Vornamen Assoziationen & Vornamen Vorurteile

Bist du so, wie du heißt?

©Coloures-pic/Fotolia.com
„Ein falscher Name – das ist der Anfang vom Ende“ sagte schon Shakespeare. Aber wie soll man sein Kind nennen, damit es erfolgreich wird? Um Eltern bei dieser Entscheidung zu unterstützen, lassen wir in einer Online-Langzeitstudie seit 2007 über 15.000 Vornamen bewerten, um aussagekräftige Imageprofile zu erhalten.

Viele Promis legen sich mit einem Künstlernamen ein neues Image zu. Z. B. wurde aus dem Sänger Steven Demetre Georgiou zunächst Steve Adams und dann Cat Stevens. Als er dann zum Islam konvertierte, hieß er fortan Yusuf Islam. Das zeigt: Namen machen Leute. Und besonders Vornamen rufen Vorurteile hervor – positive oder negative. Hört man einen Namen, hat man umgehend ein Bild des sozialen Status, der Intelligenz, des Alters und eventuell auch noch der Herkunft seines Trägers vor Augen. Diese Assoziationen haben Studien zufolge großen Einfluss: Kinder werden von Pädagogen oft schon in eine Schublade gesteckt, bevor überhaupt ein persönlicher Kontakt stattfand.

Imageprofile von Vornamen

Anhand von sieben aussagekräftigen Adjektiven können die User auf babyclub.de in fünf Stufen angeben, ob ein Name für sie beispielsweise „intelligent, nicht intelligent“, „introvertiert, extrovertiert“ oder „sportlich, nicht sportlich“ ist. Insgesamt gab es bisher um die 400.000 Stimmabgaben. Die so entstehenden Imageprofile zeigen, welche allgemeinen Vorstellungen mit dem Träger eines Vornamens verbunden werden. „Eine Person, die Mia heißt, wird beispielsweise derzeit deutlich positiver gesehen als der Gesamtdurchschnitt aller Namen“ erklärt Bernd Eberle, Herausgeber von babyclub.de. „Von ihr denkt man, sie sei jung, attraktiv und sympathisch. Unser Ziel ist es, werdenden Eltern nach und nach repräsentative Imageprofile zu den Vornamen zur Verfügung zu stellen“ so Eberle weiter.

Sind Namen wirklich so vielsagend?

Prof. Dr. Jürgen Udolph
„Kinder mit bestimmten Vornamen haben bessere Bildungschancen als andere“ sagt Prof. Dr. Jürgen Udolph vom Zentrum für Namensforschung in Leipzig, seit Anfang 2014 Kooperationspartner von babyclub.de. „Klassische Namen wie Maximilian, Sophie oder Alexander werden eher mit Talent und Fleiß assoziiert. Das belegte nicht zuletzt die Studie der Uni Oldenburg, die das gesellschaftliche „Aus“ für den Namen Kevin zur Folge hatte“ so der Professor weiter. Das hat sich bis heute nicht geändert, denn eine aktuelle Onlineumfrage von babyclub.de ergab, dass 82% der Befragten bei Namen wie Kevin, Chantal oder Mandy immer noch automatisch an „bildungsferne Schichten“ denken. „Leider betrifft die Vornamen-Diskriminierung nachweislich auch Kinder oder Jugendliche, deren Name einen Migrationshintergrund vermuten lassen“ ergänzt Udolph. (BU: Prof. Dr. Jürgen Udolph, Leiter des Zentrums für Namensforschung).

Spannend auch eine Studie aus Schweden: Jungennamen, die mit einem Y enden, werden dort mit geringer Bildung und niedrigem gesellschaftlichen Status in Verbindung gebracht. Tatsächlich landen Träger solcher Namen häufiger im Gefängnis. Ob das „Y-Namen-Syndrom“ auch für Deutschland gilt, wurde noch nicht untersucht, zumal Namen mit einer Y-Endung wie Ronny, Kay oder Henry hierzulande seltener vorkommen.

Images können sich ändern

Aus unserer umfangreichen Datensammlung lässt sich zudem auswerten, wie sich das Image eines Namens sich über die Jahre entwickelt hat. Schaut man z.B. auf Lena und ihren Sympathiefaktor, kann man seit 2007 eine langsam steigende Entwicklung nach oben feststellen, seit 2010 ist der Wert aber konstant geblieben. Und einem Träger des Namens Paul wird heute marginal weniger Intelligenz bescheinigt als noch in 2010, aber mehr als in 2007.

Vornamen-Trends

Bei der Namenwahl spielt neben dem Image auch die Beliebtheit eine wichtige Rolle, denn ist ein Name sehr modern, wird er erfahrungsgemäß häufig vergeben. Zeitlose Namen hingegen unterliegen weniger stark modischen Schwankungen.

In den babyclub.de-Vornamen-Charts sieht man die beliebtesten Vornamen der jeweils letzten drei und 12 Monate, sowie die Jahrescharts seit 2002. Diese Charts dienen als zuverlässiger Trendmonitor, welche Namen wann angesagt waren. Die Ergebnisse entsprechen stets mit hoher Übereinstimmung den Rankings von Standesämtern, Geburtskliniken etc. „Unserer Erfahrung nach sind Namenstrends zudem hartnäckig“ resümiert Bernd Eberle. Das erkläre auch, warum einige Vornamen schon so lange so begehrt sind.

Oft finden die babyclub.de-Vornamen-Charts auch eine Entsprechung in den Imageprofilen: Ist ein Name positiv besetzt, ist er meist auch in der Charts-Platzierung gut aufgestellt und umgekehrt – die oben erwähnte Mia beispielsweise ist seit Jahren ganz vorne mit dabei.

Motive der Vornamenwahl

Namen spiegeln Traditionen wider, sagen etwas über Moden aus und natürlich über die Eltern: ihre Träume, Wünsche und Vorbilder aus Büchern, Medien oder dem direkten Umfeld dienen oft als Motivation für die Namenswahl ihres Kindes. Auch die Region spielt eine große Rolle. Laut einer aktuellen Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache e.V ist es Eltern zudem wichtig, dass der Name wohlklingend ist, dem Kind im Leben keine Nachteile bringt und zu jedem Alter passt.

Namen mit gutem Image finden

Auf babyclub.de werden die über 15.000 Namen von den Usern bewertet. Imageprofile zeigen genau, welche Namen welche Assoziationen hervorrufen. Man sieht zudem im Vornamen-Ranking, wie sich die Popularität eines Namens in den letzten Jahren entwickelt hat. Das Namenslexikon sorgt mit Einträgen zur Namensbedeutung und Herkunft für Hintergrundwissen, der „Vornamen zum Nachnamen“-Finder verhilft zu weiteren Namensvorschlägen. In der Community können Mitglieder eine persönliche Favoritenliste mit Lieblingsnamen anlegen und speichern, die Namen vergleichen und versenden. Sind mehrere Namen in der engeren Wahl, lädt das Vornamens-Forum zur Diskussion ein. Spielerische Vornamen-Tools wie der Vorname als Fingeralphabet, in Blindenschrift oder als Barcode können mit Freunden in sozialen Netzwerken geteilt werden.

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Jungen
  1. Elias
  2. Leon
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  5. Liam
  6. Jonas
  7. Noah
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  9. Milan
  10. Julian
Mädchen
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Meinungen aus der Community:
  • Passt der Vorname zum Nachnamen?
  • Das es mal sooo schwer sein wird, sich bei der Namenswahl einig zu werden, hätte ich nie gedacht. Daher kommt IHR jetzt ins Rennen :-) Unsere Eltern kann ich...
  • von licapa77
    08.09.2011 09:29:02
  • Passt der Nachname zum Vornamen?
  • Hallo ihr lieben ich habe ein ähnliches Problem .Bin zwar erst in der 17. SSW aber mache mir natürlich auch so meine Gedanken über Vornamen.Im moment weiss i...
  • von masajuke
    04.08.2008 16:52:17
  • Zweisilbige Vornamen gesucht
  • Hallo, ich stecke voll im Vornamenfieber(-; unser Nachname ist dreisilbig-drum fänd ich einen zwei- oder einsilbigen Vornamen schön! Bis jetzt hab ich ...
  • von JuliaP
    04.11.2011 14:02:35
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