17. SSW (17. Schwangerschaftswoche)

Zunehmen erwünscht!
Es runzelt die Stirn und lutscht am Daumen. Die Bewegungen von Armen und Beinen werden immer koordinierter. Das liegt daran, dass sich immer mehr Nervenbahnen miteinander verknüpfen. Hauptsächlich ist es nun mit Wachsen beschäftigt: Mit ca. 100 Gramm wiegt es jetzt so viel wie ein großer Apfel, bis zur Geburt wird es sein Gewicht ungefähr verdreißigfachen. Eine enorme Leistung in so kurzer Zeit!

Spürbare und sichtbare Zeichen
Fühlen Sie ein Ziehen im Rücken in Richtung Kreuzbein sowie rechts und links vom Nabel? Die Gebärmutter wächst stetig und dehnt ihre Haltebänder. Das Ziehen kann bis zum Ende der Schwangerschaft immer wieder auftreten. Auch Ihre Haut kann deutliche Veränderungen zeigen. Stärkere Pigmentierung, oft im Gesicht, dunklere Höfe der Brustwarzen oder die Linea nigra. Die sogenannte „Schwarze Linie“ verläuft senkrecht über den Bauch. Auch dank dieser Markierungen ist ein gerade geborenes Baby in der Lage, alleine seinen Weg zur Brust der Mutter zu finden. Übrigens: Meiden Sie die Sonne, wenn Sie die Pigmentierung nicht noch verstärken möchten. In der Regel gehen die Hautpigmentierungen nach der Geburt langsam zurück.

Durchwärmen und durchkneten

Gegen unangenehmes Ziehen im Rücken kann ein warmes Kirschkernkissen auf dem Kreuzbein helfen. Oder Ihr Partner verwöhnt Sie mit einer Massage – entweder mit einem Igelball oder nur mit den Händen. Das fördert die Durchblutung und entspannt. Besonders angenehm wird die Massage mit einem Körperöl, zum Beispiel mit mildem Calendula-Massageöl oder Arnika-Massageöl. Das Arnika-Massageöl beispielsweise kräftigt, durchwärmt und beugt Verkrampfungen vor. Auch Massagen unter der Dusche mit den sahnigen Weleda Pflegeduschen sind eine Wohltat, mit oder ohne Massagebürste. Ob Sanddorn-Vitalisierungsdusche, Citrus-Erfrischungsdusche oder Lavendel-Entspannungsdusche: Sie genießen den unverwechselbaren Duft echter ätherischer Öle und Ihre Haut wird beim Duschen schon gepflegt.

Hebammen-Tipp: Geburtsvorbereitung

Früher wurde das Wissen über Geburt, Stillen, Säuglingspflege etc. von Generation zu Generation weitergegeben – durch das alltägliche Leben in der Großfamilie. Heute gibt es Geburtsvorbereitungskurse. Manchmal auch Schwangerengymnastik genannt, obwohl der Anteil an Übungen einen eher kleinen Teil einnimmt. Sie erhalten dort viele nützliche Informationen. Zur Themenauswahl gehören Veränderungen Ihres Körpers, das seelische Empfinden und Fragen zur Partnerschaft in der Schwangerschaft. Wo will ich entbinden? Was passiert bei einer Geburt? Geburtsort und -ablauf werden besprochen, ebenso wie Gebärhaltungen, Möglichkeiten der Schmerzlinderung und die Arbeit mit den Wehen. Auch das Leben mit dem Kind und die Zeit des Wochenbetts werden in vielen Kursen schon angeschnitten, zum Beispiel Stillen und Ernährung, Schlafen, Kleidung und Wickeln. Außerdem lernen die Teilnehmerinnen wichtige Atem- und Entspannungsübungen zur Geburtserleichterung. Guter Nebeneffekt: Hier treffen Sie Frauen bzw. Paare, die auch ein Kind erwarten.

Die Kurse finden entweder wöchentlich statt (ein bis zwei Stunden 7 bis 14 Wochen), oder als Wochenendkurse (Crash-Kurse = 14 Stunden an einem Wochenende). Es gibt Angebote für Frauen, Paare oder Kurse mit Partnertag. Geleitet werden sie in der Regel von Hebammen, aber auch von Geburtsvorbereiterinnen.

Die Kurse werden angeboten von Hebammenpraxen, Geburtshäusern oder Elternschulen, die in Kliniken eingebettet sind. Auch die Volkshochschule hat meist Geburtsvorbereitung im Programm. Adressen in Ihrer Nähe finden Sie hier: > www.hebammensuche.de oder unter babyclub.de

Die Gebühren übernehmen die gesetzlichen und die meisten privaten Krankenkassen in der Regel. Der Partneranteil wird nur selten durch die Krankenkassen erstattet. Genauere Informationen erhalten Sie bei Ihrer Krankenkasse.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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