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Sind wir finanziell gezwungen undere Babys nach einem Jahr abzugeben???

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  • Niiina
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Eintrag vom 27.03.2013 14:53
    Hallo Ihr lieben,

    ich schildere zuerst kurz meine Situation. Ich bin 23, in der 10 SSW und momentan Vollzeit berufstätig. Ich lebe mit meinem Freund, dem Vater des Kindes zusammen in einer Wohnung, er arbeitet auch Vollzeit. Man hat ja nun die Möglichkeit 1, 2 oder 3 Jahre Elternzeit zu nehmen. Da man 2 Jahre direkt beim Arbeitgeber anmelden muss, gehe ich jetzt mal davon aus, 2 Jahre zu nehmen. Nun kann man sich ja entweder ein Jahr 67% vom Nettogehalt auszahlen lassen oder 2 Jahre die Hälfte. Bei mir sind 67% etwa 700 EUR. Somit wären es auf 2 Jahre verteilt etwa 350 im Monat. Ist natürlich "etwas" wenig.
    WENN ich nun sage, da das Geld auf 2 Jahre verteilt zu wenig ist, lasse ich es mir komplett auf ein Jahr auszahlen - was mache ich dann das zweite Jahr? Habe ich dann nur das Kindergeld?? Mal abgesehen vom Gehalt meines Freundes - was auch nicht besonders viel ist - hab ich also Nichts außer das Kindergeld? Mit anderen Worten müsste ich dann nur ein Jahr Elternzeit nehmen und im zweiten Jahr direkt wieder arbeiten gehen und mein Kind mit gerade einmal einem Jahr schön abschieben, richtig?
    Ich hatte ja noch überlegt, ob man was mit Arbeitslosengeld machen kann, sprich nur ein Jahr Elternzeit nehmen und dann kündigen und das zweite Jahr Arbeitslosengeld beantragen, nur hier bekommt man ja selbst bei nem Aufhebungsvertrag eine Sperre von drei Monaten. Und dann wird wahrscheinlich auch noch Kindergeld und Gehalt des Freundes angerechnet, was?!

    Das ist doch echt zum Kotzen oder? Also mal ganz ehrlich, da wundern sich alle, dass die Frauen kaum noch Kinder zur Welt bringen? Es war bei mir zwar auch nicht geplant aber dass ich mein Kind nicht direkt nach einem Jahr bzw. 10 Monate (Mutterschaftsgeld wird ja auch angerechnet) abgeben will, wusste ich schon immer. Das könnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

    Steckt noch jemand von euch in so einer Situation oder hatte das gleiche Problem und was habt ihr getan oder habt ihr vor zu tun???
    Antwort
  • cielo7878
    Superclubber (203 Posts)
    Kommentar vom 27.03.2013 15:13
    Niiina hier in spanien gibt es sowas wie elternzeit garnicht . Wir haben nur 4 monate mutterschutz und danach muss ich wieder arbeiten gehen . Da ich nur meine schwiegermutter hier habe die aber zu alt ist sich um ein 4 monate altes baby zu kümmern kommt mein wurm dann schon in eine kita die mich 400 euro im monat kostet . Oder aber eine tagesmutter die genau so viel verlangt pro monat . Viele denken bestimmt ich werde eine rabenmutter sein weil ich mein kind abschiebe aber es gibt keine andere möglichkeit es sei denn ich kündige habe dann 3 monate sperre und bekomm so 600 euro arbeitslosengeld für 2 jahre . Ich muss in den sauren apfel beissen und wieder arbeiten gehen . Und wenn ich mal sonntags arbeiten muss dann nehm ich mein kind halt mit .
    Antwort
  • Denise2013
    Superclubber (121 Posts)
    Kommentar vom 27.03.2013 19:01
    Also, bei uns ist das auch alles eine Frage des Geldes. Ich und mein Mann haben uns letztes Jahr erst ein Haus gekauft und hatten schon die Hoffnung auf Nachwuchs verloren. Bin heute genau in der 10 Woche und mach mir natürlich auch total viele Gedanken was des Geld angeht. Wir gehen beide zurzeit Vollzeit arbeiten und ich muss leider nach dem ersten Jahr wieder arbeiten gehen. Die Kosten fürs Haus und auch die Nebenkosten kann mein Mann nicht alleine tragen und wenn ich mir des Geld auf zwei Jahre auszahlen lass bleiben mir 300 bis 400 Euro und des ist leider einfach zuwenig für die Familie+Haus.Natürlich ist es schwer mit dem Gewissen. Aber was bringt es mir, wenn ich zwar zuhause bleibe, aber des Geld für meine Familie und den monatlichen Kosten die wir einfach immer haben nicht reicht?!?
    Nix. So kann ich meinem Kind eine Zukunft wenigstens geben. Und genau jetzt in der heutigen Zeit, wo einem nix geschenkt wird und alles nur teurer wird, ist es einfach wichtig, wenn man Finanziell sich und seinem Kind eine Sicherheit geben kann und das geht leider nur mit Geld
    Zurzeit weis ich einfach kein anderen Weg, jedoch haben wir ja noch ein wenig Zeit zum überlegen. Hab mir aber auch überlegt wenn unser Nachwuchs da ist und ich wieder arbeiten gehen muss meine stunden zu verkürzen. Hoffe das mein Arbeitgeber mir da entgegen kommt und wir für alle ne gute Lösung finden. Dieses Thema ist echt schwer und kostet denk ich jedem Paar sehr viele schlaflose Nächte, wenn es besonders das erste Kind ist. Ich bin super glücklich das es geklappt hat endlich nach so vielen Jahren aber hab auch echt viel Angst.
    Zum Thema " Rabenmutter"
    Ich sehe mich nicht so und werde es mir auch von niemand einreden lassen. Bitte nicht falsch versteh.
    Den ich kann meinem Kind auch Liebe und Geborgenheit geben auch wenn es ein paar stunden mal bei anderen Kindern in der Kita war. Gebe es ja nicht den ganzen Tag in die Kita und kann den ganzen Nachmittag noch mit meinem Kind verbringen. Außerdem ist es auch nicht schlimm oder fahrlässig wenn man sein Kind schon früher in die Kita gibt. Im Gegenteil. Die Kinder lernen schon früh sehr viel und werden auch früh gefördert. Was zuhause nicht immer so klappt, da man doch sehr eingeschenkt ist.In meinen Augen ist eine Rabenmutter die sich null um ihr Kind kümmert uns es vernachlässigt. Sich keine Zeit nimmt und auch nicht die Nähe zum Kind sucht. Alles andere wichtiger empfindet als das Kind und seine Sorgen und Bedürfnissen.

    @ cielo7878: Ich denke nicht das du eine Rabenmutter wirst und lass es dir auch nicht von anderen einreden. Jeder der dich kennt wird verstehen das du keine andere Wahl hast und das auch unterstützen. Den du machst des alles ja nur zum guten für dein Kind.
    Antwort
  • Tinka24
    Superclubber (401 Posts)
    Kommentar vom 28.03.2013 07:45
    Hallo ihr Lieben

    ich bin nun das zweit mal schwanger. und verheiratet..unsere "große" wird im november 3 und im juli kommt unser zweites.mein Mann geht VZ arbeiten

    Ich hab drei jahre Elternzeit genommen u werd auch beim zweiten drei jahre elternzeit nehmen.. mein Elterngeld hab ich auf 2 jahre gesplittet..danach bekommt man noch a halbes Jahr Landeserziehungsgeld(achtung nicht überall) und jetz beim zweiten bekommt man sogar 1jahr lang landeserziehungsgeld) danach..also jetzt bis juli bekomme ich nur kindergeld für die große..bzw juni-juli mutterschaftsgeld fürs zweite. Find es nur ne Schweinerei das ich jetz nur noch den mindestbetrag bekomme..obwohl ich seitdem ich aus der schule rausgekommen bin nur am buckeln war!!!und bis kurz vor geburt der ersten Tochter auch buckeln war!!

    Ich verurteile NIEMANDEN wenn man keine 2..3 jahre daheim bleiben kann ist ja schon ne geldfrage vor allem wenn man keinen gut verdienenden vater dazu hat..aber ich bin einfach der Meinung diese drei Jahre die ich für mein Kind da bin..kann man nicht mit Geld aufwiegen und deshalb schränken wir uns halt etwas ein..wobei unser Lebenstil bisher nicht davon betroffen wurde..Sind eh eher bescheiden und gehen halt anstatt 3 wochen malle urlaub 3 wochen auf nen Campingplatz...
    dieses jahr haben wir uns nämlich einen festen Wohnwagenplatz "angelacht" OBWOHL das zweite kind kommt.
    noch dazu find ich man kann im allgemeinen sehr viel sparen indem man Gute gebrauchte Sachen kauft.(nur mal als beispiel unser kompletter kleiderschrank ist oben bis unten proppenvoll und da sind keine schlechten sachen dabei..mein kind ist immer ordentlich angezogen und wird als ooohh ist das süß,wo hast denn das her,also das Kleid nachgefragt..
    und ich denk mir nur immer..haha ihr kauft sowas teuer beim designer-kinderladen und ich zahl für ne Umzugskiste mit locker knapp 40 Teilen nicht mal 10 euro..
    Kinder in den jungen alter sind sehr anspruchslos..hauptsache sie "laufen" ordentlich rum,ham was anständiges zum beißen auf den Tisch und man gibt ihnen soviel Liebe wie man aufbringen kann.

    wie gesagt das ich persönlich finde wenn man den Willen dazu hat sich um sein Fleisch u Blut die ersten jahre selbst kümmern zu wollen dann findet man Mittel und Wege..vor allem die Frauen in ner festen Partnerschaft. Ja ich bin in der Hinsicht auf der Emanzensprosse ziemlich weit unten..aber wofür zum Kuckuck hat man den nen Mann ..es geht ja schliesslich nicht für lebenszeit..aber wenigstens diese ersten jahre.... nach Ablauf der zweiten Elternzeit werd ich auf alle Fälle wieder arbeiten gehen,ist ja nicht nur dann geldtechnisch irgendwann notwendig,sondern auch Berufszwischenmenschlich

    nichts desto trotz sind andere mütter die früher arbeiten gehen natürlich keine rabenmütter. so plädoyer Ende.-)
    Antwort
  • Juliiie
    Gelegenheitsclubber (3 Posts)
    Kommentar vom 28.03.2013 10:40
    Hallo,

    ich möchte gern meinen "Senf" dazu geben.
    Meine Tochter wird im November 3 Jahre alt und unser 2 Kind kommt im Juli. Ich bin nach einem Jahr Elternzeit wieder in Teilzeit arbeiten gegangen, mein Mann hatte 2 Monate Elternzeit gleichzeitig mit mir.
    Für mich war es die absolut richtige Entscheidung, denn die Kinderkrippe hat meiner Tochter bis jetzt durchweg gut getan und für mich war es auch sehr befreiend nach der Elternzeit wieder eine andere Aufgabe zu haben. Ich habe das Jahr mit meiner Tochter sehr genossen, aber ich habe zum Ende hin auch gemerkt, dass sie Kontakt zu anderen haben will und ich ihr die geforderte Unterhaltung gar nicht mehr bieten kann. Natürlich hat der finanzielle Aspekt auch eine sehr große Rolle gespielt, denn ich konnte nach einem Jahr Elternzeit auch wieder etwas zum Familieneinkommen beitragen.
    Wie wir das bei unserem 2. Kind handhaben, weiß ich noch nicht. Man muss eben auch die Betreuungskosten gegenrechnen. Die Kinderkrippe kostet uns ca. 300 € m,onatlich, was man eben auch erstmal verdienen muss.
    Und zum Thema "Rabenmutter": ich sehe mich nicht als Rabenmutter, denn meine Tochter und ich haben ein ganz spezielles und sehr liebevolles Verhältnis miteinander. Sie freut sich einerseits sehr auf die Erzieherinnen und Kinder in der Kinderkrippe, aber eben auch sehr wenn ich sie wieder von dort abhole. Wir nehmen uns auch ausreichend Zeit, um die Nachmittage und Wochenenden schön und gemeinsam als Familie zu gestalten. Wir gehen ihren Bedürfnissen genauso nach, wie Mütter, die daheim bleiben - davon bin ich überzeugt.

    Letztendlich müsst ihr selbst wissen, ob ihr die finanzielle Hürde stemmen könnt oder nicht und ob du emotional in der Lage bist, dein Kind nach einem, zwei oder drei Jahren, vielleicht auch nur teilweise, abzugeben. Vielleicht habt ihr ja auch Familie in der Nähe, die zeitweise eine Betreuung gewährleisten kann (was bei uns jetzt nicht der Fall ist, deshalb die Kinderkrippe).

    Alles Gute!
    Antwort
  • gigi06
    Superclubber (197 Posts)
    Kommentar vom 01.04.2013 21:59
    Zu dem Thema möchte ich auch was schreiben :-)
    Als Erstes : Sicher , dass eine Tagesmutter so teuer ist ? Bei uns wir das nach dem Brutto-Einkommen beider Elternteile berechnet und der Beitrag ist genau so hoch wie ein Krippen-Platz. Vielleicht gibt es wirklich unterschiedliche Regelungen abhängig vom Bundesland.

    Bevor unsere Tochter zur Welt kam , habe ich VZ gearbeitet und mein Mann hat studiert. Als ich schwanger wurde, stand ich auch da und war ziemlich ratlos. Hab mich überall erkundigt und wir haben das " Problem " so gelöst : Das Elterngeld habe ich mir auf 1 Jahr auszahlen lassen und mein Mann hat nebenbei gejobbt . im 2. JAhr hat mein Mann Bafög bekommen und sich extrem auf das Studium konzentriert und ich ALG2 ( was mir NICHT leicht gefallen ist ) . Als unsere Tochter 2 wurde , bin ich wieder VZ arbeiten gegangen und meine Tochter war bei einer lieben Tagesmutti, die ein Spielkreis geführt hat. Kurz bevor unsere Kleine 3 wurde, hat mein Mann sein Studium beendet und hat eine Arbeitsstelle bekommen. In 3 Monaten ist seine Probezeit rum und wenn alles glatt läuft, will ich dann von VZ auf TZ verkürzen.
    Es gibt immer irgendwie Mittel und Wege. Man muss sich nur gut erkundigen, und evtl.einschränken wenn man das Kind nach 1 Jahr nicht abgeben möchte. Nach 1. Jahr würde ich es nie tun, mit 2. Jahren unter Kinder zu kommen , finde ich sehr gut für die Entwicklung. Aber nicht den ganzen Tag ( wie es bei uns der Fall ist ) . Deshalb " leide " ich noch paar Monate und dann bin ich endlich für meine Tochter voll da :-)
    LG aus Bremen.

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