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Lukas Verlust in der 16. SSW nach erfolgreicher IVF

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  • Eintrag vom 16.12.2020 09:03
    Hallo ich bin die Sternenkindmama von Lukas,

    Er war das absolute Wunschkind nach 2 1/2 Jahre in denen es nicht geklappt hat, sind wir in ein Kinderwunschzentrum gegangen. Dort hieß es nach ausgiebiger Diagnostik war die Einzige Lösung:
    Invitrofertilisation=künstliche Befruchtung

    Wollten wir nie...
    Haben uns dann doch dafür entschieden, weil wir uns so sehr ein gemeinsames Kind gewünscht haben.

    1. Versuch gleich ein Treffer 😍
    Wir waren überglücklich, eigentlich, denn ich hatte die ganze Zeit ein mieses Bauchgefühl...
    Bei jeder anstehenden Untersuchung hab ich auf die schlechte Nachricht gewartet.
    Und beim 1. Trimestersceeking in der 14. Woche, dann der supergau:

    Diagnose: Megazystis (LUTO) in einem sehr schlimmen Fall.


    Bei jedem Ultraschall sah man das es ihm schlechter und schlechter ging, die Prognose war niederschmetternd. Er stirbt innerhalb der nächsten 4 Wochen langsam vor sich hin...

    Am Ende haben wir uns für eine Geburtseinleitung, also einen Abbruch, entschieden, da ich Lukas und uns dieses langsame sterben nicht zumuten wollte...

    Ich wurde während der ganzen Zeit sehr kompetent betreut. Meine Frauenärztin hat mich toll unterstützt, ich hatte eine tolle Hebamme die mich bei der Geburt betreut hat. Wir haben uns an eine Verein für verwaiste Eltern gewendet der uns bei allem mit Rat und Tat zur Seite stand.

    Heute ist Lukas Beerdigung und ich weiß nicht wie ich das alles ertragen soll...
    Mein Mann ist toll, er unterstützt mich und trauert mit mir. Aber er trauert anders als ich.

    Corona hilft da auch nicht...
    Ich bin einfach so tief verwundet und weiß nicht wie ich je heilen soll...

    Danke das ich hier alles so unterschreiben kann, ich hab die ganze Nacht nicht richtig geschlafen und weiß nicht wie ich es durch die Beerdigung schaffen soll.

    Danke fürs Lesen
    Lukas_mama

    Antwort
  • Kommentar vom 16.12.2020 23:27
    Liebe Mama von lukas

    Ich hoffe das ihr das alles gut überstanden hab. Ich habe 2 Fehlgeburten und eine eileiterschwangerschsft hinter mir.
    Ich fühle wirklich mit dir. Das tut mir alles so leid.
    Leider gibt es auch keine passenden Wörter in dieser Situation.
    Aber eine richtige Beerdigung zu haben ist noch mal etwas "besonderes", um sich zu verabschieden. Unserer war, leider zu oder zum Glück, kann man nehmen wie man will, zu klein für eine richtige Beerdigung.
    Aber ich weiß das die auch bei den Sternenkindern auf dem Friedhof sind.
    Dieser Ort ist für mich sehr wichtig, ich kann da hin und fühle mich meinem verlorenen Baby nahe und ich kann in Ruhe Trauer.

    Die Zeit wird deine Wunden nicht heilen oder dir den Schmerz nehmen aber du wirst lernen damit um zugehen.

    Meine große Schwester und ich waren gleich weit 3 Tage Unterschied zum entbindungstermin. Im Oktober ist es ein Jahr geworden das wir unser Kind in der 18 ssw verloren haben. Ich hatte sehr daran zu kämpfen das ich das Baby nicht bekommen hab und als meine Schwester ihr zwillinge entbunden hat konnte ich diese erst gar nicht in Arm nehmen. Und immer wenn ich sie sehe reiz wieder etwas auf, aber diese beiden Wunder können nichts für meinen Schmerz man muss lernen alles so zu nehmen wie es kommt. Gott hat es der Natur überlassen alles zu regel.

    Ich hoffe und wünsche euch ganz ganz viel Kraft diese dunkle Zeit zusammen zu überstehen. Und wenn man euch Hilfe anbietet nimmt sie auch an es tut gut wenn man auch von außen Unterstützung bekommt.

    Fühl dich unbekannterweise ganz doll gedrückt.

    Nach den dunklen grauen und verregneten Tagen wird auch für euch hoffentlich bald die Sonne wieder scheinen.
    Antwort
  • Kommentar vom 18.12.2020 13:47
    Danke für deine lieben Worte.
    Ich konnte es mir nicht vorstellen aber nun nach der Beerdigung geht es mir im großen und ganzen besser. Ich habe das Gefühl meine Trauer hat jetzt einen Ort und ist nicht mehr so allumfassend.
    Ich finde wichtig und wertvoll zu lesen dass es mit der Zeit besser wird.
    Meistens glaube ich das auch aber manchmal gibt es Momente da sehe ich kein Licht am Horizont.

    Ich verstehe deinen Schmerz, am gleichen Tag an dem ich entbunden hab, ist ein lieber Freund Vater eines gesunden Jungen geworden. Ich hab mich für ihn gefreut, sehr sogar und gleichzeitig war ich so traurig, dass mir dies mit meinem Sohn nicht vergönnt war.

    Ich hoffe das wir alle eine Möglichkeit finden trotz der Trauer wieder glücklich zu werden.
    Antwort
  • Kommentar vom 21.12.2020 14:06
    Liebe Lukas Mama, es ist ganz schlimm was du erleben musstest. Ich fühle mit dir und umarme dich virtuell. Die Trauer kommt und geht in Wellen. Und es dauert. Nimm dir die Zeit zu weinen und auch wütend zu sein- das ist wichtig. Ich spreche leider aus Erfahrung. Meine Tochter Valerie starb in der 18. ssw und wurde eine Woche später still geboren. Sie war gesund, keiner kennt den Grund. Es wäre mein 3. Kind gewesen. Eine Fehlgeburt in der 8. ssw ein Jahr davor nicht mitgerechnet. Ich musste auf jede Schwangerschaft ein Jahr warten und teilweise mit Hormonen in der Kiwu nachhelfen. Jetzt bin ich 40 und hoffe darauf das es nochmal klappt. Bei mir war die Beerdigung am 10.12. diesen Jahres. Ganz liebe Grüße, Elada
    Antwort
  • Kommentar vom 21.12.2020 14:57
    Hallo Elada,

    Fühl dich ganz doll zurückgedrückt.
    Es tut mir immer so leid zu lesen, dass es anderen Müttern auch so geht. So viele Babys die geliebt wurden und die gegangen sind bevor wir sie richtig kennen lernen durften.
    Das Gefühl nicht allein zu sein hilft allerdings.
    Liebe Grüße
    Lukas_mama
    Antwort
  • Kommentar vom 23.12.2020 09:01
    Hallo liebe Mama von Lukas,

    es tut mir so leid, was du durchmachen musstest und auch noch immer musst. Ich fühle mit dir!

    Ich musste mein kleines Sternchen in der 22. SSW ziehen lassen. Auch bei uns wurde die Geburt eingeleitet. Wir haben uns dafür entschieden ihn nach der Geburt noch zu halten und mit ihm Zeit zu haben. Es war wohl der schönste Moment, und dennoch einer der traurigsten.

    Es war meine erste Schwangerschaft und der kleine Mann war ein absolutes Wunschkind, das auch gar nicht lange auf sich warten ließ. Die Freude war einfach riesig. Und auch wenn wir nur 5 Monate gemeinsam hatten, so haben wir doch jeden einzelnen Tag davon genossen.

    Wir haben unseren kleinen Julius im "Wald der Ewigkeit" bei einer Babybaumgruppe beerdigen lassen. Ich hatte wahnsinnige Angst vor dem Tag - und so wie du schreibst, ging es auch mir danach von Tag zu Tag besser.

    Ich denke, dass die Wunde nie heilt, aber es mit der Zeit leichter wird. Unsere Sternchen sind immer bei uns und werden immer unsere Söhne bleiben.

    Ich wünsche und schicke dir viel Kraft für die Zeit.

    Alles Liebe,
    Mamiryla
    Antwort
  • Kommentar vom 29.12.2020 07:29
    Hallo mamiryla,

    Weihnachten ist vorbei und es war so hart. Mein Mann hat noch eine Tochter aus früherer Beziehung und sie ist für gewöhnlich mein ganzes Glück. Weihnachten für sie schön zu gestalten hat mir dies Jahr alles abverlangt. Im Augenblick bin ich immer Dankbar, wenn sie ein paar Tage bei ihrer Mutter ist, damit ich neue Kraft tanken kann. Ich hab so ein schlechtes Gewissen ihr gegenüber, ihr nicht gerecht zu werden...
    Ich hab Angst das ich nie wieder zu meiner alten Stärke zurückfinde.

    Es wird zwar jeden Tag besser aber ich breche immernoch bei Gesprächen einfach in Tränen aus, ganz ohne Vorwarnung.

    Manchmal frag ich mich ob das mein neues Ich ist...
    Wie soll ich je die Stärke finden, mich nochmal auf das Wagnis Mutter zu werden einzulassen...

    LG
    Lukas_mama
    Antwort
  • Kommentar vom 29.12.2020 07:36
    Hi Mamiryla,

    Ich finde die Beerdigung im Wald der Ewigkeit Sehr schön, dass haben wir uns auch angeschaut. Das ist so friedlich.
    Wir haben uns nur dagegen entschieden weil von uns aus der nächste Friedwald fast 2 Stunden weg ist.
    Ich wollte zwar keine Beerdigung in meinem Dorf (ich hatte Angst das ich dann jeden Tag zu ihm gehe und lich vollkommen in meiner Trauer verliere...) aber trotzdem nah genug dran, damit ich ihn regelmäßig besuchen kann.

    Wie handhabt du das? Gehst du oft zu deinem Sohn?
    Antwort
  • Kommentar vom 29.12.2020 14:38
    Liebe Lukas_mama,

    ich habe dir eine private Nachricht geschickt, da können wir uns besser austauschen. :)

    Alles Liebe!
    Antwort

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