34. SSW (34. Schwangerschaftswoche)

Noch kann es sich drehen
Schon weit entwickelt ist Ihr Baby. Mit jedem Tag im Bauch wächst es weiter und ist besser gerüstet für die Zeit nach der Geburt. Die meisten Kinder liegen in diesem Stadium mit dem Kopf nach unten, in der sogenannten Schädellage (im Mutterpass finden Sie hierfür die Abkürzung SL). Befindet sich Ihr Kind mit dem Kopf nach oben in der Gebärmutter, spricht man von Steißlage oder Beckenendlage (BEL). Bis zur 37. Woche kann sich alles noch ändern, auch bis zum Einsetzen der Wehen direkt vor der Geburt. Doch das ist nicht bei allen Kindern der Fall. Der Grund, warum ein Kind in einer Beckenendlage liegt, kann manchmal mit den anatomischen Gegebenheiten in der Gebärmutter und dem knöchernen Becken in Verbindung gebracht werden. In vielen Fällen bleibt er uns aber verborgen. Eine Geburt aus Beckenendlage bedarf einer besonderen Begleitung. In vielen Kliniken wird eine Geburt per Kaiserschnitt empfohlen, andere Kliniken bieten an, den Kindern die Möglichkeit einer Spontangeburt zu geben. Sind Sie im Zweifel, sprechen Sie mit Ihrer Hebamme und Ihrem Frauenarzt darüber, wie und wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. Beide können Ihnen Vorteile und Gefahren erläutern und kennen Kliniken in Ihrer Nähe, in denen Sie die Begleitung bekommen, die Sie sich wünschen.

Stillen? Ihr Körper bereitet sich vor
Stimmt die BH-Größe noch oder brauchen Sie eine Nummer mehr Platz in den Körbchen? Bei vielen Frauen kann bereits etwas Milch austreten. Der Zeitpunkt des ersten Milchflusses ist unterschiedlich – von der etwa 10. Schwangerschaftswoche bis erst kurz nach der Geburt – und sagt überhaupt nichts über das spätere Stillen aus. Ebensowenig ist die Größe der Brüste beim Stillen entscheidend. Von Abhärtungsmaßnahmen als Vorbereitung der Brust auf das Stillen sieht man inzwischen ab. Denn der Körper bildet ganz selbstständig auf der Brustwarze starke, widerstandsfähige Zellen. So kann es in der Regel nicht zu wunden Stellen kommen. Bei den vielen Vorbereitungsmaßnahmen, zum Beispiel beim Abreiben, werden diese Zellen geschädigt und das Gegenteil tritt ein: wunde, angegriffene Brustwarzen und Schmerzen. Frauen mit Hohl- oder Schlupfwarzen können sich im Vorfeld mit einer Hebamme oder einer Stillberaterin austauschen, inwieweit die Brustwarzen vorab auf das Stillen vorbereitet werden sollten. Übrigens: Stillen muss heute oftmals wieder gelernt werden, weil meist die Vorbilder im nahen Umfeld fehlen. Geben Sie sich ein paar Wochen Zeit und haben Sie auch ein wenig Geduld mit sich und dem Baby. Es lohnt sich!

„Ent-Spannung“

Wenn Ihre Brüste spannen, kann eine Massage auch schon in der Schwangerschaft einfach und schnell helfen. Weleda Stillöl mit mildem Mandelöl hält die Haut weich und geschmeidig. Die enthaltenen natürlichen ätherischen Öle aus Fenchel und Kümmel werden in der Stillzeit traditionell zur Anregung der Milchbildungsprozesse und des Milchflusses verwendet. Eine Brustmassage in das tägliche Ritual der Körperpflege einzuflechten, kann Spannungen abbauen und bereitet die Brust jetzt schon gut auf das Stillen vor. In den letzten Wochen vor dem errechneten Geburtstermin können Sie auch schon eine Tasse Weleda Stilltee täglich genießen. Er enthält ausschließlich pflanzliche Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau. Bockshornkleesamen werden traditionell zur Milchbildung eingesetzt. Anis, Kümmel und Fenchel regen Stoffwechselprozesse an und haben einen entspannenden Effekt.

Hebammen-Tipp: Stillen oder Fläschchen

Ob Sie stillen oder das Baby lieber mit dem Fläschchen füttern möchten, ist Ihre persönliche Entscheidung. Muttermilch ist die natürlichste Nahrung für ein Baby, die explizit für diesen kleinen Menschen gebildet wird. Es gibt jedoch auch Gründe, warum eine Frau nicht stillen möchte oder nicht stillen kann.

Sind Sie unsicher, ob Sie Ihr Kind stillen sollen, können Sie sich schon in der Schwangerschaft an Ihre Hebamme oder eine Still- und Laktationsberaterin (www.stillen.de) wenden. Entscheiden Sie sich gegen das Stillen, ist es ratsam, dies im Vorfeld mit Ihrer Hebamme zu besprechen. Sie kann Sie zum großen Angebot an Fertignahrungen beraten. Am besten, Sie besorgen die Nahrung schon vor der Geburt und nehmen sie bei einer Klinikgeburt auch in die Klinik mit. So bekommt das Kind vom ersten Tag an die Nahrung, für die Sie sich entschlossen haben, und das Kind macht keine Umstellung mit, die für die junge Verdauung anstrengend sein kann.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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