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Wie handhabt ihr das?

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  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Eintrag vom 02.01.2012 02:13
    Hallo,

    ich bin neu hier und wollte von Alltagsexperten wie euch gerne Erfahrungsberichte lesen. Leider fehlt mir die Zeit, das Forum hier zu durchforsten, es gibt bestimmt schon einen Tread dazu, aber unser MÀuschen geht so spÀt schlafen, dass wir abends erst zum haushalten kommen....

    Also:
    Unsere Kleine (7 Monate) ist fit, agil, lebendig und liebt den Trubel. Sie ist ein Flaschenkind, das aber tagsĂŒber nur noch 3 FlĂ€schen (zwischen 120 und 200 ml) trinkt (davon 2 abends) und Brei liebt.
    Silvester gestern hat sie in vollen ZĂŒgen genossen. Sie hat mit keiner Wimper gezuckt, als das Feuerwerk gestartet hat (ich hatte damit gerechnet MItternacht drinnen zu bleiben). Nein, sie hat sich sogar beschwert, wenn ihr jemand den Blick auf das Spektakel verstellt hat. Nur damit ihr ungefĂ€hr wißt, wie sie ist.

    So, nun haben wollte ich mal wissen, wie ihr es abends macht.
    Finya geht nicht allein schlafen. Sie schlĂ€ft auf dem Arm ein (Dauer zwischen 3 MInuten bis 15 Minuten) und wir legen sie dann in ihr Beistellbett. SpĂ€testens nach 1 Stunde ist sie wieder wach. Erst wenn wir auch schlafen gehen, schlĂ€ft sie fest ein. Manchmal schlĂ€ft sie durch, manchmal kommt sie einmal. Dass ehißt, dass sie oft erst um Mitternacht fest einschlĂ€ft. DafĂŒr schlĂ€ft sie bis 7- 7.30 Uhr und danach nochmal bis 10- 10.30. Es kam auch schon vor, dass sie schlief bis 11.45 Uhr.
    Also eigentlich gut. Seit ein paar Tagen wird dieses Halten ein immer lĂ€ngerer Kampf. Ich möchte eigentlich nicht, dass sie das irgendwann ausnutzt oder sich angewöhnt. Irgendwann mĂŒssen wir sie dann 2 Stunden halten oder uns mit ins Bett legen, wenn Schlafenszeit ist (zugespitzt formuliert). Das hat mein Bruder getan, meine Eltern haben 3 Stunden neben seinem Bett gesessen und die Hand gehalten... Das war wirklich eine Belastung. Nun meint meine Mutter auch , dass ich sie in der HInsicht ein wenig verwöhne und rĂ€t mir, darauf zu achten, dass sie mich nicht ausspielt.
    Das hört sich autoritĂ€rer an als es ist. Ich will es nur nicht ganz so arg ausschweifen lassen, daher viel KĂŒrzung :-)
    Sollte ich etwas Àndern? Ist es nur eine Phase? Hat jemand einen Tipp?
    Ausprobiert haben wir:
    Pucken (hilft ab und na), Nachtlicht (eher nicht hilfreich), Schnuller liebt sie, getragenes Tshirt (geht manchmal, manchmal puck ich sie damit), das Buch' Jedes Kind kann schlafen lernen' (geht gar nicht, da ich sie nicht weinen lassen möchte), immer derselbe Schlafplatz (naja, wir sind viel unterwegs, auch weil sie es genießt und es ihr zuhause trotz Singen, Spielen (allein oder zusammen), Quatschmachen irgendwann zu langweilig wird) und spazieren (funktioniert gar nicht, ich pack sie ein und sie ist nur am schimpfen und weinen.geht nur im Tragesack und das ist mir zu schwer zum weiten Spazieren).

    Okay, dass wurde jetzt doch mehr als gedacht. Aber vielleicht habt ihr einen Rat fĂŒr mich. Wir haben keine jungen ErstmĂŒtter in direkten Freundeskreis und bei denen, die ich kenne, ist immer alles perfekt und die Kinder sind nur pflegeleicht und blablabla. UNd wenn keinen Rat, dann vieleicht einfach nur eine BestĂ€tigung, dass ich nichts falsch mach.... :-)

    LG
    kiara
    Antwort
  • Murmelbauch2009
    Very Important Babyclubber (1126 Posts)
    Kommentar vom 02.01.2012 14:39
    Bei meiner Tochter war es auch so, dass sie beim Stillen auf dem Arm eingeschlafen ist, bzw. ich sie dort noch etwas geschaukelt habe und wir gekuschelt haben und sie dann eingeschlafen ist!
    Irgendwann dauerte es auch immer lÀnger und dann kam der Zeitpunkt, da hat sie sich auf meinem Arm immer hin und hergewunden....war wohl ihre Art mir zu sagen, dass sie jetzt bereit ist in ihrem Bett einzuschlafen!
    Und siehe da....es hat funktioniert.
    Ich wĂŒrde die maximal 15 Min. einfach als Kuschelzeit sehen....
    Vielleicht versuchst du es mal so, dass du den Zeitpunkt abpasst, wo sie kurz vor dem Wegnicken ist und sie dann in ihr Bett legst, also dass sie es noch bewusst mitbekommt, dass du sie "weglegst".
    Nochmal kurz streicheln, Spieluhr an und dann rausgehen.
    Dauert vielleicht etwas, aber mit der Zeit klappt es dann vielleicht.
    Solange sie im Bett nicht weint wĂŒrde ich sie lassen...meine jetzt 2 JĂ€hrige Tochter erzĂ€hlt sich auch immer noch einen Monolog im Bett wĂ€hrend die Spieluhr dudelt...aber dann von einer Sekunde auf die NĂ€chste ist Ruhe und sie schlĂ€ft friedlich ein!
    Wichtig ist auch ein immer gleichbleibender Ablauf und Rituale.....
    Dass sie immer nach 1 Std. wach wird liegt vielleicht daran, dass sie ja auf dem Arm einschlÀft....dann nach 1 Std. kurz wach wird und bemerkt, dass etwas anders ist als zu dem Zeitpunkt, wo sie ja eingeschlafen ist.....
    Ich hoffe, ich konnte dir etwas helfen!

    LG Dani
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 02.01.2012 15:23
    Das wĂ€r mal eine Idee. aber auch wenn sie im Bett einschlĂ€ft (ich fĂŒttere sie abends oft direkt im Liegen und dabei schlĂ€ft sie weg) wird sie oft wach, bis wir halt nebendran liegen. Wir haben es schon nach der Ferber- Methode versucht, aber schreien lassen will ich nicht. Ich hab es auch versucht, sie hinzulegen und ich bleib einfach nur dabei. Muss mal aschauen. Wir können eigentlich kein richtiges Ritual aufbauen, weil wir soviel weg und unterwegs sind. Daher wollte ich einfach etwas, das man ĂŒberall machen kann. Wie beispielsweise Brei, kuscheln, auf dem Arm in den Schlaf-WĂŒrge- Griff (mit den Armen fest umschließen und so das Pucken imitieren, sie wird fast augenblicklich ruhiger, hab ich schon im KH so gemacht) und ein Liedchen trĂ€llern...
    Heute nachts kam sie erst gegen halb sechs, da hab ich sie zu mir rĂŒbergezogen und dann hat sie geschlafen bis halb zehn. Erst da wurd der Hunger grĂ¶ĂŸer als das SchlafbedĂŒrfnis... :-)

    LG
    Antwort
  • CaFe86
    Superclubber (215 Posts)
    Kommentar vom 02.01.2012 18:58
    Liebe Kiara
    ich habe das ganz zwar noch vor mir aber habe lange als kindermÀdchen gearbeitet u kenne viele junge Eltern die Probleme mit dem zu Bett bringen der Kinder haben.
    allem voran, schreien lassen heisst ja nicht, dass sie 5 std allein liegen u weinen soll, aber vll braucht sie das auch mal um zu merken das schlafen wichtig ist- immerhin macht schreien mĂŒde.
    sollte allerdings wirklich der letzte ausweg sein;)
    ansonsten wĂŒrde ich euch wirklich raten ein ritual einzufĂŒhren, dass du ĂŒberall durchziehst- selbst wenn ihr unterwegs seid solltet ihr euch die zeit nehmen das kind in ruhe hinzulegen- wenn ihr sie spĂ€ter beim heimgehen wecken mĂŒsst ist das zwar blöd aber sie hat ihren rythmus u wird dann nur halbwach u nicht wachgehalten. vll ist euer unterwegs sein auch zu viel fĂŒr die Maus;) auch wenn sie das zu geniessen scheint kann es sein das die eindrĂŒcke die sie sammelt einfach noch bisschen zu viel sind!
    zum ritual.. ich persönlich finde ein buch vorlesen, geschichte erzÀhlen oder singen immer sehr schön, singen oder erzÀhlen sind finde ich die besten möglichkeiten ruhe rein zu bringen weil du es im dunkeln tun kannst, das kind auf dem arm oder schon hingelegt u es dann schön einschlafen kann.
    rituale sind wirklich wichtig fĂŒr die kleinen, das unterschĂ€tzen die meisten eltern u ich denke wir sollten uns die zeit nehmen die unsere kinder brauchen um zur ruhe zu kommen..
    wie du sagst, du willst ja nicht, dass sie es iwann ausnutzt;) das wird sie frĂŒher raus haben als euch lieb ist u ihr das dann abzugewöhnen ist richtig hart!
    evtl braucht sie auch ein eigenes bett.. ich weiss nicht in wie weit sie euch in ihrem beistellbettchen mitbekommt, aber möglicherweise ist das auch nicht so ganz das wahre fĂŒr sie. ich wĂŒrde es an deiner stelle erst mit dem ritual versuchen, schreien lassen solltest du sie etappenweise- also schau wie sie schreit du kennst dein kind u weisst wann sie einfach ihren kopf durchsetzen will u wann sie wirklich ein problem hat- u einschlafen darf kein problem sein;) also mal 5 min, dann rein gehen, beruhigen usw ihr immer zeigen das ihr da seid u sie eben nicht alleine ist:)
    drĂŒcke euch die daumen und wĂŒnsche euch viel kraft das ihr bald ein ruhig schlafendes kind habt:D lg
    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 03.01.2012 04:22
    Hallo Kiara,

    vorab möchte auch ich dir sagen das du keine schlechte Mutter bist, sondern man es ja immer nur so macht wie man denkt das es am besten fĂŒr das Kind ist.

    Ich sehe es im Prinzip genau wie meine beiden direkten Vorrednerinnen und denke auch das das viele hin und her abends vielleicht etwas zu viel fĂŒr die kleine Maus ist... Ich bin auch sehr viel mit meiner kleinen unterwegs ABER ich achte immer darauf spĂ€testens gegen 18 Uhr wieder zu Hause zu sein...
    Ich persönlich wĂŒrde nĂ€mlich auch lieber in Ruhe in meinem Bett einschlafen als immer wo anders.

    Zum Schlafen:
    Wir handhaben es so das die kleine spÀtestens um 18.30 Uhr ins Bett geht, ich ziehe sie um,creme sie ein, dann bekommt sie beim vorlesen ihre Flasche und ehe ich mich versehe ist sie auch schon eingeschlafen.

    Dann gehe ich aus dem Zimmer. Sollte sie nochmal wach werden, beruhige ich sie im Bett und nehme sie nicht hoch... zu viel aktion denke ich wÀre auch eher kontraproduktiv. Ich lege mich auch nicht zu ihr, sondern sie liegt in ihrem eigenen Bett.

    zum schreien:
    Sorry, da habe ich eine ganz andere Ansicht... Ich finde schon das Kinder auch mal schreien mĂŒssen, ansonsten wird dies auch ganz schnell dazu genommen um es auszunutzen... Man kann ja unterscheiden ob ein Kind weint weil es schmerzen hat oder ob es einfach nur ein unmuts geweine ist.
    Da muss man dann auch mal als Eltern durch. Ich möchte aber auch betonen das ich meine kleine auch keine Stunden schreien lasse, sondern höchstens mal fĂŒnf bis zehn minuten. Dann gehe ich ins Zimmer und setze mich kurz neben das Bett. Rede kurz mit ihr, decke sie nochmal zu und gehe dann wieder raus.

    Ich wĂŒnsche euch auch viel Erfolg und hoffe ihr schafft es durchzuhalten!

    liebe grĂŒĂŸe
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 03.01.2012 16:50
    Hallo,
    wir haben schon versucht sie um 20 Uhr hinzulegen, aber dann mach ich den ganzen abend nichts anderes, als ins Schlafzimmer zu rennen, sie zu beruhigen (ohne sie hochzunehmen) und wieder zu verschwinden. Wir wohnen noch in einer Baustelle, da wir unser Haus renovieren. Mein Mann arbeitet voll und dann wird abends noch lange im Haus geschafft, was auch LĂ€rm bedeutet.
    Wenn ich sie dagegen um 22 Uhr schlafend hinlege, gehe ich noch einmal zwischen elf und halb zwölf hin, sie bekommt die letzte Flasche. Wir nehmen sie nicht hoch.Wir fĂŒttern sie im liegen. Dann schlĂ€ft sie eigentlich (mein Mann geht dann auch schlafen).
    Von unseren SchlafgerĂ€uschen wird sie nicht wach. Ab und an braucht sie nochmal ihren Schnuller oder wenn sie tagsĂŒber zu wenig getrunken oder zu viel gespuckt hat, braucht sie noch eine Flasche um 1 Uhr (auch im liegen ohne sie rauszunehmen), dann schlĂ€ft sie sogar ohne schnuller wieder ein.
    Daher find ich das Beistellbett praktisch, vorallem weil wir fĂŒr ein normales Bett keinen wirklichen Platz haben. Ein eigenes Zimmer hat sie noch nicht, da wir renovieren.

    Zum Unterwegs-Sein:
    Viele Sachen kann ich erst abends erledigen, da die Leute dann erst Zeit haben. Morgens nehm ich mir nix vor, weil ich sie ausschlafen lassen will. Sonst ist sie den ganzen Tag motzig und ißt schlecht. Lass ich sie ausschlafen, weint und quengelt sie wenig und ißt besser. Solange sie nicht weint, schimpft oder sich zurĂŒckzieht (das merkt man ja, wenn sie sich nicht wohlfĂŒhlt z.B. einkaufen oder spazieren gehen mag sie nicht) will ich, dass sie ĂŒberall mithingeht und auch dort einschlĂ€ft (macht sie ja auch, halt auf dem Arm).

    Zum Schreien:
    Sie schreit auch schon mal, wenn es zuviel war (Weihnachten bspw.), auch um Stress abzubauen. Aber auf dem Arm, damit sie merkt. dass sie nicht allein ist. Sie wird nicht abgelenkt oder bespasst zu dem Zeitpunkt, nur gehalten und beruhigt im dunklen.
    Ich find es nicht gut, sie im Schreien allein zu lassen. Wenn sie mich erpressen will, sprech ich sie an, aber sie kriegt nicht was sie will.

    Nur zum Klarstellen: Ich bin nicht eine WeichspĂŒl-Mami. Ich möchte einfach einen Mittelweg finden, der unsere BedĂŒrfnisse miteinander verbindet.

    Ich hab keine Ahnung vom Abendritualen bei SĂ€uglingen. Unser jetziges Ritual ist, egal wo und zu welcher Schlafenszeit:
    Auf den Arm mit Schnuller in der Schlaf- 'WĂŒrge'-Griff, ein bißchen erzĂ€hlen und IHR Lied summen, den Popo tĂ€tscheln. Wenn sie schlĂ€ft, kommt sie ins (ihr) Bett (und mit der Kuscheldecke/meinem Shirt zugedeckt) oder kommt in die Ecke der Couch (natĂŒrlich mit Absturzschutz) auch in ihre Decke gewickelt. Dann schlĂ€ft sie tagsĂŒber zwischen 15 und 60 min. Nachts hab ich oben geschrieben.
    Wenn sie wach wird, dann ist sie max. 30 Sek. weinerlich und danach lacht sie direkt mit allen umsie herum. Sie fremdelt gar nicht.
    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 03.01.2012 20:54
    Ich kann Mariechen80 nur Recht geben. Gerade Kinder in diesem Alter brauchen ihre gefestigten AlltagsablÀufe. Sicherlich können sich diese mal um eine Stunde verschieben aber es sollte schon eine Gleichheit drin sein, damit dein Kind versteht was du von ihm möchtest.

    Ich habe auch monatelang auf eine Baustelle gewohnt (kurz nach der Geburt meiner Tochter hat unsere KĂŒche gebrannt) und dennoch habe ich alles getan damit sie davon so wenig wie möglich beeintrĂ€chtigt wird.

    Ich denke auch wenn du dein Kind abends zu einer kindgerechten Zeit hinlegen wĂŒrdest, dann wĂŒrde sie morgens auch wesentlich frĂŒher wach sein. Ich weiß ja nicht wie es um deinen Schlafrythmus gestellt ist und ob du morgens auch gerne lĂ€nger schlĂ€fst und es deswegen vielleicht auch ganz angenehm fĂŒr dich ist. Mir persönlich wĂ€re das nix. Aus eigentlich den gleichen GrĂŒnden die auch Mariechen80 angefĂŒhrt hat.



    Welcher Satz aber bei mir zu vollkommenem UnverstĂ€ndnis gefĂŒhrt hat war:

    das merkt man ja, wenn sie sich nicht wohlfĂŒhlt z.B. einkaufen oder spazieren gehen mag sie nicht

    dein Kind mag kein spazieren gehen?????? das kann ich gar nicht glauben... Ich kenne kein Kind was nicht gerne draußen ist... sei es im wagen oder zu fuß... geht ihr immer nur abends raus???? weil du meintest du kannst die sachen immer nur abends machen und nimmst dir tagsĂŒber nichts vor???



    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 03.01.2012 21:39
    Ja, irgendwie anscheind nicht und ich hab mir echt MĂŒhe gegeben und mir ihren Text zweimal durchgelesen. Ich meine man will ja helfen.

    Ich musste auch erst viele Sachen lernen und rausfinden wie sie am besten laufen. Ich denke das mussten alle frischen MĂŒtter.
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 03.01.2012 22:28
    Hallo,

    also, die Kleine schlÀft.
    Offensichtlich hab ich etwas konfus geschrieben, sorry. Erstmal danke fĂŒr die Antworten. Mein kompletter Freundes- und Familienkreis ist am Arbeiten bis in den Abend. Will ich nur mal ein anderes Gesicht sehen, bleibt mir oft gar nichts anderes ĂŒbrig, als abends hinzugehen. Und zugegebenermaßen sind wir Abendmenschen. Unser soziales Leben findet eher abends statt und den Haushalt erledige ich da auch am meisten (klar, zwischendrin WaMa laufen lassen, WĂ€sche zusammenlegen...) . Die Renovierungen MÜSSEN zĂŒgig sein, denn ich habe seit einem Jahr keine KĂŒche (seit einem Jahr koche ich auf einem 2-Plattenkocher, einer Mikro, einem Minibackofen und KĂŒhlschrank. GespĂŒlt wird im Bad). Und das ist echt kein Zustand. Die Kleine kennt es nur so. Und war auch von Anfang an
    Ich habe es eine Woche versucht, sie frĂŒher zu wecken und dann frĂŒher zu legen. Leider hat das gar nicht gefunzt, sie war den ganzen Tag motzig und um 20 Uhr so ĂŒberdreht, dass gar nichts mehr half. Sie hat mehr SchlĂ€fchen am Tag gemacht, die aber nicht wirklich befriedigend waren. Es war grauenhaft. Den ganzen Tag gemotzt, nichts hat geholfen. Tragen nicht, spielen nicht, baden nicht, spazieren, schlafen und singen auch nicht.
    Spazieren hab ich zu allen Zeiten versucht. In Gesellschaft und allein. Mit Spielzeug und ohne. Mit Musik und ohne. Im Stadtbuggy, im Kinderwagen (mit und ohne Wanne). Im Ort, im Park und auch GelĂ€nde. Wenn ich sie trage gehts einigermaßen, aber auch nicht lange (auf dem Arm und im GlĂŒckskĂ€fer). Sie mag im Gegensatz zu anderen Babys auch den Staubsauger nicht.
    Wenn sie schlÀft und ich sie um 22 Uhr ins Bett lege, funktioniert unser Tagesablauf.
    Darum ging es auch nicht, der Rythmus ist eigentlich fĂŒr uns gut machbar.
    Ich wollte nur wissen, wie es bei euch lĂ€uft. Wenn ihr eure Zwerge ins Bett bringt, lest ihr vor, fĂŒttert/stillt sie, singt was, sagt Gute-Nacht und geht dann? Und was machen eure MĂ€use dann? Weinen die noch, schlafen direkt ein, spielen noch? Undwas macht ihr, wenn sie nicht allein einschlafen? Hat sich das von allein eingespielt? Oder wie habt ihr das denen beigebracht?
    Ich hoff, dass es jetzt nicht wieder zu konfus und durcheinander ist.

    LG
    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 04.01.2012 10:29
    Also ich beantworte jetzt einfach mal deine Fragen und ignoriere den Rest. Muss ja im Endeffekt auch jeder selber wissen. ;)

    Also, ich hatte ja schon geschrieben das ich meine kleine so gegen 18.30 Uhr spÀtestens gegen 19.00 Uhr zu Bett bringe. Zur Zeit sogar schon um 18.00 Uhr weil sie einfach nicht lÀnger durchhÀlt, dass liegt bei uns aber daran das meine kleine ja schon 14 Monate alt ist und eben auch den ganzen Tag nur rummrennt und auch so sehr quirlig ist (ich denke da wird sich bei euch auch noch eine Menge Àndern)

    Ich bade sie alle zwei Tage, creme sie sehr lange ein und lege sie dann im Schlafsack in ihr Bettchen. (das haben wir schon von Anfang an so gemacht um ihr die Umgewöhnung nicht antun zu mĂŒssen)

    Dort bekommt sie Abends ihre Milchflasche oder Teeflasche je nach dem wie sie am Tag gegessen hat und ich lese ihr noch eine Kleinigkeit vor. (meist schlĂ€ft sie schon dabei ein) dann ziehe ich ihre Spieluhr auf sage leise "Gute Nacht" und verlasse dann das Zimmer. (alles in allem dauert dieses Ritual auch nicht lĂ€nger als 15 min. wenn man den Rest nicht mitzĂ€hlt) Eine Zeitlang haben wir eine kleine rote Lampe im Zimmer angehabt aber das machen wir jetzt nicht mehr. Wir lassen aber die TĂŒr ein StĂŒckchen auf.
    Manchmal (gerade beim ZÀhne bekommen) wird sie nochmal wach, schlÀft aber meist gleich wieder ein oder zieht sich ihre Spieluhr nochmal von alleine auf... ;) das hatte sie ganz schnell raus und es scheint sie zu beruhigen... ich hatte extra drauf geachtet das es eine Uhr ist die nur ganz leise spielt.
    Nuckel ist auch immer im Bett, den nimmt sie aber gar nicht so oft.

    Sicherlich nehme ich sie auch mal zu mir ins Bett wenn sie zum Beispiel durchs Zahnen schmerzen hat oder ich das GefĂŒhl habe sie braucht meine NĂ€he. Wir hatten gerade erst eine Phase in der sie nur bei mir sein wollte. Ich lege sie aber immer wieder zurĂŒck in ihr Bett und dann schlĂ€ft sie dort weiter.

    Gerade am Anfang war es schwierig, aber wir haben es einfach immer wieder so gemacht und nun lÀuft es bis auf kleine Ausnahmen eigentlich sehr rund.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.

    LG



    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 04.01.2012 22:36
    @ mandellos sorry aber dem kann ich ja gar nicht zustimmen...

    GrundsÀtzlich sollten Kinder in ihrem Bett schlafen (ausnahmen bestÀtigen die Regel)

    Eltern und auch Kinder haben ein Recht auf einen ruhigen uns ausgeglichenen Schlaf. Genau wie Eltern das Recht haben auf Gemeinsamkeit. Ich denke es ist fĂŒr jede Beziehung nicht besonders förderlich wenn direkt neben einem sein Kind schlĂ€ft.
    Man kann ja morgens nach dem Aufstehen oder Abends vor dem zu Bett gehen noch kuscheln bzw. ausnahmen machen wenn ein Kind krank ist oder gerade besonders viel Liebe braucht.

    Zumal ihr es immer schwerer haben werdet die Kinder spÀter daran zu gewöhnen alleine zu schlafen bzw auch mal woanders zu schlafen.

    Wielange wĂ€re denn fĂŒr dich normal das dein Kind bei dir schlĂ€ft???





    Antwort
  • xenaka
    Very Important Babyclubber (998 Posts)
    Kommentar vom 05.01.2012 00:02
    huhu,

    also bei uns gabs 4 monate familienbett, ich habe meinen sohn immer in den schlaf gestillt. irgendwann fing er nachts dermaßen an rumzurĂŒhren und mir immer an der decke zu zupfen, dass ich nicht mehr schlafen konnte (zu dem zeitpunkt hatte er eh einen fĂŒr mich sehr anstrengenden stillrhythmus von 1,5 h nachts), also ich bin gar nicht mehr zum schlaf gekommen.

    mit 4 monaten haben wir uns ein kinderbett gekauft und ihn dahinein ausquartiert (das bett stand im schlafzimmer) da hat er dann gelernt ohne meine brust einzuschlafen (ich habe ihn gestillt und dann wach hingelegt und noch gestreichelt und getÀtschelt, bis er soweit runtergefahren war, dass er eingeschlafen ist).

    mit 6 monaten haben wir unser schlafzimmer gestrichen und ich wollte nicht dass er in dem mief schlĂ€ft und wir haben sein bettchen ins kinderzimmer rĂŒbergetragen (direkt nebenan) und seitdem schlĂ€ft er dort (er ist jetzt 15 monate). er will auch nur noch dort schlafen in seinem bett. selbst wenn er krank ist findet er bei uns im bett keine ruhe. er sieht unser bett eher als morgentlichen tobeplatz als einen platz zum schlafen an. ich glaub er ist ein einziges mal in unserem bett eingeschlafen und da hatte er fast 41 grad fieber und war dementsprechend fertig.

    seit er in seinem zimmer schlĂ€ft, schlĂ€ft er auch problemlos durch, ich vermute wir haben uns gegenseitig "wachgerĂŒhrt" nachts. ich bin schon vom schlafphasenwechsel stĂ€ndig aufgewacht, mind. 15 min bevor er sich gemeldet hatte und an die brust wollte.

    bei uns war die umstellung gar kein problem. klar gibts immer mal tage wo die kleinen abends unruhiger sind, manchmal meckert er noch 2-3 x und man muss nochmal zu dem rein (wenn er krank ist oder zÀhne kriegt z.b.) aber das sind halt zeiten wo die kleinen abends und nachts dann doch noch erhöhte aufmerksamkeit bekommen.

    er kriegt um 20.00 uhr sein abendessen mit uns zusammen, danach darf er noch bissel rumflitzen, dann mache ich ihn bettfertig, d.h. windeln, eincremen wenn nötig, schlafanzug anziehen. dann ĂŒbernimmt sein papa (ich rĂ€um in der zeit im kinderzimmer bissel die spielsachen zusammen), er geht mit ihm zĂ€hneputzen, dann kriegt er nochmal was zu trinken, einen kuss von mir, dann schlafsack anziehen, dann setzt sich mein mann mit ihm in den sessel und erzĂ€hlt ihm noch bissel was oder singt ihm was vor und legt ihn wach hin (wenn er ganz mĂŒd ist pennt er schon auf dem arm ein). in 99% der fĂ€lle kommt dann kein piep mehr ausm kinderzimmer.

    er lĂ€sst sich von mir und meinem mann gleichermaßen gut hinlegen, was ganz angenehm ist. finds aber auf jeden fall gut dass wir uns die aufgabe generell teilen, also er jeden abend seinen festen ablauf mit uns beiden hat.

    das mit der spieluhr macht er ĂŒbrigens auch, das selbstaufziehen. auch wenn er nachts mal wach ist.
    ich höre als, wie mitten in der nacht die spieluhr lÀuft, vermute dass er dann kurz wach ist, sie sich aufzieht und wieder einschlÀft.

    ob familienbett oder nicht muss jeder selbst wissen. die kleinen sind sehr unterschiedlich. ich kenne leute, bei denen der mann seit jahren auf der couch schlĂ€ft, weil die frau mit kind im bett schlĂ€ft. naja, wĂ€re mir persönlich nichts, aber das muss auch nicht immer so laufen. denke das kann man genausowenig pauschalisieren wie alles andre :) muss jeder machen, wie er möchte und sich gut bei fĂŒhlt! wichtig ist immer, dass das bauchgefĂŒhl bei dem stimmt, was man tut!

    lg xenaka
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 05.01.2012 01:53


    die Meinungen sind so verschieden wie die Kinder. :)

    Also bei uns ist es so, dass ich nachts aufstehen, da meiun Mann arbeiten muss. Nur am WE muss er ab und an aufstehen, wenn wir es vorher ab gemacht haben. Mein Mann hört Finya oft gar nicht und auch Finya ist die GerĂ€usche so gewöhnt, dass sie sich davon gar nicht stören lĂ€ĂŸt. War der Tag besonders unruhig (zuviele Leute, Arzttermin o.Ă€.) merkt man ab und zu das sie frĂŒhmorgens zu mir ins Bett rollt und und sich ankuschelt (ich hab nicht gewußt, dass das Babys schon mit einen halben Jahr machen). Finya zieht sich direkt zurĂŒck, wenn sie nicht mehr will (spielen, essen, schmusen, singen, baden...) Wir haben lange gebraucht, ihre Signale zu verstehen. Die waren nĂ€mlich in den ersten drei einhalb Monaten gar nicht da (selbst die Hebi, die Kinderkrankenschwestern und Stillberaterinnen haben die nicht gesehen, sie hat sich da schon immer von den anderen Babys unterschieden die ich kenne). Sie streckt die Arme nach mir oder meinem Mann aus oder wenn sie allein spielen will, drĂŒckt sie sich weg. Wir haben eine klare Komunikation gefunden. Es hat viele Nerven und Kraft gekostet. Und dann wird das dementsprechend gemacht. Will sie Musik, spiele ich ihr das Lieblingsmusik vor, egal wo ich bin (hab die Musik, die sie im Bauch hörte, auf dem Handy), will sie Ruhe, gehen wir nach Hause, Will sie allein spielen, gehts auf die Krabbeldenke und wenn sie was anderes sehen will (so sind mein Mann und ich auch), gehen wir raus und schauen, was wir anstellen. Ich denke, jedes Kind geht die unterschiedlichen Entwicklungsstufen in seinem persönlichen Tempo. Finya ist, sobald sie wach ist gut gelaunt und immer in Bewegung. Sie hat mit 3 Wochen bereits den Kopf gehalten und mir ĂŒber die Schulter geschaut. Oder mit 4 Wochen den Bauch so angespannt, als wollte sie sich aus dem Liegen direkt aufsetzen ohne die HĂ€nde zu benutzen. Sie macht trotz 12 Stunden nachtschlaf am Tag noch 3 - 4 SchlĂ€fchen mit je 20 min- 1 Stunde.
    Wir schlafengut. Finya hat schon eine Umlagerung mitgemacht. Nach der Geburt hat sie in einem Bett im Bett geschlafen (wir haben ein Riesenbett) einem sogenannten Snuggle- Nest geschlafen. Als sie da rausgewachsen ist, kam sie in ein Beistellbett. FĂŒr mich war dieser Schritt schon schwer. Ich weiß, dass das sehr ĂŒbertrieben wirkt. Aber das sind unter anderem auch Nachwirkungen der Geburt und dem Klinikaufenthalt... Aber wir können super damit leben. Mir ist klar, dass sie irgendwann ins eigene Bett geht, aber sie gibt die Geschwindigkeit an. Nun wĂ€chst sie bald aus ihren Beistellbett raus und das neue Gitterbett kommt auch an meine Bettseite. Und ist ihr Zimmer fertig, darf sie dort schlafen. Dass ist vielleicht mit 1 Jahr, vielleicht aber auch erst, wenn sie ein Großes-Kinder-Bett kriegt. Wir werden sehen. Me3in Mann und ich können damit leben (ist ja nicht so, dass man keinen anderen Platz fĂŒr Zweisamkeit finden wĂŒrde ;-) ) Ich kann mir noch nicht vorstellen, sie in einem anderen Zimmer wissen. Alles zu seiner Zeit.

    Ich halte nichts davon, einem Kind alle WĂŒnsche zu erfĂŒllen, denn dann verliert alles an Wert. Kinder sollen wissen, dass nicht alles selbstverstĂ€ndlich ist und das man sich auch mal gedulden oder etwas tun muss um es wertschĂ€tzen zu können.
    Beispiel: Ein Kind, dass jede CD bekommt die es möchte, ohne mit dem Taschengeld/Geburtstagsgeld ect. haushalten zu mĂŒssen oder auf einen besonderen Tag warten muss, kann nicht wissen, was diese CD wert ist. Es bekommt sie halt. Wenn ein Kind jedoch warten muss oder leisten muss (sparen, warten oder zun bspw. gutes Zeugnis, altersgerecht Hausarbeiten ĂŒbernimmt), kann respektvoller mit Dingen umgehen. Es lernt, was im Erwachsenenleben wichtig ist. Und das ist unter anderem die Aufgabe der Eltern. Aus der Erziehung meiner Eltern möchte ich 2 AnsĂ€tze mitnehmen:
    Gib deinem Kind Wurzeln und schenk ihm FlĂŒgel.
    UND
    Es ruft so aus dem Wald heraus, wie es reinruft.
    Ich möchte Finya nicht verziehen. Wenn sie es nicht ausnutzt, dass sie im Arm schlÀft, kann ich damit leben. Aber ich hab mich hierher gewandt, um Erfahrungen zu sammeln, weil jede Familie und oft sogar jedes Kind einen eigenes Ritual hat und schauen, ob vielleicht eines dabei ist, dass in u n s e r e n Rhytmus hineinpasst.
    Wenn ich merke, dass sie uns ausspielen will, schieben wir den Riegel vor. Da achten wir sehr genau drauf.
    Ich wollte keine Diskussion auslösen, nur einen Erfahrungsaustausch von BabymĂŒttern...
    Vielleicht entwickelt sich ja ein nettes GesprÀch... :-)
    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 05.01.2012 21:01
    @ mandellos

    Ich habe ja nie gesagt das man der kleinen mit ihren 7 Monaten das auf-dem-Arm-einschlafen nehmen soll. Dies finde ich auch gar nicht schlimm.

    Ich finde es ziemlich bedenklich das du möchtest das dein Kind bis zu seinem 5 Lebensjahr bei euch schlÀft.
    Die Frage die ich mir stelle ist da ob du da deinen Egoismus nicht ganz klar ĂŒber die EigenstĂ€ndigkeit deines Kindes stellst.
    Zumal denke ich das zu einer SelbststÀndigenerziehung mehr gehört als einfach nur darauf zu warten das es irgendwann geschieht.

    Was machst du denn wenn dein Kind mit fĂŒnf nicht aus dem gemeisamen Bett möchte???? Dann lĂ€ĂŸt du ihn weiter bei euch schlafen, bis er dann mit 12 endlich soweit ist oder wie????



    Antwort
  • Wurm2411
    Superclubber (153 Posts)
    Kommentar vom 05.01.2012 21:13
    Ich kann mich mandellos nur voll anschließen!
    Unsere Tochter ist jetzt 13Monate alt und ist noch bei uns und daran wird sich auch so schnell nichts Àndern.
    Ich bin ein absoluter Freund des Familienbettes und Leute die was dagegen haben, die frage ich dann immer ob sie gerne alleine schlafen. Wir schlafen doch alle nicht gerne allein...warumn sollten wir es von unseren Kindern verlangen!?

    Und unsere Tochter schlÀft auch alleine! Sie geht ja weit vor uns ins Bett und kommt damit auch gut klar. Und zum einschlafen lasse ich sie mal auf dem Arm einschlafen und lege sie weg oder ich lege mich mit ihr hin und sie schlÀft in meinem Arm ein...ganz nach dem was sie braucht.

    Und die aussage das er dann erst mit 12 geht, ist völliger schwachsinn. (Sorry, kein persönlicher angriff!!) aber ich denke wer sich noch nie mit dem Thema Familienbett beschÀftigt hat, der sollte so eine Aussage nicht treffen!
    Es ist erwiesen das Kinder aus dem Familienbett viel SElbststÀndiger sind und im Erwachsenen alter weniger Schlafprobleme haben.
    In Japan ist das Famlienbett ganz normal und findet ihr Japaner unselbststĂ€ndig???? Also ich kenne aus frĂŒheren beruflichen grĂŒnden viele Japaner und kann das absolut nicht sagen, eher im gegenteil.

    Wir genießen das Familienbett total und unsere Ehe geht es sehr sehr gut....
    Antwort
  • Emily_Mayleen
    Juniorclubber (44 Posts)
    Kommentar vom 05.01.2012 23:08
    Wo bitte habe ich gesagt das er erst mit zwölf gehen wird??? Die Fragestellung war ja wielange sie es denn mitmachen wĂŒrden das ihr Kind bei ihnen schlĂ€ft. Da war die Zahl einfach frei gewĂ€hlt als Beispiel.

    Ich habe mich schon des öfteren mit dem Thema Familienbett auseinander gesetzt (ihr seid ja nicht die ersten mit denen ich darĂŒber diskutiere) fĂŒr mich wĂ€re es nix, aus den bereits oben genannten GrĂŒnden.

    Völliger Schwachsinn (auch kein persönlicher Angriff) ist ja wohl die Aussage das Kinder die im Familienbett schlafen selbststĂ€ndiger sind. Ich denke kaum das der Charakter eines Kindes sich darĂŒber entwickelt wo es schlĂ€ft.
    Antwort
  • milia
    Very Important Babyclubber (584 Posts)
    Kommentar vom 06.01.2012 00:03
    Unsere Tochter wird bald 5 und ja sie schlĂ€ft noch bei uns im Bett und es ist wunderbar so. Sie schlĂ€ft in Ihrem eigenen Bett ein nachdem wir eine Geschichte vorgelesen haben und kommt irgendwann zwischen 3 und 4 zu uns und es ist so schön gemeinsam aufzuwachen und zu kuscheln. Wir haben als Paar Abends ein bisschen Ruhe und Nachts merken wir gar nicht wenn sie kommt. Ehrlich gesagt kann sie von mir aus noch bis sie 12 ist zu uns kommen :-). Aber mittlerweile bleibt sie so dann und wann in ihrem Bett. Jeder muss doch mit seiner Situation glĂŒcklich sein und da ist mir doch völlig egal ob andere sich gestört fĂŒhlen ob andere finden das man die EigenstĂ€ndigkeit begrenzt usw. Wir sind so glĂŒcklich und jede Familie ist anders, darum hackt Euch hier nicht die Augen aus sondern lasst jedem seine IndividualitĂ€t. Anstatt das hier Sachen negativiert werden könnten wir doch positive Dinge und RitualvorschlĂ€ge zusammenbringen die der Themenstellerin weiter helfen und nicht die Unterschiedlichkeit der Personen und Familien thematisieren. Denn jeder findet es doch so wie er es zu Hause hat am schönsten.

    @kiara123: Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das Rituale am Abend die Abendgestaltung vereinfachen, unsere Tcohter weis immer schon genau den Ablauf, Schlafanzug an, ZĂ€hne putzen, Pipi machen, Geschichte, Licht aus, schlafen. NatĂŒrlich war der Ablauf als sie noch klein war anders aber die Kinder stellen sich schnell auf so etwas Wiederkehrendes ein und man muss ja nicht stundenlange "Zubettgehrituale" mit Baden und was weis ich noch alles einfĂŒhren. Wir haben immer die "Musik zum einschlafen" gehört von Franz Schuir, da wird man selber so mĂŒde das man miteinschlafen kann. Ist rein Instrumental und wird von Lied zu Lied immer ruhiger. Wenn ich die CD jetzt anmache ist meine Tochter spĂ€testens beim 2ten Lied im Tiefschlaf.
    Ich hoffe ihr finden euren Weg und habt weiterhin eine schöne Zeit miteinander.

    lg milia
    Antwort
  • CaFe86
    Superclubber (215 Posts)
    Kommentar vom 06.01.2012 12:46
    Iwie sind wir hier ganz schön vom Thema abgekommen oder nicht?
    @Kiara: so wie du dich auf die Antworten hier Ă€ußerst versteh ich dein Problem gar nicht, so schlimm scheint es ja offensichtlich nicht zu sein, dass deine Maus nur auf dem Arm einschlĂ€ft u eben einfach sehr spĂ€te Zeiten hat?!
    Wenn ihr als Family damit gut zurecht kommt finde ich es total in Ordnung wie ihr es macht. Wir sind ja alle verschieden u jeder muss fĂŒr sich einen Weg finden zu leben. Ich bin auch immer sehr viel unterwegs gewesen, seit ich schwanger bin kann ich das leider nicht, weil ich gesundheitlich super schlecht geht.. hab Übelkeit fĂŒr alle Schwangeren Deutschlands abbekommen;) inkl Folgen u Nachteile-.- aber egal.. ich hoffe das ich bald wieder fit bin, mein Kleiner es auch sein wird u wir auch wieder viel rumkommen. Deswegen mach dir doch keine Gedanken. Wenn sie Ă€lter wird werdet ihr auch wieder nen anderen Rythmus finden u iwann habt ihr den Umbaustress hinter euch u dann hat die kleine nachts auch wieder mehr ruhe:)
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 06.01.2012 15:53
    Ja, irgendwie wollte ich keine Diskusion ĂŒber Familienbett oder eigenes Bett.

    Ich wollte nur einige Schlafenszeit -Rituale, die ihr anwendet (auch fĂŒr die TagesschlĂ€fchen).
    Die Situation ist fĂŒr uns noch einigermaßen machbar. Ich hab wie gesagt Angst, dass ich sie stundenlang rumtragen muss, nur damit sie einschlĂ€ft (sollte sie irgendwan rauskriegen, wie man 'manipuliert', mir fĂ€llt kein anderer Begriff ein...). Wir haben noch kein Schlafproblem, dass ich unbedingt in den Griff kriegen mĂŒĂŸte.
    Momentan schreit sie (nicht nur weinen), wenn mein Mann sie abends zu Bett bringt und nicht ich. Aber da muss sie durch. Sie ist ja nicht allein, sondern wird gehalten und beruhigt. Irgendwann schlĂ€ft sie dann ein (das ist dann so um 21.30- 22 Uhr). Hoffe, dass es nur eine Phase ist. Dann haben mein Mann und ich noch 2 Stunden fĂŒr uns.
    Wir haben jetzt ein grĂ¶ĂŸeres Bett gekauft, weil sie nachts immer zu mir ins Bett gerollt kommt. Ich hab die Vermutung, dass ihr das Beistellbett zu eng ist. Sie schlĂ€ft mal auf dem RĂŒcken, mal auf der Seite und wenn zu mir rollt, schlĂ€ft sie auch mal auf dem Bauch... Sieht super sĂŒĂŸ aus... Da sie sich schon rollen kann, mach ich mir da auch nicht ganz so große Sorgen wegen plötzlichem Kindstod...
    @ mandellos:
    Ich selbst hatte auch im Familienbett geschlafen und mein mittlerer Bruder kam dazu. Irgendwann suchen sie die SelbststĂ€ndigkeit. Und du hast Recht, dass findet sich. Nur wenn es fĂŒr EUCH ein Problem wĂ€re, mĂŒĂŸtest ihr daran etwas Ă€ndern. Da ihr alle aber gut schlafen könnt, passt es doch. ihr wird es vielleicht bald zu eng oder sie kann sich nicht so bewegen, wie sie es will. Dann schlĂ€ft sie vielleicht schon bald nur in ihrem Bettchen oder sie kommt nur noch zu euch, wenn sie schlecht getrĂ€umt oder schmusebedĂŒrftig ist. FĂŒr mich bedeutet das SelbstsĂ€ndig-werden auch immer ein StĂŒck loslassen. Denn man will ja, dass die Kinder zufriedene und gesunde Erwachsene werden. Aber es ist wieder ein StĂŒck Abnabeln und die sind noch so klein... Und ich hab noch keine Kinder erlebt, die im Teenalter noch zu den Eltern ins Bett kriechen.
    @emily_mayleen:
    Ich denke, es kommt auf das Kind an. Manche Babys schlafen nur ruhig, wenn sie bei den Eltern schlafen können. Andere Kinder (so war mein jĂŒngster Bruder) wollte zwar im Bett der ELtern schlafen, aber nicht berĂŒhrt werden. Als er dann zu groß war und er keinen Platz mehr hatte, ging es in sein eigenes Bett. Nur noch ab und an ging er zu meinen Eltern und weißt zu, was ich getan hab (ich war 9)? Ich hab mich in das Bett meines Bruders gelegt, weil ich mich da geborgen gefĂŒhlt hab und ich ja zu alt war um bei meinen ELtern im Bett zu shclafen. :-)
    Andere Kinder schlafen von ANfang an nur im eigenen Bett, einfach weil die Eltern zu unruhig schlafen, sie durch die GerĂ€usche gestört werden oder einfach weil es fĂŒr die Familie so richtig ist.

    Es wĂ€re schön, wenn es einfach nur ein Austausch und kein Verurteilen der unterschiedlichen Stile gĂ€be. Ich denke, dass jede Methode zwei Seiten hat, dass ist doch klar. Das Einzige, wo wir glaube ich alle einer Meinung sind, ist, dass DemĂŒtung, Erniedrigung, VernachlĂ€ssigung, Gewalt und Misshandlung (körperlich und seelisch) in keinem Erziehungsstil in Ordnung und somit ganz klar zu verurteilen ist. Alles andere ist persönliche Entscheidung.


    LG
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 11.01.2012 00:12
    Hallo,

    zu unserem Schlafproblem:
    Zwischenzeitlich hat sich die Situation auch bei mir mit Finya zugespitzt.
    Ich hab dann auch mit meiner Schwiegermutter mal genauer geredet (hat 3 Kinder, hatte mehrere Pflegekinder und ist Erzieherin). Wollte nur nicht fragen, wollt es allein hinkriegen und einfach nicht zugeben, dass ich es einfach nicht immer kann.... Naja, ĂŒbertriebenes Ego....
    Seit Sonntag abend legen wir Finya irgendwann zwischen 20 und 22 Uhr hin. Sie wird gewickelt, ggf.gecremt, den Schlafanzug und -sack an. Dann gehen wir ins Schlafzimmer, gucken uns ein Buch an und sie trinkt ihr FlĂ€schen dabei. Dann legen wir sie in ihr Beistellbett und die Tiere ihres Mobiles erzĂ€hlen ihr jeden abend die gleiche Geschichte (meine Stimme wird immer leiser bis zum FlĂŒstern). Dann halt ich sie noch ein wenig an den HĂ€nden und geb ihr ein Schmusetuch, damit sie sich daran festhĂ€lt (das hilft ĂŒbrigens auch super im Maxicosi und dem Kinderwagen). WĂ€hrendessen summe/flĂŒstere das Gute-Nacht-Lied und gehe dann raus, wenn sie ruhig genug oder bereits am wegdimmeln ist.
    Unsere Ergebnisse:
    Am Sonntag war es 22 Uhr und der Kampf dauerte 1 Stunde. Nachts kam sie mehrfach zu mir gerollt. Die Nacht war grauenhaft.
    Am Montag Mittag: eine halbe Stunde weinen und schreien, ich war die ganze Zeit bei ihr.
    Am Montag Nachmittag: Wir waren bei meiner Mutter, dort hab ich sie in deren Bett gelegt. Sie war wach, ich hab ihr ein Lichtchen angemacht, gesummt, eine Mini-Geschichte erzĂ€hlt und bin dann nach dem Nachtkuss raus. 10 min hat sie geguckt, aber nicht gemeint. Nach 15 MInuten hat sie tief geschlafen und zwar fĂŒr eine unglaublich lange Zeit: eineinhalb Stunden!!! Das hat sie zuvor ganz selten geschafft.
    Am Montag abend: Sie ist unterwegs kurz eingeschlafen und da hat sie wieder Energie fĂŒr 2 Stunden. Nun kam ich um 21 Uhr heim und da sie kurz nach der Ankunft wieder erwachte, hab ich sie gleich eingepackt und das o.g. Programm durch gemacht. Leider war ich zu schnell, ich hĂ€tte mĂŒssen warten, bis sie echt wieder mĂŒde ist. Sie hat ĂŒber eine Stunde gekĂ€mpft und wurde stĂ€ndig wach, bis ich dann kam.
    Heute morgen schlief sie bis 9 Uhr. Dann hat sie nochmal auf dem Arm eine halbe Stunde geschlafen (war unterwegs) ca. um 13.15 Uhr.
    Heute nachmittag kam wir heim und sie hat gegessen, sie hat gespielt und sie hat irgendwann bei allem gemotzt. Dann hab ich das Zimmer abgedunkelt, mein Programm gemacht. und es dauerte 15 Minuten. Und wieder hat sie fast 2 Stunden geschlafen.
    Heute abend (20.55 Uhr) war es wirklich eng, denn sie war kurz davor zu ĂŒberdrehen. Sie war noch mit dem Papa duschen (liebt sie). Das wĂ€re erst morgen dran gewesen. Aber meine Kleine hat sich völlig eingenĂ€ĂŸt. Naja, wir beeilten uns. Die Flasche wollt sie so arg, dass sie mir die Flasche schon im Gang zum Bett aus Hand hollte und sich in den Mund steckte... :-)
    Und das einschlafen dauerte sage und schreibe 5 Minuten ohne Schreien. Ein bißchen gejammert, aber nicht weil sie ins Bett musste, sie war einfach nur platt.
    Unglaublich.

    Ihr grĂ¶ĂŸeres Bett ist angekommen. Nur noch die Matratze lass ich noch lĂŒften. MaL gucken, ob sie das gut annimmt, obwohl das auch ein Beistellbett ist (das ROOM BED von ROBA falls du noch ein gutes suchst). Das ist 4 in 1.
    1. Beistellbett ohne Begrenzung zum Elternbett
    2. Beistellbett mit Begrenzung durch eine mit Reisverschluss zu öffnenden Stoffseite
    3. Gitterbett (also wie ein gÀngiges Babybett)
    4. Oder ein Kleinkinderbett

    Also, mal schauen.

    LG
    kiara123
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 11.01.2012 00:28
    Hallo,

    habe noch ĂŒber PN von JuliaP eine tolle Website gekriegt:
    www.das-kind-muss-ins-bett.de

    LG
    Antwort
  • kiara123
    Gelegenheitsclubber (21 Posts)
    Kommentar vom 11.01.2012 00:35
    Aus der oben gennaen Website: WWW.daskindmussinsbett.de



    Das Kind muss ins Bett!
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    Berichte
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    Humor
    Links
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    Tipps - Was tun, wenn Ihr Kind nicht einschlÀft?

    Zusammenfassung einiger RatschlÀge und Ideen

    Wer kennt die Situation nicht? Eigentlich sollte das Kind doch schlafen, aber weit gefehlt: es schaut mit riesigen Knopfaugen um sich und brĂŒllt. Oder es ist eindeutig mĂŒde, reibt sich die Augen, aber das restliche Verhalten signalisiert: "Ich bin nicht das kleinste Bisschen mĂŒde!"


    Kleine Kinder brauchen viel Körperkontakt

    Ein Baby wird mit der Erwartung geboren, möglichst oft von seiner Mutter getragen und im Arm gehalten zu werden. Wir nahmen unsere Tochter nachts mit zu uns ins Bett, aber anfangs war ihr selbst das noch zuwenig. Die erste Zeit schlief sie nachts sehr oft auf meinem Bauch.

    Aber auch ich musste meine Tochter einige NĂ€chte umhertragen. Durch sanftes Wiegen ließ sie sich wieder in den Schlaf bringen. Manche Hebammen empfehlen, das Kind mit einem Tragetuch fest an den Körper zu binden. Der enge Körperkontakt vermittelt zusĂ€tzliche Geborgenheit.

    Auch tagsĂŒber ist es sinnvoll, das Baby möglichst viel zu tragen. Je mehr NĂ€he man ihm gibt, desto schneller ist ihr BedĂŒrfnis danach gestillt. Eine Mutter berichtete, dass sie ihr Baby tagsĂŒber sehr viel im Tragetuch hatte. Nachts schlief das Kind bei ihr, jedoch wollte es bereits mit etwa acht Monaten von selbst im eigenen Bett schlafen. Offensichtlich hatte es soviel NĂ€he und Zuwendung erhalten, dass ihm das genĂŒgte und es sich bereits zu diesem frĂŒhen Zeitpunkt bereit fĂŒhlte, allein zu schlafen.

    Unser Kind schlief mit zweieinhalb Jahren noch nicht allein - bisher fĂŒhlt sie sich im Familienbett noch sehr wohl. Sie weckte uns nachts nur noch, wenn ihr Schnuller verlorengegangen war. In manchen NĂ€chten hatte sie ein erhöhtes BedĂŒrfnis nach NĂ€he. Dann krabbelte sie zu mir herĂŒber und schlief eine Weile auf meinem Bauch. Hatte sie dieses BedĂŒrfnis gestillt, kroch sie auf ihr Kissen zurĂŒck.

    SchlĂ€ft das Kind im eigenen Bett, kann ein T-Shirt oder ein Kissen, das nach der Mutter riecht, einen Teil Geborgenheit vermitteln. Am besten legt man die Kleinen an den Rand des Bettes, da sie etwas brauchen, an das sie sich anschmiegen können. Gerade kleine Babies brauchen einen ĂŒbersichtlichen, begrenzten Raum, der möglichst an die Enge im Mutterleib erinnert.


    Wie kann ich meinem Kind den Unterschied zwischen Tag und Nacht beibringen?

    Schlafexperten empfehlen, das Kind abends zur Ruhe kommen zu lassen und ihm Gelegenheit zu geben, sich auf den Schlaf einzustellen. Durch schöne Einschlafrituale kann man dem Kind sanft ankĂŒndigen, dass es Zeit ist, ins Bett zu gehen, und ihm gleichzeitig helfen, sich zu entspannen.

    Unser Kind war nicht sehr wĂ€hlerisch, was seinen Schlafplatz anging. Auch auf Geburtstagsfeiern oder im Restaurant schlief sie meist problemlos ein, wenn sie mĂŒde war. Aber manchmal brauchte auch sie Ruhe, um in den Schlaf zu finden. In diesem Fall brachten wir sie zu Bett, dunkelten das Zimmer ab und legten uns eine Weile zu ihr, bis sie eingeschlafen war.

    Bei anderen MĂŒttern bewĂ€hrte es sich beispielsweise, das Kind abends vor dem Schlafengehen fest in den Arm zu nehmen. Man hĂ€lt das Kind eine Weile, singt ihm leise ein Schlaflied vor und wiegt es sanft. Auch ein abendliches warmes Bad und eine Massage können zur Entspannung beitragen.

    Soll das Baby sanft lernen, dass die Nacht zum Schlafen da ist, wird oft empfohlen, nĂ€chtliche Handgriffe wie FĂŒttern oder Wickeln mit möglichst wenig Aufwand auszufĂŒhren. Dabei wĂ€re es zum Beispiel am einfachsten, das Kind bei sich im Bett schlafen zu lassen. Wenn gestillt werden muss, ist die Mutter sofort wach, ohne dass das Baby lange schreien muss. So ist es bei der FĂŒtterung entspannter, trinkt ruhiger und schlĂ€ft hinterher schneller wieder ein.

    Wenn ein Baby zum Stillen nicht aus dem Bett genommen werden muss, ist die FĂŒtterung mit dem kleinstmöglichen Aufwand verbunden. Und es hat Gelegenheit, zu beobachten, dass die Eltern nachts schlafen. Wenn Iris abends noch spielen wollte, legten wir uns einfach hin und ignorierten ihre AktivitĂ€ten. Nach einer Weile gab auch sie auf und legte sich zu uns. So kann sich das Kind an den Rhythmus der Eltern anpassen.

    Wenn man das Baby nachts in den Schlaf wiegen muss, wird empfohlen, die Haltung nicht zu oft zu wechseln und möglichst nicht zu experimentieren. Bei stÀndigem Haltungswechsel hat das Kind keine Gelegenheit, sich zu beruhigen.


    Manchmal muss ein Kind sich ausweinen

    Auch Kinder haben Tage, an denen sie sich nicht gut fĂŒhlen - sie bekommen ZĂ€hne, mĂŒssen aufregende Erlebnisse verarbeiten, sind krank, oder fĂŒhlen sich einfach schlecht. In diesem Fall kann es helfen, wenn man ihnen Gelegenheit gibt, ihren Frust loszuwerden. Man lĂ€sst sie also weinen, aber bleibt bei ihnen. Jeder, der sich aussprechen will, braucht einen Zuhörer.

    So nimmt man das Kind in den Arm, hĂ€lt es fest und hört ihm zu. Das Weinen befreit und entlastet, so dass das Kind hinterher möglicherweise einschlĂ€ft. Wenn ich selbst weinen musste, war ich anschließend sehr mĂŒde und konnte gut und entspannt schlafen. FĂŒr die Eltern empfiehlt es sich, mitzuweinen, wenn die Situation sie belastet. ErzĂ€hlt eurem Kind ruhig, wenn es euch auch nicht gut geht. So sprechen sich alle Beteiligten aus.


    Ein fester Rhythmus - wie wichtig ist er?

    Viele Schlafexperten empfehlen einen geregelten Tagesablauf mit festen Schlafens- und Essenszeiten und sind der Meinung, dass er fĂŒr den gesunden Schlaf eines Kindes unerlĂ€sslich sei. Das muss allerdings nicht auf jedes Kind zutreffen. Unsere Tochter schlief sehr gut, obwohl wir sie nicht zu festen Zeiten fĂŒtterten und ins Bett brachten. Wir ließen sie einfach schlafen, wenn sie mĂŒde war, und ihren Rhythmus selbst finden.

    Andere Eltern haben durchaus positive Erfahrungen mit einem festen Rhythmus gemacht und konnten damit möglichen Schwierigkeiten vorbeugen oder bereits bestehende Schlafprobleme lösen. Andererseits sollte man auch berĂŒcksichtigen, dass ein Kind jeden Tag in einer etwas anderen Verfassung ist. Nach sehr ruhigen Tagen wird es mit Sicherheit spĂ€ter mĂŒde werden und weniger Schlaf brauchen. Uns Erwachsenen geht es auch nicht anders. An manchen Abenden bleiben wir auch lĂ€nger auf und wĂŒrden uns unwohl fĂŒhlen, wenn man uns in ein festes Schema pressen wollte.

    Sollte es aber nötig sein, dem Kind zu einem Rhythmus zu verhelfen, kann man es morgens sanft durch Ansprechen, Schmusen und Kuscheln wecken und abends zur gleichen Zeit mit schönen Ritualen ins Bett bringen und in den Schlaf stillen.

    Wenn ein fester Rhythmus beibehalten wird, sollte man aber nicht vergessen, dass das SchlafbedĂŒrfnis eines Kindes sich Ă€ndert. Will ein Kind öfter zur gewohnten Zeit nicht mĂŒde werden, kann man versuchen, das Kind spĂ€ter ins Bett zu bringen. Vielleicht braucht es nicht mehr so viel Schlaf. Das gilt auch fĂŒr extreme FrĂŒhaufsteher. Vielleicht waren sie abends zu frĂŒh im Bett und sind infolgedessen sehr zeitig wieder munter.

    Eine Mutter schilderte uns, dass sie ihr Kind zunĂ€chst selbst seinen Rhythmus finden ließ, der dann beibehalten wurde. Allerdings passte sie diesen von Zeit zu Zeit dem verĂ€nderten SchlafbedĂŒrfnis des Kleinen an.


    Gewöhnt ein Kind sich Einschlafhilfen an?

    Immer wieder hört man die Warnung "mach das nicht, das gewöhnt sich das Kind sonst an!" Auch manche Schlafexperten sind der Meinung, dass Einschlafhilfen dazu fĂŒhren, dass ein Kind das Einschlafen mit diesen Hilfen assoziiert und folglich nicht mehr in der Lage ist, allein einzuschlafen.

    So sind viele Eltern oft schon bei ihren Neugeborenen verunsichert, wie weit sie ihr Baby in den Schlaf begleiten dĂŒrfen, ohne dass sich daraus Angewohnheiten ergeben. Und viele Eltern fragen sich, ob es sich bei bestimmten WĂŒnschen ihres Kindes lediglich um eine schlechte Angewohnheit oder um ein echtes BedĂŒrfnis handelt.

    Auch mich warnte man davor, mein Baby in den Schlaf zu stillen mit der BegrĂŒndung, dass sich daraus eine Angewohnheit entwickeln könnte. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass BedĂŒrfnisse, auf die eingegangen wird, verschwinden, sobald sie gestillt sind. Unsere Tochter hat das Stillen in den Schlaf sowie andere Hilfen wie Tragen und Schaukeln von allein aufgegeben. WĂ€hrend sie als Neugeborenes nachts fast ausschließlich auf meinem Bauch schlief, krabbelte sie spĂ€ter nachts nur noch sehr selten zu mir herĂŒber, um zu kuscheln.

    Gewöhnt man einem Kind mittels Schlaferziehung ein BedĂŒrfnis ab, bleibt es dennoch bestehen. Es wird lediglich verdrĂ€ngt. Unsere Meinung ist, dass viele natĂŒrliche BedĂŒrfnisse eines Kindes zu schnell als schlechte Angewohnheit abgestempelt werden. Warum soll es nicht normal sein, dass ein Baby auch nachts Sehnsucht nach seinen Eltern hat? Die Empfehlung des Kinderarztes und siebenfachen Vaters William Sears lautet daher, das Kind nachts nach Bedarf zu stillen und ihm die NĂ€he und Geborgenheit zu geben, die es braucht.

    Allerdings gibt es Kinder, die nachts nahezu ununterbrochen gestillt werden wollen, was eine große Belastung darstellen kann. Möglicherweise macht das Kind gerade eine Entwicklungsphase durch, in der es besonders auf diese Art NĂ€he angewiesen ist, oder es hat NestwĂ€rme nachzuholen.

    Vielleicht kann es sich in solchen FÀllen aber doch um eine Angewohnheit handeln. Oft wird dann die Ferber-Methode empfohlen, in der man das Baby weinen lÀsst und nur in bestimmten Intervallen zu dem Kind geht und es tröstet. Andere Eltern haben jedoch einen sanfteren Weg gefunden, um ihrem Kind das Dauerstillen abzugewöhnen. Sie ersetzten es durch andere Rituale.

    Einige MĂŒtter ließen das Kleine auf ihrem Bauch schlafen, um ihm auch weiterhin Geborgenheit zu vermitteln, oder sie hielten es einfach nur fest im Arm. Protestierte das Kind, ließen sie es sich ausweinen, blieben aber bei ihm und trösteten es. Nach einigen NĂ€chten hatten sie so ihrem Baby das hĂ€ufige Stillen abgewöhnt, ohne es allein zu lassen.

    Dieses Vorgehen wĂ€re zumindest einen Versuch wert. Ob man das Kind allein weinen lĂ€sst und nach vorgeschriebenen Zeiten hingeht und es tröstet, oder ob man es die ganze Zeit im Arm hĂ€lt, dĂŒrfte sich vom Aufwand her kaum unterscheiden. Aber fĂŒr das Baby ist es sicherlich die bessere Lösung, wenn es mit seinem Frust nicht allein ist.

    Mit dieser Methode bringt man das Kind zwar nicht unbedingt dazu, allein wieder einzuschlafen, aber vielen Eltern war es auch nicht so wichtig, dass ihr Kind sofort durchschlÀft. Ihnen ging es vor allem darum, das sehr hÀufige Stillen zu reduzieren.


    Was tun, wenn das Kind nachts hÀufig aufwacht?

    Leider wissen wir auch keine perfekte Lösung, um ein Kind dazu zu bringen, durchzuschlafen. Kinder sind sehr verschieden und lassen sich in diesem Punkt in kein festes Schema pressen, auch wenn die Annahme existiert, Babies könnten ab sechs Monaten durchschlafen. Kinder bekommen ZĂ€hne, sind krank, machen WachstumsschĂŒbe durch, in denen sie auch nachts öfter gestillt werden mĂŒssen, erleben EntwicklungsschĂŒbe und aufregende Tage, die sie nachts verarbeiten - es gibt so viele GrĂŒnde dafĂŒr, warum unser Nachwuchs schlecht schlĂ€ft.

    Eine Mutter entdeckte durch Zufall die Lösung fĂŒr ihr Problem. Sie war mit ihrem Baby bei ihrer Schwiegermutter zu Besuch. Dort war die Heizung ausgefallen, daher polsterte sie das Kinderbett mit dicken Kissen aus und deckte das Kleine gut zu. In dieser Nacht schlief das Baby das erste Mal durch. So war hier die Lösung gewesen, die Zimmertemperatur zu senken und das Bettchen als Nest zu gestalten.

    In manchen FĂ€llen schlĂ€ft das Kind nur im eigenen Bett schlecht. Nehmen die Eltern es hingegen zu sich, gibt es kein Problem. Warum in solchen FĂ€llen dem Baby nicht die Geborgenheit geben, die es so offensichtlich braucht? Wenn sein BedĂŒrfnis nach NĂ€he gestillt ist, wird es von sich aus wieder einen Schritt zu mehr SelbstĂ€ndigkeit tun und wieder bereit sein, im eigenen Bett zu schlafen. Die Kinder meiner Schwiegermutter schliefen alle im Elternbett, und jedes zog mit etwa drei Jahren freiwillig aus dem Familienbett aus.

    Sollte zuwenig Platz im elterlichen Bett sein, oder einer der Beteiligten einen sehr unruhigen Schlaf haben, kann man das Kind auch auf eine direkt angrenzende Matratze legen. Eine weitere Möglichkeit wÀre, das Kinderbett direkt neben das Elternbett zu stellen und das Gitter an der betreffenden Seite herauszunehmen.

    Von Experten wird öfters die Situation geschildert, dass Eltern sich genötigt fĂŒhlen, ihr Kind sofort zu beruhigen, wenn es aufwacht und so die Angewohnheit fördern, nur noch mit Hilfe der Eltern einzuschlafen. NatĂŒrlich kann man einen kleinen Augenblick abwarten, ob sich das Kind von selbst beruhigt. Auch wir haben erst eingegriffen, wenn es nötig wurde. Dabei haben wir, wie auch Experten empfehlen, mit dem kleinstmöglichen Maß an Beruhigung angefangen, da zu heftige Beruhigungsversuche eher das Gegenteil bewirken.

    Manchmal genĂŒgte es, nur die Hand auf das Kind zu legen und es zu streicheln. Wenn Iris Hunger hatte, wurde sie gestillt. Ansonsten bekam sie den Schnuller, oder ich legte sie auf meinen Bauch. Auf jeden Fall versuchte ich immer, es so einzurichten, dass sie in unserem Bett liegenblieb und ich sie nicht herausnehmen musste. Tragen und Schaukeln wurde erst dann angewandt, wenn nichts anderes mehr half.


    Druck ĂŒbertrĂ€gt sich aufs Kind

    Auch wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein Kind erst recht nicht einschlĂ€ft, wenn die Eltern unter Druck stehen. Wenn wir uns abends mit Freunden einen Film ansehen wollten und deshalb unsere Tochter schon ins Bett brachten, war sie nicht zum Einschlafen zu bewegen, auch wenn sie eigentlich mĂŒde war. Ganz offensichtlich spĂŒrte sie unsere NervositĂ€t. Wenn wir nicht unter Zeitdruck stehen, schlĂ€ft sie dagegen schnell ein, wenn ich mich entspannt neben sie lege.

    Auch meine Schwiegermutter, Leiterin einer privaten KinderbetreuungsstÀtte, erzÀhlte von Kindern, die zu Hause sehr schlecht schliefen. In einer ruhigen AthmosphÀre bei ihr treten Einschlafprobleme dagegen nicht auf.

    Entnervte, erschöpfte Eltern werden fĂŒr diese Empfehlung nur ein mĂŒdes LĂ€cheln ĂŒbrighaben - sie sind am Ende und sollen positive Gedanken gegenĂŒber dem Kind aufbauen. Auch ich war frustriert, als mein Kind als einziges unter lauter idealen Kinder noch nicht durchschlief und wehrte mich innerlich gegen jedes nĂ€chtliche Stillen. Aber als ich mich von dem Leistungsdruck befreit hatte, dass mein Kind mit spĂ€testens sechs Monaten durchschlafen soll, wurden die NĂ€chte einfacher, weil ich wieder viel entspannter stillen konnte.

    Vielleicht könnte es bereits helfen, es als natĂŒrlich zu betrachten, wenn ein Baby nicht durchschlĂ€ft. Auch wenn einige Experten der Meinung sind, dass alle Kinder mit sechs Monaten durchschlafen können, muss das lĂ€ngst nicht fĂŒr alle zutreffen. Es gibt mehr Kinder, als man glaubt, die auch nach einem Jahr noch nicht durchschlafen.

    Möglicherweise lĂ€sst sich so mancher angespannten Situation vorbeugen, wenn keine Erwartungen an das Kind gestellt werden, die es aufgrund seiner Natur nicht erfĂŒllen kann. Oder man erleichtert sich das Leben mit einem nicht idealen Kind, indem man es beispielsweise zu sich ins Bett nimmt und so die nĂ€chtliche Betreuung vereinfacht.


    Manchmal braucht man doch eine Auszeit

    Die entnervten Eltern haben alles versucht, und das Kind schreit immer noch - viele sehen in dem Fall nur noch den Ausweg, das Kind doch einmal meckern zu lassen. Auch wir wussten uns in einigen ganz wenigen FĂ€llen nicht mehr zu helfen, als unser Kind trotz Geborgenheit im Familienbett schrie, obwohl ihm nichts fehlte. In dieser Situation nahmen wir uns eine kurze Auszeit, um tief durchatmen zu können und quartierten unser Kind daher fĂŒr eine Weile ins Kinderzimmer aus. Man könnte es vielleicht mit einem Ehekrach vergleichen, bei dem der eine Partner fĂŒr eine Zeit den Raum verlĂ€sst, um etwas Abstand zu der angespannten Situation zu gewinnen.


    Ratgeber können auch verunsichern

    Wir persönlich sind froh gewesen, dass wir kein Buch ĂŒber die Schlaferziehung von Kindern besaßen. Kapitel ĂŒber Einschlafgewohnheiten, die Kinder sich aneignen, hĂ€tten uns nur verunsichert.

    Ratgeber können eine gute Hilfestellung bei Schlafproblemen sein, aber wir haben das GefĂŒhl, dass sie Eltern manchmal von vorneherein davon abhalten, den Schlaf ihrer Kinder als etwas NatĂŒrliches zu betrachten. Gerade in BĂŒchern, die Methoden zur Schlaferziehung von Kindern aufzeigen, scheint der Gedanke vermittelt zu werden, dass ein Kind nur in der Lage ist, zu gesundem Schlaf zu finden, wenn die Eltern ihm durch konsequente Erziehung dazu verhelfen.

    Wir denken, dass auch die Einstellung zum Schlaf eines Kindes eine wichtige Rolle spielen kann. Viele Eltern, die nach GefĂŒhl handelten und entspannt das Kind seinen eigenen Rhythmus finden ließen, wurden fĂŒr ihre mangelnde Schlaferziehung nicht mit Schlafproblemen bestraft.

    So sind viele RatschlĂ€ge sehr wertvoll, aber Ratgeber sollten die elterliche Intuition sicher nicht vollstĂ€ndig ersetzen, denn kein Buch wird die Patentlösung fĂŒr alle Kinder bereitstellen können.
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