• "ADS und ADHS"

  • Club-Information
  • Öffentlicher Club
  • 6 Mitglieder

Zur neuesten Antwort

ADS und Schule

Schule

Die durch eine ADHS-Erkrankung ausgelösten Verhaltensweisen werden besonders im Schulalltag häufig fehlinterpretiert. Anstelle einer Erkrankung sehen viele Lehrkräfte nur die gängigen Stereotypen des "Störenfrieds" oder der "Träumsuse".

Kinder mit ADHS sind allerdings nicht absichtlich impulsiv oder verträumt, sie können nicht anders. Viele betroffene Kinder leiden unter ihren Schwächen, weil sie selbst bemerken, dass sie die Hausaufgaben eigentlich begreifen müssten. Sie schämen sich dafür und setzen sich selbst unter Druck, was nicht selten zu ausgeprägter Prüfungs- und Versagensangst führt und das Selbstwertgefühl beeinträchtigt.

Oft lange unerkannt
Der unaufmerksame, nicht hyperaktive Typ fällt meist erst in späteren Schuljahren auf, wenn die Anforderungen steigen. Mangelnde Konzentrationsfähigkeit zeigt sich bei einigen ADHS-Kindern häufig erst in der Oberstufe, wenn Unterrichtsinhalte nicht mehr spielerisch erlernt werden können, sondern in Ruhe am Schreibtisch erarbeitet werden müssen. Kinder mit ADHS lernen meist nur unter massivem Druck, kurz vor einer Prüfung. Das Lernen wird so zu einem großen Stressfaktor.

Auch Lehrer müssen lernen
Unwissende Lehrer werfen den betroffenen Kindern häufig Faulheit und Widerspenstigkeit vor. Dadurch werden sie zunehmend entmutigt und ihre Leistungen fallen noch mehr ab. Lehrer müssen deshalb für die Probleme des Kindes sensibilisiert und über die Erkrankung aufgeklärt werden. Sprechen Sie daher möglichst früh mit den Lehrern und involvieren Sie dabei gegebenfalls auch den behandelnden Arzt oder Psychologen

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:41

Antwort


Schulalltag – Viele Probleme, eine Ursache

Kinder mit ADHS haben oft erhebliche Lern- und Beziehungsprobleme in der Schule. Mit dem Beginn der Schulzeit werden die Anforderungen größer und die Symptome der ADHS treten häufig erst dann deutlich hervor.


Häufige Auffälligkeiten in der Schule

-Stark schwankende Leistungen (sehr gute Leistungen in einzelnen Bereichen, in anderen unerklärliche Leistungsschwächen)

-Fehlende Konzentration und fehlendes Durchhaltevermögen bei gestellten Aufgaben (nicht zu Ende führen von Aufgaben, Zeichnungen oder Handarbeiten)

-Fehlendes systematisches Erfassen von Unterrichtsinhalten, weil die Kinder nur oberflächlich bei der Sache sind

-Große Schwierigkeiten, auf Anforderungen hin Leistungen zu erbringen und flexibel von einer Aufgabe zur nächsten zu wechseln (zeigt sich besonders dann, wenn die Kinder trotz Kenntnis auf eine gestellte Frage keine schnelle Antwort geben können)

-Fehlende Reaktion bei Ansprache durch den Lehrer

-Träumereien und ständiges aus dem Fenster schauen

-Vergessen von wichtigen Unterlagen oder Aufgaben

-Häufiges Zuspätkommen und Schuleschwänzen

-Motorische Ungeschicklichkeit, die sich z. B. in einer unregelmäßigen Schrift zeigt
Unruhiges Verhalten (ins Heft kritzeln, mit dem Stuhl schaukeln, zappeln, während des Unterrichts in der Klasse herumlaufen)
Ungeduld (Beantworten einer Frage, bevor sie fertig gestellt wurde und ohne aufgerufen worden zu sein)
Stören des Unterrichts und Missachten von Regeln (Ärgern der Mitschüler, Aggressivität, Klassenkasper-Verhalten)
Kontaktstörungen (Kinder finden häufig keinen Anschluss, haben keine Freunde, bleiben Außenseiter)
Oft treten bei einer ADHS-Erkrankung auch Begleiterscheinungen wie eine Lese-, Rechtschreib- und Rechenschwäche, sowie Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung und im Schriftbild auf.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:42

Antwort


Hausaufgaben

Hausaufgaben werden zum Drama, werden immer wieder verschoben und zu umgehen versucht. Setzen sich die Kinder schließlich doch an die Schulaufgaben, treten viele Sorgfaltsfehler auf. Die Kinder stehen ständig wieder auf und können sich nicht konzentrieren, suchen immer wieder Neues und Interessantes und registrieren oft Nebensächlichkeiten.

Manche Kinder lernen auch mit übergroßem Eifer und übertriebenem zeitlichen Einsatz. Dies erklärt sich dadurch, dass Kinder mit ADHS selbst einfachste Dinge nicht aus dem Kopf abrufen können. Daher sehen sie sich nur durch viel Lernen in der Lage, den Lernstoff in der Schule wiederzugeben. Häufig ist nur reines Auswendiglernen möglich.

Weitere Auffälligkeiten sind:

Das Schreiben fällt schwer. Der Füller wird verkrampft gehalten und mit hohem Druck übers Papier geführt.
Gegenstände, die für Schularbeiten wichtig sind, werden verloren.
Gelerntes wird nur schwer zu einem Ganzen zusammengefügt. Details werden erinnert, meist aber nicht der Gesamtzusammenhang.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:43

Antwort


Was Sie tun können
Was Sie tun können

Kinder mit ADHS sind im Durchschnitt nicht mehr und nicht weniger intelligent als ihre Altersgenossen. Sie können aber aufgrund von ADHS ihr intellektuelles Potenzial oft nicht voll ausschöpfen.

Durch die richtige Vorbereitung und Zusammenarbeit mit dem Lehrer kann der Schulalltag für Kinder mit ADHS verbessert werden.

von KnuddelMami / 04.04.2011 18:44

Antwort


Auf diesen Beitrag antworten

Um auf diesen Beitrag antworten zu können, musst du angemeldet sein. Bitte melde dich hier an.