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an alle Sternenkindeltern

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  • myri1982
    Superclubber (326 Posts)
    Eintrag vom 23.01.2015 10:11
    Hallo ihr Lieben,

    ich wende mich nun an euch, da ich selbst die Erfahrung nie machen musste.
    Vor 2 Tagen hab ich meine liebste Freundin in den Kreißsaal begleitet, weil sie ihre Zwillinge in der 22.ssw zur welt bringen musste. Sie hatte eine akute Schwangerschaftsvergiftung und es war der einzige Ausweg ihr Leben zu retten.
    Im Moment befinden sich alle noch in der Schockstarre, da das wirklich sehr plötzlich kam.
    Sie wird momentan noch intensivmedizinisch betreut, und ihrem Freund geht es psychisch sehr sehr schlecht.
    Man muss dazu sagen, dass die beiden bereits einiges hinter sich haben und diese beiden Babys eigentlich kleine Wunder waren.
    Jetzt kommt meine eigentliche Frage: wie kann ich ihr helfen? wie steh ich ihr oder ihnen in dieser situation am besten bei? ich weiß gar nicht wie ich mich verhalten soll. Soll ich vorbeigehn, oder eher warten, ihnen Raum zur Trauer geben, oder denkt sie dann es intressiert mich nicht? Ich möchte ihnen ausserdem etwas schenken-eine kleine Erinnerung, dass es ihre Jungs tatsächlich gab. Dachte an ein Holzwürfel, wo die Namen, Daten und ein schöner Spruch eingraviert wurde. weiß aber nicht, ob das okay ist, oder alles nur schlimmer macht, oder vielleicht einfach noch zu früh ist.
    Ich fühle mich so hilflos, ich hätte die Babys am liebsten selbst ausgetragen für sie, weil die warscheinlichkeit, dass sie nochmal ss wird gegen null geht.
    Es ist unfassbar, wenn Eltern ihre Kinder verlieren, ganz egal wann!!! Aber vielleicht ist ja hier jemand, der in seiner trauerarbeit schon etwas weiter ist und aus eigener Erfahrung berichten kann, was ihm besonders geholfen hat und was auch gar nicht.
    Ich danke Euch
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  • ConnyCL
    Very Important Babyclubber (2294 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 10:22
    Hallo.
    Das ist ja furchtbar und tut mir sehr leid für deine Freundin.jeder ist da anders und es gibt kein patentrzept.mit dem gravieren würde ich noch nicht machen.sei für sie da und hör ihr zu.nimm sie in die arme und redet wann immer sie möchte .sie wird dir schon sagen wann es nicht gut ist.wenn ihr euch sehr nahe steht fahr hin aber am besten dann wenn nicht gerade jemand anderes da ist.
    Antwort
  • LaRimi
    Very Important Babyclubber (1692 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 11:46
    Dem kann ich eigentlich nicht viel hinzufügen. Jeder ist da unterschiedlich. Ich habe jede Erinnerung (z.B. US-Bilder) weit weg gepackt, damit ich nicht ständig daran erinnert werde. Und über die FG hat mir hauptsächlich ein Freund wirklich geholfen, mit dem ich nicht darüber reden "musste" und mit dem ich wieder Rumalbern konnte, weil das Thema dann nicht unbedingt existent war. Andererseits fand ich es anfangs super, dass alle meine Freunde für mich da waren und mich getröstet haben. Aber einige Tage später wollte ich einfach nicht mehr darüber reden. Manchmal ist weniger halt mehr.
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  • ela79
    Very Important Babyclubber (631 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 12:38
    Die Klinik in der ich wegen der Fehlgeburt war, hat eine Klinikseelsorgerin die einen gut begleitet. Hat eigentlich jede Klinik. Es gibt Gottesdienste für genau diese Eltern, es gibt eine Beerdigung für alle diese Sternenkinder, falls man sich nicht für eine eigene Bestattung entscheidet. Vielleicht hilft so was auch zum Abschied nehmen.
    Antwort
  • Maxx1975
    Very Important Babyclubber (1272 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 12:43
    Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Sei einfach da wenn sie dich braucht. Sie wird es dir bestimmt mitteilen und weine auch mit ihr. Ich konnte in der ersten Zeit nach meinem Sternchen auch nicht darüber reden und musste ständig weinen. Deine Geschenkidee finde ich gut aber ich glaube auch, dass es zu früh ist. Jeder trauert aber anders und es ist viel Empathie für die Betrofffenen in der ersten schweren Zeit notwendig.
    Antwort
  • Mami_24
    Very Important Babyclubber (837 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 12:53
    Oh nein myri, das ist ja schrecklich! :-( Tut mir wirklich sehr leid für deine Freundin. Ich würde ebenfalls versuchen für sie da zu sein, wenn es ihr zu viel wird, wird sie das sicher sagen, aber ich würde es trotzdem lieber erstmal versuchen. Zuhören, sie in den Arm nehmen usw. Einfach fragen ob du was tun kannst, oder sie was braucht... Und auch ich würde mit dem Geschenk erstmal noch warten, finde aber auch dass es eine schöne Idee ist.

    LG
    Antwort
  • myri1982
    Superclubber (326 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 14:08
    das wirklich schlimme ist ja eigentlich, dass die kinder fit und gesund waren... es war einfach ihr körper der die schwangerschaft nicht gepackt hat... und weil die ärzte keinen tag länger warten konnten, weil sie es auch nicht länger geschafft hätte, musste die ss abgebrochen werden. wär das ganze 10 tage später passiert, hätten sie alles versucht die kinder und die mama zu retten-aber so war keine chance.
    und das schlimme ist halt, dass sie sich jetzt selber vorwürfe macht. und ich glaub jede mutter versteht, dass man alles für die kinder tut, auch wenns das eigene leben ist.
    also mit dem geschenk an sich werde ich auf jeden fall noch warten- vielleicht zum muttertag?
    Antwort
  • verena85
    Superclubber (283 Posts)
    Kommentar vom 23.01.2015 16:18
    Also ich musste meinen Wurm auch gehen lassen.. die ersten Tage konnte ich noch nicht mal weinen da ich so im Schockzustand war...Danach liefen die Tränen..und mir hat es sehr geholfen aber darüber zu reden.
    Außerdem habe ich mein Tagebuch zu ende geschrieben und meinen Mutterpass und den Strampler den ich meinem Bruder "geschenkt" hatte als Zeichen das er Onkel wird vergraben...mir haben diese Rituale sehr geholfen.
    Auch habe ich an dem "Geburtstag" an den Wurm gedacht und das Tagebuch noch mal gelesen.
    Mein Mann möchte jetzt über das Thema nicht mehr reden und hat den ET auch komplett "überspielt" und so getan als ob es ein ganz normaler Tag wäre...

    Also jeder ist da anders und dir einen Rat zu geben ist wirklich sehr.
    Sei für deine Freundin da , aber bedräng sie nicht..ich denke du wirst sie gut genug kennen um zu merken was richtig ist ...was ich gar nicht abhaben konnte war mitleid...Dieses OH nein und dieser Blick....jedes mal ein Stich ins Herz
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