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Stillen nach dem Kaiserschnitt

Stillen nach Kaiserschnitt
Ein guter Stillstart trotz Kaiserschnitts? Ja, das geht! Fast jedes dritte Baby in Deutschland kommt heute mit einem Kaiserschnitt zur Welt. Manche sind aus medizinischen Gründen zwingend notwendig, manche werden auf Wunsch der Eltern durchgeführt. Aber egal ob geplant oder ungeplant, Stillen wollen die meisten Mütter am liebsten sofort. Wir helfen euch:
Besteht auf möglichst schnellen Hautkontakt!

Wenn ihr jetzt bereits wisst, dass ihr per Kaiserschnitt entbinden werdet, sagt eurem Arzt oder eurer Hebamme unbedingt deutlich und frühzeitig Bescheid, dass ihr stillen wollt und euch nach der Geburt so schnell wie möglich Hautkontakt zu eurem Baby wünscht. Falls euer Baby unerwartet per Kaiserschnitt auf die Welt geholt werden muss, kann es natürlich trotzdem sein, dass sich das kuschelige Kennenlernen verschiebt. Bittet das Krankenhauspersonal aber dennoch unbedingt darum, dass ihr euer Baby so schnell wie möglich sehen könnt! Wenn ihr euer Kleines dann endlich Haut-an-Haut im Arm haltet, kann es eure Körperwärme spüren und euren Geruch aufnehmen. Es wird dann ganz instinktiv nach eurer Brust suchen. In den nächsten Stunden und Tagen ist jetzt wichtig, dass ihr euer Baby häufig anlegt, um eure Brust zu stimulieren und die Milchproduktion zu starten.

Schmerzmittel sind erlaubt!

Die beim Kaiserschnitt verwendeten Medikamenten und auch die meisten Schmerzmittel heute sind stillverträglich. Scheut euch deshalb nicht, euren Arzt danach zu fragen, wenn es nötig sein sollte. Schmerzen können nämlich euren Milchspendereflex unterdrücken. Stillt euer Baby im Zweifel vor der Medikamenteneinnahme, damit nur eine kleine Menge der Wirkstoffe zu ihm gelangt.

Legt euer Baby möglichst häufig an!

Wenn euch während des Kaiserschnitts viele Infusionslösungen verabreicht wurden, sind eventuell eure Hände und Füße etwas geschwollen. Dann kann es sein, dass eure Milchproduktion etwas verzögert einsetzt. Das Beste, was ihr tun könnt, ist auch in diesem Fall häufiges Anlegen und ganz viel Hautkontakt. Und das Wichtigste: Setzt euch nicht unter Druck!

Stimuliert zur Not mit einer Milchpumpe eure Milchproduktion!

Seid ihr nach dem Kaiserschnitt wegen Komplikationen für viele Stunden oder sogar einige Tage von eurem Baby getrennt, werdet ihr vermutlich automatisch von eurer Hebamme eine Milchpumpe angeboten bekommen, um die Milchbildung zu stimulieren. Wenn nicht: Unbedingt danach fragen! In mehr als 86 Prozent aller deutschen Geburtskliniken wird euch die bewährte Klinikpumpe Symphony von Medela ans Bett gestellt. Beim ersten Abpumpen lasst euch am besten von einer Hebamme oder Stillberaterin in der Klink helfen. Das sollte am besten auch schon innerhalb der ersten sechs Stunden nach der Geburt passieren. Denn nicht nur deine Brust braucht die Stimulation: Für dein Baby ist die erste Muttermilch, das Kolostrum, auch besonders wertvoll!

babyclub.de Team-Tipp: Da die frische Operationsnarbe eure Beweglichkeit einschränkt, solltet ihr bei den ersten Stillversuchen die Hilfe des Pflegepersonals in Anspruch nehmen. Denn eine angenehme Stillposition macht den Stillstart gleich wesentlich einfacher!

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