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Themenbereich: Babyernährung allgemein

was geben als Beikost?

Anonym

Frage vom 23.08.2004

Hallo! Meine Tochter ist knapp 5 Monate und bald (6. Monat) soll sie Beikost bekommen. Momentan bekommt sie Pre-Milch und die letzte Flasche eine 1er-Milch. Zur Beikost habe ich einige Fragen: Sie hat jeden zweiten Tag Stuhlgang, kann ich Karotte füttern oder sollte ich lieber auf anderes Gemüse ausweichen? Wenn das zweite Gemüse eingeführt wird, kann dann Karotte dabei sein? Ich möchte keinen fertigen Milchbrei füttern, da ist mir zuviel Zucker drin, ich denke Flocken sind das Richtige, bloß welche Sorte: Hirse, Dinkel, Reis, Hafer...Mischung aus mehreren Sorten? Kann ich von Anfang an Obst zu dem Milchbrei geben? Mit welcher Milch rühre ich den Brei an, mit Pre oder 1er? Ab wann kann/soll ich Kuhmilch verwenden? Verdünnt oder Unverdünnt? Vielen Dank für eine Antwort und Lob für die tolle Seite.
Hebamme

Antwort vom 23.08.2004

-Bei der Einführung der Beikost ist es sinnvoll, folgende Grundregel zu beachten: Ersetzen Sie Monat für Monat eine Flaschenmahlzeit durch eine Beikostmahlzeit und nehmen Sie Woche für Woche ein neues Lebensmittel in den Speiseplan auf. Wenn Sie so langsam fortschreiten, können Sie gut beobachten welche Nahrungsmittel Ihr Kind gut verträgt und Sie schonen den Verdauungsapparat. Beginnen Sie im ersten Beikostmonat mit einem Gemüsebrei am Mittag, der nach und nach die Milchmahlzeit ersetzt (löffelweise die Breimenge steigern). Sie können den Gemüsebrei selbstverständlich selbst herstellen (Literaturtipp: Dagmar v. Cramm, Kochen für Babys, GU Küchenratgeber). Als Anfangsgemüse eignen sich Karotten, Kürbis, Pastinaken, Blumenkohl, Kohlrabi und Fenchel. Beginnen Sie mit einer Gemüsesorte und füttern diese eine Woche lang. Da Karotte in einigen Fällen verstopfend wirkt, sollten Sie zunächst lieber Pastinake oder Kürbis probieren (Bioladen) und erst nach einigen Wochen die Karotte ausprobieren. In der zweiten Woche können Sie der gewählten Gemüsesorte eine Kartoffel hinzufügen. Wenn Ihre Tochter so weit ist, dass sie eine Breimenge von etwa 150 – 200 Gramm zu sich nimmt, sollten sie dem Brei 1 Esslöffel eines raffinierten Pflanzenöls zusetzen (Rapsöl, Maiskeimöl, Sojaöl oder Sonnenblumenöl). Zur besseren Eisenversorgung können Sie dem Gemüsebrei drei mal in der Woche 30g gekochtes, püriertes mageres Fleisch von Rind, Lamm, Schwein oder Geflügel hinzufügen. Das Fleisch sollte aus einem Biobetrieb stammen. Nach etwa vier Wochen beginnen Sie mit dem Milch-Getreide-Obstbrei, den Sie mit 3,5 % Vollmilch herstellen können, wenn Ihr Kind keine Allergiegefährdung hat. Kuhmilch sollte im gesamten ersten Lebensjahr nicht pur als Getränk gegeben werden, kann aber durchaus mit Getreide und Obst als Milchbrei verarbeitet werden. Falls Ihr Kind allergiegefährdet ist, sollten Sie den Milchbrei statt mit Kuhmilch mit H.A.-Milch herstellen. Sie können Reis- Hirse- und Buchweizenflocken in Schmelzflockenform im Bioladen oder Reformhaus kaufen (z.B. Bio Hirsebrei / Bio Vollreisschleim, Fa. Runge). Diese Flocken sind ganz fein und lassen sich zu einem sämigen Brei verarbeiten. Fügen Sie dem Brei gedünstetes Obst von Apfel, Birne oder Beeren hinzu oder ein kleines Stück Banane. Sie können die Obstsorten in wöchentlichem Abstand wechseln. In der Broschüre „Gesunde Ernährung von Anfang an “ (Verbraucherzentrale Hamburg, Tel. 040/24832-20, E-Mail: info@vzhh.de ) finden Sie wertvolle Informationen, Hintergründe und Grundrezepte zur schonenden und gesunden Einführung der Beikost.

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