7. SSW (7. Schwangerschaftswoche)

Kleiner Freischwimmer
Der Embryo ist nun ungefähr so groß wie eine Perle, und wie in eine schützende Muschel hat er sich nun in die Gebärmutter eingebettet. Die Sinnesorgane werden angelegt, und schon sind die Ansätze von Armen und Beinen zu erkennen. Auch das Gesicht bildet sich bereits heraus. Finger und Zehen deuten sich an, obwohl sie noch durch „Schwimmhäute“ verbunden sind. Mit diesen schwimmt die kleine Perle noch in einem „Pool“ mit ca. 10 Milliliter Fruchtwasser. Das ist wenig im Vergleich zum Höchststand um die 36. Schwangerschaftswoche herum: Dann darf sich der Fetus in ca. 1 Liter Fruchtwasser bewegen.

Veränderungen im Verborgenen
Äußerlich ist kaum etwas zu sehen, und doch konzentrieren sich Gefühle und Gedanken auf die verborgene Welt in Ihrer Mitte. Auch wenn Sie es körperlich nicht direkt spüren können, vollziehen sich gerade zu Beginn der Schwangerschaft erstaunliche Entwicklungen. Die Gebärmutter beginnt langsam zu wachsen, der Mutterkuchen (Plazenta) und die Nabelschnur haben sich gebildet, Ihr Körper baut Blut- und Herzvolumen auf. Sie versorgen ein Lebewesen mit, dessen Herz ungefähr doppelt so schnell wie Ihr eigenes schlägt und das in rasanter Geschwindigkeit wächst.

Müde? Kein Wunder.

Nach Jahren zieht es Sie wieder zum Mittagsschläfchen. Das Ende vom Spielfilm am Abend bekommen Sie oft nicht mehr mit. Viel Schlaf und ausgedehnte Ruhepausen sind jetzt gut und wichtig. Ihr Körper stellt sich im Schnelltempo auf eine neue wunderbare, aber auch anstrengende Aufgabe ein. Das wird begleitet von Hormonausschüttungen, einer Steigerung des Blutvolumens, Kreislaufbelastungen etc. Es ist ganz natürlich, wenn Sie sich jetzt müde oder erschöpft fühlen. Und mit ganz natürlichen Mitteln können Sie sich bei Bedarf beleben. Viel frische Luft und ausreichend Flüssigkeit regen den Kreislauf an. Auch eine morgendliche Weleda Citrus-Erfrischungsdusche belebt mit ihrem spritzigen Duft die Sinne und macht gute Laune. Die leichte Mischung echter ätherischer Öle können auch Schwangere mit empfindlichem Geruchssinn gut genießen. Rückfettende Öle pflegen schon beim Duschen die Haut. Für einen frischen Start in den Tag – wie nach einem Sommerregen in einem südlichen Zitronenhain.

Ich nehme mir meine Zeit!
Vielleicht haben Sie es sich gewünscht, sich erträumt, wie wunderbar es sein wird, ein Kind zu haben. Vielleicht sind Sie auch völlig überrascht worden.
Jetzt haben Sie die Gewissheit: Sie sind schwanger.
Wie fühlt sich das an? Was passiert in Ihrem Körper? Darüber erfahren Sie jetzt viel Wissenswertes. Doch nicht nur Ihr Körper verändert sich und macht sich bereit dafür, dem kleinen Wesen, das auf die Welt kommen will, Lebensraum zu geben. Auch Ihre Seele und Ihr Geist sind schwanger. Die Anzeichen sind nicht sichtbar, aber dafür umso mehr fühlbar. Gut ist es, wenn Sie diesen neuen Gefühlen Raum geben – sich wahrnehmen und ernst nehmen. Ein schönes Buch, das Sie als Schwangerschafts-Tagebuch anlegen, kann Sie dabei durch die nächsten Monate begleiten. Ihm können Sie alles anvertrauen: Glücksgefühle, Vorfreude, Neugier und auch Ihre Zweifel und Ängste. Es ist ganz normal, zwiespältige Gefühle zu haben. Viele Fragen werden plötzlich wach: War es die richtige Entscheidung? Wie werde ich als Mutter sein? Was bedeutet das alles für den werdenden Vater? Schaffen wir es gemeinsam, gute Eltern zu sein? Fragen und Zweifel sind wichtig. Sie stellen das große Glück nicht in Frage, sondern helfen Ihnen auf Ihrem Weg in eine neue Lebensphase und in eine neue Rolle.
Sie haben neun Monate vor sich. Lassen Sie sich Zeit beim Mutterwerden!
Ihren ganz persönlichen Stil und Ihr eigenes Tempo zu finden – das sind wichtige Voraussetzungen für ein fröhliches, selbstbewusstes Mutterleben.

Lese-Tipp: Das Geheimnis der ersten neun Monate: Unsere frühesten Prägungen

Das Geheimnis der ersten neun Monate: Unsere frühesten Prägungen. So lautet der Titel des spannenden Buches von Gerald Hüther und Inge Krens (ISBN 978-3407229076). Der Hirnforscher und die Pränatalpsychologin beleuchten das Leben im Mutterleib neu und kommen zu erstaunlichen Ergebnissen: Mehr als bisher angenommen bestimmen nicht nur die genetischen Anlagen, sondern auch die vorgeburtliche Beziehung zur Mutter die Entwicklung eines Kindes mit. „Das ganze Leben ist eine Entdeckungsreise. Vieles, was die Forscher in den letzten Jahren herausgefunden haben, spricht dafür, dass wir den spannendsten und aufregendsten Teil dieser Reise bereits hinter uns haben, wenn wir auf die Welt kommen.“ (Gerald Hüther/Inge Krens).



Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

Schwangerschaftskalender: Freundin empfehlen