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Themenbereich: Geburt allgemein

Wird den Neugeborenen immer noch routinemäßig Silbernitrat ...

Anonym

Frage vom 11.02.2000

Wird den Neugeborenen immer noch routinemäßig Silbernitrat in die Augen getropft? Kann ich das guten Gewissens ablehnen bzw. gibt es Alternativen?
Hebamme

Antwort vom 16.02.2000

In manchen Kliniken kommt es schon noch vor, daß es empfohlen wird, aber die Meinungen dazu sind sehr unterschiedlich. Das Silbernitrat (Crede´sche Augenprophylaxe) hilft eigentlich nur gegen
sog. Gonokokken, das sind die Keime, die zu einer Geschlechtskrankheit gehören und sich in der Scheide der Frau befinden können. Das eigentlich sage ich dazu, weil es manchmal kontrovers diskutiert wird, ob das Silbernitrat auch noch gegen andere Keime hilft. Da diese
Geschlechtskrankheit heute kaum noch vorkommt, kann man den Eltern empfehlen darauf zu verzichten, da diese Tropfen in den kindlichen Augen sehr brennen und eine Bindehautreizung,-entzündung verursachen können. Und sollte bei der Geburt tatsächlich eine Übertragung von irgendwelchen Keimen, sogar Gonokokken, von der Scheide auf die kindl. Augen stattgefunden haben, dann werden in den Tagen nach der Geburt die Augen des Kindes eitrig und dann
bekommt es eh antibiotische Augentropfen. Bekommt das Kind eine Augeninfektion durch andere Keime als Gonokokken, so wird es also trotz Silbernitratgabe erkranken. Als Alternative zu diesen Tropfen kann ich Ihnen bei einer vorhandenen Entzündung Augentrost empfehlen. Aber Sie sollten sich unbedingt mit einer Hebamme absprechen und sich vor Ort beraten lassen. Wenn Sie aber keine wechselnden Sexualpartner haben, können Sie ruhigen Gewissens auf die Silbernitratgabe verzichten. Möglicherweise müssen Sie im Kreißsaal unterschreiben, ob Sie diese Prophylaxe wünschen oder nicht.

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