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Freizeit und Familie – ADHS rund um die Uhr


Da ADHS nahezu alle Lebensbereiche betrifft, stellen oft schon die alltäglichsten Dinge eine Herausforderung für alle Beteiligten dar.

Jeder Tag ist eine neue Herausforderung
Morgens ist das Kind nur schwer aus dem Bett zu bekommen. Auch das Anziehen und Frühstücken sorgt oft schon für Streitigkeiten.

Nach der Schule gibt es Probleme beim Spielen oder beim Sport mit Freunden und Gleichaltrigen. Auch die Hausaufgaben am Nachmittag machen in der Regel Schwierigkeiten.

Am Ende des Tages sorgen Unruhe und Spannungen beim Abendessen und vor dem Zubettgehen erneut für anstrengende Auseinandersetzungen.

Über den gesamten Tag hinweg kommt es so zu Spannungen innerhalb der Familie. Nicht nur eine zeitliche, sondern auch eine schwere emotionale Belastung für alle Beteiligten.

Erfolgreich den Alltag meistern
Klare Regeln, viel Lob und eine konsequente Erziehung sind der Schlüssel für einen harmonischen Familienalltag trotz ADHS. Dabei zeigen oft schon kleine erzieherische Kniffe, wie z.B. das Einführen eines Belohnungssystems, große Wirkung.

Praktische Tipps für den familiären Alltag

Neben den Problemen innerhalb der Familie ist es wichtig, auch die soziale Integration eines von ADHS betroffenen Kindes zu beobachten und entsprechend zu unterstützen.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:34

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Positive Motivation

-Verhalten Sie sich immer positiv, d. h. freundlich, liebevoll und motivierend
gegenüber dem Kind.

-Loben Sie nicht nur Erfolge, sondern bereits die Anstrengungsbereitschaft.

-Gehen Sie grundsätzlich immer nur auf eine Sache ein. Fordern Sie immer nur eine Handlung ein, nicht mehrere zugleich.

-Halten Sie dem Kind keine Fehler aus der Vergangenheit vor. Dies wirkt demotivierend und führt zu einer negativen Grundeinstellung.

-Stärken Sie das Selbstbewusstsein des Kindes durch die Übertragung sinnvoller Aufgaben.

-Appelieren Sie an die positiven Eigenschaften des Kindes: Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeitssinn.

-Fördern Sie Kontakte mit Gleichaltrigen. Oft kapseln sich betroffene Kinder ab, weil Sie Angst haben, unbeliebt zu sein.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:35

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Strukturen und Sicherheit schaffen

-Strukturieren und planen Sie den Tag/die Woche und legen Sie genaue Uhrzeiten für einzelne Handlungen fest.

-Legen Sie gemeinsam mit dem Kind klare Verhaltensregeln fest und fixieren Sie diese schriftlich. Formulieren Sie auch Konsequenzen (nicht: Strafen!) bei Nichteinhaltung.

-Führen sie ein Punktesystem mit „Belohnungspunkten“ für bestimmte Handlungen ein. Bei Erreichen einer bestimmten Anzahl von Punkten kann es eine besondere Belohnung oder ein kleines Geschenk für das Kind geben.

-Sorgen Sie dafür, dass alle Erziehungs- und Bezugspersonen im Hinblick auf die Erziehung des Kindes einig sind. Dazu gehören auch Lehrkräfte.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:36

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Klare, einfache Kommunikation

-Sprechen Sie mit dem Kind grundsätzlich in fester, ruhiger und bestimmter Art („freundlich aber bestimmt”). Vermeiden Sie ironische, zynische oder aggressive Aussagen.

-Unterstützen Sie die Kommunikation möglichst oft durch nonverbale Mittel, wie zum Beispiel kurzes Berühren an der Schulter. Dies löst eine
Orientierungsreaktion beim Kind aus.

-Arbeiten Sie mit kurzen Feedbacks, wie zum Beispiel „okay”, „gut” oder „Stopp!”.

-Vertreten Sie immer einen klaren Standpunkt und behalten Sie diesen bei – besonders bei Anweisungen.

-Diskutieren Sie nicht unmittelbar nach Konflikten bzw. einem Streit darüber. Dies führt sofort zu neuen Auseinandersetzungen. Beenden Sie einen Konflikt lieber durch Schaffen von Fakten oder Regeln.

-Fordern Sie Regeln immer mit Entschlossenheit in Mimik, Gestik und Tonfall ein. Stellen Sie sich vor, Sie würden dem Kind eine wichtige Regel im Straßenverkehr erklären.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:37

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Tipps für Hausaufgaben

-Vereinbaren Sie für Hausaufgaben eine feste Uhrzeit.
Achten Sie darauf, dass das Kind einen eigenen, aufgeräumten und ungestörten Arbeitsplatz hat.

-Führen Sie ein Hausaufgabenheft und kontrollieren Sie es regelmäßig.
Teilen Sie die Hausaufgaben in überschaubare Lerneinheiten ein.

-Legen Sie kurze Pausen ein.

-Fordern Sie nur Wesentliches ein. Vermeiden Sie es, Kleinigkeiten wie zum Beispiel eine unordentliche Handschrift zu kritisieren.

-Beginnen Sie mit leichten Aufgaben, dann die schwierigen, zum Schluss wieder leichtere.

-Loben Sie das Kind, auch wenn es Fehler macht. Vermeiden Sie Kritik während der Hausaufgaben.

-Vermeiden Sie überflüssiges Reden.

-Lassen Sie nach Fertigstellung der Hausaufgaben das Kind den Ranzen für den nächsten Tag packen.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:38

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