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Ist Adoption eine Option für mich ?

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  • Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto
    Eintrag vom 14.06.2020 00:17
    Hallo zusammen,
    ich bin 19 und entbinde am 23.8.2020 mein erstes Kind ( nicht geplant ) Eigentlich war geplant dass ich dieses Jahr mein BFD beende und meine Ausbildung anfange, das geht nun nicht mehr. Mein Partner ( der Vater des Kindes ) fängt erst am 1.8.2020 seine Ausbildung an. Bis dahin leben wir vom Kindergeld und meinem Gehalt ( 450€ ) dass ich bis Ende Juli noch von meinem Arbeitgeber bekomme, da endet das BFD. Derzeit wohnen wir bei der Mutter meines Freundes. Wir kaufen selber ein und zahlen Kostgeld und merken jetzt schon dass das Geld knapp wird. Eine Wohnung finden wir auch nicht, obwohl ich mich sehr drum bemühe eine zu finden. Hier können wir nicht mit dem Kind bleiben da nicht genug Platz, bei mir im Elternhaus ist genau das Gleiche. Ich werde zwar stets von meiner Familie unterstützt, aber manchmal reicht das nicht aus. Momentan stehe ich nur unter Stress. Ich habe Angst davor wie es ist wenn das Kind da ist, ob ich den gerecht werden kann bzw. ob ich dafür bereit bin, ich habe mein Leben schließlich noch nicht wirklich gelebt und soll schon Mutter werden. Obwohl das für mich eigentlich nie eine Option gewesen ist und mir der Gedanke schon weh tut, denke ich zur Zeit oft darüber nach das Kind zur Adoption freizugeben. Ich habe recherchiert und gehofft es gibt sowas wie Kurzzeitigpflege für 1-2 Jahre, wo ich trotzdem den Kontakt zum Kind pflegen kann und in der Zeit alles regeln kann, aber nein. Mein Partner ist davon überzeugt dass wir es nicht hinbekommen und meint eine Adoption wäre die beste Option ( fürs Kind ) , er ist mir auch keine große Hilfe dabei. Ich kann mich mit niemanden ernsthaft über dieses Thema unterhalten und fühle mich allein gelassen, meine Familie würde mich für den Gedanken nur verurteilen. Aber was kann ich bis auf Liebe dem Kind schon bieten ? Ich habe keine Ausbildung, keine Wohnung & das Geld ist auch knapp. Da dieser Stress schon die ganze Schwangerschaft so geht, habe ich das Gefühl nicht die Gefühle für das Kind zu haben, die ich haben sollte. Da die Schwangerschaft im Allgemeinen unter dem ganzen Stress total untergegangen ist und ich mich nicht wirklich auf das Kind konzentrieren konnte. Auch psychisch leide ich sehr darunter. Vielleicht habt ihr einen Rat was ich tun kann ? Oder vielleicht ist jemand in der gleichen Situation ? Eigentlich will ich es nicht zur Adoption freigeben aber der Gedanke daran lässt mich nicht los, dass genau das vielleicht das Richtige ist.
    Antwort
  • Profilfoto  kreativeschaos
    Kommentar vom 14.06.2020 05:50
    Liebe Lina,

    es tut mir sehr Leid, dass du von so großen Sorgen geplagt bist.

    Ich kann mir gut vorstellen, dass dir der Gedanke an eine Adoption weh tut.
    Bist du dir denn sicher, dass es die Möglichkeit einer Pflegefamilie für dein Baby nicht gibt?
    Ich bin da kein Profi, aber mein Papa hatte selbst mal ein Pflegekind aufgenommen. Und aus dieser Zeit weiß ich, dass die Jugendämter sehr viel Wert darauf legen den Kontakt zur Ursprungsfamilie für das Kind aufrecht zu erhalten und dass die Kinder vielleicht sogar zum richtigen Zeitpunkt zurück können.
    Hast du dich schon mal bei deinem örtlichen Jugendamt beraten lassen? Falls nicht, versuche das Mal. Keine Angst, das ist kein Verein, der dir dein Kind weg nimmt. Die können da auch viel helfen, z.b. mit einer Pflegefamilie oder mit einer Familienhilfe, die dir zur Seite gestellt wird, um all diese Dinge, die jetzt unsicher sind zu regeln.
    Vielleicht findest du auch Hilfe bei sozialen Einrichtungen wie pro familia oder caritas. Die kennen auch viele Wege und Anlaufstellen, die dir helfen können.

    Ich wünsche dir sehr, dass du eine super Lösung für dich und dein Baby findest!

    Liebe Grüße
    Antwort
  • Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto
    Kommentar vom 14.06.2020 08:16
    Liebe Lina,

    Mit tut es auch leid, dass du so von Sorgen gestresst bist. Es zeugt aber auch von einem großen Verantwortungsgefühl, dass du dir so viele Gedanken machst, was das beste für das Baby ist und wie du mit der Situation umgehen solltest, und ich denke mal, nicht jede 19-Jährige könnte so reflektiert mit einer Schwangerschaft umgehen. Ohne dich zu kennen denke ich, dass das beste Voraussetzungen sind, um eine gute Entscheidung zu treffen.

    Ich glaube, gerade wir Älteren (ich bin 35) wissen, dass das Leben nun wirklich nicht immer läuft, wie man das so plant oder sich das früher mal vorgestellt hat.
    Es ist beinahe unmöglich, dir da von außen einen guten Rat zu geben. Wie kreativeschaos schon geschrieben hat, ich würde auch unbedingt Kontakt mit einer oder mehreren Beratungsstellen aufnehmen.
    Einmal müssten dir die Anlaufstellen klar deine Möglichkeiten aufzeigen können - finanzielle Hilfen wie Wohngeld etc falls du das Kind bekommst, Pflegefamilie oder sogar Adoption falls du das Gefühl hast, du kannst dem Kind nicht das geben, was du möchtest - und es hilft oft schon das durchsprechen, um sich klarer zu werden, was man selbst wirklich möchte. Falls du da eine große Hemmschwelle hast, fang vielleicht mit einem anonymen Sorgentelefon an und taste dich so langsam vor. Ich bin mir aber sicher, die Beratungsstellen haben schon ganz andere Fälle als deinen gesehen, verurteilen dich nicht und werden dir helfen, Schritt für Schritt zu deinem Weg zu kommen (und falls du doch mal an eine blöde Kuh gerätst, das kann einem natürlich überall passieren, geh einfach woanders hin). Geh ruhig zu mehreren Beratungsstellen und lass dir deine Perspektiven aufzählen.

    Du bist noch echt jung. Bis das Baby aus dem gröbsten raus wäre, bist du immer noch jung und kannst dann immer noch eine Ausbildung etc machen, um später finanziell für euch zu sorgen. Nur weil du das jetzt noch nicht so gut kannst, heißt das nicht, dass du deinem Kind nicht später mal was bieten kannst. Im Nachhinein ist es dann so egal, ob du deine Ausbildung etwas später angefangen hast.
    Und andersrum ist es auch keine Schande, die Entscheidung zu treffen, dein Kind sei anderswo besser aufgehoben.
    Bei Beratungsstellen sagen sie einem oft, man solle sich einen Tag intensiv vorstellen, man hätte die eine Entscheidung getroffen, am nächsten dann die andere. Dann kannst du dir über deine Gefühle dazu schon mal besser klar werden.
    Es ist vor allem DEINE Entscheidung. Lass dich von niemanden in eine bestimmte Richtung drängen. Und mach nicht etwas, nur weil andere dich dafür verurteilen würden oder meinen, das wäre das beste für dich.

    Tut mir leid, dass ich dir da keinen besseren Rat geben kann. Ich bin sicher, du findest eine gute Lösung!
    Antwort
  • Profilfoto  Tiiene93
    Kommentar vom 17.06.2020 04:41
    Ich war vor wenigen Monaten in der selben Situation wie du. Meine Tochter ist mittlerweile 5 Monate alt und ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, wie es ohne sie war. Ich habe auch über adoption nachgedacht, auch weil ich das Gefühl hatte, dass ich das nicht hinbekommen werde und ich keine Ausbildung habe sondern momentan Eltern und Kindergeld bekomme und halt Geld für die Wohnung vom Amt. Mein Partner macht zur Zeit ein fsj und fängt danach auch erst seine Ausbildung an, es gibt da aber auch Unterstützung vom Amt für Wohnung und Aufstockung. Es gibt Möglichkeiten um das finanziell zu schaffen.
    Bei uns war es auch nicht geplant, wir sind 26 und 25 und wollten eigentlich auch vorher noch ausbildung haben, umgezogen sein und noch vieles erleben, einfach spontan sein.
    Ich hatte auch erst nicht wirklich muttergefühle, diese kamen aber nach wenigen Tagen. 😊 Ich dachte auch erst ich sei eine schlechte Mutter und war froh im Krankenhaus, wenn ich Zeit für mich hätte. Mittlerweile gebe ich sie nur noch Ungern zu anderen und beschäftige mich den ganzen Tag mit ihr und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

    Du könntest ja evtl deine Eltern fragen, falls es doch für dich in Betracht kommt das Kind in eine pflegedamilie zu geben, ob die das machen würden.

    Das Kind von meinem Bruder war bei einer pflegefamilie und er hatte richtig Probleme seine Tochter da wieder raus zu bekommen,das Jugendamt hat auch erst dies gesagt und dann das, er musste da auch mit einem Anwalt gegen angehen. 😔
    Läuft oft nicht so, wie man sich das erhofft oder was einem versprochen wird. Irgendwie gibt es da auch einen bestimmten Punkt bis wann das kind wieder zu den eltern sollte sonst kann es in einer pflegefamilie bleiben. Die Frau die das Kind meines Bruders hatte, wollte seine Tochter nicht mehr abgeben. 🙄
    Antwort
  • Profilfoto  Kiku
    Kommentar vom 17.06.2020 05:45
    Guten Morgen, finde es schön dass du dir so viele Gedanken machst.

    Vieles im Leben läuft nicht immer planmäßig, aber es ist völlig in Ordnung Hürden zu haben um an seinen Ziel zu kommen oder man läuft einen kleinen Umweg.

    Ich denke du wirst an deinen Aufgaben wachsen, solltest du das Baby behalten wollen. Ich hab auch spät meine Ausbildung mit Kind angefangen, das ist alles irgendwie
    machbar. Du kannst dich ja schon mal wegen Wohngeld und Wohnungen informieren. Wenn dein Freund im August seine Ausbildung anfängt dann habt ihr da wenigstens schon mal finanzielle Mittel. Ansonsten hast du ja nach der Geburt Anspruch auf 300€ Basiselterngeld und das Kindergeld, dann wären es immerhin schon mal etwas.

    D. Jugendamt/Caritas/Pro Familia als Beratungsstellen zu nehmen ist auch wie oben bereits geschrieben eine weitere Möglichkeit. Die können dich auch unterstützen und auch weitere staatliche Förderung nennen und vielleicht mit dir das Finanzielle nochmal kalkulieren.

    Ich vermute eine gewisse Bindung zum Baby im Bauch ist dennoch da, schließlich denkst du nur über eine Adoption nach aber willst es eigentlich gar nicht machen. Auch dass du dir jetzt schon Sorgen machst ist eine Form von Fürsorge, du möchtest dass es dem Baby später gut geht. 😊

    Ich würde aber das Baby auch nicht in eine Pflegefamilie abgeben, man sagt, nach einem 1 Jahr kann man eine Elternkindbeziehung aufbauen, sollte die Pflegefamilie das Kind nicht abgeben wollen, können die darauf plädieren.

    Ich bin mir sicher dass du deinen Weg schon findest.
    Ich hab meine Tochter damals als Motivation für die Ausbildung angesehen. ☺️

    Viele Grüße
    Antwort
  • Schattenbild Community-Mitglied ohne Profilfoto
    Kommentar vom 19.06.2020 09:50
    Liebe Lina,

    an die Tipps hier möchte ich mich anschließen. Eine gute Beratung für Schwangere ist auch Profemina. Auf der Homepage findest du eine Beratungshotline und kannst dich jederzeit dort melden. Weil es eine nicht-staatliche Beratung ist, gibt es dort nochmal mehr Möglichkeiten als bekannt ist. Wenn die staatlichen Unterstützungen ausgeschöpft sind.
    Wenn du einen Überblick hast, wie deine Situation mit dieser Rund-um-Unterstützung ist, kannst du immer noch entscheiden, wie du es machen willst. Eine Adoption oder Pflege ist glaube ich nicht zwingend notwendig. Versuch’s mal :-) Mit dieser Unterstützung könnt ihr es als Groß-Familie möglicherweise doch miteinander schaffen.

    Dass du dir so viele Gedanken machst, was das Beste für dein Baby ist, spricht für deine Muttergefühle. Durch deine Sorgen ist da wie ein Deckel drauf. Du trägst dein Baby in dir und eure Bindung ist unmittelbar - das kann dein Freund nicht so nachvollziehen. Deshalb redet er sich auch leichter, was Adoption angeht. Das darfst du ihm zu Gute halten. Hab Mut und steh zu dem, wie du fühlst. Erkläre es ihm. Das braucht ein Mann ;-)

    Hab’ ein gutes Wochenende und schreibe, wie es dir weiter geht. Alles Liebe dir und viel Kraft!
    Cathrina
    Antwort

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