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Geburtsplan: Was haltet ihr davon?

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  • LadyLegolas
    Gelegenheitsclubber (1 Post)
    Eintrag vom 04.05.2016 14:38
    Hey Mädels,

    auf Empfehlung meiner Hebi habe ich gerade mal versucht einen Geburtsplan zu schreiben.
    Ich bin bei sowas aber immer absolut unsicher, ich hab da immer angst mich zu blamieren ^^
    Was haltet ihr denn so davon? Ich bin zum Teil echt unzufrieden, finde ihn grundsätzlich zu lang... Danke im Voraus für eure Meinungen!

    Liebes Klinikpersonal,

    in den vergangenen, sehr aufregenden Wochen, habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, wie ich mir den Ablauf der Geburt meines Babys wünschen würde.
    Ich weiß, dass vielleicht nicht alle meine Wünsche umgesetzt werden können und bin offen für den fachlichen Rat der Ärzte und Hebammen. Ich weiß auch, dass ich mir unter der Geburt vielleicht das ein oder andere anders überlegen könnte. Schließlich habe ich noch nie ein Kind bekommen. Ich bitte jedoch darum, meine Wünsche nach Möglichkeit zu berücksichtigen und nur auf meine Bitte davon abzuweichen, oder wenn eine Notsituation es erforderlich macht.

    Sollte ich aus irgendeinem Grund nicht (mehr) in der Lage zu sein, Entscheidungen über meine Behandlung oder die Behandlung meines Baby zu treffen, soll mein Partner diese Entscheidungen treffen.
    Meine Patientenverfügung befindet sich in seinem Besitz.

    Vor und während der Geburt:

    Geburtsbegleitung: Während der Geburt möchte ich von meinem Partner und Vater meines Babys begleitet werden. Seine Anwesenheit wünsche ich mir während der gesamten Geburt.

    Art der Geburt: Ich strebe eine natürliche Geburt an. Ein Kaiserschnitt soll nur bei medizinischer Indikation durchgeführt werden. Am liebsten wäre mir eine Wannengeburt. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, möchte ich unter der Geburt am liebsten nicht dauerhaft liegen, sondern mich jederzeit nach Bedarf frei bewegen und auch vom Personal und meinem Partner dazu ermutigt werden. Auch eine Geburt mit Hilfe des Geburtshockers kann ich mir sehr gut vorstellen. Auch würde ich gerne einen Pezziball während der Wehen benutzen. Falls verfügbar, bitte ich daher darum, mir diese Dinge für die Geburt bereitzuhalten.

    Schmerzlinderung: Grundsätzlich möchte ich versuchen, mein Baby ohne Schmerzmittel zur Welt zu bringen. Zur Schmerzlinderung möchte ich zunächst, wenn möglich, nur ein Entspannungsbad nehmen. Eine intravenösen Gabe von Schmerzmitteln, eine Pudendusanästhesie oder Lachgasinhalation kann ich mir vorstellen, darüber ob eine dieser Methoden Anwendung findet, möchte ich jedoch situationsbedingt und spontan entscheiden.
    Ich bitte das Klinikpersonal darum, mich darauf hinzuweisen, wann der Zeitpunkt naht, an dem eine bestimmte Schmerzlinderungsmaßnahme nicht mehr möglich sein wird.
    Eine PDA lehne ich aufgrund einer traumatischen Rückenmarkspunktion vor einigen Jahren grundsätzlich ab. Mir ist bewusst, dass dies etwas vollkommen anderes ist, aber seither bekomme ich beim Gedanken an eine Nadel im Rücken große Panik. Eine Zustimmung hierzu werde ich unter keinen Umständen erteilen. Einen Kaiserschnitt würde ich daher in jedem Fall nur unter Vollnarkose vornehmen lassen.

    Wehenhemmende/-fördernde Mittel: Über einen möglichen Einsatz von Wehenbeschleunigern und wehenhemmenden Mitteln und die Gründe, warum dieser Einsatz empfohlen wird, möchte ich informiert werden und dann entscheiden, ob ich dem zustimme oder nicht.

    CTG: Bei vergangenen CTGs hat sich gezeigt, dass mein Baby darauf mit großer Unruhe reagiert und sehr stark zu treten beginnt. Ich habe das Gefühl, dass mein Baby mit Stress auf das CTG reagiert. Aus diesem Grund lehne ich ein Dauer-CTG ohne Indikation ab.

    Damm: Einen Dammriss ziehe ich einem Dammschnitt in jedem Fall vor.

    Nabelschnur: Die Nabelschnur soll wenn möglich mein Partner durchtrennen. Kommt es nicht zu einer Wassergeburt, wünsche ich mir, dass das Nabelschnurblut gespendet wird.

    Plazenta: Die Plazenta möchte ich gerne im mitgebrachten Gefäß mit nach Hause nehmen.

    Kaiserschnitt: Sollte ein Kaiserschnitt notwendig werden, möchte ich, dass dieser in jedem Fall unter Vollnarkose durchgeführt wird.


    Nach der Geburt:

    nach einer natürlichen Geburt: Gibt es keine Anzeichen die dagegen sprechen, möchte ich, dass das Baby zum Bonding auf meine nackte Brust gelegt wird und erst anschließend gewogen, gewaschen und angezogen wird.

    nach einem Kaiserschnitt: Ich möchte, dass das Baby so schnell wie möglich zum Bonding zu seinem Vater gebracht wird. Auch ich möchte nach dem Aufwachen so schnell wie möglich mein Baby sehen und zum Stillen an die Brust anlegen.

    Der Gabe von Vitamin K stimme ich zu.

    Silbernitrattropfen dürfen meinem Baby gegeben werden, wenn der Arzt dies für notwendig bzw. sinnvoll hält.

    Ich möchte mein Baby nach der Geburt nach Bedarf und nicht nach Plan stillen.
    Der Gabe von Säuglingsnahrung stimme ich nur bei absoluter Notwendigkeit zu.
    Die Gabe von Zuckerwasser und Tee lehne ich ab. Ich möchte nicht, dass mein Baby einen Schnuller bekommt.



    Ich bedanke mich, für die Berücksichtigung meiner Wünsche für die Geburt. Wir bedanken uns außerdem herzlichst für die Unterstützung bei der Geburt unseres Babys.

    Antwort
  • KruemelElli
    Powerclubber (67 Posts)
    Kommentar vom 11.05.2016 09:49
    Hi!
    Mensch, du hast dich auf alle Fälle sehr ausführlich damit beschäftigt!
    Ich selbst hab noch keine Ahnung von geburtsplan, aber ich finde deiner klingt gut!
    Und warum solltest du dich mit sowas blamieren? Wir alle machen das mal zum ersten mal. Beim zweiten Kind sind wir vielleicht schlauer, vielleicht passts aber auch genau so ;)
    Wann hast du denn Termin?
    LG Elli
    Antwort
  • Sleep85
    Very Important Babyclubber (677 Posts)
    Kommentar vom 11.05.2016 10:20
    Ich finde das klingt super. Wusste garnicht dass man sowas machen soll. Man lernt nie aus.. Viel Glück dass es so klappt wie du es dir wünschst :)
    Antwort
  • AmChes
    Very Important Babyclubber (643 Posts)
    Kommentar vom 11.05.2016 11:32
    Du hast dir auf jeden Fall viele Gedanken gemacht. Klingt sehr gut.
    Ich habe zwei Kinder bekommen und nie einen Geburtsplan gehabt. Meine Hebamme beim ersten meinte, was Frau will,stellt sich in der Regel erst unter der Geburt heraus, daher habe ich keinen gemacht. Ich hab auch diesmal keinen. Ich habe ein paar Dinge, die ich berücksichtigt wissen will, aber die weiß mein Mann und kann sie gut durchsetzen. ^^
    Ich wünsche dir alles Gute!
    Antwort
  • MarieBaby
    Gelegenheitsclubber (8 Posts)
    Kommentar vom 31.05.2016 02:50
    Hi ihr lieben,

    einen echten Geburtsplan hatte ich bei meinen beiden Kindern eigentlich nicht.
    Habe mich lediglich ab der [url=http://www.limango.de/angebote/17-ssw-die-17-schwangerschaftswoche/]17 ssw[/url] über einen Ratgeber informiert, welche Veränderungen von Woche zu Woche auf mich und den Kleinen im Bauch zukommen.
    Das war vor allem bei der ersten Geburt der Fall, weil ich etwas Angst vor dem Ungewissen hatte.

    Lg Marie
    Antwort
  • Hutschbub
    Superclubber (478 Posts)
    Kommentar vom 21.06.2016 10:55
    Mein Geburtsplan: flexibel mit allem umgehn. Wenn ich Schmerzmittel brauche, lass ich mir welche geben, wenns normal funktioniert, prima, wenn ein Kaiserschnitt aus irgendeinem Grund nötig ist, ok dann ist es so. Auf keinen Fall auf irgendwas versteifen. Ich glaube, damit fährt man am Besten. Vor allem beim ersten Kind wenn man noch gar nicht weiß, was auf einen zukommt.
    Antwort
  • Alexandramatthias
    Moderator
    Very Important Babyclubber (2277 Posts)
    Kommentar vom 21.06.2016 10:59
    Ich hatte bei meiner großen keinen und werde auch jetzt keinen machen ;-).
    Antwort

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