30. SSW (30. Schwangerschaftswoche)

Feinfühlig mit allen Sinnen
Riechen, tasten, sehen, schmecken, hören – mit seinen jungen Sinnen nimmt das Baby nun seine Umwelt wahr. Es ist noch nicht auf der Welt und sammelt schon seine ersten Erinnerungen. Deshalb erkennt es nach der Geburt die vertrauten Stimmen seiner Eltern wieder. Im Bauch lauscht es den ersten Kinderliedern und ist ein guter Zuhörer, wenn Sie oder Ihr Partner ein Instrument spielen. In seiner wohligen Höhle genießt es die sanft zu ihm durchdringenden Geräusche. Manche Eltern richten gerne vor der Geburt ein Zimmer für das neue Familienmitglied ein. Andere begnügen sich mit einem Stubenwagen, einem Körbchen oder einem Bettchen, das direkt am Bett der Eltern befestigt werden kann. Viele Babys schlafen in den ersten Monaten im Zimmer der Eltern. Die Frage, ob und wann ein Baby ein eigenes Kinderzimmer braucht, können Eltern selbst beantworten. Solange alle Beteiligten zufrieden sind, sind alle Möglichkeiten offen.

Mehr Platz im Bauch – Platz im Leben
Die immer größer werdende Gebärmutter drängt die inneren Organe im Bauchraum zur Seite. Das kann dazu führen, dass Sie relativ schnell aus der Puste kommen, mal wieder öfters zur Toilette müssen und vielleicht nur noch kleinere Portionen essen können. So wie das Baby sich nun auch nach außen hin in Ihrem Körper Platz verschafft, so wird es auch in Zukunft einen festen Platz in Ihrem Leben einnehmen. Das Leben mit diesem neuen kleinen Mitbewohner bedeutet viel Neues. Bei Ihnen, Ihrem Partner und auch für Sie beide als Paar. Manche jungen Eltern sind sehr überrascht von dem, was ein Kind für Veränderungen im Leben mit sich bringt. Nehmen Sie sich gemeinsam Zeit, über Ihre gegenseitigen Vorstellungen vom Leben als Familie zu sprechen. Wie soll Ihr Familienalltag aussehen? Welche Freiräume wünschen Sie sich? Welche Freiräume möchten Sie Ihrem Partner geben? Sprechen Sie jetzt darüber – in den ersten Wochen und Monaten nach der Geburt bleibt selten Zeit für ein intensives Gespräch.

Alles, was ein Baby braucht

Liebe, Wärme und Nahrung – das ist die Grundausstattung, die Ihr Kind braucht. Zusätzlich gibt es natürlich noch weitere Bedürfnisse, die ein kleiner Mensch hat. Vor der Geburt sollten Sie sich um einen – für Eltern und Baby – angenehmen Wickelplatz kümmern. Dort können dann die ersten Windeln und Pflegeprodukte für die wunderbar zarte Haut auf die Ankunft des Neugeborenen warten. Weleda erfüllt alle Wünsche für die Pflege von Babys und Kindern. Am Anfang benötigen Sie jedoch nur einige wenige Produkte: Für die milde Reinigung im Windelbereich ist das unparfümierte Calendula-Pflegeöl ideal. Es hilft, Hautreizungen und Wundwerden vorzubeugen. Das durchwärmende Öl ist auch gut für die tägliche Hautpflege und für die Babymassage geeignet. Für die tägliche Pflege im Windelbereich ist die reichhaltige Calendula-Pflegecreme gut geeignet. Wenn nässebedingte Entzündungsneigung besteht oder Rötungen im Windelbereich auftreten, hilft Calendula-Babycreme. Reines Bienen- und Wollwachs sowie Zinkoxid schützen die Haut zuverlässig vor Nässe. Calendula wirkt hautberuhigend, wertvolles Mandel- und Sesamöl pflegt sanft und fördert die Hautregeneration.

Hebammen-Tipp: Feiern Sie eine Babyparty!

Ist es Ihr erstes Kind? Oder haben Sie bereits Kinder? Dann wissen Sie, wie es ist, vom kinderlosen Paar in die Rolle der Eltern zu wechseln. Plötzlich taucht man ein in eine andere Welt und ein anders verlaufendes soziales Umfeld. Mit jedem Kind – auch dem zweiten, dritten ... – ändert sich das Leben immer wieder ein bisschen. Sie werden einige Monate weniger Zeit für die Pflege Ihrer Freundschaften haben. Tagsüber sind Sie eingespannt, abends zu müde, um mit Freundinnen ins Kino oder zum Essen zu gehen.
In den USA gibt es die Tradition der Babyparty: In den letzten Monaten der Schwangerschaft richten Freundinnen der werdenden Mutter eine Party für sie aus, um gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen, gut zu essen und viel erzählen. Dort gibt es auch schon die ersten kleinen Geschenke für das Baby – aber das ist nicht die Hauptsache. Es geht darum, zusammen Spaß zu haben und sich auszutauschen. Meistens sind schon einige Mütter anwesend, die ihre Erfahrungen weitergeben und den Freundinnen, die noch keine Kinder haben, beschreiben, wie das Leben mit einem Kind ist. Dass die junge Mama erst einmal keine Zeit für stundenlange Telefongespräche haben wird oder bei Treffen abgelenkt werden könnte, da das Baby ihre Aufmerksamkeit braucht.
Warum nicht diese nette Tradition übernehmen – vielleicht ein wenig umgewandelt? Sie laden zu sich ein, Freundinnen und Kolleginnen, die Sie in der kommenden Zeit nicht mehr so oft sehen werden. Machen Sie eine Mitbringparty daraus, so haben Sie nicht zu viel mit der Vorbereitung zu tun. Guter Zeitpunkt: zum Beispiel 4 bis 5 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. In meiner Zeit als Hebamme an der Klinik habe ich eine Frau erlebt, die lange Zeit mit vorzeitigen Wehen im Krankenhaus liegen musste. Und eines Tages haben alle ihre Freundinnen sie gemeinsam in der Klinik besucht. Die werdende Mama wurde mit ihrem Bett spontan in ein leeres Zimmer geschoben, und zusammen haben sie einen ganzen Samstagnachmittag gefeiert, gelacht und viel Spaß gehabt.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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