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Fehlgeburt SSW10 wie soll ich damit umgehen!

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  • Eintrag vom 05.02.2020 10:42
    Hallo zusammen,

    ich weis gar nicht wo ich anfangen soll aber ich muss das einfach mal alles los werden und jemandem schreiben/erzählen. Eine Vielzahl kennt meine Gedanken oder Gefühle vielleicht und kann sich mit mir austauschen. Also vielen Dank schon mal.

    Ich habe leider in den letzten zwei Jahren viele Verluste in meinem Familiekreis gehabt. Unter anderen musste ich letztes Jahr nach langer Krankheit Abschied von meiner Mama nehmen :( wir hatten ein sehr gutes Verhältnis und der Verlust hat mich schwer getroffen.
    Daher war ich doch sehr „glücklich“ als es am 31.12. hieß „ Herzlichen Glückwunsch sie sind schwanger“ ich hatte nicht damit gerechnet das es beim ersten Versuch klappt. Irgendwie war es mein persönliches Happy End für 2019.

    Aber trotzdem habe ich versucht, aufgrund der letzten Jahre, nüchtern an die Sache ran zugehen... man hört ja von den ersten 12 Wochen. Das dort das Risiko sehr hoch sein kann eine Fehlgeburt zu haben.

    Dann kommt die erste richtige Untersuchung und man sieht zum ersten Mal das ein winziges Herz in einem schlägt. Da wird einem schon anders.

    In der 9 Woche habe ich gemerkt das irgendwas nicht stimmt. Auf einmal waren die schwangerschaftswehwehchen weg. Keine Übelkeit, kein Kopfweh und spannen im Bauch. Ich habe den Arzt angerufen der mir versicherte das, dass normal ist. Als ich dann aber in der 10 SSW Schmierblutungen hatte bin ich in die Praxis. Mit dem traurigen Ergebnis das, dass kleine Herzchen nicht mehr schlägt. Es hat sich seid der 7 SSW nicht weiter entwickelt. Im Kh sagte sie Ärztin dann nur es war irgendwas nicht in Ordnung.

    Mir war es leider irgendwie schon klar bevor es der Arzt sagte und trotzdem bin ich unendlich traurig. Wieder ein Verlust. Kein guter Start in Jahr 2020. Ich weis überhaupt nicht wie ich damit umgehen soll. Ich fühle mich schuldig, als wenn es meine Schuld ist. Es fühlt sich nicht realistisch an, das es jetzt weg ist, dass kleine Herzchen. Ich fühle mich alleine, ängstlich und weis im momentan wirklich nicht wie ich damit umgehen soll. Wie seid ihr damit fertig geworden? Ich war ehe schon sehr unsicher... wie soll ich bei einer weiteren Schwangerschaft mit der Angst umgehen? Was hat euch wieder auf den richtigen Weg gebracht?

    Liebe Grüße
    Hannah
    Antwort
  • Kommentar vom 05.02.2020 10:59
    Liebe Hannah,

    mein herzliches Beileid zu deinen Verlusten und dem traurigen Ende deiner Schwangerschaft.
    Ich habe im August ähnliches erlebt. Die Symptome waren weg uns im Ultraschall war der Embryo dann zu klein und ohne Herzschlag. Auch bei mir wurde es in der 9./10. Woche festgestellt, aber wahrscheinlich war das Wachstum schon in der 7. zu Ende.

    Rückblickend weiß ich, dass mir auch einfach die Zeit geholfen hat die Wunden zu heilen. Aber das hilft leider in dem Moment und deiner Situation grade noch gar nicht.

    Zur der Zeit hat es mir geholfen ganz offen damit umzugehen. Und ich hatte großes Glück mit meinem Umfeld und bin auf sehr viele einfühlsame Mitmenschen getroffen. Leider weiß ich von anderen dass nicht jeder so viel Glück hat.
    Es hat mir da auch geholfen, als ich wenn ich drüber sprach von so vielen gehört habe, dass sie das auch durch gemacht haben. Wir sind damit nicht alleine!

    Ganz wichtig! Es ist nicht deine Schuld, ca. 15% der Klinisch festgestellten Schwangerschaften enden leider so. Die häufigste Ursache ist ein Chromosomendefekt den du leider gar nicht beeinflussen kannst. Meine Hausärztin hat gesagt: sie können stolz auf Ihren Körper sein, er ist so gesund dass er diesen defekt frühzeitig aussortiert hat. Versuche es so zu sehen auch wenn es schwierig ist.

    Überlege dir vielleicht ein Abschiedsritual. Wann immer du so weit bist.

    Du hast übrigens auch bei einer Fehlgeburt Anspruch auf eine Hebamme, die dich in deiner Trauer begleitet.

    Schaffe dir Erinnerungen, positive Erinnerungen, und versuche mit der Zeit zu akzeptieren dass fies nun ein Teil von dir oder deiner Geschichte ist.

    Ich glaube, dass fast jede die soetwas durchgemacht hat in der nächsten Schwangerschaft Angst hat. Aber auch da kann z.b. eine Hebamme helfen.

    Ich hoffe, dass ich dir vielleicht Anregungen geben konnte, die dir helfen und wünsche dir alles gute!
    Antwort
  • Kommentar vom 05.02.2020 11:35
    Liebe Hannah,
    Das tut mir leid,d ass Du auch eine Fehlgeburt durchmachen musstest, gerade, nachdem die Zeit davor schon von so vielen Verlusten geprägt war. Als allererstes: Versuch, Dir keine Vorwürfe zu machen, denn in aller Regel ist eine Mama nicht schuld daran, wenn es zu einer Fehlgeburt kommt. Selbst bei Frauen, die alles falsch machen, sich schlecht ernähren, rauchen, Alkohol trinken, bleibt die Schwangerschaft manchmal intakt. So grausam es klingt, aber am wahrscheinlichsten ist es tatsächlich, dass die Natur Dein kleines Krümelchen aussortiert hat, weil es irgendwie "krank" war, meistens sind es genetische Störungen, die ganz früh in den ersten Zellteilungen aufgetreten sind oder schon früher, in der Ein- oder Samenzelle. Und das ist etwas, das man leider so gar nicht beeinflussen kann.
    Wie man damit klarkommt? Da kann ich mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Der blöde alte Spruch, dass die ZEit die Wunden heilt, stimmt tatsächlich. Mit etwas Abstand ist der Schmerz irgendwann nicht mehr ganz so scharf. Bis dahin, finde heraus, was Dir guttut. Mit anderen reden ist eigentlich immer gut. Am besten natürlich mit Freunden oder Familie, wobei man da auch, schauen muss, wem man sich anvertraut. Ich hatte überwiegend Glück mit meinen Freundinnen, aber manchmal kamen auch sehr verletzende Kommentare. Dass man doch "so früh" (eine meiner Fehlgeburten war in der 5.SSW) ohnehinn damit rechnen muss, dass es nicht hält. Nach dem Motto "selbst schuld, wenn Du Dich schon gefreut hast". Das ist natürlich nciht wirklich hilfreich. Du wirst vielleicht dann auch die Erfahrung machen, dass Du von mehreren Frauen hörst, dass sie auch eine Fehlgeburt der mehrere Fehlgeburten hatten. Man redet halt nicht drüber. Gerade heutzutage, wo wir uns alle selbst optimieren und meinen, immer alles unter Kontrolle zu haben. Ich wünsche Dir, dass Du gute Gesprächspartner findest. alternativ gibt es auch hier im Forum ein paar Gruppen, in denen Frauen mit Sternchen auf das nächste Baby hibbeln, wenn Du dafür wieder bereit bist.
    So ein Abschiedsritual hilft auch vielen, wenn man eine Ausschabung brauchte, dann gibt es in vielen Krankenhäusern dir Möglichkeit zu einer Beisetzung in einem Sternengrab, aber einen Ort, um an Dein Sternchen zu denken, um es zu trauen, ihm mit auf den Weg zu geben, was Du ihm alles gerne gesagt hättest, kannst Du Dir auch selbst schaffen. Einfach nur für Dich, oder zusammen mit Deinem Partner. Ich habe alle Ultraschllbilder und erst mal auch die Schwangerschaftstests aufgehoben. Als klar war, dass unser Krümelchen es nicht mehr schafft, gab es erst mal Frustcocktails. Dann waren wir Steak essen. Und sonstige Dinge, die man in der Schwangerschaft nicht essen sollte. Und Tage auf dem Sofa mit kitschigen Filmen, um sich erst mal auszuheulen.
    Wichtig für mich war auch einfach zu wissen, dass es für mich jetzt zwar eine Katastrophe ist, aber dass ich da kein Einzelfall bin. Es passiert häufiger, als man denkt, es redet einfach nur keiner drüber. Und weil es s vielen passiert, aber trotzdem auch viele Paare Kinder haben, wird es bestimmt auch irgendwann bei euch klappen! So ganz unbeschwert werden die Schwangerschaften danach natürlich nicht sein, die Leichtigkeit ist einfach verloren gegangen. Gib Dir erst einmal Zeit zu trauern und zu verarbeiten, und dann wirst Du auch bestimmt wieder stark genug sein für eine weitere Schwangerschaft.
    Alles Gute für euch
    Antwort
  • Kommentar vom 06.02.2020 10:20
    Hallo ihr zwei,

    vielen Dank für eure warmen Worte auch wenn diese zu vielen Tränen führten. Zu wissen das ich nicht alleine bin und das es irgendwann besser wird macht mir Hoffnung auch wenn es sich grade noch nicht so anfühlt. Ich habe gestern viel über den Verlust gelesen und es ist so unglaublich logisch wie der Körper reagiert und trotzdem schmerzt es so. Über das Thema reden mit Freunden und Familie fällt mir unglaublich schwer. Bisher habe ich mich nur meiner besten Freundin anvertraut. Irgendwie möchte ich nicht das die anderen enttäuscht sind oder mich so komisch anschauen. Ich vertraue auf euere Worte das die Zeit die Wunden heilt.
    Antwort
  • Kommentar vom 29.04.2020 16:32
    Liebe Hannah

    Was Dir passiert ist tut mir so Leid und als ich den Text so las, kamen mir meine gleichen Gefühlen und Gedanken hoch. Ich habe genau wie Du vor fast einem Jahr die gleiche Erfahrung gemacht, beim ersten Mal Bäm schwanger und merkte es ziemlich schnell, am gleichen Tag als die Periode fällig war, weil ich mich komisch fühlte und bis dahin nie Brustschmerzen hatte, ich kannte das einfach nicht.

    Die Wochen vergingen und ich freute mich mega, da wir auch bereits ein Geburtstermin gehabt hätten. Ich war aufgrund Schmerzen im Unterleib eines Nachts im KH ich dachte ich verliere es dabei war ich etwa in der 7 Woche. Dort angekommen machte man sofort einen Ultraschall dem Fötus ging es prächtig, dabei sah ich zum ersten Mal den Herzschlag *verliebt* dort habe ich zum ersten Mal verstanden, was liebe auf den ersten Blick bedeutet... es stellte sich heraus dass die Schmerzen wegen einem Nierenstein war und deshalb diese Ausstrahlung...

    Ende März hatten wir dann die normale erste Untersuchung im der 9. Woche ich war ziemlich nervös da mein Partner bisher noch nicht das Vergnügen hatte, unser kleiner Wurm zu sehen, außer auf dem Ultraschallfoto vom KH. Bei der FA angekommen haben wir alles besprochen und dann ging es endlich zum Ultraschall. In dieser praxis ist der Ultraschall an einem Riesen ti angehängt, damit man ja nichts verpasst.

    Als sie die Untersuchung machte sah ich den Blick der Ärztin und ich merkte dass da etwas nicht stimmt, als ich auf dem Bildschirm schaute sah ich kein pochen. Sie erklärte mir, dass ich eine verhaltene Fehlgeburt habe 😭

    Meine Welt krachte zusammen ich konnte das nicht glauben... mein Partner wollte, dass ich eine Zweitmeining hole, was ich auch gemacht habe und 3 Tage später wurde mir auch die zweit Meinung bestätigt, der Wert sinkt. Ich wollte solange es geht warten, bis es alleine abgeht, was dann in der 11. Woche passierte der Embryo blieb aber etwa in der 8 ssw stecken.

    Ich viel in einem down konnte kaum das Haus verlassen und gab mir die Schuld. Ein Chat wie dieser gab mir stütze weil doch bei so vielen Frauen es passiert aber niemand darüber spricht... eine gute Arbeitskollegin sagte mir damals etwas sehr wertvolles sie selber verlor Zwillinge im 5. Monat. Sie hat gemeint wenn die Uhr für eine Schwangerschaft aufgezogen wurde, dann muss diese auch bis zum Schluss drehen, was sich als bei mir gleich anfühlte... ich konnte es akzeptieren und gehen lassen erst in dem Moment wo die ssw beendet gewesen wäre. Der Termin wäre am 6.11 gewesen aber ich fühlte mich Tage danach immer noch nicht “befreit”. Am 11.11 erwachte ich und merkte das es durch war, ich denke mein Baby wäre dann auf die Welt gekommen.

    Ich hatte ein Abschiedsretual aber erst Monate danach in Italien pilgerte ich über 40 km zu einer Stätte die für Mutter und Fruchtbarkeit steht dort ließ ich ein kleines Engel aus Stein zurück. Die 40 kn waren qualvoll aber ich brauchte das. Finde etwas wo dir gut tut wo sich “richtig” anfühlt. Egal wie viele Tipps du bekommst nur deiner ist für dich richtig. Ich weine heute noch für mein Baby aber ich akzeptiere es. Wir sind nun im 1 ÜZ und versuchen es nochmals aber ich wollte zuerst den Jahrestag abwarten. Wenn das Schicksal möchte werden wir eines der Corona Babys bekommen, wenn nicht wird es einen Grund haben. Versuche nicht Hypothesen aufzustellen, du wirst daran scheitern! Nur mutternatur weiß warum genau dein Baby nicht jetzt kommen musste. Ich wünsche dir viel Kraft.

    Sry für die Rechtsschreibung am Handy solange Texte zu schreiben ist echt übel.. 🤭
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