16. SSW (16. Schwangerschaftswoche)

Schlaf, Kindlein, schlaf
Mit einer Körpergröße von ca. 10 Zentimetern ist Ihr Baby nun gar nicht mehr so winzig. Winzig sind aber noch seine Ohren, mit denen es noch gar nicht hören kann. Trotzdem nimmt es Klänge wahr. Singen, laute Geräusche und Musik nimmt es über eine Art Vibrationen in den Knochen wahr. Erst ab der 20. Schwangerschaftswoche hat sich die Hörschnecke im Ohr vollständig ausgebildet und das Kind beginnt tatsächlich zu lauschen. Dabei ist das pränatale Leben in der Fruchtblase nicht ganz so still: Magen und Darm können mit bis zu 85 Dezibel relativ laut sein. Wenn Sie oder Ihr Partner dem Baby im Bauch Lieder vorsingen oder etwas auf dem Klavier oder der Gitarre vorspielen, sind ihm nach der Geburt die Lieder und der beruhigende Klang Ihrer Stimmen schon gut vertraut. Mindestens ein Schlaflied sollten Sie schon mal mit ihm „einüben“ ...

Plazenta – optimale Versorgung für Ihr Kind
„Placenta“ ist Lateinisch und bedeutet einfach „Kuchen“. Bereits ab dem Beginn der Zellteilung nach der Befruchtung ist die Plazenta im Aufbau. Sie ist ein stark durchblutetes, scheibenförmiges Gewebe, das zum Ende der Schwangerschaft einen Durchmesser von ca. 15–20 Zentimetern erreicht und den Fetus über die Nabelschnur versorgt. Die Plazenta entsteht in den ersten Wochen der Schwangerschaft, indem sich embryonale Zellen in die Gebärmutterschleimhaut einnisten. Sie besteht aus mütterlichem und kindlichem Gewebe. Die Plazenta leistet Großartiges: Sie versorgt das Kind mit Nährstoffen, Vitaminen und Antikörpern. Sie produziert Hormone, die dafür sorgen, dass der Embryo nicht abgestoßen wird. Die Versorgung des Babys hat der Mutterkuchen schrittweise übernommen, ungefähr ab der 10. Woche wird der Fetus vollständig darüber ernährt Ab diesem Zeitpunkt bis zur 14. Woche bildet sich auch die sogenannte Plazentaschranke, die krankmachende bzw. fruchtschädigende Erreger (z. B. Röteln) nicht durchlässt. Ein ausgeklügeltes System, das wirkungsvoll das neue Leben schützt. Auch Gift- und Schadstoffe werden vom ungeborenen Kind ferngehalten – aber nicht alle. Alkohol, Nikotin und viele Medikamente sind in der Schwangerschaft tabu.

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh

Ihre Füße sind wahrhaft die tragenden Elemente Ihres Körpers. Je mehr dieser an Gewicht zulegt, desto mehr lastet auf ihnen. Sollten Ihnen Ihre Schuhe nicht mehr passen, ist das normal. Viele Frauen tragen in der Schwangerschaft – und auch danach! – eine Schuhgröße größer. Die hochhackigen Schuhe sollten Sie ohnehin im Schrank stehen lassen, da aufgrund der veränderten körperlichen Verhältnisse Rückenschmerzen auftreten können. Am besten Sie laufen in bequemen, flachen Schuhen oder, wenn es warm genug ist, barfuß. Wenn die Füße brennen, drücken oder schmerzen, verwöhnen Sie sie mit einem speziellen Pflegeprogramm. Ein angenehm kühles oder warmes Fußbad, zum Beispiel mit Kastanien-Entlastungsbad, tut täglich gut, anschließend erfrischt und pflegt eine Massage mit Weleda Fußbalsam. > Hier gibt es die Massageanleitung.
Bei geschwollenen Füßen kann Venadoron® für Entlastung sorgen. Das kühlende Gel fördert nachweislich die Mikrozirkulation und belebt stark beanspruchte, müde Beine.

Lese-Tipp: Die verlorene Hälfte des Menschen

Die verlorene Hälfte des Menschen. Die Plazenta vor und nach der Geburt in Medizin, Ethnologie und Anthroposophie. Als Herausgeber hat Wolfgang Schad ein Buch für Eltern, Hebammen und Ärzte zusammengestellt, das auf den Umgang mit der Nachgeburt eingeht. Was spielt sich leiblich und geistig bei der Geburt ab? Wie gehen andere Kulturkreise damit um? 10 Autoren gehen in ihren Beiträgen Fragen zu unserem Verhältnis zur Plazenta nach. ISBN 978-3772514654

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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