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Seit 3,5 Monaten quäle ich mit mit dem Stillen

Ende August ist meine Tochter geboren.
Nachdem sie im Kreißsaal etwa 2 Stunden auf mir lag, hat die Hebamme sie mir angelegt. Das ging relativ gut mit dem Saugen. Ein paar Versuche und es klappte. Die Tage im Krankenhaus habe ich immer ordentlich gestillt. Hatte ab und zu ein paar Probleme mit Stillpositionen und Schmerzen beim Stillen, aber ich dachte, das gibt sich alles mit der Zeit.
Zu Hause hatte ich erst einmal einige depressive Tage, was sich zum Glück bald legte. Doch die Schmerzen beim Stillen wurden immer schlimmer. Meine Brustwarzen hatten kaum Zeit sich zu erholen, da die Kleine teilweise alle zwei Stunden gestillt werden wollte und dann immer eine Stunde an der Brust hing. Das heißt: Eine Stunde Stillen, eine Stunde Pause, eine Stunde Stillen, eine Stunde Pause.
Irgendwann habe ich nur noch geheult, hatte schon Angst vor der Kleinen, bei dem kleinsten Schrei von ihr haben meine Brüste schon so weh getan.
Mein Nachsorgehebamme hat viel mit mir versucht. Crémes, Heilwolle, Kompressen... Dann sollte ich mal nur alle vier Stunden stillen, immer die Positionen wechseln, abpumpen, Stillhütchen... Ich war beim Frauenarzt (er wusste nicht weiter) und beim Kinderarzt (er hatte auch keine Ahnung weiter). Meine Hebamme hat sich mit Kolleginnen kurz geschlossen... Wir haben eigentlich alles ausprobiert... Also ich dann nach vier Wochen meine Tochter im Affekt wirklich fast vom Schoß geschubst hätte, war es für mich vorbei. Ich habe nur noch abgepumpt. Das ging und tat nicht so weh. Da meine Muttermilch durch das Abpumpen nicht ausreichte, füttere ich zu. Zwischendurch gab ich ihr immer mal wieder die Brust, damit sie es nicht verlernt und ich für den Notfall gewappnet bin. Vor zwei Wochen fing ich wieder regelmäßiger mit der Brust an, da mein Arzt meinte, er könne mir kein Rezept mehr für die elektrische Pumpe geben (die Handpumpe tut leider weh). Nun war ich einige Tage schon wieder dabei, meiner Kleinen nur noch abends eine Flasche Fertigmilch zu geben und sonst sie direkt zu Stillen. Doch die Schmerzen sind jetzt schon wieder fast unausstehlich... Sie hört an der Brust auch nie von alleineauf zu trinken. Entweder breche ich nach über einer Stunde ab oder wenn ich die Schmerzen einfach nicht mehr aushalten, nach einer halben Stunde. Das geht aber alles nur mit Stillhütchen, da sie meine Brustwarzen sonst nicht zu fassen kriegt.
Nachts ist es auch ziemlich schlimm, da wir beide das mit dem Stillen im Liegen nicht so gut hinbekommen. Es tut viel mehr weh und braucht einige Versuche, eh sie richtig dran saugt. In der Zwischenzeit hat sie sich dann schon wütend geschrien...
Ich will sie so gerne mindestens ein halbes Jahr, lieber länger Stillen. Aber das letzte viertel Jahr waren eine Tortur. Es fängt nun langsam wieder an, dass ich Angst vor dem Stillen habe. Ich denke nur dran und ein Stich durchfährt meine Brüste...

Kann mir irgendjemand helfen? Hat jemand das auch so durchgemacht?
Ich bin eigentlich keine Memme... Nicht das ich wüsste. Aber ich fühle mich zwischen den stillendne Muttis schon oft so... Da klappt das so einfach... :(

von chrimbie / 07.12.2011 20:10

Antwort


Hallo Chrimbie,

Da ich "erst" mit dem 1.Kind ss bin, wollte ich mich eigentlich nicht in diese Diskussion einmischen...
Aber bei so einer Vorrednerin fühle ich mich ja praktisch gezwungen!!!
Das Flaschenmilch 1000x schlechter ist als Muttermilch ist ja wohl zigfach nachgewiesen worden!

Ich habe keine Erfahrung mit Stillen, aber mein Tipp wäre: Vergiss die Hebammen, geh zu einer Stillberaterin zB von La Leche Liga. Das sind die echten Profis für solche Fälle!!!

Ich bin mir sicher, dass sie dir weiterhelfen kann.
Und falls du wirklich abstillen möchtest, ist das schade, aber dann weißt du dass du alles versucht hast.
Muttermilch deswegen schlechtzureden find ich aber unverantwortlich!

Lg und gute Besserung,
Julia

von JuliaP / 09.12.2011 19:00

Antwort


muttermilch hin oder her, es ist auch wichtig, dass es der mutter dabei gut geht.
und wie ich deinen text lese, gehts dir dabei einfach nicht gut. wenn du angst vor dem stillen entwickelst und das ist weder für dich gut, noch fürs kind. das merkt das doch auch, dass es dir eigentlich widerstrebt.

vielleicht bringt es wirklich was, wenn du dich nochmal an eine stillberaterin wendest. wenn du das gefühl hast, alles probiert zu haben, dann lass es! du hast es 3,5 monate trotz schmerzen und problemen geschafft und darauf kannst du stolz sein!!!
es ist KEINE schande seinem kind die flasche zu geben. und wenn es dir damit seelisch und körperlich besser geht ist es diesen schritt wert. du machst es dir damit auch nicht einfach (falls du das gefühl hast das zu tun). wenn ich mich erinnere, was die flaschenmuttis immer alles an aufwand hatten das zeug sauberzuhalten und was die alles mitgeführt haben wenn wir unterwegs waren - holla die waldfee! respekt!

ich kenn einige muttis, die stillen versucht haben (auch mit viel ausdauer und abpumpen und stillberatern etc.) und alle haben sich besser gefühlt, nachdem sie das stillen aufgegeben haben und auf flaschenmilch umgestiegen sind. die kinder sind trotzdem grossgeworden und pumperlgesund :)

ja, man sagt stillen ist das beste für das baby und vielleicht ist es das, ABER ich kenn flaschenkinder die keine einzige allergie haben und umgekehrt stillkinder die gegen so ziemlich alles allergisch sind, was es gibt. also ist es überhaupt nicht gesagt, dass dein kind mehr allergien bekommt, nur weil du nicht 6 monate durchstillst! ob man allergien bekommt oder nicht hängt nicht allein von der muttermilch ab. und dein kind hat bereits 3,5 monate wichtige antikörper getankt, das darfst du auch nicht vergessen.

natürlich ist das wohlbefinden deines kindes wichtig, aber dein eigenes wohlbefinden ist genauso wichtig. dein eigenes wohlbefinden ist auch für dein kind wichtig!
du solltest dir ernsthaft überlegen ob du dich (neben den schmerzen) dem seelischen stress weiter aussetzen möchtest und ob das dir, deinem kind und eurer bindung zueinander guttut.

stillen ist was tolles, ich hab selbst 9 monate gestillt und habe gerne gestillt, aber es ist eben nur toll, wenn es gut funktioniert und es darf auf gar keinen fall sein, dass du dich dabei starken schmerzen aussetzt. so kann sich keine gute und harmonische stillbeziehung aufbauen.

bei manchen läuft es halt mit den stillen, bei anderen nicht, so ist das leben und es ist def. nichts, wofür man sich schämen muss! zum glück sind wir ja in der situation, dass es alternativen gibt und wir viele hochwertige produkte auf dem markt haben, die gewährleisten, dass es den kleinen trotzdem an nix fehlt und sie gross und stark werden :))

alles gute,

lg xenaka

von xenaka / 09.12.2011 19:39

Antwort


Hallo chrimbie,
also erst einmal Hut ab!, dass Du das trotz dieser schlimmen Schmerzen so lange mit dem Stillen versucht und durchgehalten hast!!! Und du bist keine Memme! Red dir bitte nicht so was ein und lass es dir auch nicht einreden!
Ich gehöre selber und leider zu den Frauen, die auch extremste Schmerzen beim Stillen hatten - (Bei mir könnte ein Mitgrund sein, dass ich vor Jahren eine Brust-OP hatte und das Narbengewebe an der Brust extrem hart ist :-()
Ich hatte mir das mit dem Stillen in meiner Schwangerschaft so schön und vor allem einfach vorgestellt und dann sowas: Brustwarzen in lila und dick wie Pflaumen! Baby nur am Schreien!
Für mich waren nach vielen Schuldgefühlen, unheimlichen Schmerzen und - leider - vielen unnötigen Bemerkungen zwei Dinge ganz klar: mein Baby hat Hunger und ist frustriert, dass es an meiner Brust nicht satt wird. Und ich bin vor lauter Schmerzen und Stress kurz vorm Durchdrehen.
Ich habe abgestillt - und nein, ich habe es nicht so lange durchgehalten wie Du :-). Und ich bereue es nicht: mein Baby ist satt, wächst und gedeiht. Andererseits: was hätte ich denn tun sollen? Mir wie im Mittelalter eine Amme suchen, die mein Kind für mich stillt? ;-)
Liebe chrimbie, ich bin mir sicher, dass du für dich deine Grenze kennst und die richtige Entscheidung treffen kannst - im Interesse deines Kindes und auch in deinem!

viele Grüße!

von El-Mauso / 09.12.2011 20:23

Antwort


Hallo Chrimbie, Ich wollte
ich kann mich Xenaka nur anschließen, sie hat mit allem Recht!
Bei mir war es ähnlich wie bei dir, allerdings habe ich nicht so lange durchgehalten. Ich wollte meine Tochter auch unbedingt stillen, weil ich auch denke, dass Muttermilch das Beste ist.
Es fing im Krankenhaus genau wie bei dir an, eigentlich klappte es ganz gut, meine Tochter hat ordentlich gesaugt und ich hatte das Gefühl, dass alles klappen wird. Schmerzen hatte ich auch direkt am ersten Tag, allerdings wurde sie mit der Zeit besser.
Kaum waren wir zu Hause angekommen ging der Horrortrip erst richtig los. Mein Kind schrie ständig und irgendwann war es genau wie bei dir: eine Stunde Stillen, eine Stunde Pause...
Im Liegen haben wir es auch nicht hingekriegt und für mich baute sich von Mal zu Mal mehr Streß auf. Es entstand eine Spirale aus Verzweifelung darüber, dass ich nicht wusste, was mein Kind hat, warum es ständig brüllt, Schlafentzug, bis zum Reißen gespannte Nerven und das Gefühl irgendetwas falsch zu machen.
Nach sechs Wochen ging ich am Krückstock und endlich kam meine Hebamme auf die Idee mal zu gucken, ob mein Kind überhaupt satt wird und siehe da - ich hatte zu wenig Milch. Auf die Idee bin ich überhaupt nicht gekommen, da ständig Milch aus meiner Brust lief, die Brust immer prall war.
Ich habe dann schweren Herzens angefangen zuzufüttern und konnte zugucken, wie meine Milch immer weniger wurde und in null komma nix ganz weg war.
Ab da begann das Paradies. Mein Kind war satt, schlief, ich auch und alles wurde gut.
Im Nachhinein ärgere ich mich, dass ich das Theater so lange mitgemacht habe. Es hat mich wirklich Nerven gekostet und mich an meine körperlichen Grenzen gebracht.
Wenn ich mir vorstelle, dass du das schon 3,5 Monate durchmachst, wundere ich mich, ´dass du noch lebst`.
Meiner Tochter hat die Ersatznahrung überhaupt nicht geschadet, sie hat keine Allergien, keine Unverträglichkeiten und ist weniger krank, als Kinder in ihrem Alter die lange gestillt wurden.
Du musst gar kein schlechtes Gewissen haben, wenn du abstillst. Denk auch an dich!
Alles Weitere hat Xenaka schon geschrieben.
Ich hoffe du findest den richtigen Weg für euch,
liebe Grüße
Kathi

von Kathi80 / 09.12.2011 20:46

Antwort


Natürlich ist stillen besser als Flascherl geben...
ABER ich konnte meinen Sohn nicht stillen und er wird genauso groß und ist im Gegensatz zum ein oder anderen Stillkind noch nicht krank gewesen.
Jetzt bin ich mit dem 2. Kind schwanger und habe durch die SChwierigkeiten beim 1. Kind richtig Angst vor dem Stillen und werde vielleicht auch beim 2. Kind (sollte es überhaupt gehen) nciht stillen.
Ich finde in der heutigen Zeit braucht man sich nicht quälen...denn nicht jedem macht Stillen Spaß und ist schön....was hat denn das Kind davon wenn die Mutter jedesmal nen Koller kriegt wenn sie nur ans Stillen denkt?
Ich glaube dass in vielen Fällen die Mutter-Kind-Beziehung nichts vom Stillen hat...tut mir leid aber nicht jeder ist so wie du @JuliaP...ich finde es Klasse dass du Stillen möchtest und ich glaube mich recht zu erinnern dass du auch so eine sehr naturverbundene SChwanger bist - Hausgeburt...keine SSVitamine und bewundere dich dafür...aber...trotzdem glaube ich dass nicht jeder so ist wie du und auch dass du es ohne Kind recht leicht hast dir eine Meinung zu bilden...denn Stillen ist nicht so einfach wie es aussieht!
So meine Lieben...jetzt hab auch ich meinen Senf dazu gegeben...
Jeder soll SEINEN WEg finden...OHNE Quälerei ;)
Gvlg

von Soix4444 / 09.12.2011 22:52

Antwort


Oh neinnein...so schnell fühl ich mich nicht angegriffen(-;
Du hast ja auch völlig recht: Ich hab noch kein Kind gestillt. Aber das habe ich ja auch geschrieben, dass ich da deswegen nicht mitreden kann. Will ich ja auch gar nicht(-; Wär ja echt anmaßend(-;
Mir ist nur der Satz sauer aufgestoßen, dass Muttermilch gar nicht so gut wäre und überbewertet werden würde. Soviel weiß ich auch ohne Stillerfahrung: Das ist einfach schlichtweg falsch. Das ist eine vielfachbewiesene tatsache. Da, als ich diese Diskussion gelesen habe, dass die einzige Antwort war, hab ich mich dazu bemüßigt gefühlt dem zumindest zu widersprechen.
Alles weitere überlasse ich natürlich mit Freuden den erfahrenen Stillerinnen(-;
Lg und bitte nicht aufregen, ich hatte gar nicht vor, mir eine Meinung anzumaßen(-;
Julia

von JuliaP / 10.12.2011 18:59

Antwort


Wenn Du weiter stillen willst, hol Dir unbedingt professionelle Hilfe, das ist Gold wert!
Ich hatte auch Stillprobleme (anderer Art als Deine) und ich war bei mehreren Hebammen, beim Osteopathen, beim Kinderarzt (zwischenzeitlich dachte ich, es läge am Kind), nach sieben Wochen Quälerei habe ich mit einer Stillberaterin telephoniert und war eine Woche später bei ihr, schon die Tipps aus dem kurzen Telephonat haben geholfen, da hat man einfach gemerkt, wo die Kompetenz sitzt.

Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter:
http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC).

Alles alles Gute!!!

von mandellos / 10.12.2011 21:28

Antwort


also zu deinem problem ... wenn du solche schmerzen hast dann versuch es nochmal mit einer stillberatung ... und wenn das nicht funktioniert solltest du abstillen ... dein kind merkt es schließlich auch wenn du dich nicht wohl fühlst



und zum thema muttermilch vs. babynahrung

es gibt momente in denen die flaschennahrung für das kind besser ist als die muttermilch ... bestes beispiel ... meine tante ... die ganze SS nicht geraucht und nach der geburt kettenraucherin und dann voll stillen ... tut mir leid aber für diese kinder wäre die flasche besser gewesen ... nur wenn die mutter ausgewogen isst und nix schädliches zu sich nimmt ist stillen gut fürs kind .... und wenn sie sich wohl fühlt dabei .........



LG

von tweetie91 / 11.12.2011 19:18

Antwort


Das ist nicht ganz richtig. Gerade die Leute, die rauchen, sollten besser stillen. Der Rauch kommt ohnehin ans Kind durch Geruch, Kleidung etc., auch, wenn nur draußen geraucht wird. Diesen Kindern sollten also möglichst die Vorteile, die die Muttermilch mit sich bringt, zugute kommen.

von mandellos / 11.12.2011 19:44

Antwort


vielleicht sollte man einfach weiterhin Nichtraucher bleiben wenn man in der schwangerschaft aufgehört hat ....


es ist aber auch wichtig das die mutter sich beim stillen wohl fühlt ... denn das baby soll seine mutter ja nun nicht negativ erleben....



LG

von tweetie91 / 12.12.2011 11:21

Antwort


Hallo ihr alle!

Ich habe nicht ganz so eine Tortour hinter mir. Also, ja stillen ist gut und wichtig, aber ich muss allen recht geben die sagen, das du dich nicht damit quaelen sollst. Ich kann seit dem 3. Monat abends nicht mehr stillen, weil die Milch nicht reicht, unsere bzw. meine Einsicht hat gute 14 Tage gedauert und ab dem Zeitpunkt bekommt meine kleine Maus jetzt einmal pro Tag die Flasche.

Wir haben zum teil in der Nacht 2 Stunden gestillt und das hat mich auch wahnsinnig gemacht, sie wollte auch nie allein von der Brust weg. Bis ich beim Osteopath war. Er meinte, es waere gut moeglich, das der kleinen bei der Geburt die Nerven im Kopfbereich etwas eingeklemmt wurden sind, und diese eine Zeit brauchen sich zu erholen. Kurzum, seit wir dort waren still ich in der Nacht maximal 45 min, das ist aber auch tagsueber so, ich habe halt ein langsam trinker! Aber ich find es mittlerweile echt viel besser, das hat sich schon nach der ersten Sitzung gezeigt. Es gibt viele Krankenkassen die auch einen Osteopath dazu finanzieren. Ich haette es vorher auch nicht geglaubt, aber es kann echt funktionieren.

Mit den Wunden Brustwarzen mache ich das so, ich laufe zu Hause, wenn es mal wieder ganz schlimm ist ohne BH rum, und nehme fuer unterwegs nur noch Stoffstilleinlagen, den Rest habe ich nicht vertragen, und ich stille auch nur mit Stillhuettchen.

Und ehrlich, wenn das alles nicht klappt, ich weiss, dass ist jetzt einfach gesagt, dann hoer einfach auf mit stillen, denn wenn es dir so schlecht geht, kann das keine dauerhafte Loesung sein. Die Leute die behaupten du musst weiter stillen, weil die Muttermilch besser als Flaschennahrung ist musst du alle einfach reden lassen. Suche dir Leute die dich in der Entscheidung unterstuetzen, die du faellst und den Rest musst du reden lasse, denn du weisst selber, jeder hat nen guten Rat, aber die Entscheidung triffst du allein.

Ich wuensche dir viel Mut und Kraft fuer dich den besten Weg zu finden, denn wenn es der Mama schlecht geht ist das nicht unbedingt gut fuer das Kind!

von Cori112 / 13.12.2011 09:25

Antwort


Hallo!

Ich kann dein Problem sehr gut verstehen.
Ich wollte so gerne so lange wie möglich stillen, hatte ich mir zumindest vorgenommen, doch es kam anders.
Meine kleine Muckelmaus hat mich maltretiert, meine Brustwarzen waren Blutig, sie hat gezogen, um sich geschlagen, einfach einen riesen Aufstand gestartet wenn es ums Stillen ging.
Nur Nachts wenn sie im Halbschlaf getrunken hat ging es wirklich gut.
Meine Hebamme kam dauernd vorbei um mir zu helfen und um sich mein Problem anzusehen, aber auch sie wußte irgendwann nicht mehr weiter, denn meine Süße war nicht zu bendigen.
Ich war wirklich nach 4 Monaten so am ende das ich einmal weinend zusammen brach und zu meinem Partner sagte:
Mein Kind haßt mich!!!
Der antwortete sofort das dies nicht stimmen würde und baute mich wieder auf.
Das Ende vom Lied war, alles was ich mir vorgenommen hatte ging einfach nicht und natürlich ist die Milch aus dem Kaufhaus nicht so gut wie die Muttermilch, aber wenn es nicht mehr geht dann muß man das akzeptieren und sich selbst nicht mehr quälen.
Kinderarzt und Hebamme haben mir also auch dazu geraten, denn Babys spüren auch wenn es einem nicht gut geht und wenn man schon Angst vor dem nächsten stillen hat und das ist für die Beziehung auch nicht gut.
Die Entscheidung liegt natürlich bei dir selbst, aber du definitiv keine schlechtere Mutter nur weil du dann nicht mehr stillst.
Es gibt auch Mütter die garnicht stillen könnnen und zwar von anfang an und die lieben ihre Kinder doch auch nicht weniger als die die ihre Kinder stillen.

von jen1977 / 13.12.2011 14:45

Antwort


Hallo,
ich kann mit dir fühlen- habe Ende August Zwillinge entbunden, waren Frühchen also erstmal Magensonde &Fläschchen mit abgepumpter Milch, dann nach 14 Tagen endlich voll gestillt, wenigeTage später fing dann das Drama an, ich hatte höllische Schmerzen bei und nach dem Stillen. Hab mit Hebamme/Stillberaterin alles probiert-wie du auch, Vertretungs-Frauenärztin meinte muss ich halt abstillen,wochenlanger Hin und Her mal Stillen mal abpumpen , hab dann im Internet recherchiert und rausgefunden dass ich wohl einen Pilz in den Milchgängen habe, leider hat mir das mein Frauenarzt nicht geglaubt, weil man nichts gesehen hat und weil es sowas nur bei HIV-Kranken etc. gäbe. Jeder hat mir erzählt ich solle abstillen und für meinen Mann war es eine Qual mir beim Stillen zuzugucken, weil ich dabei dermaßen heulen musste. Aber abstillen kam für mich nicht in Frage- ich heulte schon wenn ich nur daran dachte dass ich abstillen muss. Dann habe ich nochmal eine andere Stillberaterin kontaktiert, die auf Grund meiner Symptome auch auf einen Pilz getippt hat. Letzendlich bin ich dann zum ärztlichen Bereitschaftsdienst und habe mir Tabletten gegen den Pilz geben lassen. Daraufhin wurde es innerhalb weniger Tage wesentlich besser, nach der 14 tage Kur waren die Schmerzen nahezu weg kamen dann aber wieder, in etwas milderer Form, sodass ich nochmal 10 Tage Pilzkur machte und heute bin ich nun seit 2 Wochen Schmerz frei :) Durch die Abpumperei und Flascchengeberei wollten meine zwei dann zwischenzeitlich auch nicht mehr an die Brust bzw. haben sie angebrüllt-das war für mich noch schlimmer als die Schmerzen.
Aber mittlerweile sind meine zwei kleinen Milchmäuse 16 Wochen und haben seit Ende Oktober keine Flasche mehr bekommen, von den 16 waren bisher nur 5 richtig schmerzfrei, aber ich finde es hat sich gelohnt.
Was ich dir eigentlich ans Herz legen will. Wenn du der Meinung bist, dass du weiter stillen willst, dann halte durch und kontaktier Stillberaterinnen, Ärzte etc. bis dir geholfen wird und verbiete deinem Partner/Familie auch nur das Wort Abstillen in den Mund zu nehmen,
wenn du aber selber nicht mehr stillen "willst", lass dir von der Gesellschaft etc. kein schlechtes Gewissen machen. - Ich persönlich wünsche Dir aber von Herzen dass du auch ein schmerzfreies Still-Happy-End hast!!!
Liebe Grüße

von hannahsofie / 13.12.2011 17:10

Antwort


Kontaktiere die La Leche Liga, die sind Profis.

Nur mal ein Gedanke zu den Kommentaren, dass man vom Stillen nur Ahnung hat, wenn man selbst gestillt hat. Sind Eure Hebis alle schon Mama?? Und der Frauenarzt? Also meiner hat zwar 3 Kinder, aber gestillt wurden die von seiner Frau :-) Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Stillen mit Geduld und Technik zu tun hat und weniger mit Erfahrung... Beim dritten Kind hätte ich fast aufgegeben. Deshalb schließe ich mich denen an, die sagen: Chrimbie, Respekt, dass Du bereits so lange gestillt hast! Ich wünsche Dir Kraft, Geduld und Mut. Und wenn Du es bis hierher geschafft hast, dann hast Du Deinem Kind bereits eine Menge mitgegeben!!

von Milbchen / 13.12.2011 17:35

Antwort


Hallo Chrimbie,

ich hatte auch zwei schlimme Stillstarts, und zähle jetzt einfach mal auf, was ich so ausprobiert habe:

- mit Rotlicht bestrahlt nach jedem Stillen
- Traubenzucker (Dextrosepulver aus der Apotheke) auf die Wunde gegeben.
- Brustwarze dreimal bei einer Hebamme lasern lassen
- das Kind auf Anraten der Stillberaterin vom Osteopathen untersuchen lassen, damit es den Mund besser aufmacht
- Kompressen mit Bio-Schwarztee und Schafgarbe gemacht
- eine Hochpotenz Pulsatilla bekommen
- nach drei Wochen einen Schnuller gegeben und einen Zweistunden-Rhythmus eingeführt, weil meine Brust der Dauerbeanspruchung nicht gewachsen war
- Brustschalen (NUK, Medela oder Avent)
- Baumwollstilleinlagen mit Heilwolle gepolstert
- Medela Hydrogel Pads
- Empfohlen wurden mir auch Johanniskrautöl und Silicea-Gel aus dem Reformhaus, habe ich aber nicht ausprobiert
- ein weiterer Tip, von dem ich erst später gehört habe: "Stilldonuts" basteln: 3 Einlagen in der Mitte ausschneiden und zusammenkleben (z.B. mit Tape). Dann kommt die Brustwarze nicht so mit BH in Berührung. )

Lg Alusra

von Alusra / 13.12.2011 21:17

Antwort