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Themenbereich: Entwicklung und Erziehung

Trotzphase bei Behinderung?

Anonym
Hallo liebes Hebammenteam, heute schreibe ich für meine Schwester und ich hoffe ihr könnt ein wenig helfen. Ihr Sohn ist jetzt 4 Jahre alt geworden. Er leidet seit seiner Geburt an einer Skoliose. Desweiteren ist er hypoton. Dies ist weiterhin alles nicht so schlimm, da er gut therapiert wird. Im Kindergarten kümmert sich zusätzlich eine Extrabetreuerin um ihn. Das Problem ist, daß dieses Kind absolut nicht hört und keine Grenzen kennt. Er macht was er will. Im Geschäft läuft er einfach weg oder er macht nur Unsinn, fasst alles an. Hierbei ist auch schon so einiges kaputtgegangen. Verbote nützen gar nichts. Kein Zureden, erklären, bitten, Klaps auf den Po, nichts hilft. Wenn man mit ihm dann mal richtig schimpft, wird er total agressiv. Dies geht mittlerweile bestimmt schon 1 Jahr. Das kann sich doch nicht nur um eine Trotzphase handeln. So wird sie nämlich immer beruhigt. Ich kann hier nicht aufzählen, was er alles für Sachen anstellt. Aber meine Schwester ist mit den Nerven am Ende und ich kann das gut verstehen. Was kann man machen oder wie kann man es besser machen? Ich hoffe ihr habt ein paar Anregungen. Liebe Grüße

Frage vom 22.05.2004

Hallo,
gerade das Verhalten eines Kindes ist sehr schwer über Internet zu beurteilen und sicher wäre es besser den Sohn Ihrer Schwester zu erleben, um Hinweise auf die Ursache seines Verhaltens zu finden. Ich empfehle Ihnen daher eine Erziehungsberatung in Erwägung zu ziehen, wenn sich sein Verhalten nicht bessern sollte. Trotzdem möchte ich Ihnen noch eine Überlegung mit auf den Weg geben. Bei Kindern, die eine Behinderung haben, dreht sich oft viel um die Behandlung der Störung. Dabei kann die Akzeptanz seiner Person zu kurz kommen. Eventuell hat er das Gefühl, dass sich alles nur um seine Skoliose dreht, während er sich als Person zu wenig akzeptiert und wahrgenommen fühlt. Ihn selbst stört weder die Skoliose noch die Hypotonie. Für Kinder ist ihr eigener Körper trotz Behinderung eine Selbstverständlichkeit, unter der sie nicht leiden. Leiden können sie hingegen unter den Behandlungen, vor allen Dingen aber unter dem vermittelten Gefühl "nicht in Ordnung zu sein". Aggressivität kann dann der übertriebene Beweis sein, dass er eben nicht hypoton ist. Eventuell bessert sich sein Verhalten also, wenn seinen Störungen weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird und er einfach mal "hypoton" sein darf.
Aber, wie gesagt, besser beurteilen ließe sich das im direkten Gespräch mit Mutter und Kind.
Alles Gute, Monika Selow

Antwort vom 23.05.2004


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