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EKEL vor STILLEN
Auch wenn ich weiß, dass hier viele BUH-RUFE und Unverständnis auf mich zu kommen werden, hoffe ich dennoch auf ein wenig Hilfe.
Also, wie ich schon in einem anderen Forum zugeben habe, empfinde ich die SS nicht schön, sondern als Notwendiges Übel, doch um der Gesellschaftlichen Norm zu entsprechen, mache ich das Heile Welt Spiel mit. Zumal ich mich WIRKLICH SEHR auf mein Kind freue (nur eben die SS finde ich schrecklich)
Doch so langsam stoße ich auf ein neues Problem.
Das STILLEN!
Ich weiß nicht, WARUM das so ist, nur DAS es so ist (das ist wohl wie der Ekel vor Spinnen oder Kreidequietschen auf einer Tafel: man weiß vom Kopf her, dass der Ekel unnötig ist, aber er ist EINFACH da - ob man will oder nicht):
Ich ekel mich vor dem Stillen. Das Stillen an sich, dass mir jemand dabei zusieht, die riesen Brüste... Ich Internet findet man nichts darüber - lediglich Vorwürfe von Frauen, die es als TOLL beschreiben und einen beschimpfen oder verachten. Dass es den Betroffenen selbst auch schlecht geht und dadurch niht besser geht, bedenkt dabei wohl keine :-(.
Mein erstes Kind bekam die Flasche. Ich sah/sehe, da auch viele Vorteile. Aber man bekommt überall ein schlechtes Gewissen gemacht, wenn man eben keine Muttermilch füttert. Das schlechte Gewissen plagt mich jetzt so sehr, dass ich mich in einer Zwickmühle befinde:
einerseits WILL ich die Flasche geben, weil ich es praktisch finde und mich wohler fühle. Andererseits bin ich diese Vorwürfe deswegen leid und ich will natürlich das Beste für das Kind, frage mich aber, ob es gut für ein Kind ist, wenn die Mutter mit Widerwillen stillt.
Hat hier irgendjemand Erfahrung? Meine Hebi kenn ich Privat und da trau ich mich nicht zu fragen.
Geht es vielleicht irgendwem auch so und kann mir erzählen, was geholfen hat?????
Mir die Vorteile des Stillens aufzuführen hilft nichts. a) kenne ich die selbst (daher überhaupt die Überlegung, wie ich es doch tun könnte) und b) empfand ich die Flasche bei meinem ersten Kind als vorteilhafter. Da hab ich mir gar keine Gedanken über das Stillen gemacht... Doch mal wird älter, reifer... ;-) Also was könnte helfen, den Ekel/Widerwillen zu überwinden!
Ach und PS: ich ekel mich nicht vor meinem oder generell Kindern (ich arbeite sogar mit ihnen - sogar mit behinderten Kindern, die Windeln, etc benötigen)
von 51zu49 / 07.12.2010 13:49
Magazin-Links zum Thema:
Mh......also ich erzähle dann jetzt nix über die Vorteile des Stillens....vielleicht wäre es für dich eine Alternative Milch abzupumpen?
Ist zwar umständlicher, weil man in dem Sinne doppelte Arbeit hat -erst abpumpen und danach dann noch füttern.....aber du wärst flexibel, wie bei Flaschennahrung und könntest die Widersacher beruhigen, die dir Vorwürfe machen, dass du deinem Kind keine Mumi gibst.....
Wegen dem Zusehen beim Stillen, also DAS war auch nicht meins....deshalb habe ich meine Tochter entweder vor dem Weggehen gestillt, oder halt abgepumpte Milch mitgenommen.....
Die riesen Brüste hast du eigentlich nur beim Milcheinschuss, oder wenn dein Kind z.B. mal länger geschlafen hat und die Brüste nicht zur üblichen Zeit geleert hat.....ansonsten hatte ICH nur minimal größere Brüste, so ca. 1 Körbchengröße, es hielt sich aber echt in Grenzen!
Worin begründet sich denn genau dein Ekel?
Vor dem Saugen? Oder wie die Milch herauskommt?
Vielleicht solltest du es einfach auf einen Versuch ankommen lassen, und wenn du merkst du kannst es nicht, dann pump halt die Milch ab, und wenn das auch nichts ist, dann gib halt normal die Flasche wie beim ersten Kind auch!
Besser eine glückliche Flaschenmami als eine unglückliche Stillmami!
Und wenn alles nur Krampf ist wirkt sich das auch negativ auf die Milchmenge aus, und das erledigt sich dann ganz schnell von selbst!
Wenn du es versuchst, kann dir niemand einen Vorwurf machen (und du dir auch nicht).....
Aber ich denke, du solltest für dich und dein Baby entscheiden, und deine Entscheidung nicht davon abhängig machen, ob du damit aderen einen Gefallen tust, denn es ist dein Leben, dein Körper, und dafür trägst du die Verantwortung, niemand sonst!
LG Dani
von Murmelbauch2009 / 07.12.2010 14:12
VIELEN LIEBEN DANK für deine verständnisvolle Antwort.
Leider ist das nicht die Norm. Als Flaschenmami wird man immer schräg angeguckt. Das hab ich beim ersten Kind gemerkt. Das war dann (damals) auch OK, weil ich es wirklich sehr gut mit der Flasche fand. Damals war es mir auch noch nicht so bewusst, dass ich mich davor ekel. Ich hab mir da auch nicht so Gedanken gemacht. Als die fragten "Stillen sie oder nicht?" antwortete ich mit "ich geb die Flasche" und fertig. Ich sehe halt wirklich viele Vorteile und kam sehr gut damit zu Recht und ich denke auch nicht, dass es meiner Tochter an Zuneigung fehlte. Aber mittlerweile kenne ich mehr Mütter und die machen alle Vorwürfe, wenn ich denen sage, dass ich es wieder so machen will. Daher hab ich mir mal Gedanken gemacht, WARUM ich eigentlich ohne zu Überlegen zur Flasche griff. Da wurde mir bewusst, dass es nicht nur die (für MICH überwiegenden) Vorteile sind, sondern eben auch ein Ekel.
Ich mag generell nicht, wenn man mich anfasst. Somit auch nicht, wenn mir jemand an der Brust "herumspielt", was das Kind ja dann letztendlich auch tut. Es ist auch das Wissen, dass ich darauf beschränkt werde. Ich fühle mich so verantwortlich für alles. Wenn es dann nicht klappt, komm ich mir vor wie ein Versager. In den letzten Jahren vollzog sich ein ziemlicher Wandel. Wehe, man stillt nicht. ich weiß ja, dass die MuMi gut ist, aber dieser Widerwille sitzt sehr tief.
Hat es denn bei dir immer geklappt, sich der Öffentlichkeit zu entziehen? Und wie hat dein Mann reagiert. Ich möchte (so komisch sich das anhören mag) auch nicht vor ihm stillen. Er ist eh nie zuhause, außer spät Abends. Hält die Brust es denn so lange durch (also ohne zu stillen von Abends die Nacht hindurch bis morgens)? Oder muss man dann immer abpumpen und dann über den Umweg der Flasche geben?
Sogesehen scheint mir das Apumpen ein guter Kompromis, doch irgendwie käm ich mir auch komisch vor, wenn ich weiß, dass es EIGENTLICH unnatürlich ist, ABZUPUMPEN. Wie gesagt: wie ein Versager. Ich würde es ja auch gern anders können, aber das ist (warum auch immer) tief in mir verankert, dass ich mich dabei umwohl fühle, wenn jd die Brust sieht oder eben berührt.
von 51zu49 / 07.12.2010 16:21
Hallo,
ich hab meine Zwillinge vor zehn Jahren gestillt. 4 Monate! Hab dabei beides gemacht! Abgepump und gestillt!
Ganz ehrlich? Ich kam mir streckenweise vor wie eine Milchkuh! Ich versteh dich! Und du tust das was für dich und dein Baby gut ist! Weil nur so kann es euch beiden gut tun!
Ich kann Mütter nicht verstehen die dann vorwürfe machen und losschreien!
Wo ist das Problem die Flasche zu geben? Es gibz genügend Mütter die keine Milch haben! Die geben auch die Flasche!
Meiner Mutter ging es auch so, sie konnte keine von uns stillen! Einfach keine Milch!
Lass dich nicht unter Druck setzen! In der Öffentlichkeit hab ich nie gestillt! Mein Mann hat am we meist zugesehen weil er da nur daheim ist!
Eine Frage hab ich aber an dich, warum empfindest du deine SS als notwendiges übel? Kann jetzt nur von mir sprechen, ich fand sie wunderschön und freu mich wenn es dann doch mal klppt!!
Ich wünsch dir auf jeden Fall alles gute für dich und dein Baby!! Und kopf hoch, du findest die für dich und dein kind optimale Lösung!!
von Anita32 / 07.12.2010 17:01
Anita, zu deiner Frage: ich LIEBE Kinder. Arbeite mit ihnen, hab selbst schon eines! Aber ich finde Schwanger sein einfach nur schrecklich. Das Bild der glücklichen Mutter aus der Werbung trifft bei mir null zu. Ich fühlte mich anfangs nur hundeelend. Als die Übelkeit weg ging kamen riesen Brüste (ich werd da schon dauernd drauf angesprochen), eine Symphysenlockerung, Schwindel bis hin zur Ohnmacht...
Ich fühle mich einfach unwohl und alles andere als schön. Vielleicht hängt das alles zusammen. Je unwohler man sich fühlt, desto anfälliger wird man. Und je mehr man bekommt, desto unwohler fühlt man sich.
Fühle mich unattraktiv und mag es nicht, nur noch auf Brüste und Bauch reduziert zu werden. Generell fühle ich mich so wirklich wohl in meinem Körper nie. Vielleicht daher auf das Still-Problem???? Das hängt vielleicht alles zusammen????? Ich weiß es nicht!
Danke schon mal für die aufmunternden Worte. Es tut gut, nicht immer nur als Rabenmutter hingestellt zu werden, nur weil man sich mit Flasche wohler fühlen würde. Bis vor zwei Monaten war ich auch voll für die Flasche und stand auch dahinter. Doch nach den ganzen Vorwürfen hab ich ein riesig schlechtes Gewissen und mache mir Gedanken, wie ich meine negativen Empfindungen dem Stillen gegenüber abstellen kann, um nicht mehr so verurteilt zu werden...
von 51zu49 / 07.12.2010 17:21
Wenn es für dich die richtige Entscheidung ist die Flasche zu geben, dann bleib bei deiner Entscheidung und verbiege dich nicht nur um anderen einen Gefallen zu tun!
Du musst mit der Situation zurecht kommen und die "Arbeit" liegt an dir, nicht an den anderen!
Also jemanden der Flaschenmilch füttert als Rabenmutter abzustempeln finde ich echt das Letzte....Mütter die ihre kinder nach der Geburt in Mülltonnen schmeißen sind Rabenmütter, aber doch nicht weil man statt Mumi Flaschenmilch füttert!
Wenn du stillen willst, bzw. Abpumpen, dann solltest du auch wirklich dahinter stehen, denn sonst wird es zur Strapatze!
Und wenn du es nicht willst, dann bist du auf GAR KEINEN Fall ein Versager....lass dir sowas nicht einreden, das ist Bullshit!!!!!!!!
Auch was das Stillen vor deinem Mann betrifft.....am Anfang war es für mich auch komisch es vor ihm zu tun, er hat sich allerdings von sich aus immer zurückgezogen, bzw. ich habe das immer im Kinderzimmer ganz in Ruhe gemacht, da war er eh nicht bei.....
Weiß dein Mann denn, das du ein Problem hast es vor ihm zu tun?
Er ist doch sicherlich so verständisvoll und würde sich dann zurückziehen, oder?
Und das in der Öffentlichkeit stillen konnte ich immer gut durch die abgepumpte Milch umgehen...
Meine Tochter hat alle 3-4 Std. trinken wollen, also brauchte ich sie nur vor dem Gehen stillen und dann eigentlich nur 1 max. 2 Flaschen abgepumte Milch mitnehmen!
Du kannst ja die Mumi auch einfrieren und daher auf Vorat abpumpen.
Also wenn du das Glück hast, und deine kleine Maus nachts dann doch mal was länger schläft, dann würde ich schon 1 mal abpumpen, um die Milchbildung weiter anzuregen und um zu vermeiden, dass du morgens eine harte Brust hast....ansonsten ist es kein Problem!
Und das Abpumpen an sich ist sehr in Mode gekommen und überhaupt nicht unnatürlich, schließlich dient es dazu dein Baby zu ernähren, was in meinen Augen sehr natürlich ist! : )
Lass dich nicht beirren und mach das, was du in deinen Augen verantworten kannst und wo du auch zu 100% hinterstehst, alles andere hat keinen Sinn!
LG Dani
von Murmelbauch2009 / 07.12.2010 17:53
Hey,
der meinung bin ich auch, setz dich nicht unter druck! sonst wird es nix, und lass dir um himmels willen kein schlechteas gewissen machen!
ich kann solche übermütter nicht ab die denken nur sie machen alles richtig und verurteilen andere die es anders machen!
ich verstehe jetzt deine gefühle wegen der ss! ich glaub da hätt ich auch ein massives problem!
bei mir war zum glück alles gut, bis auf die letzten wochen, da hat ich nen bauchumfang von 1,67 und bin nur 1,60 groß!
das war schon richtig beschissen!! da wollt ich auch nur noch das alles vorbei ist!! und hatte mich entsprechend satt!!
da hoff ich nur das es dir besser geht! und das du trotz allen beschwerden eine leichte schwangerschaft hast!!
du packst das ohne dich unter druck zu setzten!!!
von Anita32 / 07.12.2010 18:09
Wie wär es denn, wenn Du es auf einen Versuch ankommen lässt:
Das Kolostrum ist ja bekanntlich die allerwichtigste Milch fürs Baby, und wenn es die bekäme, wär das doch phantastisch!
Und dann kannst Du ja sehen, wie Du das Stillen empfindest und ggf. auf abpumpen umsteigen oder eben abstillen.
Stillen ist tatsächlich nicht immer nur innige Nähe und Harmonie, wie einem so oft weisgemacht wird; viele Mütter haben mit Problemen dabei zu kämpfen (weiß ich aus eigener Erfahrung).
Und bevor es ein großer Krampf wird, verzichte lieber darauf und lass Dir doch auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden!
Alles alles Gute!
von mandellos / 08.12.2010 10:08
Oh, schon wieder drei liebe Antworten und keine Vorwürfe. Ich bin echt positiv überrascht! Als ich im Netz nach Ekel/Widerwille/etc. vorm Stillen suchte, gab es auch Mütter wie mich, die damit ein Problem hatten und von anderen "Übermüttern" verurteilt wurden. Und in meinem Bekanntenkreis ist das auch so. Und im Geburtsvorbereitungskurs. Wenn dann das Thema Stillen aufkommt, redet jeder auf mich ein, wie schlecht das für mein Kind sei. Ich argumentiere dann immer, das meine Tochter auch keinen Schaden nahm (das tat sie WIRKLICH nicht: sie ist groß, hat keine Allergien, ist Klassenbeste... SO muss ich ich schon rechtfertigen). Und dass ich eben auch Vorteile sehe, wie das Kontrollieren der Milchmenge, dem verdünnen bei Hitze für mehr Flüssigkeitszufuhr, keine schmerzenden Brüste, das Einbinden der Verschwandschaft, dass ich wieder etwas gegen meine Migräne einnehmen kann...
ABER das wird alles nicht akzeptiert. Man bekommt vorgeworfen, man sei egoistisch, denke nur an sich und das Kind würde darunter leiden. Und da die MuMI ja auch wirklich gut ist, habe ich eben darüber nachgedacht, wie ich diese meinem Baby zukommen lassen kann, ohne mich dabei zu ekeln. Ich find das ja selbst nicht toll!
Ich denke, eure lieben Worte und die Tipps helfen sehr weiter.
MURMELBAUCH, ich denke, du hast Recht: wenn man nicht überzeugt dahinter stehen kann, wird es nichts. Ich denke zwar schon, dass es gut ist für das Kind, aber ich glaub auch, dass es den Widerwillen spüren würde. Mal ganz doof gesagt: vielleicht schmeckt die Milch dann auch anders? Oder das Kind kommt sich vielleicht sogar unerwünscht vor???? Das wäre ja schrecklich!
Mein Mann weiß, dass ich ein Problem damit habe, jedoch nicht, WIE groß dieser Ekel und die Angst vor der VErantwortung ist. Er sagt immer "wo ist denn dein Problem: dann geb doch die Flasche - mach dir um das Geld keine Sorgen! Und das Baby wird damit genauso zu Recht kommen, wie das erste Kind".
Also er zwingt oder gängelt gar nicht. Er würde auch nicht böse sein, wenn ich die Flasche gebe, aber ich sorge mich ja um das Kind. DAS muss ja erst mal groß werden (mein Mann ist es ja schon *lach*)
Einmal nachts abpumpen seh ich nicht als schlimm an. Ob ich nun eine Flasche vorbereite oder eben abpumpe. Denke, der Zeitaufwand wird sooo unterschiedlich nicht sein. Wollte eben nur wissen, was mit der Brust passiert, angenommen, sie wird mal eine nacht nicht "beansprucht".
ANITA, auch dir danke, dass du so liebe Worte findest. Tut wirklich gut! Also dein Bauchumfang ist ja wansinn!!!! Wie hast denn da geschlafen??? Schlafen ist noch das Einzige, was bei mir gut klappt (hab aber auch nur 84cm Umfang trotz 26. SSW)...
MANDELLOS, ich dachte immer, das Kolostrum ist die Vormilch, die bei JEDEM Stillen immer VOR der EIGENTICHEN Milch kommt. Verstehe ich das falsch? Kommt die nur in den ersten Tagen???
Das wäre ja dann echt ein Kompromis.
Ich denke, ich mach es, wie ihr es vorgeschlagen habt. Ich probiere es einen Tag/Nacht normal und schaue dann, wie groß der Ekel ist. Wenn das nicht klappt, probier ist das mit dem Abpumpen (wobei ich da ja auch an der Brust "rumspielen" muss - ABER da kann ICH es kontrollieren). Und wenn das alles nicht klappt, wird die Flasche kommen! Wie vor zehn Jahren auch. Und die Frauen, die das dann niht akzeptieren, werden aus meinem Umgang gestrichen :-D
VIELEN VIELEN LIEBEN DANK euch allen nochmal!
von 51zu49 / 08.12.2010 10:32
Hallo du,
frag mich lieber nicht wie das ging, das hab ich irgendwie verdrängt! Die beiden waren aber auch groß, jeder 46cm und knapp 2600g! Also extrem ohne Worte!
das kolostrum kommt direkt nach der Geburt bevor die eigentliche Milch einschißt!
versuch es mit dem Abpumpen, und wenn net dann halt Flasche, deinem Baby ist es egal an was es nuckelt, hauptsache Hunger ist weg und es fühlt nähe, geborgenheit und Liebe!! Da ist es dem Zwerg egal ob Flasche oder Brust!
Und wenn du doch noch auf Flasche umstellst mach dir um Gottes willen keinen Kopf oder fang an dich zu rechtfertigen!
Sag einfach du hast nicht genug Milch und ob sie wollen das dein Baby unterernährt ist! Da sind dann alle ganz fix ruhig!! So erstickst du jede Diskussion im Keim!!
Ich wünsch dir einen schönen Tag und viel ruhe ohne stressige Gedanken!!!
Lg Anita
von Anita32 / 08.12.2010 11:23
Hallo,
ich werd's genauso machen, werde die ersten Tage im Krankenhaus stillen, dann klappt das mit der Rückbildung ja auch schneller und dann werde ich die Flasche geben. Ich weiß nämlich jetzt schon wie das bei uns ablaufen wird, mein Sohn (jetzt 2,5 Jahre alt) wird platzen vor Eifersucht und alles tun um Aufmerksamkeit zu bekommen und irgendwie tut er mir auch jetzt schon leid. Deshalb möchte ich auch nur kurz stillen und da mein Mann diesmal auch voll dahinter steht mit Fläschen (was bei unserem ersten Sohn erst nicht der Fall war, hat sich zu sehr von seiner Familie beeinflussen lassen) lasse ich die ganze negative Kritik an mir abprallen. Wollte damals die Supermami sein, die alles auf die Reihe kriegt, aber nach einer Geburt ist es nunmal nicht so und ich war am Ende als mein Sohn immer mehr abnahm, obwohl ich ihn ständig stillte und war und bin überglücklich das es in der heutigen Zeit Fläschen gibt!
Und Geldprobleme hat man dadurch auch nicht, man bekommt Kindergeld und Elterngeld und so teuer ist die Milch auch nicht.
LG :-)
von sonnenschein11 / 08.12.2010 13:46
Ja, das Kolostrum ist die Milch, die nur in den ersten Tagen kommt.
Die ist auch farblich anders (gelblich) als die Mich, die später (nach dem Milcheinschuss nach etwa drei Tagen) kommt.
Und es sind nur sehr geringe Mengen.
Sie ist allerdings sehr gehaltvoll und es steckt auch viel drin an Abwehrstoffen und so.
Was Du sagst, ist allerdings auch richtig: Beim Stillen kommt zunächst die dünnere Milch, die vornehmlich den Durst stillt und erst nach einigen Minuten die fettigere, sättigendere Milch.
Das passiert allerdings so auch erst nach dem Milcheinschuss.
Du findest schon die richtige Lösung für Euch!
von mandellos / 08.12.2010 14:21
Liebe 51zu49,
ich finde es toll, dass Du in Erwägung ziehst, dein Kind die ersten Tage zu stillen, damit es das wertvolle Kolostrum bekommen kann!
Du hast auch die Möglichkeit das Kolostrum von Hand zu gewinnen oder mit einer Spritze aufzunehmen (ohne Nadel natürlich) und Deinem Baby zu geben (mit der Spritze direkt oder ienem Fingerfeeder oder von einem Löffel), auch wenn das Saugen an der Brust natürlich für Deine Hormonausschüttung und daher auch u.a. für die Rückbildung sehr von Vorteil ist und natürlich auch für Dein Kind ganz viel Nähe und Geborgenheit dar stellt.
Ich empfehle Dir, Dich mit einer Stillberaterin (AFS oder LLL) zu treffen und das weitere Vorgehen zu besprechen.
Hast Du sonst auch Berührungsängste oder Ekel oder Probleme? Weisst Du woher das kommen könnte? Hast Du schon einmal daran gedacht, Dich dahingehend in fachliche Hände zu begeben?
Ganz liebe Grüße,
Denise (Stillberaterin der AFS)
von Sagittaria / 10.12.2010 10:43
Sagittaria,
was ist denn AFS oder LLL? Davon habe ich noch nie gehört!!!
Also Berührungsängste in dem Sinn habe ich nicht. Ich arbeite ja auch mit (behinderten) Kindern und die hängen auch dauernd an mir rum. Und wenn die traurig sind, tröste ich die auch.
Und meine Tochter war damals als Baby auch nicht eklig, oder so! Ich hab ganz normal mit ihr umgehen können. Ich mag es einfach GANZ UND GAR NICHT, wenn jemand an meinem NACKTEN Körper rumspielt. Und das ist un mal die Brust! Das ist so eine Barriere, die ich einfach nicht überwinden kann.
Woher das kommt, weiß ich nicht.
Also ich selbst bekam die Flaschem, ebenso meine zwei Brüder. Generell war meine Mutter aber nicht prüde oder so. Daher denke ich nicht, dass es daher kommt.
Mein Mann hat sich dran gewöhnt und hat auch kein Problem damit. Ich finde eine Flasche ja auch toll und praktisch (WIRKLICH), doch ich mache mir einfach Gedanken, wie ich das beste für mein Kind bekommen kann. Wobei ich wie Sonnenschein auch Angst vor der Eifersucht meiner Tochter habe - die ist jetzt 9 und weiß, dass SIE die Flasche bekam. ABer ich hab auch irgendwie Angst, dass es vielleicht doch abfärbt und SIE dann auch einen Ekel davor bekommt.
Übrigens bin ich auch sehr ungern schwanger! Ich liebe Kinder, doch schwanger sein...
a) gefalle ich mich da nicht (ich bin schon fast stolz, dass ich in der 27. SSW noch nicht schwanger aussehe) und b) nehm ich irgendwie alles mit, was man an Wehwehchen kriegen kann (Symphsenlockerung, Kreislaufprobleme, Rücken und Brustschmeren,...) - keine Ahnung ob ich deswegen nicht gern schwanger bin oder ob das psychisch kommt, weil ich eben schwanger bin.
In fachliche Häde hab ich mich deswegen noch nicht begeben. Bisher war das STillen ja kein Thema und ich denke, selbst, wenn man das Problem findet, könnte man es nicht rechtzeitig beheben. Ist ja schon im März soweit.
Außerdem würde ich mich viel zu sehr schämen, da zu jemandem hin zu gehen. Mein Gyn ist nett, aber ich hab oft das Gefühl, er versteht mich nciht (DEN frag ich daher nicht) - doch wechseln hat nicht geklappt :-( (wobei er auch kompetent ist - das ist er wirklich). Und meine Hebi kenn ich persönlich. Da TRAU ich mich ERST RECHT NICHT, nachzufragen. Was denkt die denn dann von mir?????????
Sonnenschein, ich kann dein Problen echt gut nachvollziehen. Stillst du nur so kurz wegen deinem SOhn, oder weil du es schliechtweg auch unangenehm oder sonst was fandest? Vielleicht findet dein Sohn es ja gar nicht so schlimm, wenn du so tust, als sei es gaaaanz wichtig, dass er dabei ist und du seine Hilfe brauchst! So löse ich Eifersuchtsprobleme bei meiner "Kleinen". Ich bezieh sie mit ein, frag nach ihrem Rat... Bisher klappt das ganz gut!
von 51zu49 / 10.12.2010 11:19
Die AFS und die LLL sind beides Organisationen, die sich die Förderung des Stillens auf die Fahnen geschrieben haben und u.a. auch Frauen bei Stillproblemen helfen.
Vielleicht magst Du ja mehr dazu lesen?
http://www.lalecheliga.de/
http://www.afs-stillen.de/front_content.php
Das mit den Berührungsängsten bzw. dem schlechten gefühl, wenn jemand Deine Brust berührt, meinte ich. Das ist also auch bei Deinem Partner so? Woher das kommt, denke ich, ist doch eine Frage, die geklärt werden könnte. Mit fachlichen Händen meine ich psychologisches Fachpersonal.
Ich selbst habe zwei Kinder (drei Jahre und 6 Monate) und ich mochte schwanger sein auch überhaupt nicht ;)
von Sagittaria / 10.12.2010 11:28
Hallo 51zu49,
Ich finde es total klasse, dass du es versuchen möchtest, mit dem Stillen!
Bei mir war es im KH allerdings so, dass mir die Schwestern beim anlegen geholfen haben. Ich weiß nicht ob du damit zurechtkommst, dass jemand neben dir steht und beobachtet, ob du alles richtig machst. Vielleicht wäre es ratsam, dass du dir im Vorraus die Technik mal anschaust (da gibt es ja auch Literatur drüber), dann kannst du das Anlegen auch allein probieren. Ich habe es intuitiv richtig gemacht, die Schwestern waren ganz begeistert.
Wenn du mit dem Abpumpen zurechtkommst, ist das doch auch eine schöne Alternative.
Meine Tochter schläft schon seit sie 3 Wochen alt ist, durch (ca 8-10h). Anfangs ist dann die Brust morgens etwas ausgelaufen, inzwischen ist das kein Problem mehr. Die Milch bildet sich auch zum größten Teil während des Stillens (bzw. Abpumpens).
Ich persönlich stille meine Tochter (5 Monate) momentan noch voll. Ich kann es aber nachvollziehen, dass du es nicht magst, wenn jemand sich mit deinem nackten Körper "beschäftigt". Ich selber mag das manchmal auch nicht und gerade an der Brust/den Brustwarzen bin ich eigen. Das Stillen wiederum stellt für mich kein Problem dar, zum Glück. Für mich ist das irgendwie was anderes.
Um dich zu trösten: du bist nicht die erste, von der ich höre, dass sie zwar von ganzem Herzen Mama ist, aber SS und Stillen einfach nicht geniessen kann. Bei der Anderen, die ich kenne, ist nach 2-4 Wochen die Milch von selbst weggeblieben, von da an hat sie mit viel Liebe und Begeisterung mit der Flasche gefüttert. Und sie ist eine TOLLE Mutter!
Also mach dir keinen Kopf. Das wichtigste ist, dass du alles was du machst, gern machst, und nicht weil die gesellschaftliche Norm es so vorschreibt!
Ich habe auch schon manchmal gedacht, dass Fläschchen auch toll wären, dann kann Papa nämlich auch besser ins Babyleben integriert werden. Mein Mann ist nämlich ein ganz stolzer Papa!
Bekannte von uns haben sich mit dem Fläschchen geben abgewechselt, dann konnte sie auch mal eine Nacht durchschlafen, was natürlich auch sehr schön ist.
In diesem Sinne, liebe Grüße
von Luz-G / 10.12.2010 11:56
DANKE , Sagittaria. für den Link!
Da sind sgar Treffen angekündigt, die in meiner Nähe sind. Zwar erst im Januar, aber dennoch will ich versuchen, da mal hinzugehen. Hätte da bis zur Geburt dennoch etwa 6 Wochen Zeit.
Luz-G, deine Aussage macht ein wenig mut. Vielleicht wird mir der körperkontakt ja auch nichts ausmachen. Manchmal denke ich, dass die ERSTE ÜBERWINDUNG die SCHLIMMSTE sein wird und wenn die geschafft ist, die nächsten Schritte die einfachsten sind.
Und dass dein Kind so früh durchschläft macht auch Mut. Das ist so was, wovon man bei Stillkindern ja Horrorgeschichten hört. Ich hab einen furchtbar leichten Schlaf und brauche ewig, wieder einzuschlafen, Da ist es natürlich schön, wenn das Stillen kein Nachteil ist!
Wenn es nicht klappt, dann kann ich mich ja dann doch ruhigen Gewissens der Flasche widmen! Mit deren Umgang bin ich recht fix :-D
Ganz liebe GRüße euch allen und ein schönes Restwochenende!
von 51zu49 / 12.12.2010 18:50
Meine Tochter hat auch von Anfang an nur 1 mal nachts getrunken, obwohl sie gestillt wurde....ich habe sie immer einfach nochmal gestillt, bevor ich schlafen gegangen bin, egal ob sie vorher erst vor 1 Std. getrunken hatte, oder nicht.....vielleicht lag es daran.
Meist sind wir dann dabei beide eingeschlafen, und ich habe sie dann, wenn ich so halb wach war einfach in die Wiege neben meinem Bett gelegt, und gut war es....manchmal ist sie aber auch einfach bei uns in der Besucherritze geblieben : )
von Murmelbauch2009 / 12.12.2010 19:47
Wegen des Wieder-Ein-Schlafens kann ich Dich beruhigen - Stillhormone machen müde ;)
von Sagittaria / 13.12.2010 08:34
Hallo
bei mir ist es so, das es sowieso nur mit Stillhütchen klappt, ohne geht nicht und ich hab dann auch gerne meinen Körper wieder für mich (hört sich das egoistisch an?), möchte abnehmen und meinen Sohn nicht so in die Ecke drängen, außerdem finde ich es sehr unangenehm, wenn die Brüste sehr voll sind und die Milch rausfließt, abgepumpt habe ich damals auch zusätzlich, aber der Zeitaufwand ist doch noch größer.
Meinen Mann kann ich da auch mehr mit einbeziehen, er hat es geliebt seinem Sohn die Flasche zu geben auch wenn er Anfangs dagegen war, mittlerweile legt er keinen großen Wert mehr drauf, weil er weiß das unser Sohn auch so prächtig gewachsen ist und überlässt die Entscheidung mir ob ich stille und wielange. Ich finde es gibt nichts schlimmeres, wie wenn der Partner eine andere Ansicht hat, wie wir Frauen, denn immerhin ist es MEIN KÖRPER und ich misshandel mein Kind ja nicht, wenn es nicht monatelang Muttermilch bekommt, es bekommt von mir genauso Nähe, Zuwendung und Liebe wie ein Stillkind und doch denkt man, man ist eine Rabenmutter wenn man die Flasche gibt.
Ich empfand es auch als unangenehm zu stillen, ich bin dafür wohl einfach nicht gemacht, ich fand das schmerzhaft und belastend, hatte schon Panik als ich meinen Sohn von der Brust nahm und sein Mund voller Blut war...mein Blut, weil meine Brust so wund wurde. Da ich mir auch sicher bin, das bei mir wieder viel einreissen wird, während der Geburt, möchte ich nicht wieder am halben Körper schmerzen haben.
Ich finde es schön, wenn viele Frauen stillen, aber ich zähle mich nunmal nicht dazu und so wie ich diese Leute akzeptiere, möchte ich auch akzeptiert werden.
Viele Grüße
von sonnenschein11 / 13.12.2010 14:05
Das ist eben oft das Problem: viele akzeptieren nur IHRE Ansicht.
Ich finde es toll, wenn eine Spontangeburt gut verläuft und gewünscht wird. Ebenso ist es auch klasse, wenn man gern stillt und auch gut kann.
Umgekehrt muss man sich einiges anhören. "Was, du entbindest per Kaiserschnitt?" "Was, du stillst nicht?????? Das ist unverantwortlich".
Wieso, weshalb,... interessiert kaum und es ist auch lästig, sich immer rechtfertigen zu müssen, zumal ohnehin jedes Argument abgeschmettert wird - irgendwann fühlt man sich echt GRUNDLOS schlecht. Man sei egoistisch, denke nicht an das Kind, vernachlässige dieses... Man wisse gar nicht, was man dem Kind damit antut...
DAHER kam ich ja auch zu der Überlegung, doch zu stillen, obwohl es mir widerstrebt. EXTREM widerstrebt. Wenn ich beim nach spätestens zwei Tagen nicht stillen kann/will, werde ich es auch nicht tun, denn ich denke, ein Kind merkt auch, wenn es widerwillig angelegt wird. So eine Ablehung spüren die feinen Antennen doch stark.... Probieren werde ich es - dem KIND zu liebe und damit ich MEINE Ruhe habe und mir keine Vorwürfe machen muss - zwei Tage. Wenn es dann nicht so klappt, dass beide (kind und ich) zufrieden sind, dann wird es nicht auf biegen und brechen durchgesetzt. Früher gab es auch Ammen, weil nicht jede Frau stillen konnte/wollte.
Heute würde keine Frau ihr Kind einer anderen Frau anvertrauen - oder zumindest nur die wenigsten. Deswegen gibt es ja die Flaschennahrung. Die Natur ist nahezu perfekt, aber leider nicht immer. Und wenn es dann nicht sein will, hab ich mir geschworen, mich nciht mehr als Rabenmutter abstempeln zu lassen.
von 51zu49 / 13.12.2010 16:56
