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Kind 6M hat nachts immer noch starke Blähungen - warum?

Anonym

Frage vom 24.01.2002

Hallo,
unser Sohn ist 6 Monate wurde von mir 4 Monate voll
gestillt nun füttere ich zu
und stille auch noch. Noch
immer quält er sich,
hauptsächlich nachts, mit
starken Blähungen rum. Über Tag hat er durch seine Mobilität die Möglichkeit die Luft rauszulassen. Eigentlich haben wir die ganze Palette zur Besserung der Koliken schon durch. Ich achte streng darauf daß
ich nichts blähendes zu mir
nehme. Fencheltee hat bei
mir leider die entgegenge-
setzte Wirkung.
Kann es denn sein daß sich die Koliken in diesem Alter noch bemerkbar machen. Haben Sie einen Rat wie unser Sohn
von seinen Bauchschmerzen
erlöst werden kann?
Ich danke Ihnen im Voraus.
Gruß
Hebamme

Antwort vom 25.01.2002

Es kann durchaus sein, daß der Magen-Darm-Trakt während der ersten drei Lebensmonate seiner Aufgabe nicht gewachsen zu sein scheint- sprich, es hier zu Anpassungsschwierigkeiten in Form von Verdauungsproblemen kommen kann. Ihr Sohn ist nun schon relativ älter und, wie Sie sagen, haben Sie bereits alle Tips zur Linderung ausprobiert. Es wäre in diesem Fall wichtig, daß eine organische Ursache oder eine andere Erkrankung ausgeschlossen wird. Forschungsergebnisse haben ergeben, daß nur etwa 10-12% aller Schreikinder auch Verdauungsstörungen haben. Anderen Forschungen zugrunde ist das sog. KISS Syndrom eine mögliche Ursache des Schreiens. Dies ist eine geburts-oder schwangerschaftsbedingte Verschiebung der Wirbel im Nackenbereich und kann durch eine craniosacrale Therapie beim Osteopathen behandelt werden. Seit einigen Jahren gibt es zunehmenden Schreiambulanzen oder-sprechstunden. Hierher kommen Eltern mit einem gesunden aber schwierigen Säugling, der scheinbar grundlos viel schreit und sich nicht trösten läßt und dessen Bedürfnisse unvorhersehbar sind. Die Eltern sind erschöpft, mutlos und haben das Gefühl versagt zu haben.
Mit freundlichen Grüßen

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