28. SSW (28. Schwangerschaftswoche)

Die ersten Blicke
Wenn das Baby schläft, sind die kleinen Augen geschlossen. Wenn es aufwacht, kann es die Augen öffnen. Mit dunkelblauen Augen (einige wenige Babys kommen mit braunen Augen zur Welt) blickt es um sich und nimmt seine Umgebung wahr. Es reckt und streckt sich und kann schon richtig herzhaft gähnen. Wenn Sie beim Aufwachen direkt dabei sein könnten, hätten Sie ein kleines, ungefähr 1.000 Gramm schweres, fertiges Menschlein in den Händen. Ihr kleiner Finger wäre noch zu groß, um es daran saugen zu lassen. Doch es hat noch gut drei Monate Zeit, bis es sich auf den Weg in diese Welt macht. Jedes Kind bestimmt den Zeitpunkt seiner Geburt selbst, nur die wenigsten (4 Prozent) kommen pünktlich zum errechneten Termin. Man spricht von einer termingerechten Geburt, wenn das Kind zwei Wochen vor bis zwei Wochen nach dem errechneten Termin zur Welt kommt.

Vorübergehende Schwäche
Das Gewicht des Kindes nimmt kontinuierlich zu und drückt sowohl auf die Blase als auch auf die Beckenbodenmuskulatur. Erstere hat damit einiges an Gewicht zu tragen, was vielleicht beim Husten, Lachen oder Niesen deutlich wird, indem Sie einige Tropfen Urin verlieren. Eine leichte Schwäche der Blase ist in diesem Stadium nicht selten. Mit regelmäßigen Übungen können Sie jedoch Ihren Beckenboden trainieren und so dieser Blasenschwäche entgegenwirken. Eine Hebamme kann Ihnen gezielte Übungen zur Stärkung Ihrer Beckenbodenmuskulatur zeigen. Hebammen, die Beckenbodentraining anbieten, finden Sie unter www.hebammensuche.de. Die Begleitung von Schwangerschaftsbeschwerden durch die Hebamme wird von den gesetzlichen Krankenkassen und den meisten privaten Krankenkassen übernommen. Übrigens: Eine Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bedeutet auch eine gute Wahrnehmung dieses wichtigen Muskelbereiches. Wenn Sie Ihren Beckenboden gut wahrnehmen können, fällt es Ihnen auch leichter, diese Muskeln gezielt zu entspannen.

Wildrose – vitalisierend und ausgleichend

Düfte werden in der Schwangerschaft von vielen Frauen intensiv wahrgenommen. Aus aromatherapeutischer Sicht sind Sie nun besonders empfänglich für die Wirkung eines Duftes. Die Weleda Wildrosen-Serie enthält das kostbare Kernöl der Rosa mosqueta und entfaltet den zarten Duft der Rosa damascena. Mit ihren harmonisierenden, ausgleichenden Fähigkeiten kann die Rose jetzt wertvolle Dienste leisten. Speziell wenn es auf vielerlei Ebenen gilt, die Balance zu halten. Auf der körperlichen Ebene stärkt das Kernöl der Rosa mosqueta die Kräfte der Haut und hält die auf- und abbauenden Prozesse im Gleichgewicht. Zusätzlich verwöhnt uns der Duft der echten ätherischen Öle mit seiner harmonisierenden Wirkung auf Sinne und Seele. Entspannen im Wildrosen-Cremebad oder mit der Wildrosen-Verwöhndusche, danach die Wildrosen Verwöhende Pflegelotion genießen, die von der Haut schnell und leicht aufgenommen wird. Der Duft der Wildrose Glättenden Gesichtspflege ist sanfter als der der Körperpflegeserie. Eine reiche Auswahl an Produkten für die tägliche Gesichtspflege sowie die Intensivpflege bewahrt die Elastizität und die Vitalität der Haut. Sie fühlt sich glatt und samtweich an – für strahlende Schönheiten.

Hebammen-Tipp: Schon einmal von Geburtsplan gehört?

Eine Geburt wird von vielen Faktoren bestimmt. Nach 15 Jahren, in denen ich als Hebamme Geburten begleitet habe, kann ich eines mit Sicherheit sagen: Planen ist nicht möglich. Aber Wünschen ist erlaubt. Zum Beispiel mit einem sogenannten Geburtsplan oder „Birth Plan“: Schreiben Sie auf, wie Sie sich Ihre Geburt im Idealfall vorstellen. Zum Beispiel, wo die Geburt stattfinden soll (Badewanne, Bett, im Hocken, Stehen), wen Sie dabeihaben möchten, ob Musik laufen soll, Kerzen angezündet werden sollen. Möchten Sie keine PDA* oder andere Schmerzmittel, haben Sie Einwände gegen einen Dammschnitt oder Kaiserschnitt? Auch Ihr Partner kann seine Wünsche in diesem Plan festhalten.
Den Geburtsplan sehen Sie mit einer Hebamme durch. Es muss nicht die Hebamme sein, die Sie bei der Geburt begleitet. Es geht lediglich darum, dass Sie Ihre Wünsche mit jemandem besprechen, der Ihnen sagen kann, was realistisch ist oder was stattdessen auch passieren könnte.
Diesen überarbeiteten, fertigen Geburtsplan legen Sie in den Mutterpass. Wenn Sie zur Geburt in eine Klinik gehen, geben Sie ihn der Hebamme, die Sie in Empfang nimmt. Werden Sie von „Ihrer“ Hebamme – zu Hause, im Geburtshaus oder in der Klinik – bei der Geburt begleitet, kennt sie den Plan, hat aber Ihre Wünsche dann noch einmal vor Augen. Auch wenn Ihre Hebamme bei einer anderen Geburt aufgehalten und von einer Kollegin vertreten wird, kann sich die Hebamme auf Ihre Wünsche einstellen.

Wie es dann auch tatsächlich kommt – allein die Tatsache, sich einzeln oder als Paar aktiv mit der Geburt des Kindes auseinanderzusetzen und sich eine Vorstellung von ihr zu machen, stärkt das Bewusstsein und bereitet auf die Geburt vor.


* Periduralanästhesie: Sogenannte „Rückenmarksnarkose“. Es handelt sich jedoch nicht um eine Betäubung durch den Rückenmarkskanal, sondern durch den Periduralraum, der auch durch die Wirbelsäule verläuft, aber nicht in Verbindung mit dem Rückenmark steht. In diesen Raum wird unter keimfreien Bedingungen ein Narkosemittel eingespritzt, welches den größten Teil der Wehenschmerzen betäubt.

Lese-Tipp: Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden

Das Baby ist zwar noch nicht da, aber noch hat man Zeit zu lesen. Zum Beispiel ein spannendes und inspirierendes Buch über die Entwicklung in den ersten sechs Lebensjahren. Der Ratgeber Wie aus Kindern glückliche Erwachsene werden von Prof. Dr. Gerald Hüther und Cornelia Nitsch (ISBN 978-3833807473) zeigt, wie diese Entwicklung verläuft und welche bahnbrechenden Erkenntnisse die moderne Hirnforschung darüber gewonnen hat. Der Schwerpunkt liegt auf den vier zentralen Persönlichkeitskompetenzen, die für Glück und Erfolg im späteren Leben entscheidend sind: Vertrauen, Begeisterungsfähigkeit, Aktivität und Verantwortungsgefühl. Kinder, die diese Kompetenzen in ihren ersten Lebensjahren optimal herausbilden können, werden stark. Und starke Kinder stehen Belastungen besser durch, erhalten sich die Lust am Entdecken, Gestalten und Lernen und finden sich im Leben besser zurecht. Zusätzlich finden Eltern in diesem Buch über 400 praktische Tipps und Spiele, mit denen sie die Entwicklung dieser Kompetenzen fördern können.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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