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Ich realisiere nicht, dass ich schwanger bin

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  • Eintrag vom 27.08.2020 17:26
    Ich bin im 6. Monat schwanger und meine Schwangerschaft verläuft komplikationslos.
    Das Kind ist gesund, es wird ein Mädchen. Mein Bauch ist nicht besonders groß, ich habe manchmal Bauchschmerzen und spüre auch schon die Kindsbewegungen.
    Babysachen gekauft habe ich noch keine, ich habe kein Geld dafür, der Vater des Kindes wird die Sachen bald besorgen.
    Ich bin 19 und die Schwangerschaft war nicht gewollt. Der Vater des Kindes ist ein verheirateter Mann, mit dem ich kurzzeitig etwas hatte. Wir empfinden nichts füreinander. Allerdings verstehen wir uns ziemlich gut und lernen uns langsam ein wenig kennen. Er ist vermögend, will finanziell für das Kind aufkommen, es auch regelmäßig besuchen usw.
    Ich bin von der ganzen Situation absolut gar nicht begeistert. Ich wollte, wenn überhaupt, erst mit Ü30 Kinder in einer festen Partnerschaft haben. Meine Kindheit war alles andere als schön. Ich bin ein Scheidungskind und meine Eltern haben sich ständig angeschrien, auch Gewalt war an der Tagesordnung. Mit 12 wurde ich in Obhut genommen, da meine Mutter nach der Scheidung die Familie für einen anderen Mann verlassen und mein Vater nach der Trennung in ein so tiefes Loch gefallen ist, dass er Suizidgedanken bekam, sich täglich besoffen hat usw.
    Ich habe danach nur noch in Wohngruppen gelebt. Wurde ständig abgeschoben. Ich habe mich von der Hauptschule auf das Gymnasium hochgekämpft, mein Abi gemacht. Mit 16 habe ich bereits allein gelebt und lebe bis heute alleine. Zu meiner Familie habe ich kaum Kontakt.
    Ich bin in der ganzen Schwangerschaft komplett alleine. Der Vater meines Kindes besucht mich nie, wir schreiben nur miteinander. Freunde oder Bekannte habe ich keine. Ich habe keine Lust andere Mütter oder Schwangere zu treffen. Ich fühle mich mit diesen Themen nicht verbunden bzw. ich will mit der ganzen Sache am liebsten nichts zu tun haben. Auf Dating habe ich keine Lust, auch will ich keine neuen Leute kennenlernen.
    Ich vergesse meist, dass ich schwanger bin. Viel mehr beschäftigt mich, wie ich mit dem Vater meines Kindes umgehen soll. Am liebsten würde ich diesen Menschen nicht dauerhaft in meinem Leben haben geschweige denn mich in seine Ehe einmischen wollen. Natürlich wird er die Vaterschaft nicht anerkennen, ich werde ihn aber nicht dazu zwingen, solange er Unterhalt zahlt. Ich habe keine Lust auf Drama. Das Kind profitiert nicht davon, ob auf der Geburtsurkunde sein Name draufsteht. Auch der Erbanspruch interessiert mich nicht die Bohne. Ich habe von meinen Eltern nie einen einzigen Cent gesehen, warum sollte meine Tochter mit 18 Jahren 500.000€ erben? Tatsächlich ist der Typ so reich, dass diese Summe gar nicht so unwahrscheinlich wäre.
    Aber wie gesagt finde ich nicht, dass ein Kind alles von den Eltern in den Ar** geschoben bekommen sollte.
    Und ansonsten habe ich schon diverse Vorstellungen wie das Leben mit Kind aussehen soll. Ich werde das Baby versorgen (füttern, wickeln etc.), mit dem Kind spielen, kuscheln, kochen, den Haushalt machen, spazieren gehen, schwimmen etc. Wenn das Kind mit 2 Jahren in die Kita kommt werde ich anfangen zu studieren. Nachdem Studium entweder Vollzeit oder Teilzeit arbeiten. Der Typ zahlt regelmäßig Unterhalt, kommt gelegentlich vorbei, man unterhält sich, er entwickelt eine Bindung zum Kind, evtl. freunden wir uns an. Affäre würde auch klappen, wenn keine Gefühle im Spiel sind.
    Er kann mit dem Kind nichts unternehmen und wird auch an Weihnachten, Geburtstag etc. nie dabei sein. Aber ich kann ihn nicht zwingen sich mehr zu kümmern und ich habe es ohne meine Eltern ja auch ausgehalten.
    Ist das schlimm, dass ich das alles nicht realisiere? Manchmal wünsche ich mir, ich hätte eine Möglichkeit aus der Situation zu fliehen, ohne Kind. Ich akzeptiere die Situation, ich kann das Kind ja schließlich nicht rückgängig machen lassen. Aber begeistert bin ich natürlich ganz und gar nicht.
    Antwort
  • Kommentar vom 29.09.2020 08:54
    Hallo Purzelbaumchen,
    ich finde deine Situation ist scheiße, aber nicht aussichtslos.
    Eigentlich will ich mich kurz fassen und dir nur sagen das dein Kind die Möglichkeit hat ein finanziell abgesichertes Leben zu führen und du es verweigerst, weil du auch ohne Finanzspritze klargekommen bist. Ich stimme dir 100% zu das man dem Kind nichts in den Arsch schieben sollte, denn ich habe auch nichts von Mama und Papa bekommen und schaffe es auch. Ich denke du könntest dir aber überlegen ob der Kindsvater nicht zumindest in ein Konto fürs Kind einzahlt das nachher z.B eine private Ausbildung finanzieren kann.
    Du als Mutter solltest nicht sagen "ich hatte das auch nicht, also soll mein Kind auch nichts haben". Also nur so ein Gedanke von mir...Geld ist Geld und man braucht es leider im Leben.
    Zweitens musst du den Vater angeben wenn du ihn kennst, sonst ist es Betrug und du stehst nachher als Sündenbock da wenn es rauskommt. Der Vater kann sagen er wusste nix.
    Ich denke wenn du dein kleines Mädchen siehst wirst du begeistert sein und dich zu einer tollen Mama entwickeln, aber denk dran das dieses Kind auch ein Vater hat, der -verheiratet oder nicht- genauso verantwortlich ist.


    Grüßle
    Antwort

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