang und ich hab sie mit Praktika und Nebenjobs angefüllt. Ich war noch nie in meinem Leben so unterfordert wie jetzt. Alle sagen mir, ich soll mich einfach aufs Schwanger sein konzentrieren, aber mir fällt das einigermaßen schwer. Ich wollte nie eine Hausfrau sein und nur zu Hause bleiben.
    Was kann man machen? Versuchen die Ruhe zu bewahren und sich neue Projekte suchen. Versuch doch mal, eine Krabbelgruppe zu organisieren, dann hast du gleich alle Hände voll zu tun!

    Und ehrlich gesagt, das mit dem in Ruhe auf die Couch kannst du wahrscheinlich für die nächsten Jahre abhaken, aber dafür hast du einen kleinen Sonnenschein, der dir zeigen wird, dass er es wert ist, eigene Abstriche zu machen!

    Lass den Kopf nicht hängen, positiv denken und dann wird das schon alles!
    Antwort
  • SarahundSimon
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Kommentar vom 21.09.2010 07:43
    Hallo,

    ich glaube ich kann ganz gut nachempfinden was du meinst. Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre alt und in ca. 4 Wochen kommt unsere Tochter. Als unser Sohn geboren ist, war ich anfangs restlos überfordert. Überall hörte man, das Muttergefühle das größte sein und man quasi nach der Geburt mit Glückshormononen überschüttet wird. Aber bei mir war das nicht so. Ich konnte mein Kind nicht vom ersten Tag an lieben. Ich habe ein paar Tage gebraucht um Mutterliebe zu ihm zu entwickeln. Das ganze Leben ändert sich von einer Sekunde zur anderen und auch wenn man denkt man hat ja die Zeit der Schwangerschaft um sich darauf vorzubereiten: Auf so etwas kann man sich nicht vorbereiten. Ich kann dir nur raten, mach dich nicht verrückt.Versuch dir vielleicht einmal die Woche Zeit nur für dich zu nehmen, so dass sich vielleicht dein Mann, deine Mama oder auch deine beste Freundin für ein paar Stunden um das Kind kümmert. Geh shoppen, zum Frisör oder einfach nur ins Cafe um die Ecke und genieß bewußt die Babyfreie Zeit. Die ersten Monate sind wirklich hart, aber glaub mir es wird bald besser. Sobald das Baby seinen festen Rythmus gefunden hat, kannst du dir deine Zeit auch besser einteilen. Z.B. wenn das Baby schläft leg dich auch aufs sofa und ruh dich aus. Abends wenn das Baby schläft, kannst du dich um Rechnungen kümmern. Einkaufen kann man auch mit Kind du solltest nur mehr Zeit einplanen. Wenn das Baby älter wird kann man auch wieder etwas spontaner werden und das dauert keine 10 Jahre ;-).
    Sobald du dich selbst wieder gefunden hast, findest du auch mit deinem Baby zusammen. Und wenn du dich nicht wohl dabei fühlst mit deinem Baby spazieren zu gehen, dann lass es einfach. Setz dich nicht unter Druck und gib euch beiden Zeit sich aneinander zu gewöhnen. Achte aber auf jeden Fall auf starke Stimmungsschwankunken oder ob dir oft zum heulen ist. Eine Wochenbettdepression ist nichts ungewöhniches und kann nur mir proffesioneller Hilfe behandelt werden. Sie verschwindet nicht von allein!!!
    Ich hoffe ich konnte dir ein bischen helfen. Und: DU BIST NICHT ALLEIN!!!!

    Lg
    Antwort
  • canan5528
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 21.09.2010 11:27
    Es ist gut zu wissen, dass es Menschen gibt, die einen verstehen. Eure Antworten haben mir auf jeden Fall geholfen. Ich muss einfach geduldig sein und versuchen das beste aus der Zeit zu machen. Es lastet so ein Druck auf einen, dass man als Mutter überglücklich sein muss, dass ist wirklich sehr belastend. Dann erwarten die Leute auch von einem, dass du strahlst vor Freude und dann versuchst du auch das vorzuspielen. ich hoffe sehr, dass sich das wirklich ändert....

    Vielen Dank für eure Beiträge.
    Antwort

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