41. SSW (41. Schwangerschaftswoche)

Hallo Neuling – hallo Welt!
Direkt nach der Geburt hat das Kind einige Zeit, um auf der Welt anzukommen. Viele stellen sich vor, dass das Kind als Erstes laut schreit – ein sicheres äußeres Zeichen dafür, dass es atmet. Aber es hat für seinen ersten Atemzug rund 20 bis 30 Sekunden Zeit. Dabei muss es übrigens nicht unbedingt schreien. Manche Kinder kommen ganz ruhig auf die Welt. Der Atem beginnt im Normalfall innerhalb der ersten eineinhalb Minuten langsam eine Regelmäßigkeit zu entwickeln, auch die Hautfarbe – in den ersten Minuten oft noch bläulich – wechselt nach einiger Zeit ins Rosafarbene. Hebamme und Arzt beurteilen den Zustand des Kindes 1 Minute, 5 Minuten und 10 Minuten nach der Geburt anhand des sogenannten APGAR-Schemas. Hier werden Atmung, Herzschlag, Hautfarbe, Muskelbewegungen und Reflexe des Kindes beurteilt. Dafür müssen Sie Ihr Baby nicht gleich in „fremde“ Hände geben. Mit geübtem Auge genügt denjenigen, die Sie bei der Geburt begleiten, ein Blick unter das warme Handtuch, um den APGAR-Test durchzuführen.

Geburtstermin zu Omamas Zeiten – wie wurde er früher berechnet?
Sie warten seit einigen Tagen auf Ihr Baby. Der „Stichtag“ – Ihr errechneter Geburtstermin – bewirkt, dass Sie an einem ganz bestimmten Tag Ihren kleinen Mitbewohner erwarten und dann das Gefühl haben, er oder sie verspätet sich. Aber der Tag, an dem das Baby fertig ist und/oder Sie als Mutter bereit sind, das Kind in Empfang zu nehmen, lässt sich nicht exakt berechnen. Es ist immer ein Zusammenspiel von Ihrem Kind, Ihnen und Ihrem Körper – der alle seine Botenstoffe (Hormone) auf Geburt ausgelegt haben muss. Erst dann macht es sich auf den Weg. Der Ultraschall wird seit gut 20 Jahren zur Terminberechnung eingesetzt. Seit ca. 1800 wurde der Geburtstermin mit der Naegeleschen Regel (benannt nach dessen Erfinder Franz Naegele – einem Heidelberger Arzt, mehr dazu in Woche 6) berechnet. Auch die heutigen Computer der Ultraschallgeräte berechnen auf Grundlage dieser Regel, berücksichtigen dabei jedoch die beim Ultraschall ermittelten Maße. Früher flossen in die Berechnung die ersten Kindsbewegungen mit ein, der Höhenstand der Gebärmutter wurde ertastet und der Bauchumfang ausgemessen, später dann der Abstand zwischen Schambein und dem oberen Ende der Gebärmutter. Hebammen verlassen sich noch heute auf diese Werte, und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind zum errechneten Termin zur Welt kommt, liegt schon immer bei 4 %. Ob mit oder ohne Technik.

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Rosmarin – natürlich aktivierend!

Sogar die Bäckerin an der Ecke spricht Sie darauf an, wann es denn endlich soweit sei? Und sie ist sicher nicht der einzige. Verständlich, wenn Ihnen solche Fragen lästig sind. Sie kommen sich schwerfällig vor und wünschen sich selbst die Geburt herbei. Wenn Sie sich zwischendurch schnell einmal beleben möchten, sind Rosmarin-Waschungen ideal. Schläfen, Nacken oder den Puls am Handgelenk mit Rosmarin-Seife oder Rosmarin-Aktivierungsbad abzuwaschen, aktiviert bereits spürbar. Nun zum Ende der Schwangerschaft können Sie auch ein Rosmarin-Vollbad nehmen, denn Rosmarin kann wehenauslösend wirken. Und diese Wirkung wäre ja inzwischen nicht unerwünscht.

Hebammen-Tipp: Welches Bettchen für das Baby?

In den ersten Lebensmonaten fühlen sich Babys in einer Wiege oder einer hängenden Federwiege besonders wohl. Im sanften Rhythmus geschaukelt, finden sie gut in den Schlaf. Wie einen Stubenwagen können Sie die Wiege im Schlafzimmer der Eltern aufstellen, sodass Ihr Kind in Ihrer Nähe schläft. So müssen Sie nachts keine weiten Wege gehen, um Ihr Baby stillen oder beruhigen zu können. Gut geeignet sind auch sogenannte Babybalkone – kleine Bettchen, die sich direkt am elterlichen Bett befestigen lassen. Darin schläft das Kind in seinem eigenen Bett und zugleich so nah bei Mama und Papa wie möglich.
Bei der Auswahl der Matratze sollten Sie darauf achten, dass sie aus natürlichen und atmungsaktiven Materialien hergestellt ist. Das Kind wird die kommenden Monate sehr viel Zeit im Bett verbringen. Auch eine Bettdecke sollte aus natürlichen, atmungsaktive Materialien gefertigt sein, z. B. Baumwolle, Wolle, Seide oder Kappok. Wichtig: Keine Daunendecken! Diese sind nicht atmungsaktiv, sondern können einen Wärmestau verursachen. Zieht sich das Kind die Daunendecke über den Kopf, könnte dies gefährlich sein.
Als vorbeugende Maßnahme gegen den plötzlichen Kindstod wird für Kinder bis 18 Monate ein Schlafsack empfohlen. Wie eine Decke sollte er aus den oben genannten natürlichen, atmungsaktiven Materialien genäht sein. Für kleine Babys ist es gut, wenn er außerdem lange Ärmel hat und am Hals gut abschließt. Mein persönlicher Tipp als Hebamme und dreifache Mutter: Beim Kauf fragen Sie sich am besten selbst, ob Sie sich darin wohlfühlen könnten, wenn Sie ohne Decke schlafen sollten.

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

Schwangerschaftskalender: Freundin empfehlen

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