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sternenkind

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  • jesmaex
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Eintrag vom 24.04.2014 01:47
    bei meinem Stern wurde (! Erst!) In der 17 ssw eine anencephalie festgestellt. Drei tage des traurigen Wartens später wurde die Geburt mit Tabletten eingeleitet. Da Unverträglichkeit gegen des geeles wurde ein Tropf angefangen zur wehenbildung. Nach einem kreislaufzusammenbruches ging es mit Eiltempo in den Kreißsaal. Dort wurde die pda gesetzt. Ich erinnere mich an keine Einwilligung die ich unterschrieb. Erwähnen sollte ich das ich nur Erinnerungen bis zum anhängen des tropfes habe. Nach 27 ständiger Geburt War der Stern auch reglos geboren. Es ging sofort in den op zur ausschabung. Der leitende Oberarzt teilte meinem Lebensgefährten mit das es Komplikationen gab, ich solle wohl geblutet haben aber man hätte alles beheben können. Mir wurde aber nichts von Komplikationen berichtet. Nach der protzedur habe ich eine heb/senk Schwäche des linken beines starke ruckenschmerzen. Was aber natürlich laut Ärzten nichts mit der Geburt Zutun hat. Laut ob Bericht wurde die plazenta ohne Komplikationen entfernt. Im Krankenhaus gab es nach/ entlassungsuntersuchungen. Wie kann es dann passieren das ich bei der Kontroll Untersuchung bei meiner fa mit wehen ins Krankenhaus kam da die plazenta (noch voll durchblutet) auf die Entfernung wartete? Ich bin nun eingeschränkt falle täglich das Bein ist taub nehme starke Schmerzmittel und hatte zwei ops. Wie kann man eine plazenta vergessen? Wie kann man eine 21 zum behinderten machen und den entlassungsbericht so manipulieren? Ist das normaler werdegang?
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  • Maxx1975
    Very Important Babyclubber (1272 Posts)
    Kommentar vom 24.04.2014 03:20
    Liebe Jesmaex,

    nach Deiner Geschichte musste ich einfach weinen und frage mich, ob Ihr den Gelegenheit hattet Euch von Eurem Kind zu verabschieden.
    Du hörst Dich so voller Wut und Trauer an, dass es mir den Atem stocken lässt.
    Ich wünsche Dir und Deinem Partner viel Kraft und den Mut zu trauern. Natürlich auch gute Besserung für Dein Bein.

    Alles Liebe

    Maxx
    Antwort
  • Trumana
    Very Important Babyclubber (828 Posts)
    Kommentar vom 24.04.2014 09:08
    Hallo Jesmaex,

    nein dass ist sicherlich nicht die korrekte Vorgehensweise und mir tut es von Herzen Leid dass du sowas Schreckliches erleben musstest.
    Leider kommt es immer wieder vor und das ist der traurige Beweis dass Ärzte eben auch nur Menschen sind, mit ihren Fehlern, und dazu neigen schlampig und emotionslos vorzugehen, gerade wenn sie selber viel von sich halten. Ich denke, gerade in der Gynäkologie und Geburtsmedizin ist das ein großes Problem.
    Ich habe auch eine Totgeburt erleben müssen und habe gespürt, dass das Personal damit sehr überfordert war und es "schnell hinter sich bringen wollte". Ohne Rücksicht auf mich und meine Gefühle. Ich kann im Ansatz verstehen, wie du dich fühlst.
    Dass du nicht nur einen seelischen sondern auch noch einen körperlichen Schaden davon getragen hast, ist umso schlimmer. Klingt so, als wäre da bei der PDA nicht sauber gearbeitet worden.

    Ich wünsche dir trotz allem, dass du irgendwann gut damit leben kannst und dein Sternchen vielleicht nochmal zurück gekommt, diesmal ganz gesund. Ich bin mir sicher, es wartet ganz geduldig bis seine Mama wieder bereit ist.
    Antwort
  • jesmaex
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Kommentar vom 24.04.2014 23:05
    Ich durfte das Kind sehen. Ich war auch eine std mit ihm unter psychologischer Aufsicht "zusammen". Er wurde in der pathologie aufgebahrt und "bekleidet". Aber der wirkliche Abschied wird erst im Juni geschehen den dann ist erst die Beerdigung.

    Ich weis das es für alle beteiligten eine komplizierte Situation war. Ich habe meinen Gefühlen stehts freie Bahn gegeben was dazu führte das selbst Fachpersonal die trännen kamen.
    Dennoch habe ich ein Hass eine Wut die ich kaum in Worte fassen kann. Und diese richtet sich auch gegen mich. Ich habe das Kind frühzeitig sterben lassen. Es ist egal ob er eine Überlebenschance von 2std hatte. Er wäre gestorben so oder so nur ich kämpfe damit das ich es beendet habe und nicht die Natur.

    Ich bemitleide jede mama die diese Schritte gehen muss. Es zerfrisst einen und nicht nur das eine Beziehung wird so auch stark auf Probe gestellt
    Antwort
  • Maxx1975
    Very Important Babyclubber (1272 Posts)
    Kommentar vom 25.04.2014 02:48
    Liebe Jesmaex,

    lass Deine Gefühle zu, Du darfst diese auch haben. Es gibt nichts tragischeres als ein Kind zu verlieren, das nicht leben durfte. Ich denke, Du hast bestimmt Deine Entscheidung Deinen Sohn gehen zu lassen mit Deinem Partner gemeinsam gemacht. Diesen Schritt habt Ihr Euch mit Sicherheit nicht einfach gemacht und für Euch beschlossen, was am erträglichsten für Euch ist. Ich halte es für sehr schwer, ein Kind auszutragen, dass auf jeden Fall nach der Geburt sterben wird und weiß nicht, ob ich es auch hätte früher gehen lassen oder ob ich den Schmerz und die Trauer bis zu Schluß ausgehalten hätte.
    Und jetzt dürft und sollt Ihr auch gemeinsam traurig und wütend sein.
    Ich würde Euch raten, Euch weiterhin professionelle Hilfe zu suchen, die Euch beim Trauern unterstützen kann.
    Ich wünsch Dir vom Herzen alles Gute und das Ihr ein gesundes Kind in den Armen halten dürft, wenn Ihr bereit dazu seid.
    Viel Kraft für Euren weiteren Weg und für Eure Liebe.

    LG
    Maxx
    Antwort
  • Trumana
    Very Important Babyclubber (828 Posts)
    Kommentar vom 26.04.2014 09:40
    Hey Jesmaex,

    diese Wut ist absolut verständlich. Aber, du musst dich nicht vor dir selber rechtfertigen dass du die Schwangerschaft frühzeitig beendet hast. Man kann und sollte von keiner Frau verlangen, dass sie die Schwangerschaft unter diesen Umständen bis zum Schluss durchsteht. Ja es gibt Frauen die machen das. Aber es gibt auch welche, die können das nicht. Und das ist kein Grund, sich zu hassen.
    Dass die Beziehung darunter leidet ist doch klar. Schließlich ist ein Kind gestorben! Für ein Paar gibt es doch nichts Schlimmeres. Aber wie sagt man, in guten und in schlechten Zeiten, und diese Zeit übersteht man auch. Es ist nur wichtig, dass ihr darüber redet, wie ihr fühlt - und nicht alles in sich hinein zu fressen.

    Schön, dass du dein Kind sehen durftest. Für mich war das auch sehr wichtig. Lass dir die Zeit zum Trauern. Es tut mir wirklich so Leid für dich, wir sind im selben Alter und du musst schon mit den Folgen von solch einer schrecklichen Erfahrung leben. Ich hoffe wirklich, dass du wieder gesund wirst!
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