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Themenbereich: Geburt allgemein

Meine Tochter wurde durch Not-Kaiserschnitt (schlechte Herz...

Anonym

Frage vom 17.04.2001

Meine Tochter wurde durch Not-Kaiserschnitt (schlechte Herztöne)vor zwei Jahren gebohren. Jetzt erwarte ich mein 2tes Baby und habe Angst wider einen Kaiserschnitt zu bekommen, da ich den Kaiserschnitt als Versagen empfand.
Hebamme

Antwort vom 19.04.2001

Es gehören immer zwei dazu- Sie als Mutter und gebärende Frau und Ihr Kind, das geboren werden möchte. Unter der Geburt ist es für beide entscheidend, daß es sowohl Mutter als auch Kind gut geht. Eine Geburt ist eine große Leistung für beide. Geht es dem Kind dabei in irgendeinem Stadium der Geburt nicht gut- das Parameter hierbei sind entscheidend die Herztöne des Kindes und wie sich diese unter der Geburt bzw. während und v.a. nach einer Wehe verhalten- so ist es je nach Situation unumgänglich, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, damit weitere Komplikationen und auch Gefahren für Mutter und Kind vorzeitig und rechtzeitig vermieden werden können. Eine Geburt durch einen Kaiserschnitt ist kein Versagen! Es ist die Geburt Ihres Kindes, es ist Ihre Geburt. Das Gefühl hier einfach überrumpelt worden zu sein, alles mußte sehr schnell gehen- es war einfach eine Not-Situation-, und das Gefühl des versagt zu habens ist trotzdem verständlich. Es ist wichtig, daß Sie jetzt daran arbeiten, das Erlebnis der ersten Geburt, so wie sie war, zu verarbeiten. Als Ziel wäre schön, wenn Sie zu sich selber sagen können, ich habe mein Bestes gegeben, es ist nicht so ausgegangen, wie ich es mir gewünscht habe aber ich habe ein gesundes Kind und ich kann es so akzeptieren. Als Ziel für diese zweite Geburt könnten Sie sich vornehmen: Ich bereite mich auf eine Geburt auf normalem Wege vor, ich bin jedoch gleichzeitig für alles offen, ich habe Vertrauen. Es wäre evtl. zu raten, wenn Sie dies wünschen, daß Sie sich an die zuständige Hebamme, die bei der Geburt Ihres ersten Kindes dabei war, wenden, um ausführlich den Geburtsverlauf mit ihr zu besprechen, so daß Sie darüber die Geburt besser verarbeiten und auch verstehen können, warum es nötig war, hier einzugreifen. Wir als Frauen können uns in diesem Fall glücklich schätzen, sofort die medizinisch notwendigen Einrichtungen zur Verfügung zu haben. In anderen Ländern dieser Erde ist eine Indikation zum Kaiserschnitt keine Selbstverständlichkeit sondern u.U. ein Todesurteil für Mutter und Kind.
Ich möchte damit unterstreichen, daß es einfach Grenzen gibt, die Frau als Gebärende unter der Geburt nicht mehr zu beeinflussen vermag, ob wir das wollen oder nicht. Es ist wichtig, sich optimal auf die Geburt vorzubereiten, Vertrauen und Sicherheit zu haben in den Ablauf einer natürlichen Geburt, in seine eigenen Kräfte und in die Natur, doch auch die hat seine Grenzen und es ist wichtig, offen zu bleiben. Das Ziel letztendlich ist die Geburt des Kindes und daß Sie es auf dieser Welt begrüßen können. Eine Geburt ist immer eine Geburt, sie ist immer der Erfolg Ihrer geleisteten Arbeit als gebärende Frau - egal ob auf diesem Weg oder auf einem anderen. Stehen Sie dazu!
Mit freundlichen Grüßen

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