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Themenbereich: Stillen allgemein

Trinkfaul als Folge von Stillen +Flaschennahrung?

Anonym

Frage vom 02.03.2002

Hallo, am 16.02. ist unser Tim geboren. Da meine Frau zu wenig Muttermilch hat, wird neben dem Stillen auch HA1-Milch gefüttert. Darüber hinaus pumpt meine Frau mit Hilfe einer Handpumpe Milch ab. Gestern morgen, vor dem Stillen hat unser Tim das Geburtsgewicht wieder, d.h. die 3700 gr. wurden erreicht. Dennoch ist er sehr mühselig, dass er seine ca. 110 ml. aufnimmt, bzw. es dauert sehr lange und das Trinken an der Brust wird auch schwerfälliger. Es kommt einem so vor, als ob er "trinkfaul" ist. Wenn ich da das Kind, 14 Tage älter, von unserer Freundin betrachte...; dieses Kind will mind. alle 2 Stunden gefüttert werden und "haut dann auch richtig rein". Unser Tim kommt ca. alle 4 Stunden.

Gibt es solch eine "trinkfaulheit" und ändert sich diese zeitnah z. B. durch Wachstumsschub oder was ist zu machen. Er muss doch genug bekommen...

Für eine schnelle Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar; Gruß
Hebamme

Antwort vom 04.03.2002

In Ihrem Fall möchte ich Ihnen dringend raten, sich eine Hebamme zu suchen die Sie und Ihr Baby bei dieser Trinkfaulheit und diesem Stillstress unterstützen kann. Falls Sie noch keine Hebamme haben finden Sie unter www.hebammensuche eine Hebamme in Ihrer Nähe. Die Hebammenhilfe steht Ihnen in den ersten acht Wochen zu und wird auch von den Krankenkassen übernommen, ebenso im ersten Lebenshalbjahr, falls Sie Probleme beim stillen haben. Sinnvoller wäre dann auch, wenn Sie Ihren Sohn zunächst anlegen würden und dann gegebenenfalls die Milchbildung mit einer elektrischen Milchpumpe anregen würden, das abpumpen mit einer Handpumpe ist zum einen sehr mühselig und langwierig und zum zweiten nicht so effektiv wie das trinken Ihres Sohnes oder einer elektrischen Pumpe. Die Trinkfaulheit von Tim kann sich dann durchaus ändern, es gibt aber immer wieder Kinder, die sehr langsam und genüsslich trinken und denen die Muttermilch dann auch vier Stunden reicht. Da Tim innerhalb der ersten 14 Tagen sein Geburtsgewicht auch erreicht hat, brauchen Sie sich hier auch keine Sorgen zu machen. Wenden Sie sich aber bitte an Ihre Nachsorgehebamme bzw. suchen Sie sich eine Hebamme oder eine Stillberaterin, die Ihnen hier weiterhelfen kann.

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