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Meinung von Außenstehenden
Hallo ihr Lieben :)
Ich bin ganz neu hier und hab direkt mal was, was ich loswerden muss.
Schon immer gab es nichts, was ich mir mehr gewünscht habe, als Kinder und eine eigene Familie.
Aber eben erst dann, wenn alles so ist, wie man sich das eben wünscht: gefestigte Partnerschaft (vorzugsweise Ehe), eigene Wohnung, Beruf und Job,...
Nun befinde ich mich nach 6 Jahren Beziehung in einer neuen Partnerschaft (knapp 5 Monate), welche mich sehr glücklich macht. Nun ist mein Kinderwunsch die letzten Monate, bzw. Wochen sooooooo stark und richtig real geworden... Mein Freund weiß davon, allerdings haben wir bisher wenig über die Zukunft (insbesondere mit Kindern) gesprochen, weil es einfach noch nicht an der Zeit dafür ist.
Ich verhüte seit zwei Jahren mit der Temperaturmethode, zusätzlich benutzen wir Kondome.
Neulich ist uns (kurz vor meinen fruchtbaren Tagen) etwas passiert, was ich vorher noch nie erlebt habe. Beim kuscheln nach dem GV bin ich "ausgelaufen". Am nächsten Tag, konnte ich noch mehrfach feststellen, dass es "läuft". Ein paar Tage später ist dies nocheinmal vorgekommen.
Ich bin nicht sicher, ob es sich um normalen Ausfluss gehandelt hat oder wirklich Sperma gewesen ist. Dieses Gefühl kannte ich sonst nur nach Sex ohne Kondom (damals mit meinem Ex-Freund).
Natürlich kam in diesem Zyklus dann die Frage auf "Bin ich schwanger?".
Plötzlich wurde dieser Gedanke, mit dem ich mich täglich auseinandergesetzt habe, sehr bedeutend und ich musste feststellen, dass ich mich unheimlich freuen würde, (jetzt!) ein Baby zu bekommen.
Mein ungeplantes Wunschkind eben!!! :) Ich würde es zu diesem Zeitpunkt NIEMALS darauf anlegen schwanger zu werden, allerdings wäre ich unendlich glücklich darüber, wenn es passiert.
Wichtig ist mir die Frage, ob ich mich in diesem Punkt egoistisch verhalte!?
Schließlich sind wir beide sehr jung (mein Freund ist zwei Jahre jünger als ich) und unsere Partnerschaft noch ganz frisch. Wir wohnen auch nicht zusammen, sondern beide noch "zuhause". Es wären somit eine Menge Dinge zu bedenken. Allerdings haben wir beide unsere Ausbildung abgeschlossen und einen festen Job. (Jedoch muss man dazu sagen, dass ich mich in meinem Beruf gerne noch weiterbilden möchte (geplanter Beginn im Sommer 2012, Dauer zwei Jahre). Dies wäre aber natürlich auch zu einem späteren Zeitpunkt kein Problem. Durch meine Ausbildung und die Arbeit in Krippe und Kiga (Ich bin Sozialassistentin) weiß ich auch, was mit einem Baby auf mich/UNS zukommt! Was sagt ihr zu meiner Situation?
Mein NMT ist der 20.09.2011. Extreme Müdigkeit, Schwindel, Ziehen im Unterbauch (so langsam auch in der Brust), leichte Kopfschmerzen und Übelkeit sind seit letzter Woche meine täglichen Begleiter.
Meine "Sorgen" kommen dementsprechend nicht von ungefähr :/
Hat jemand schon mal ähnliches erlebt?
Freu mich über eure Meinungen!
Larissa
von Larissa21 / 13.09.2011 20:37
Magazin-Links zum Thema:
Hallo Larissa21,
ich war mit 19 schonmal in einer ähnlichen Situation, aber bei mir stellte sich dann heraus, dass ich nicht schwanger bin. Deine Gedanken kann ich daher nachvollziehen...
Da du schreibst, dass es ein paar Tage später auch nochmal "ausgelaufen" ist, würde ich eher auf einen anderweitigen Ausfluss tippen und nicht auf "restliches" Sperma. Das "läuft" normalerweise nur noch am nächsten Vormittag raus, wenn ihr am Vorabend GV hattet.
Ansonsten sehe ich die Sache so:
"Egoistisch" wäre dein Verhalten nur, wenn du deinen Partner nicht mit in die Entscheidung einbeziehst (wenn eine Entscheidung für/gegen ein Kind notwendig ist - positiver Test). Das halte ich schon für sehr wichtig, da es ansonsten auch zu einem Vertrauensbruch in der Beziehung und damit auch ggf. zur Beendigung der Beziehung kommen könnte. Außerdem soll er ja dann auch sicher für das Kind da sein, oder? (Und damit meine ich nicht nur die Überweisung von Unterhalt...) Und dafür sollte er sich auf jeden Fall aktiv entscheiden und nicht nach 12 Wochen Schwangerschaft von dir mitgeteilt bekommen: "Du wirst Papa, ich bin in der 12 Woche und man kann jetzt nichts mehr daran ändern!" Damit würdest du ihn in die "Ecke" drängen und ihm deine Entscheidung aufzwängen.
Die Frage ist nämlich auch: Will er generell Kinder? Wenn ja, wann? und Fühlt er sich ggf. jetzt schon bereit dafür? Natürlich sagt man: Wer Sex hat, soll auch die Konsequenzen tragen, wenn doch mal was "schief" geht. Aber im Normalfall ist es ja doch so, dass der Mann sich auf die Verhütungsmethode der Frau (in deinem Fall Tempi-Messen und Kondom) zu 100% verlässt und dir dabei vertraut. Daher geht er auch nicht davon aus, dass eine "ungeplante" Schwangerschaft relevant werden könnte.
Gut ist auf jeden Fall, dass ihr beide einen Job habt und du durch deinen Beruf einschätzen kannst, was da auf euch Beide zukommt. Das solltest du deinem Freund auf jeden Fall mitteilen und ihm Möglichkeiten aufzeigen, wie ihr Beide ein Kind gemeinsam großziehen könntet.
Aufgrund seines Alters gehe ich erstmal davon aus, dass er sich noch keine Gedanken zum Thema Familienplanung gemacht hat, oder? Was auch nicht schlimm ist, denn 19 ist auch noch kein Alter, in dem Mann sich darüber Gedanken macht. :o) Aber ihr müsst, wie schon gesagt, darüber sprechen!
Hältst du denn eure Beziehung nach 5 Monaten für gefestigt genug für ein Kind?
Wäre es euch möglich zusammen zu ziehen, wenn es wirklich eine Schwangerschaft sein sollte?
Könnt ihr von euren Gehältern und möglichen staatl. Unterstützungen leben und ein Kind aufziehen?
Hast du denn ein gutes Verhältnis zu deiner Mutter? Wenn ja, kannst du dich ja auch mal mit ihr darüber austauschen und mit ihr über deine Gedanken und Fragen sprechen. Sie stand bestimmt auch schonmal vor dieser Situation und kann dir ggf. auch die nötige moralische Unterstützung (Beistand) leisten.
Ich wünsche dir alles Gute!
LG
von Tweety85 / 14.09.2011 10:46
Hallo Tweety85,
ganz lieben Dank erstmal für deine aufbauenden Worte.
Das hat richtig gut getan! :)
Mit dem "auslaufen", das hast du falsch verstanden. Habe das nur den Vormittag über gehabt.
Dann ist uns die Sache mit dem Kondom allerdings nochmal passiert (ein paar Tage später) - Da hatte ich das dann nachts sowie am darauffolgenden Vormittag wieder mit dem "auslaufen".
Die Chance, dass es geklappt haben könnte, besteht also. Vorallem, da es sich um meine fruchtbaren Tage gehandelt hat...
Meinen Partner würde ich natürlich von Anfang an einbeziehen. Das ist für mich selbstverständlich.
Allerdings stellt sich mir die Frage nicht, ob ich mich für oder gegen mein Kind entscheide.
Wenn mein Partner für einen Abbruch wäre, würde ich mich wohl am ehesten gegen ihn entscheiden. Denn das könnte ich einfach nicht. (Natürlich möchte ich aber nicht, dass mein Kind ohne Vater aufwächst!). Ich finde die Verantwortun für die Verhütung tragen IMMER beide. Selbst wenn sich einer von beiden auf den anderen verlässt heißt es ja nicht, dass er deshalb keine Verantwortung trägt. Unserem Fall verlässt sich mein Freund bei mir auf das Tempi-messen und ich mich bei ihm darauf, dass er das Kondom richtig aufzieht. Vertrauen ist da natürlich die Voraussetzung. Wenn mein Freund weiß, dass meine Tempi uns heute die "fruchtbaren Tage" anzeigt und uns beim GV NUR das Kondom schützt (was er meist aufzieht), dann ist ihn natürlich klar, dass die Verantwortung auch stark bei ihm liegt. Sollte dann etwas passieren (was bei uns ja nun so sein kann), dann liegt die "Schuld" wohl auch mit bei ihm, falls man das überhaupt so sagen kann. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass mein Freund nicht so reagieren würde (Abbruch). Nach dem anfänglichen "Schock" (den ich selbst wahrscheinlich auch hätte) würde er sich freuen, denke ich. Mein Freund möchte Kinder, wenn vielleicht (geplant) auch noch nicht jetzt. Allerdings gehe ich davon aus, dass wir uns beide damit "anfreunden" könnten, wenn es nun passiert. Ich habe da sehr viel Vertrauen in uns und unsere Beziehung. Soll heißen, dass ich diese für sehr gefestigt halte. Wir würden da reinwachsen. Das "Eltern sein", lernt man wohl erst mit der Zeit. Ich denke jedoch, wir würden das beide gut machen und auch kann ich mir vorstellen, dass wir das finanziell schaffen. Aber letztenendes kann man sich nie GANZ sicher sein. Die Möglichkeit zusammen zu ziehen haben wir auf jeden Fall. Wir wohnen auch jetzt schon im selben Ort, gerade mal ein paar hundert Meter voneinander entfernt...
Ein gutes Verhältnis habe ich zu meiner Mutter. Ein sehr gutes sogar. :)
Ansatzweise haben wir schon darüber gesprochen, dass bei mir die "innere Uhr" tickt. Allerdings fällt es mir immer sehr schwer, über so persönliche Dinge zu sprechen und ich würde da ungern weiter ins Detail gehen.
Ganz liebe Grüße
von Larissa21 / 14.09.2011 16:00
Ohweia, gleich mehrere Tippfehler :(
Editieren kann man hier wohl nicht!?
von Larissa21 / 14.09.2011 16:11
Hallo Larissa,
Ich glaub,ich war in einer ähnlichen situation wie du! Ich bin jetzt 28 und seit 8 Jahren mit meinem partner (jetzt seit 2 jahren ehemann(-;)zusammen. als ich ihn kennen gelernt habe,war mir ziemlich bald klar: Das ist der Mann mit dem ich eine Familie gründen will! Hab mich davor noch nie mit jemanden so gefühlt!(-:
Kinder waren schon nach ca 1 Jahr ein thema für uns. Wir haben allerdings gemeinsam entscjieden, dass wir,obwohl wir uns beide kinder sehr wünschen, noch warten. wir haben dann nach dem abi beide erst mal studiert, geld gespart, hatten eine wunderschöne hochzeit(-:, haben uns jetzt eine richtig schöne große wohnung im grünen geleistet,sind beruflich gefestigt und haben uns einfach rundherum auf nachwuchs vorbereitet! uns war auch wichtig, dass wir nur vom gehalt meines mannes leben können, weil ich auf keinen fall will dass meine kinder in eine krippe müssen!! Also haben wir ganz geduldig gewartet...und im august haben wir uns entschieden: Jetzt ist es soweit!!! Ich war superaufgeregt und...wurde promt im ersten Übungszyklus schwanger!!!! ich bin jetzt in der 6.SSW!!
Ich kann nur sagen, dass jahrelange warten war oft hart aber es hat sich voll gelohnt!!!jetzt können wir uns es auch leisten unser kind so aufwachsen zu lassen wie wir uns das immer erträumt hatten! zB mit 100% Bio-essen, einem gesunden schadstoffreiem wohnumfeld, mit viel grün vor der haustür und ich kann mich auch voll und ganz um die kinder kümmern und habe keinerlei finanziellen druck wieder arbeiten gehen zu müssen!
Wenns "ungeplantes Wunschkind" wird, dann solls wohl so sein. aber ich würde an deiner stelle echt noch warten, bis du beruflich erfüllt bist und ihr einen lebensstil habt,wie ihr ihn euch vorstellet...
und auch eine wunderschöne hochzeit kostet viel geld (obwohl unsere eher klein und gemütlich war(-;)
dieses geld hat man eher,wenn man noch keine kinder hat(-;
Bin gespannt was du zu berichten hast an deinem nmt!
Liebe grüße und viel durchhaltevermögen
Julia
von JuliaP / 20.09.2011 09:54
