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Spätabort- Partner möchte nun vielleicht kein Kind mehr?!

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  • Eintrag vom 06.02.2020 18:15
    Hi, ich lese normalerweise eher in Foren, statt das ich selbst schreibe- nun knabber ich aber schon eine zeitlang an einem Thema und hätte gerne eure "Meinungen" oder Denkweisen darüber... es geht um folgendes:

    Ich bin 31 und habe bereits einen Sohn aus einer langjährigen Beziehung, mein Sohn ist 8 Jahre alt. Nun habe ich seit knapp 2 Jahren einen neuen Partner und wir beide haben bereits damals beim kennenlernen unsere "Lebensziele/Wünsche" ausgetauscht und waren uns einig, dass wir Kinder möchten- mein Partner hat keine leiblichen Kinder, war aber schonmal 5 Jahre verheiratet mit einer Frau, die 2 kleine Kinder hatte- er weiß also, wie das so "abläuft" mit Kindern im Haus. Zu meinem Sohn, der alle 2 Wochen bei mir ist (Wochenwechsel mit seinem Papa) hat er einen guten Draht, die beiden verstehen sich sehr gut.
    Nun haben wir letztes Jahr im Juli nicht mehr verhütet und zack, war ich im August schwanger- für meinen Partner ging das etwas "sehr schnell", aber von Woche zu Woche freute er sich mehr auf unser Baby- ich glaube, so richtig "realisiert", dass er Vater wird hat er erst so in der 14 SSW, da fing er an Kontakt zum Baby im Bauch aufzunehmen- dann ist unser Baby in der 17 SSW gestorben, ich habe unseren Sohn also Ende November 2019 still geboren, danach hatte ich eine AS, weil die Plazenta nicht raus wollte. Wir haben intensiv getrauert, haben "gut" Abschied genommen- nun war für mich ziemlich schnell klar, dass der Kinderwunsch weiterhin- und nun noch viel stärker- da ist, und ich nicht verhüten möchte, sondern den Dingen seinen Lauf lassen möchte. Mein partner war da am Anfang deutlich zurückhaltender, konnte erstmal nicht an ein weiteres Kind/ Schwangerschaft denken. Ich dachte also, ok, ich gebe ihm Zeit, dass kommt schon noch... nun hatten wir kurz vor Silvester, und seitdem eigentlich alle 2/3 Wochen sehr intensive Gespräche, weil unser Sexleben seit der stillen Geburt gefühlt nicht mehr existiert- bzw. hatten wir ein paar mal Sex, wo ich aber ganz klar Initiative ergreifen musste (sonst ging sie immer von ihm aus!) , und wir dann nicht verhütet haben- Ich möchte nicht die Pille nehmen, und die Kupferkette (die ich vor dem Kinderwunsch hatte) möchte ich mir aktuell nicht erneut einsetzen lassen. Es bleibt also nur das Kondom als sichere Methode- das möchte aber mein Partner nicht anscheinend. Ich habe ihm mehrmals gesagt "dann besorg die Kondome und wir verhüten, aber ich möchte endlich wieder ein "normales" sexleben haben mit dir"- er reagiert darauf nicht wirklich, und antwortet nicht und sagt, dass er weiß, dass mich die jetzige Situation frustriert. Er sagt, er hat Zweifel und Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen, wenn er sich für oder gegen ein Kind entscheidet. Er ist sich nicht mehr sicher, ob er ein Baby möchte. Ich verstehe die Welt nicht mehr, schließlich wäre unser Lucas ja im Mai geboren worden, da hat er sich das ja auch nicht gefragt...Ein paar Wochen später sagt er dann, dass er schon noch Kinder will, aber er weiß nicht wann, und er weiß nicht, wie er die Angst, dass wir noch ein Kind verlieren, überwinden soll. Eine Therapie/ Selbsthilfegruppe möchte er nicht aufsuchen. Mein Kinderwunsch ist sehr groß und ich möchte nicht mehrere Monate mehr "hingehalten" werden, um auf eine Entscheidung von ihm zu warten- Ich habe schon ein paar gesundheitliche "Gebrechen", so dass auch die Ärzte empfehlen am Kinderwunsch jetzt dran zu bleiben und nicht "ewig" zu vertagen....
    Was denkt ihr darüber? Hattet ihr vielleicht ein ähnliches "Problem" mit eurem Partner?

    Ich wäre über Antworten sehr dankbar....
    Antwort
  • Kommentar vom 07.02.2020 09:33
    Liebe Ellu,

    erstmal tut es mir wahnsinnig leid wegen deinem Verlust, ich kenne das nur zu gut, vielleicht bin ich deswegen auch über dein Betrag gestolpert. Ich bin 34 Jahre alt und habe eine 10jährige Tochter aus einer früheren Beziehung. Habe auch einen neuen Partner seit mehreren Jahren. Anfang letzten Jahres habe ich mir die Spirale ziehen lassen, da wir noch ein gemeinsames Kind wollten. Bin auch schnell schwanger geworden. Am Anfang war alles ok, doch dann stellte sich auch raus, dass mein kleiner Junge nicht lebensfähig sein wird, da ich mir wohl eine Infektion geholt habe, von der ich aber nichts mitbekommen habe, da war ich aber bereits in der 23. SSW. Anfang Dezember hab ich ihn dann auch still geboren, es war so schrecklich für uns.

    Männer leiden genauso heftig, aber sie zeigen es ja nie :/. Ich möchte nun auch gerne wieder schwanger werden, da ja die Zeit auch irgendwo rennt sag ich mal. Wir haben auch lange darüber geredet, ob wir es noch einmal versuchen wollen. Die Angst wird immer da sein, vorallem wenn man es so "spät" verloren hat wie wir.
    Wir waren bei Spezialisten, die dann nochmal genau alles untersucht haben, als ich noch schwanger war. Er meinte, dass in den ersten 3 Monaten 20% der Schwangeren ein Kind verlieren und danach liegt es nur noch bei 3%. Ich fand es damals so unfair, dass wir die 3% waren. Schrecklich oder?

    Rede nochmal mit ihm, auch über deine Ängste, geht zu einer Beratung, viele Hebammen machen sowas auch bzw. können auch Kontakte herstellen zu Familien, die das gleiche Schicksal hatten. Die können eventuell auch die Angst nehmen.
    Uns hat es auch geholfen, erstmal herauszufinden woran es überhaupt lag und genau zu wissen, ob es wieder auftreten könnte (eventueller Gendefekt).
    Ich denke auch, dass wenn man bereits sowas erlebt hat, dass bei einer erneuten Schwangerschaft dann von Seiten der Ärzte öfter kontrolliert wird, zumindest hoffe ich das. Aber man ist ja auch selber viel vorsichtiger dann.

    Wie gesagt, ich würde nochmal mit ihm reden, das hat bei meinem Mann auch viel gebracht, dass er sagt warum er solche Angst hat und ob die Angst den Kinderwunsch wirklich so sehr überwiegt. Zusammen schafft man das und wenn man es dann geschafft hat, dann freut man sich doch nochmal um so mehr drauf.

    Wir wollen es jetzt auch wieder versuchen, aber eher so: Wenn es passiert, passiert es.

    Melde dich einfach mal, wenn du reden willst, glaub wir machen momentan fast das selbe durch.

    Ganz liebe Grüße

    Antwort

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