8. SSW (8. Schwangerschaftswoche)

Entwicklung des Kleinen in großen Schritten
Etwa so klein wie ein Erdnusskern ist das Baby. Die Arme und Beine bilden sich nun immer mehr heraus. Auch Schultern, Ellbogen, Hüfte und Knie sind schon erkennbar. Die Entwicklung des Gehirns geht rasch voran, und zwischen dem kleinen, schnell schlagenden Herz und der Nabelschnur entsteht der Ansatz für die Leber. Hoppla, da ist mehr als eins! Um die 8. Woche herum lässt sich feststellen, ob Sie sich auf mehr als ein Kind freuen dürfen. Um die 3 Prozent aller Babys in Deutschland kommen gleichzeitig mit Geschwisterchen auf die Welt, wobei es meistens Zwillinge sind. Drillinge oder mehr sind sehr selten (2006 wurden ca. 10.000 Zwillinge und 200 Drillingskinder geboren). Eineiig oder zweieiig? Das ist hier die Frage, die Eltern am häufigsten hören. Eineiige Zwillinge entstehen bei der Zellteilung der schon befruchteten Eizelle, zweieiige durch die gleichzeitige Befruchtung von zwei Eizellen. In jedem Fall gilt, dass eine Mehrlingsschwangerschaft in der Regel normal, wenn auch im Durchschnitt kürzer verläuft und nicht zwangsläufig zum Kaiserschnitt führen muss.

In einer Tour zur Toilette?
Wundern Sie sich, warum Sie jetzt schon, in diesem frühen Stadium, am liebsten immer ein WC in Ihrer Nähe haben? Ein Schwangerschaftsbauch ist noch nicht in Sicht, aber Ihre Gebärmutter ist nun etwa so groß wie ein Tennisball und drückt bereits auf die Blase. Außerdem bewirkt das Hormon Progesteron eine Entspannung der Muskulatur, auch der Schließmuskulatur, was zu vermehrtem Harndrang führt. Verstärkt wird dieser Nebeneffekt durch einen erhöhten Stoffwechsel zwischen Ihnen und dem Baby sowie durch den ständigen Austausch des Fruchtwassers. Auch wenn der häufige Gang zur Toilette manchmal, vor allem nachts, lästig sein kann – weiterhin viel trinken!

Sensibel – auch im Gesicht

Schwangere reagieren oft sensibel und „dünnhäutig“. Dies kann sich im Gesicht tatsächlich widerspiegeln: Die Haut verändert sich und wird häufig empfindlicher. Gut tut jetzt eine Gesichtspflege, die die Haut ins Gleichgewicht bringt und ihre natürliche Schutzfunktion wieder herstellt. Weleda Mandel Wohltuende Gesichtspflege umhüllt sensible Haut so, wie die Mandel ihren Kern mit der Schale schützt. Gezielt ausgesuchte Natursubstanzen mildern die für sensible Haut typischen Irritationen und Rötungen. Die unparfümierte Pflege mit feinem Bio-Mandelöl wurde mit anthroposophischen Ärzten entwickelt und ist sogar bei Allergien und Neurodermitis geeignet.

Hebammen-Tipp: Schwangerschaftsbegleitung – Hebamme oder Arzt?

Schwangerschaft ist ein natürlicher Zustand. Natürlich, aber beobachtungsbedürftig. Zwei Berufsgruppen begleiten Frauen in der Schwangerschaft: Fachärzte bzw. Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie Hebammen.

Hebammen sind darin ausgebildet, schwangere Frauen zu betreuen. Schwangerschaftsbeschwerden und vorzeitige Wehen dürfen Hebammen behandeln, ebenso die Vorsorge (inkl. Laboruntersuchungen von Blut, Urin etc.) durchführen. Ultraschalluntersuchungen machen Hebammen in Deutschland nicht. Das Größenwachstum des Kindes können sie von außen ertasten und ausmessen. In den meisten Hebammenpraxen ist ein CTG* vorhanden, viele Hebammen vertrauen zusätzlich auf das Hörrohr und ihre Hände, da man da neben dem regelmäßigen Herzschlag auch die Qualität der kindlichen Herztöne heraushören kann. Auch bei vorzeitiger Wehentätigkeit kann mit den Händen die Intensität der Wehen gut abgeschätzt werden. Die meisten Hebammen nehmen sich viel Zeit für jeden Termin, Hausbesuche sind keine Seltenheit. Auch weniger dringliche, aber dennoch ernst zu nehmende Probleme der Mutter oder des Paares finden hier Raum.

Bei einem nicht mehr natürlichen Verlauf überweisen Hebammen zu einem Arzt/einer Ärztin. Gynäkologen sind für die Diagnose und Behandlung von nicht normal verlaufenden Schwangerschaften ausgebildet und können evtl. auftretende Erkrankungen in der Schwangerschaft behandeln. In gynäkologischen Praxen können Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden, die in den Bereich der Pränataldiagnostik fallen.

Heute wird die Betreuung oft von Gynäkologen und Hebammen gemeinsam durchgeführt, z. B. in Praxisgemeinschaften oder durch alternierende Vorsorge, bei der die Termine einmal beim Arzt/der Ärztin, dann bei der Hebamme wahrgenommen werden. Die Kosten für die Hebammenbegleitung tragen die gesetzlichen Krankenkassen sowie die meisten privaten Krankenkassen. Die Betreuung durch Gynäkologen wird von allen Krankenkassen getragen.

* CTG: Cardiotokografie = Aufzeichnung des Herztons des Kindes sowie der Wehentätigkeit

Und nun alles Gute bis zur nächsten Woche!

 

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