13. SSW (13. Schwangerschaftswoche)

Reife Leistung!
Inzwischen hat sich Ihr Baby von der körperlichen Seite vollständig entwickelt. Alle Organe, Gliedmaßen, Muskeln und Knochen sind nun ausgebildet, auch wenn sie in diesem Stadium noch nicht voll funktionsfähig sind. Gut genährt über die Nabelschnur und den Mutterkuchen muss es jetzt „nur“ noch wachsen. Allerdings in ziemlich rasantem Tempo. Gerade einmal so groß wie ein Finger, erprobt es schon seinen erwachenden Tastsinn und spielt manchmal munter mit seiner Nabelschnur.

Endlich dürfen es alle wissen!
Geschafft! Eine wichtige Etappe der Schwangerschaft ist nun vollbracht. Das Risiko eines fehlgeborenen Kindes ist ab jetzt nur noch sehr gering. Es ist der Zeitpunkt gekommen, zu dem viele Frauen endlich allen voller Freude erzählen können, dass sie Nachwuchs erwarten. Oftmals ist auch der Zeitpunkt gekommen, da der Arbeitgeber offiziell informiert wird und eine Bescheinigung der Schwangerschaft erhält, die Sie von Ihrem Frauenarzt oder der Hebamme bekommen. Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, genießen während der Schwangerschaft und nach der Geburt einen besonderen Schutz, zum Beispiel sind sie während der gesamten Schwangerschaft und bis vier Monate nach der Geburt vor Kündigung geschützt. Ausführliche Informationen und viele Broschüren stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kostenfrei zur Verfügung: > Mehr dazu unter www.bmfsfj.de

Ein neues Leben – auch für Sie

Jetzt wo es offiziell ist, beginnen viele Eltern ernsthaft mit der Lebensplanung für die Zeit nach der Geburt. Wer bleibt wie lange zu Hause? Wie wünschen Sie sich Ihren beruflichen Wiedereinstieg? Auch wenn es Ihnen recht früh vorkommt, ist es nicht verkehrt, sich bereits in der Schwangerschaft um entsprechende Betreuungsmöglichkeiten zu kümmern. Gibt es eine Kinderkrippe in der Nähe? Wie sieht es mit Tagesmüttern aus? Um Eltern die Balance zwischen Berufs- und Privatleben zu erleichtern, gibt es bei Weleda das Projekt Beruf+Familie, das Eltern Teilzeitmodelle, flexible Arbeitszeiten, Ganztagesbetreuung in der Betriebskindertagesstätte und vieles mehr anbietet. Ausführliche Informationen zu Elternzeit, Elterngeld, Erziehung etc. bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an. Auf der Internetseite des Ministeriums unter www.bmfsfj.de können Sie sich viele informative Broschüren zu allen Fragen rund um die Familie kostenfrei herunterladen.
Ist Mütterlichkeit nur weiblich?
Jetzt sind Sie im 4. Monat und Sie haben sich wahrscheinlich schon daran gewöhnt, schwanger zu sein. Die erste Unsicherheit ist vorbei und Sie trauen sich vielleicht schon, Ihr kleines kostbares Geheimnis mit Freunden und Verwandten zu teilen. In dem Maße, wie das Kind wächst, beginnt sich bei Ihnen ganz langsam auch ein Gefühl für Mütterlichkeit zu entwickeln. Mütterlich sein heißt verlässlich, feinfühlig und warmherzig für ein Kind sorgen. Man kann es auch Fürsorglichkeit nennen. Früher waren es ausschließlich die Frauen, die für die Kinder gesorgt haben. Fürsorglichkeit gilt bis heute noch als typisch weibliche Eigenschaft, obwohl es keine Anhaltspunkte dafür gibt, dass diese Eigenschaft an weibliche Gene gebunden ist. Mütterlichkeit ist also nicht naturgegeben. Mütterlichkeit ist eine menschliche Haltung, auf die nicht nur Kinder, sondern wir alle ein Leben lang angewiesen sind. Also können auch Männer „mütterlich“, fürsorglich, sein. Sie tun es auf ihre eigene männliche Weise. Immer mehr Väter entscheiden sich dafür, Elternverantwortung zu übernehmen. Sie haben Freude daran und sind auch richtig gute „Fürsorger“. Auch in Ihrer Partnerschaft könnte es möglich sein, dass Sie beide Fürsorge für Ihr Kind übernehmen.

Lese-Tipp: Das Papa-Handbuch

Nicht nur die werdenden Mamas können Unterstützung brauchen. Männer stehen heutzutage bei Schwangerschaft und Geburt nicht im Abseits. Das Papa-Handbuch von Robert Richter und Eberhard Schäfer (ISBN 978-3774269750) macht werdenden Vätern Mut, die Chancen ihrer neuen Rolle aktiv und positiv zu nutzen. Pragmatisch, praktisch, auf den Punkt: Männer erhalten viele konkrete Tipps und Hilfen, um ihre Partnerin bei Schwangerschaft und Geburt optimal zu unterstützen – aber auch, um für sich selbst den Übergang gut zu meistern. Spiele, Anregungen sowie alltagstaugliche Informationen helfen frischgebackenen Papas, ihr Baby gut zu „bevatern“ und eine liebevolle, enge Bindung aufzubauen. Abgerundet wird das Buch durch ein Kapitel, das zeigt, wie es gelingt, auch als Eltern ein Liebespaar zu bleiben.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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