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Wunschkaiserschnitt

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  • LumiNec
    Powerclubber (66 Posts)
    Eintrag vom 14.02.2019 12:22
    Hallo, :)
    ich bin jetzt in der 20.ssw mit dem zweiten Kind schwanger und mache mir so langsam Gedanken um die Geburt und zwar würde ich mich freuen, wenn hier ein paar Mamas wären, die sich bewusst gegen eine natürliche Geburt und für einen Kaiserschnitt entschieden haben.
    Warum habt ihr euch so entschieden?

    Zu mir:
    Mein Sohn kam bei 35+1 ssw. wegen einer schweren Schwangerschaftsvergiftung natürlich auf die Welt. Ich wurde eingeleitet und hatte eine PDA, die Geburt war dennoch ein extremer Horror, bzw. eigentlich mehr das danach. Die Geburt war nicht schön (Geburtsstillstand, Hebammen, die auf mir knieten und meinen Bauch gequetscht haben, Saugglocke, Dammriss, hoher Blutverlust), ich habe meinen Sohn nur kurz auf den Arm bekommen, er kam direkt auf die Intensiv, Ich konnte mich danach wegen dem hohen Blutverlust und den Eisenmangel lange nicht aufsetzen, meinen Sohn lange nicht sehen, erst ca. eine Woche danach konnte ich ein paar Meter gehen, dazu kam ein wochenlanger Harnverhalt (ich musste lange einen Blasenkatheter tragen, ich konnte einfach kein Wasser lassen, bin deswegen in Panik verfallen, hatte zig Blasenentzündungen), es hat irre lange gedauert, bis meine Beckenmuskulatur wieder halbwegs intakt war. (nach dem Harnverhalt kam vorübergehende Inkontinenz).
    Das alles hat mich so traumatisiert, dass ich jetzt (drei Jahre später) noch in Therapie bin und ich habe einfach Angst... versteht mich nicht falsch, ein Kaiserschnitt ist kein Spaziergang, das weiß ich und man ist danach auch eine Zeit lang körperlich schwach, aber DAS was ich mit der natürlichen Geburt durch hatte... ich weiß nicht, wie ich das nochmal schaffen sollte.
    Deshalb denke ich darüber nach dieses Mal einen Kaiserschnitt durchführen zu lassen.

    Über Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.
    Antwort
  • Chester
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 18.02.2019 12:47
    Hi Lumi, ich kann dich echt sooo gut verstehen! Die Geburt von meiner Tochter 2017 war auch echt der Horror. Ich wurde auch eingeleitet (ohne Grund, war nur 2 Tage über ET), aber ohne PDA. Mein Muttermund wurde vom Arzt gewaltsam geöffnet, so dass er sich bis heute nicht mehr ganz geschlossen hat und ich beim Sex Luft und beim Baden Wasser "im Bauch" habe und das immer rausdrücken muss, was total unangenehm ist. Nach dem Blasensprung hatte ich nur noch höllische Schmerzen, habe geschrien wie noch nie. Meine Schmerzgrenze wurde um ein Vielfaches überschritten. Als der Kopf geboren war, wurde trotz ausdrücklichem Verbot von meinem Mann und mir ein seitlicher, vollständiger Dammschnitt gemacht, der mir 9 Monate den Gang auf die Toilette zum Grauen machte. Auch auf meinem Bauch haben sich Arzt und Hebamme Drau gestürzt um das Baby "rauszudrücken", was aber totaler Schwachsinn ist. Als das Baby geboren war, wurde es kurz auf meine Brust gelegt und die Nachgeburt an der Nabelschnur rausgerissen, was nicht nur sehr weh tat, sondern auch viel zu starke Blutungen bedeutete. Dann wurde das Baby in eine Wärmekiste gelegt und ich hab's die nächsten 8h nicht mehr gesehen. Es wurde mir tagsüber und nachts auch oft weggenommen und ich wusste nicht wo es ist, was es mir ungeheuer schwer gemacht hat mein Baby anzunehmen und zu lieben. Oft habe ich geweint und zu meinem Mann gesagt, dass ich es nicht lieben kann.
    Eine "natürliche" Geburt im Krankenhaus kommt für mich genauso wie für dich nicht mehr in Frage! Ich habe mich stattdessen anders als du nicht für einen KS entschieden, sondern ich werde mein nächstes Baby, was Ende Juli / Anfang August kommen wird, zu Hause gebären - und zwar ganz alleine. Vielleicht ist eine Haus-/Alleingeburt ja auch eine Option für dich. Ich kann dir echt nur sehr empfehlen dich damit mal zu beschäftigen. Eine Geburt ist nämlich das natürlichste der Welt und nicht halb so grausam wie es Frauen in Krankenhäusern erleben.
    Antwort
  • Landei
    Superclubber (414 Posts)
    Kommentar vom 20.02.2019 12:36
    Lumi & Chester,

    Eure Berichte entsetzen mich zu tiefst! Solche Erfahrungen sind kaum zu verarbeiten. Alles Gute für Euch.
    Eure kleinen Mäuse machen hoffentlich ein wenig all das wieder gut. Vergessen kann man das alles wohl nie ganz.

    Nun zum eigetnlichen Thema: Ich habe immer gewusst, aus anderen med. Gründen, dass ich nicht pressen darf und eine natürliche Geburt für mich ausgeschlossen ist, somit war mit der Schwangerschaft auch der KS besiegelt und ich habe mir nach diesem Kriterium eine passende Klinik ausgesucht. Bereut habe ich es keinen Tag. Ich war rundum gut umsorgt und versorgt, auch das Baby. Familienzimmer war frei, alles gut. Keine nachträglichen Probleme vorhanden, tipptopp verheilt.

    Allerdings, Lumi, gibt's natürlich einen Blasenkatheter unter dem KS. Nur falls Dir das auch Angst macht. Mir haben die Info Abende in den Kliniken geholfen, da war immer Raum für individuelle Fragen an die Ärzte.

    Meine KS Erfahrung ist rundum positiv. Unser Kind kam sofort auf meine Brust und als ich genäht wurde, kuschelte mein Mann. KS war mittags, abends bin ich aufgestanden. Nach 3 Tagen nachhause. Alles gut!

    Ich drücke Euch die Daumen dass Ihr eine gute Lösung für Euch findet und eine friedvolle nächste Geburt erlebt.


    VG
    Antwort
  • Pigeon
    Powerclubber (67 Posts)
    Kommentar vom 20.02.2019 14:21
    Hallo ihr Lieben,

    eure Berichte sind wirklich sehr schockierend und traurig zugleich.

    Ich habe mich aufgrund einer BEL bis zum Schluss für einen KS entschieden. Heutzutage gibt es auch noch Kliniken, die spontane Geburten in BEL anbieten, aber für mich war klar, dass ich einen geplanten KS durchführen lasse.
    Da ich mich auf den KS gedanklich vorbereiten konnte, war die Erfahrung auch insgesamt sehr schön. Das OP-Team war sehr nett. Katheder setzen hat nur kurz geziept, Spinale hat nicht geschmerzt, da die Haut betäubt wurde, nur ein Druck und dann war auch alles fertig. Als mein kleiner Sohn entbunden wurde, wurde er mir gezeigt, ich habe ihn auf die Stirn geküsst und willkommen geheißen, danach ist mein Mann mit ihm und der Hebamme in den Kreissaal gegangen, um ihn zu wiegen und dann auf seine Brust zu legen.
    Plazenta lösen und nähen gingen auch sehr schnell und ich konnte meinen Schatz in die Arme nehmen und anlegen.

    Leider hatte ich in der folgenden Nacht Blutungen im Bauchraum und musste am folgenden Tag nochmal unter Vollnarkose für 2 Stunden in den OP.

    Trotzdem (!) würde ich mich jetzt nochmal für einen KS entscheiden, wenn ich nochmal ein Kind bekomme, da die reine Erfahrung beim KS wirklich schön für mich war und ich nicht das Gefühl hatte "etwas zu verpassen". Eine OP birgt nunmal auch Risiken, aber wie ihr erlebt habt, eben auch die natürliche Geburt.

    Ich konnte trotz der zwei OPs schon am 5ten Tag das KH verlassen.
    Antwort
  • Sunny81
    Very Important Babyclubber (782 Posts)
    Kommentar vom 06.03.2019 09:17
    Hallo,
    ich bin grade erst über diesen Thread gestolpert und bin auch total entsetzt wie es euch bei den Geburten ergangen ist. Tut mir total Leid und ist auch echt unverstädnlich wie ein geburtsbegleitendes Team derartiges Verhalten zeigen konnte.

    Ich möchte dann auch mal erzählen wie das bei mir mit den Kaiserschnitten war. Ich hatte erstmal 4 FG aufgrund einer Gerinnungsstörung und muss immer Heparin spritzen sobald ich schwanger bin. Bei meinem Sohn (2013 geboren) wars dann vor der Geburt so: jeder Arzt hat mir was andres gesagt. Ich könnte eine normale Geburt anstreben. Sollte ich aber erst kurz davor Heparin gespritzt haben, könnte ich keine PDA haben und sollte ein Not Kaiserschnitt notwendig sein, müsste der in jedem Fall in Vollnarkose gemacht werden. Das würde mein eh erhöhtes Thrombose Risiko noch weiter in die Höhe treiben. Dann hieß es, das Kind käme nicht richtig runter in meinem Becken... es würde also eine sehr lange Geburt werden.

    Das war mir alles irgendwie unheimlich. Lange Geburt und ich kann vermutlich keine PDA haben? Am Ende klappt das nicht und dann bin ich in Vollnarkose? Ne, Danke. Deshalb hab ich mich dann für einen geplanten Kaiserschnitt entschieden.
    2016 kam dann unser zweites Kind ebenfalls mit einem geplanten Kaiserschnitt zur Welt und im August 2019 wird Kind 3 ebenfalls so zur Welt kommen.

    Ich hab die OPs nicht als schlimm empfunden. Den Zugang legen an der Hand war für mich das doofste. Hab so schlechte Venen. Die Spinale legen war nicht schlimm. Das OP Team drumrum war immer mega nett. Die Hebamme stand mit nem CTG neben mir. Ich hab mich auf mein Baby konzentriert...ihm innerlich zugesprochen dass es nun gleich bei uns sein wird..dass wir uns ganz doll drauf freuen.
    Die Haut am Rücken wurde betäubt...bisschen piecksen, aber echt harmlos. Dann ein Druck und da wars schon vorbei. Dann wurd ich ne Weile mit Wasser besprüht bis ich nix mehr gespürt hab...dann gepieckt..nix mehr zu spüren. Ich kam in den OP rein. Dort wurde der Katheter wurde gelegt. Hab da nix von gespürt...Nachdem dann alles vorbereiet war, kam mein Mann und gleich drauf war das Baby da :-)

    Bei mir wars dann so, dass ich ab dem Aufwachraum versucht hab, meine Füße und Beine zu bewegen obwohl das noch nicht ging. Aber immer wieder versuchen anzuspannen. Meine Erfahrung war halt: je mehr man nur passiv daliegt, desto schwieriger wird der Start.
    Ich bin dann mit einer Schwester einmal kurz aufgestanden. Danach (also nach etwa 2 Stunden) kam ich aufs Zimmer. Hab dann mit meinem Anspannen weiter gemacht...als ich mich wieder bewegen konnte, vorsichtig immer mal auf die Seite und zurück. Die OP war morgens um 10 und am abend um 19 Uhr hab ich gefragt ob man den Katheter ziehen kann. Die Schwester hat mich erstmal ausgelacht von wegen, da müsste ich ja in der Nacht immer aufstehen und aufs Klo. Hab aber gesagt, dass ich das kann. Sie ließ mich dann aufstehen...ging sehr gut und dann hat sie den Katheter gezogen. Den Zugang auch. Von da an hab ich alles allein gemacht. Baby versorgt, langsam zur Toilette. Hab mich am nächsten morgen abgeduscht...und bin am vierten Tag nach der U2 heim gegangen.

    Bei mir im Zimmer lag eine Frau die spontan entbunden hatte...leider mir Komplikationen. Sie musste sogar Bluttransfusionen bekommen. Sie war total fertig...musste ganz viel weinen und tat mir so Leid :-( Sie sagte immer, dass ich da im Bett sitze wie das blühende Leben und sie vegetiert da vor sich hin und kommt kaum ins Bad :-(

    Das soll nun nicht heißen, dass der Kaiserschnitt immer besser ist. Es gibt ja alle möglichen Verläufe. Egal ob normale Geburt oder die OP. Für mich wars halt so ne super Sache und ich hoffe das im August wieder alles so gut klappt. Werde vorher wieder Kräuterblut trinken damit der HB nicht so runter saust.

    Alles Gute, LumiNec. Wenn du noch Fragen hast oder so schreib mir gern.
    Antwort
  • Toffifeetorte
    Superclubber (141 Posts)
    Kommentar vom 06.03.2019 10:09
    Liebe LumiNec. Es tut mir so leid,was dir passiert ist. Ich hoffe, dass du deine Schwangerschaft trotzdem genießen kannst, ohne ständig an die schlimme Geburt (und die bevorstehende) denken zu müssen.

    Ich finde du solltest auf dein Bauchgefühl hören. Völlig verkrampft und traumatisch in eine natürliche Geburt zu gehen, macht ja auch wenig Sinn. Zudem überträgt sich dieser Stress auch noch auf das Baby. Du darfst entscheiden und egal welche Entscheidung du triffst, sie ist genau richtig. Denn du bist die Mama, und möchtest nur das Beste für dein Baby. Ich möchte hier den Kaiserschnitt nicht schön reden aber bei so einer Vorgeschichte, die du erleben musstest, ist vielleicht eine Kaiserschnitt, auf den du dich emotional vorbereiten kannst, eine mögliche Variante. Meine Schwester hatte 2 Kaiserschnitte (der erste ungeplant, der Andere geplant) und sie ist bis heute glücklich mit ihrer Entscheidung. Ich hatte zwei natürliche Geburt und hatte monatelang mit den Folgeschmerzen zu kämpfen. Es gibt da kein richtig und kein falsch- nur Dich und das was für dich am Besten ist. Liebe Grüße Toffifeetorte
    Antwort
  • Schubdidubb
    Powerclubber (75 Posts)
    Kommentar vom 06.03.2019 10:32
    Leider ist so ein Verhalten im Krankenhaus nicht so selten und es formiert sich eine Bewegung diese Misshandlungen an die Öffentlichkeit zu bringen. Denn bisher leiden viele Frauen nur für sich und trauen sich aus Scham oder einfach nur vergessen wollen nicht darüber zu sprechen.
    Ich wünsche euch beiden dass ihr die nächste Geburt selbstbestimmt und positiv erleben könnt für welche Örtlichkeit ihr euch auch entscheidet.

    @ LumiNec: Vielleicht wäre auch ein Geburtshaus ein betrachtenswerte Alternative?
    Ich würde versuchen das Trauma psychisch wie körperlich vor der Geburt zu bearbeiten, z.B. Yoga Kurs, Osteopathie,....

    @ Chester: warum würdest Du eine Alleingeburt ohne Hebamme wählen?
    Antwort
  • Sunny81
    Very Important Babyclubber (782 Posts)
    Kommentar vom 06.03.2019 10:41
    Was? Ehrlich? Hab sowas krasses echt noch nicht gehört, dabei ist hier bei uns ein richtiger BabyBoom. Aber klar, wenn die Frauen sich nicht trauen das zu erzählen...unglaublich.
    Antwort
  • Chester
    Juniorclubber (33 Posts)
    Kommentar vom 07.03.2019 11:27
    Ich habe mich für eine Alleingeburt ohne Hebamme entschieden, weil ich ganz und gar auf meinen Körper und das Baby vertraue und ich befürchte, dass ich die Verantwortung an die Hebamme abgeben würde und mich somit wieder abhängig machen würde. Auch befürchte ich, dass sie mich zu Entscheidungen zwingen könnte, die ich nicht möchte. Ich war zB jetzt 2x beim Frauenarzt, einmal nur zur SS-Feststellung und das andere mal zur Schwangerenberatung. Als ich beim zweiten Mal sagte, dass ich nur zu den 3 Screenings kommen möchte und auf sämtliche andere Untersuchungen wie B-Streptokokken und Zuckertest verzichten möchte, war die Reaktion sehr eindeutig, dass ich alle 4 Wochen und später alle 2 Wochen kommen MUSS. Ich bin jetzt in der 20. SSW und werde auf weitere Arztbesuche verzichten, weil ich auch dort nicht ernst genommen werde. Es wurde beim 2. Mal auch mein Muttermund untersucht und ich hatte den Rest des Tages Wehen, dadurch dass er bei der ersten Geburt mit Gewalt geöffnet wurde und sich nicht mehr richtig geschlossen hat. Deswegen liegt mir auch viel daran, dass mein Muttermund nicht untersucht wird. Ich möchte völlig entspannt und in bekannter Umgebung mit den Menschen die ich liebe, nämlich meinem Mann und meinem erstgeborenen Kind zu Hause gebären und nicht im Krankenhaus entbunden werden und ich möchte auch nicht, dass fremde Personen (Hebamme) anwesend sind, weil es ist für mich schon ein riesen Ding mich vor jemanden, den ich nicht bis ins kleinste Detail kenne und liebe auszuziehen. Ich muss mich offenbaren, mich entblößen und eine Hebamme nicht und sie würde mit behandschuhten Fingern in mich eindringen. Das möchte ich einfach nicht.
    Meinem Baby geht es soweit gut, es lebt, es ist gesund und ich spüre es schon seit 6 Wochen jeden Tag.
    Antwort
  • Love-My-Baby
    Very Important Babyclubber (569 Posts)
    Kommentar vom 08.03.2019 15:14
    Oh Gott,wen ich die ganzen Geburtsberichte hier lese 😣!
    Es wird bei meiner nächsten Schwangerschaft aufjedenfall ein Kaiserschnitt !
    Mein Baby ist bei der normalen Geburt gestorben ,meine plazenta hat sich gelöst und sie hatte keinen Sauerstoff mehr bekommen 😔 Da denkt man ,im Krankenhaus ist man sicher ,aber Pustekuchen,das ist alles im krankenhaus passiert !
    Sie hat in meinem Bauch um ihr Leben gekämpft ,weil die nicht geblickt hatten was los war ,obwohl wir als Laien es schon nicht normal fanden ,wie das abgelaufen ist ! Muttermund 1 cm auf ,und alle paar Sekunden ne wehe , meinte sie noch das die kleine bei jeder wehe gestresst sei! Ganz am Schluss waren ihre Herztöne am Boden,und mein Freund musste die aufmerksam machen,das sie mal ne Ärztin holen soll 😡 einfach unglaublich ! Mein Baby ist Tod! Ich hab da so ein Hass auf die wo da waren ! Aber das ändert eh auch nix mehr:-( !
    Alles gute für euch !
    Antwort
  • Clumpen
    Gelegenheitsclubber (4 Posts)
    Kommentar vom 10.06.2019 13:49
    Diese Berichte entsetzen mich auch zutiefst .... ich hatte schon ein schlechtes Gefühl das ich auch einen geplanten KS brauche, aber jetzt fühle ich mich doch wohler dabei.

    @Chester: das mit der Alleingeburt hatte ich auch anfangs überlegt. Alleine schon wenn irgendeine Ärztin sagt ich MUSS zu irgendwelchen Terminen bekomme ich schon die Krise.... ich muss erstmal gar nichts - es ist eine reine Abwägung der Risiken und ein Garant das alles gut geht sind auch Vorsorgeuntersuchungen nicht.
    Dieses Gefühl dem Klinikpersonal völlig ausgeliefert zu sein und kein Mitspracherecht zu haben ist einfach nur schrecklich. Im Endeffekt lässt man es über sich ergehen weil man nie weis ob doch Komplikationen auftreten können. Ich wünsche Dir jedenfalls alles alles Gute und das es keine Komplikationen gibt und ihr beide gesund und munter eine tolle Geburt erleben dürft!!!
    Antwort
  • LumiNec
    Powerclubber (66 Posts)
    Kommentar vom 15.06.2019 18:42
    Hallo ihr lieben,
    Ich bin mittlerweile in der 37.ssw und habe am Montag das geburtsplanungsgespräch wegen dem Kaiserschnitt. Es belastet mich schon, dass ich mich immer und überall erklären muss, dass mir jeder (auch die Ärzte) erstmal versuchen das auszureden und eine normale Geburt zu versuchen, dass einem regelrecht ein schlechtes Gewissen gemacht wird, selbst wenn man seine guten Gründe darlegt. Ein einfaches: „meine erste spontangeburt hat mich traumatisiert“ wird erstmal gar nicht geltend gelassen, nein man wird gefragt: „ach was war denn so schlimm?“ als könnte das ja nicht sein. Man wird angeschaut, als wär man nur eine, die kein Bock auf Wehen hat, dabei sind die noch das, was ich „harmlos“ bei meiner ersten Geburt fand. Ich weiß natürlich von den Risiken eines Kaiserschnitts besonders für mich als Mama, aber über die Risiken einer natürlichen Geburt fürs Kind wird natürlich brav geschwiegen.
    Antwort
  • Sonnenschein307
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Kommentar vom 01.07.2019 00:05
    Hallo alle zusammen,

    ich habe mich - aufgrund vieler schlechter Erfahrungen bei natürlichen Geburten im Verwandten- und Freundeskreis - auch für einen WKS entschieden und hatte die Befürchtung, dass ich ewig brauche bis ich eine Klinik finde, welche das anstandslos umsetzt. Zu meiner totalen Überraschung hat direkt der erste Arzt sofort und ohne Diskussion zugestimmt und hat mir das Gefühl vermittelt eine kluge Entscheidung getroffen zu haben. Auch mein Frauenarzt hat keinerlei Einwände geäußert. Das Krankenhaus versucht sogar den KS so schön wie möglich zu gestalten. Man darf zusehen wie das Kind geholt wird und symbolisch mit pressen, der Vater schneidet die Nabelschnur durch und das Kind kommt sofort auf die Brust der Mutter/Vater und bleibt dort bis man gemeinsam auf das Zimmer kommt.

    Nach dem Termin im Krankenhaus habe ich mich gefragt, warum ich mich überhaupt nicht rechtfertigen musste und keinerlei Überredungskünste oder gar Vorwürfe auf mich zukamen?
    Dann bin ich über die folgende Ausarbeitung gestolpert in dieser die Risiken der natürlichen Geburt und die spärliche Aufklärung in Deutschland berichtet wird:
    Königsweg Kaiserschnitt von Dr. Med. Martina Lenzen-Schulte.

    Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass das Klinikum und die Ärzte einfach zeitgemäß agieren und nun mehr denn je von meiner Entscheidung überzeugt.

    Ich habe mich schon ganz öffentlich zum WKS "geoutet" und sämtliche missbilligende Bemerkungen lachend abgetan, oftmals von Frauen, welche selbst per geplantem KS aus Med. Gründen entbunden haben. Hier kommt es mir fast so vor, als ob diese Frauen Angst haben, dass ein KS als "zu leicht" abgetan werden könnte und sie Bedenken hegen, daß Umfeld fällt die Meinung sie hätten zu wenig gelitten??? Diese Frauen berichten dann auch, dass die Nachwirkungen noch Jahre später zu merken sind.

    Zuspruch erhalte ich von vielen Frauen die tatsächlich natürlich entbunden haben und die Schmerzen fürchterlich fanden oder bei denen es früher oder später zum Notkaiserschnitt kam. Diejenigen mit Notkaiserschnitt kamen allesamt nach wenigen Tagen gut auf die Beine.

    Ich hoffe, dass Frauen bald keine Vorwürfe mehr bzgl. WKS erfahren, sich nicht mehr rechtfertigen und diskutieren müssen. Dass beide Formen der Geburt als "vollwertig" anerkannt sind und nicht das Maß an erduldetem Schmerz über eine "gute Mutter" richtet.

    Ich hoffe, es läuft alles prima und du hast (vielleicht schon jetzt?) dein gesundes Baby bald im Arm!
    Herzliche Grüße Sonnenschein

    Antwort
  • Sonnenschein307
    Gelegenheitsclubber (2 Posts)
    Kommentar vom 01.07.2019 00:28
    Hier noch ein link zu einem Artikel aus der Emma, sozusagen die Kurzfassung der oben erwähnten Arbeit von Martina Lenzen-Schulte

    https://www.emma.de/artikel/wie-natuerlich-muss-es-denn-sein-318467
    Antwort
  • SaBieneV
    Gelegenheitsclubber (16 Posts)
    Kommentar vom 24.07.2019 11:51
    Was für schreckliche Geschichten es hier gibt. Ich wünsch euch allen ganz viel Kraft!
    Meine Schwester hat so eine ähnliche Geschichte erfahren. Die Schwangerschaft lief problemlos. Aber die Geburt war auch der blanke Horror. Zum Glück war ich als große Schwester dabei gewesen und weiß wie es eigentlich laufen sollte. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, nur so viel meine Schwester hätte ihr Kind auch fast verloren. Durch Sauerstoffmangel hat ihre Kleine Hirnschäden davongetragen. Sie hat sich dann zusammen mit ihrem Mann an einen Anwalt gewannt, der darauf spezialisiert ist: http://www.tauer-rechtsanwaelte.de/. So bekamen sie eine hohe Summe an Schmerzensgeld, das sie für weiter Behandlungen, usw. brauchen. Ich würde jedem raten der sowas erlebt hat nehmt euch einen Anwalt! Sowas sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden. Vor allem sollte es so weit angefochten werden damit sowas nicht nochmal einer anderen werdenden Mutter passiert. Echt schlimm das es anscheinend Deutschlandweit immer noch Kliniken gibt, die ihre Angestellten noch besser Schulen müssen und diese aber schon längst tätig sind in der Klinik.
    Antwort

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