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Vegane Ernährung in der Schwangerschaft

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  • Lissi89
    Juniorclubber (38 Posts)
    Eintrag vom 12.03.2017 12:25
    Hallo liebe Mamis,
    gibt es hier vielleicht die ein oder andere, die sich in der ss vegan ernährt oder ernährt hat und mal berichten würde?

    Ich lebe seit 2,5 Jahren komplett vegan (davor 10J vegetarisch) und hatte mich aus Unsicherheit jedoch entschlossen, in der SS wieder Milchprodukte und Eier zu essen. Ich musste jedoch geschockt feststellen, dass mir Milch, Käse, Joghurt und co. überhaupt nicht mehr schmecken, ich ekel mich momentan richtig (vllt. auch Kopfsache?)

    Nun zu meiner Ernährung:.
    Mein Proteinbedarf (1g/kg Körpergewicht) decke ich überwiegend mit Sojamilch und Tofu, aber auch Erbsen, Linsen und Bohnen stehen immer auf dem Speiseplan. Eisen, B12, Vit. D und Folsäure supplementiere ich, und Kalzium decke ich durch kalziumreiches Wasser und ang. Sojamilch (außer Eisen habe ich keinen Mangel, das mache ich nur vorsorglich in Absprache mit dem FA). Vollkorn, Leinöl, Nüsse, Obst und Gemüse esse ich auch tägl.

    Dennoch habe ich große Angst, etwas falsch zu machen. Der Sojakonsum ist ja in der SS auch etwas umstritten, aber ohne kann ich meinen Proteinbedarf und Kalziumbedarf nicht decken.

    Meine FA sieht die vegane Ernährung nicht so kritisch. Sie sagt nur, wenn ich mich vor Milch ekel, soll ich es lassen. Solange ich mich sonst gesund ernähre ist das kein Problem. Meine Hebamme argumentiert ähnlich (allerdings mit etwas Unsicherheit).

    Ich bin nun ssw19 und beim letzten US sah alles gut aus.

    Ich würde mich sehr über einen Austausch bez. veganer Ernährung und Soja in der SS freuen.
    Antwort
  • EvaEvii
    Gelegenheitsclubber (15 Posts)
    Kommentar vom 12.04.2017 12:51
    Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sollten schwangere Frauen jedoch darauf achten, die zum Teil deutlich höheren Zufuhrempfehlungen für Nahrungsenergie, Protein, essentielle Fettsäuren, die Vitamine A, B6, B12 und Folat sowie die Mineralstoffe Eisen, Zink und Jod sicherzustellen.
    Auf jeden Fall noch auf das Zink achten, da das Zink am meisten in Fleisch ist.
    Antwort
  • inlovewithlife
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Kommentar vom 12.04.2017 15:17
    Hallo Lissi,

    Ich tausche mich gerne mit dir über die vegane Schwangerschaft aus. Ich befinde mich derzeit in der 20. SSW und fühle mich sehr wohl mit der Ernahrungsform. Alle bisherigen Untersuchungen bestätigten, dass das Kind sich völlig normal entwickelt.
    Die anfängliche Unsicherheit tauchte bei mir ebenfalls auf, da ich erst seit Oktober 2015 angefangen habe meine Ernährung umzustellen. Auch wenn ich davon überzeugt bin, dass es eine sehr gesunde oder sogar die gesündeste Ernährungweise ist, wollte ich alles bedenken und mich gut informieren, damit das Kind bestmöglich versorgt ist.
    Meine Ärztin hat super entspannt auf die vegane Ernährung reagiert und macht sich überhaupt keine Sorgen.

    Neben Sojaprodukten, Linsen und Bohnen kannst du auch Amaranth und Quinoa als Eiweißquelle nutzen. Soja nehme ich bloß in Form von Tofu oder Joghurt/Quark zu mir, als Milchalternative verwenden wir Hafermilch mit Calcium angereichert.

    Natürlich supplementiere ich B12 und nun zusätzlich DHA.

    Hilfreich für mich waren Blogs, die ihre vegane Schwangerschaft dokumentiert haben und mir aufgezeigt haben, dass man sich nicht verrückt machen sollte.
    Es ist gut sich Gedanken zu machen, jedoch sollte das ebenfalls jeder andere mit einer herkömmlichen Ernahrungsform tun.
    Tierische Produkte haben schließlich auch gesundheitliche Risiken und einige sind in der Schwangerschaft ja sogar gänzlich untersagt.

    Liebe Grüße :)
    Antwort
  • Lis02a
    Gelegenheitsclubber (3 Posts)
    Kommentar vom 12.04.2017 16:18
    Hallo,

    ich persönlich denke, dass jeder sich so ernähren sollte, wie er möchte und es ihm gut tut. Deswegen finde ich auch die vegane Ernährung, solange man es richtig macht (!), vollkommen in Orndung ;) Ich selbst versuche mich vorzugsweise pflanzlich zu ernähren, wenn ich aber mal Lust auf Eier oder ein schönes Stück Steak habe, verbiete ich mir nichts. Da ich schon auf Gluten verzichten muss, wegen einer Allergie, mag ich es nicht, mir andere Sachen auch zu verbieten.

    Einfach aus Interesse würde mich interessieren, ob ihr eure Kinder, wenn sie dann geboren sind, auch vegan erziehen wollt, oder ob euer Kind dann alles essen darf, was es will?

    Liebe Grüße :)
    Antwort
  • inlovewithlife
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Kommentar vom 12.04.2017 18:38
    Da stimme ich dir zu. Jeder trifft für sich die Entscheidung & müssen tut man gar nichts :)
    Ich finde es schon toll, wenn Menschen mehr Bewusstsein dafür entwickeln & bereit sind hin & wieder ihren Speiseplan abzuändern.

    Wenn ich das Gefühl von Verzicht hätte oder mir das Essen keine Freude mehr bereiten würde, würde ich vermutlich auch umschwenken. Ebenso habe ich es mir offen gelassen, falls die anfängliche Schwangerschaftsübelkeit und der Ekel vor Speisen angehalten hätte, das zu essen, wonach mein Körper verlangt. Tatsächlich ist es jedoch so, dass bisher keine Gelüste auf tierische Produkte aufgetreten sind und es mich eine riesige Überwindung gekostet hätte, diese zu essen.

    Leider hält sich das schlechte Image zu dieser Ernährungsform, gerade in der Schwangerschaft, was Verunsicherung oder Ängste auslösen kann. Es ist sicherlich nicht die unkomplizierteste Weise und jeder Einsteiger sollte sich gut damit befassen, aber ich ernähre mich vermutlich bewusster, frischer & ausgewogener als manch anderer.

    Wie oben beschrieben habe ich die vegane Lebensweise erst seit vorletztem Jahr Schritt für Schritt für mich angenommen.
    Mein Ehemann hat genau wie ich zuvor alles gegessen & ernährt sich nun seit einem Jahr aus freier Entscheidung vegetarisch. Zuhause ernährt er sich vegan, unterwegs ist es für ihn persönlich oft zu schwierig/zu verlockend und er isst weiter hin & wieder Kuchen, Sahneeis oder Käse.
    Daher werden wir unser Kind nicht streng vegan erziehen, es jedoch vorwiegend tierproduktfrei ernähren. Später wird es seine eigenen Entscheidungen treffen und sicherlich experimentieren.
    Antwort
  • seefeuer
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 14.04.2017 21:47
    Huhu,

    ich lebe auch vegan und bin in der 37. SSW. Ich kann die Unsicherheit verstehen. Die hatte ich auch, bis meine Blutwerte das erste mal gecheckt wurden und meine FÄ mich fragte, ob ich ein Eisenpräparat nähme, da der Wert so gut sei. Ich verneinte.

    Also, bevor man sich verunsichern lässt, sollte man sich vielleicht noch mal vergegenwärtigen, was einen überhaupt zum Veganer gemacht hat. Dazu zählen doch sicherlich Gedankengänge wie "Kuhmilch ist für Kälber da:"

    Der Proteinbedarf ist beim Menschen jetzt auch nicht so arg hoch. Den kann man gut pflanzlich decken. Pflanzliche Proteine werden eh besser aufgenommen.

    Ich komme bisher gut durch die Schwangerschaft mit folgenden Ernährungsgewohnheiten:
    - kein Zucker
    - Vollkornprodukte
    - keine tierischen Produkte
    - keine verarbeiteten Lebensmittel (Konservierungsstoffe etc.)
    - nahezu alles Bio
    - keine Sojaprodukte
    - B12 und D2 in Tablettenform.

    Ahhhhh... eine Erfahrung zu dem Thema "vegane Schwangerschaft" habe ich noch sammeln dürfen. Und zwar lag ich im März zwei Wochen im KH wegen vorzeitiger Wehen. Und weil ich so spezielle Wünsche hatte, schickte man mir eine Diätberaterin dabei. Das erste was sie sagte war, dass meine Ernährung ja schon sehr einseitig sei. Sind also nicht alle so "offen" dafür. Aber nun gut, solche gibt es immer :)

    Proteine stecken ja auch in Vollkornprodukten und grünem Blattgemüse. Haferflocken haben auch einen hohen Anteil. Hülsenfrüchten sowieso. Da braucht man weder Soja noch Milchprodukte :)

    Ich habe auch gelesen, dass Soja in der Schwangerschaft nicht so gut sein soll. Aber ich lasse Soja sowieso schon immer weg. Wenn überhaupt, greife ich zu den fermentierten Produkten (es gibt auch fermentierten Tofu). Aber da ich es nicht wirklich vertrage, lasse ich es einfach.

    So ich hoffe, das hilft etwas dabei, die Verunsicherung zu beseitigen.

    LG


    Antwort
  • ElenaHelena
    Gelegenheitsclubber (22 Posts)
    Kommentar vom 21.04.2017 20:18
    Wie klappt es bei dir in der Schwangerschaft mit der Veganen Ernährung? Hast du irgendwelche Vitamin Mangel bekommen?
    Ich habe mich vor ein paar Jahren Vegan ernährt, und das drei Jahre lang (war damals nicht Schwanger). Bin dann aber zu der normalen Essgewohnheit zurück. Mir ging es gar nicht gut, meine Blutwerte waren damals nicht in Ordnung und ich hatte viele Vitamin Mangel. War kaputt und blass meine Haare sind dünner geworden, psychisch ging es auch Berg runter.
    Habe mich sehr falsch ernährt, was mein großer Fehler war.
    Nimmst du momentan irgendwelche Nährstoffe zu dir?

    Antwort
  • Lissi89
    Juniorclubber (38 Posts)
    Kommentar vom 22.04.2017 22:55
    Vielen Dank für die ganzen Rückmeldungen 😊 Das letzte Blutbild hat weiter ergeben, dass meine Werte, bis auf Ferritin, gut sind. Trotz Tabletten will der Eisenwert einfach nicht ansteigen. Auch mein Gewicht geht im Normbereich stetig nach oben. Allerdings esse ich zur Zeit wieder etwas Käse und auch mal ein Ei oder Stück Schoki. Überwiegend ist aber alles vegan.. Ich bin jetzt 25ssw und fühle mich momentan wirklich fit und denke, das ist ein gutes Zeichen 😊 Weiterhin nehme ich Eisen, vit d und b-komplex.
    Antwort
  • ElenaHelena
    Gelegenheitsclubber (22 Posts)
    Kommentar vom 24.04.2017 08:54
    Was super ist für das Eisen (so mach ich es momentan und es hilft mir) Brennnesseln Tee. Versuch nebenbei ihn zu trinken.
    Ist doch ein super Zeichen das alles ok ist bei dir, das freut mich. Und Vitamin D da hat fast jeder einen Mangel, das müssten wir sowieso alle einnehmen. Vom B-Komplex habe ich immer ganz viel Hunger gehab, hat bei mir den Appetit aufgemacht, :).
    Antwort
  • AlinaVo
    Gelegenheitsclubber (23 Posts)
    Kommentar vom 11.07.2018 15:27
    Hallo ihr lieben! Nun ist der Thread schon etwas veraltet aber ich möchte gerne eure Erfahrungen zu veganer Ernährung nochmal hören! habt ihr es durchgezogen? Was haben eure FAs und Familien dazu gesagt? Man wird doch eh schon verurteilt und korrigiert wenn man schwanger ist und Sachen isst oder nicht isst, ist das viel schlimmer beim veganen?

    Freue mich total auf eure Erfahrungen!
    Antwort
  • seefeuer
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 12.07.2018 10:54
    Ja, definitiv musste ich mir in der Schwangerschaft was anhören und nach der Geburt auch noch von der Hebamme. Dazu ein "die Mama hat aber gute Milch" weil meine Tochter echt gut zugenommen hat. Teilweise 100g am Tag. Kinderärztin hat es so hingenommen, allerdings mit der Bitte verbunden, die Blutwerte zu gegebener Zeit überprüfen zu lassen. Ich erwähne es mittlerweile nicht mehr.
    Antwort
  • seefeuer
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 12.07.2018 10:54
    Ja, definitiv musste ich mir in der Schwangerschaft was anhören und nach der Geburt auch noch von der Hebamme. Dazu ein "die Mama hat aber gute Milch" weil meine Tochter echt gut zugenommen hat. Teilweise 100g am Tag. Kinderärztin hat es so hingenommen, allerdings mit der Bitte verbunden, die Blutwerte zu gegebener Zeit überprüfen zu lassen. Ich erwähne es mittlerweile nicht mehr.
    Antwort
  • kunto
    Superclubber (197 Posts)
    Kommentar vom 15.07.2018 17:41
    Sicherlich ist eine vegane Ernährung nicht schlecht aber man sollte in der Schwangerschaft schauen, dass man vielleicht doch etwas vielfältiger isst..aber natürlich ist es die Entscheidung jedes einzelnen.

    Ich ernähre mich allgemein gesund und habe auch schon einige Möglichkeiten der Ernährung versucht aber komplett vegan zum Beispiel kann ich nicht.
    Habe auch bei https://www.outletadressen.com/branchen/lebensmittel/ eine Möglichkeit gefunden meine Lebensmittel günstiger zu bekommen. Da kann ich auch mal richtig tolles Fleisch für wenig Geld bekommen zum Beispiel.

    Hast du es denn so durchgezogen ?
    Antwort

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