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Themenbereich: Geburt allgemein

Da ich im September mein zweites Kind bekomme und mir sehr ...

Anonym

Frage vom 05.05.2000

Da ich im September mein zweites Kind bekomme und mir sehr gerne etwas gegen die Schmerzen geben lassen möchte, habe ich an eine PDA gedacht.
Von dieser Schmerzbetäubung hört man im allgemeinen nur Gutes. Nun ist meine Freundin auch Hebamme und als ich mich neulich mit ihr über die PDA un-
terhalten habe hat sie mir erzählt, dass wenn die Betäubung nicht pünktlich abgesetzt wird, man keine Presswehen spürt und das Kind dann mit einer Glocke
oder der Zange geholt werden muss. Oder wenn die PDA pünkltich abgesetzt wird, dass die Frauen als mal so von den dann doch unheimlich starken Schmerzen
überrannt werden, dass sie es kaum auszuhalten glauben. Das macht mir jetzt wiederum ziemlich Angst. Meine Frage ist nun, wie ist Ihre Erfahrung mit den PDA´s,
halten die Frauen nach Absetzten der Betäubung die Schmerzen doch noch aus ?? Ich stelle mir vor, dass man doch trotzdem nicht die ganzen Schmerzen spürt,
denn diese Betäubung wird doch bestimmt auch nach Absetzten noch etwas nachwirken und somit etwas von den ganz starken Schmerzen nehmen, oder ist das
falsch ?? Und entstehen heute immernoch Schäden am Kind, wenn es per Zange oder Glocke geholt wird ??? (Das ist meine größte Sorge, dass das Baby einen
Schaden nehmen könnte). Was für Schäden können entstehen ??? Behinderungen ???
Vielen Dank für Ihre Mühe und für die Beantwortung.
Hebamme

Antwort vom 05.05.2000

Jede Frau macht unterschiedliche Erfahrungen mit dieser Betäubungsmethode.
Bei manchen klappt das wirklich sehr gut, wenn die PDA gut liegt und es z.B.
ein verzögerter Geburtsverlauf ist, und/oder die Frau total erschöpft ist.
Allerdings ist die PDA tatsächlich ein häufiger Grund für Zangen-und
Saugglockenentbindungen. Und es ist auch so, daß man kurz vor der Geburt die
PDA ausklingen läßt, damit die Gebärende die Preßwehen noch spürt und es
nicht zu einem Geburtsstillstand kommt. Diese Wehen empfinden die Frauen
dann natürlich schon stärker, da Sie vorher keinen oder fast keinen Schmerz
spürten - da kann ich Ihnen nichts anderes sagen, als die Kollegin, Ihre
Freundin.
Eine Frau, die das 3. Kind mit PDA bekommen hatte (die ersten beiden ohne
Schmerzmittel), erzählte mir nach der Geburt, daß Sie länger gebraucht habe,
um das Kind anzunehmen, da Sie ja nichts gespürt habe. Es hat ihr das
<Geburtserlebnis> gefehlt. Sie sehen - jede Frau reagiert anders. Versuchen
Sie diese Geburt auf sich zukommen zu lassen, ohne vorher zu viel über die
PDA nachzudenken. Denn sollte die PDA dringend notwendig werden, weil Sie
die Schmerzen nicht mehr aushalten, sind die Nachteile sowieso im
Hintertreffen und die Wahrscheinlichkeit, daß die Geburt schnell geht und
Sie gar keine PDA brauchen ist eh höher. Und wie die PDA bei Ihnen wirkt und
ob man sie ausklingen läßt, hängt von Ihrer Geburtssituation und dem
Geburtshelfer ab.
Heutzutage entstehen durch Zangen-oder Saugglockengeburten keine
Gehirnschäden mehr am Kind, trotzdem sind diese sog. vaginal-operativen
Eingriffe auch mit bestimmten Risiken behaftet. Es kann z.B. zu schweren
Verletzungen im Scheiden-/Dammbereich kommen.
Gehen Sie in eine gute Geburtsvorbereitung, vertrauen Sie Ihrer Freundin und
lassen Sie sich doch von ihr unter der Geburt betreuen, wenn das möglich
wäre. Dann gehen Sie sicherlich auch mit viel weniger Ängsten in die Geburt
und können sich besser entspannen, was auch zu einer Schmerzlinderung und
Geburtsbeschleunigung führt

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