Themenbereich: Kaiserschnitt

Welche Klinik ist für den dritten Kaiserschnitt mit Eierstockentfernung zu empfehlen?

Anonym

Frage vom 16.05.2018

Hallo liebe Hebammen,

gerne stelle ich meine Frage auch Euch, ich hatte sie auch ins Forum gestellt.

es ist etwas kompliziert bei mir ... Ich bekomme im November mein drittes Baby. Da ich schon zwei unfreiwillige Kaiserschnitte hinter mir habe, wird nun ein geplanter Kaiserschnitt empfohlen.

Aufgrund einer Krebsproblematik hatte ich eine Mastektomie im Januar, das heißt mein Brustgewebe wurde bei beiden Seiten entfernt. Ich kann mein drittes Baby also nicht stillen.

Desweiteren wird mir dringend empfohlen, meine Eierstöcke nach Vollendung des Kinderwunsches schnellstens entfernen zu lassen (intensive Familiengeschichte sowie BRCA1). Ich habe nun mit meiner Gyn überlegt, diese direkt mit dem Kaiserschnitt entfernen zu lassen. Ich hatte einige OP´s die letzten Jahre und wenn man dies zusammenlegen könnte, müsste ich nicht so rasch wieder unters Messer.

Bisher konnte mir jedoch noch keiner beantworten, ob dazu dann eine Vollnarkose notwendig wäre?
Was meint Ihr?

Was ich jedoch eigentlich fragen möchte ist, ob Ihr eine Klinik in Berlin empfehlen könnt die auch nichtstillende Mamas gut und freundlich unterstützen und sich der Kaiserschnitt/ Eierstock Problematik annehmen würden?

Meine beiden großen habe ich in Havelhöhe zur Welt gebracht, beim 2.war ich jedoch in der Wochenbettbetreuung sehr unglücklich, habe mich sehr alleine gefühlt und bin nach 2,5 Tagen auf eigenen Wunsch gegangen. (trotz Kaiserschnitt). Mit der ärztlichen Betreuung und den Hebammen dort, habe ich mich jedoch sehr wohl gefühlt.
Leider ist es etwa 1,5 Stunden von uns entfernt, das verkompliziert alles mit schon zwei Kindern.

Vielleicht habt Ihr einen Tipp welche Klinik sinnvoll wäre? 1000 Dank im Voraus!

Antwort vom 22.05.2018

Hallo, Ihre Problematik ist leider so speziell, dass ich Ihnen keine konkrete Klinik für Ihr Vorhaben empfehlen kann. Havelhöhe ist normalerweise eine sehr gute Klinik für die Geburt. Durch die naturheilkundliche Ausrichtung ist sie sehr stillfreundlich und das kann schon mal dazu führen, dass Frauen, die nicht stillen können sich unter Rechtfertigungs- oder Erklärungszwang fühlen.
Die Entfernung der Eierstöcke ist manchmal nicht so einfach wie es klingt, je nachdem ob auch Lymphknoten mit entfernt werden.
Ich würde Ihnen empfehlen sich in einer Klinik beraten zu lassen, in der die onkologische Betreuung im Vordergrund steht. Wenn die Klinik, in der Sie sich bislang operieren lassen haben, auch Geburtshilfe anbietet, wäre in dieser wohl die kompetentesten Ansprechpartner zu finden. Also umgekehrt gedacht: Den Kaiserschnitt bei der Eierstockentfernung mitmachen lassen.
Geeignet wäre eher eine Klinik, die über ausreichende Erfahrung verfügt für den onkologischen Bereich, da dieser Eingriff gegenüber dem Kaiserschnitt seltener ist und spezialisierteres Wissen erfordert.
Es kann sein, dass Ihrem Wunsch nicht in jeder Klinik entsprochen werden kann, weil die Zuständigkeit für die beiden Eingriffe bei unterschiedlichen Abteilungen und Personen liegen kann.
Leider kann es außerdem auch Abrechnungsprobleme geben, die dazu führen können, dass eine gleichzeitige Terminierung beider OPś abgelehnt wird, auch wenn es machbar und sinnvoll wäre.
Von der Reihenfolge her würde ich zunächst Ihre betreuende Ärztin fragen. Dann die Klinik in der Sie bei den anderen OPś betreut wurden und nur wenn Sie dort keine zufriedenstellende Lösung finden, in einer Uni-Klinik, wie beispielsweise der Charite, beraten lassen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Monika Selow

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